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Nr. 27.
Donnerstag den 1. Februar
1894.
Amtliches.
Dienstnachrichten aus dem Kreise.
Gefunden: Ein Päckchen Tabaksdeckblatt. Eine Kanne mit Petroleum. Ein Buch „Handelskorrespondenz in deutscher und französ. Sprache". Eine Brille mit Futteral. Eine schwarze Häkelei mit Silberstreifen.
Verloren: Ein städtisches Sparkassenbuch, auf den Namen Stadtermann lautend.
Zugelaufen: Ein kleiner glatthaariger schwarzer Hund mit Doggenschnauze, m. Geschl.; Empfangnahme bei Ad. Menges zu Kesselstadt.
Hanau am 1. Februar 1894.
Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Anleihen der Stadt Hanan.
Ziehung am 29. September 1893.
Auszahlung am 31 März 1894.
I. Anleihe vom 30. September 1880.
Reihe I zu 4°/o (XUIte Ziehung).
Lit. A. Nr. 32 137 162 â 1000 Maik.
„ B. „ 89 100 123 183 185 236 â 500 Mark.
„ C. „ 130 152 330 379 403 520 665 673 733 747 â 200 Mark.
Rückständig Lit 0. Nr. 709 763.
Reihe II zu 3Vs0/» (Vte Ziehung).
Lit. A. Nr. 17 55 â 1000 Mark.
„ B. „ 3 71 119 130 â 500 Mark.
„ C. „ 307 447 448 492 653 671 706 789 â 200 Mark. Rückständig Lit. C. Nr. 564 660.
II. Anleihe vom 1. Oktober 1889.
Ute Serie zu 3Vs°/o (IVte Ziehung).
Lit. A. Nr. 101 102 â 2000 Mark.
„ B. „ 175 289 â 1000 Mark.
„ C. „ 209 351 â 500 Mark.
„ D. „ 312 339 340 360 431 439 481 â 200 Mark.
Rückständig Lit. A. Nr. 162.
Lit. A. Nr.
Dieselbe Ite Serie (Ute Ziehung). 15 â 2000 Mark.
„ B. „ 31 L 1000 Mark.
„ C. „ 156 181 â 500 Mark.
„ D. „ 2 68 107 183 246 â 200 Mark.
Hanau am 30. September 1893.
Der Stadtrath :
Dr. Gebeschus.
2
Nachdem infolge des Ablaufs der Wahlperiode des Stabtrathes bezw.
3 infolge Ablebens die Herren Friedrich Jung und Georg Deines aus der Deputation für Verwaltung und Verwendung der durch Ablösung an Stelle der der Altstadt Hanau zugestandenen Berechtigungen getretenen Ablösungskapitalien ausgeschieden sind, hat zur Ergänzung der Deputation die Neuwahl von 2 Mitgliedern, welche dem Stadtrath an gehöre« müssen, stattzufinden. —
Zur Vornahme dieser Wahl bestimme ich Termin in den unteren Saal des Ratbbauses auf
Mittwoch den 21. Februar er., vormittags von 9—12, nachmittags von 3—6 Uhr, und lade zu demselben die wahlberechtigten Bürger der Altstadt mit dem Bemerken ein, daß das Verzeichniß der Wahlberechtigten bis zum Wahltermin auf dem Rathhaus (Stadtfekretariat) 'ausgelegt ist.
Hanau am 23. Januar 1894.
Der Oberbürgermeister
Dr. Gebeschus. 1451
Durch Verfügung des Königlichen Herrn Regierungspi äsidenten zu Cassel ist dessen Zustimmung zur Wahl des bisherigen Vizebürgermeisters, Herrn W. C. Heraeus zu meinem Beigeordneten und für den Fall auch desfen Verhinderung den Herrn Stadtrath Dr. Bulle zum Stellvertreter auf Grund des §. 62 der Gemeindeordnung vom 23. Oktober 1834 ertheilt worden, was ich hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringe. Hanau am 24. Januar 1894.
Der Oberbürgermeister
Dr. Gebeschus. 1474
t Unterstützung von Invaliden aus den Kriegen vor 1870.
Nach dem Gesetz, betreffend die Gewährung von Unterstützungen an Invalide aus den Kriegen vor 1870 und an deren Hinterbliebene, vom 14. Januar 1894, das jetzt im Rckchsgesctzblatt veröffentlicht ist, sind denjenigen Personen jedes Soldatenstandes und Beamten des Heeres und der Marine, die infolge ihrer Theilnahme an den von deutschen Staaten vor 1870 geführten Kriegen invalide und zur Fortsetzung des aktiven Militärdienstes oder zur Erfüllung ihrer Amtspflichten unfähig geworden sind, zu ihren jetzigen Pensionsbezügen fortlaufende Zuschüsse zur Erreichung derjenigen Beträge zu gewähren, welche ihnen nach den neueren Militärpensionsaesetzen (vom 27. Juni 1871 und 31. März 1873) und deren Abänderungen und Ergänzungen zustehen würden. Ferner ist bestimmt, daß auch den Hinterbliebenen von Theilnehmern an den Kriegen vor 1870, sofern diese im Kriege oder infolge von Kriegsverwundungen gestorben sind, fortlaufende Unterstützungen oder Zuschüsse zu den gesetzlichen Bewilligungen gewährt werden, bis zu den in den erwähnten neueren Penstonsgesetzen angegebenen Grenzen. Die gleichen Unterstützungen können auch den Hinterbliebenen von solchen Theilnehmern der fraglichen Feldzüge zukommen, welche an den ihre Invalidität bedingenden Leiden gestorben sind. Auch auf die früheren Angehörigen der schleswig- holsteinischen Armee, sowie auf deren Hinterbliebene können die vorstehend erwähnten Bestimmungen angewendet werden. Die Prüfung und Entscheidung aller Anträge auf G,Währung von Unterstützungen erfolgt durch die Militärbehörden, an die daher auch die Anträge zu richten sind. Die Zahlung der erfolgten Bewilligungen beginnt erst mit dem Zeitpunkt der Bewilligung, eine Nachzahlung für vor dem Eintritt der verbindlichen Kraft des Gesetzes vom 14. Januar 1894 liegende Zeit ist ausgeschlossen.
Tagesschau.
Berlin, 31. Januar. Seine Majestät der König haben Aller- gnâdigst geruht: Allerhöchstihrcm Botschafter in St. Petersburg, General der Infanterie und Generaladjutanten von Werder den Schwarzen Adlerorden zu verleihen.
Berlin, 31. Januar. Seine Majestät der Kaiser und König nahmen heute Vormittag die Vorträge des Chefs des Zivilkabinets und des Ministers des Königlichen Hauses entgegen.
Berlin, 31. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht Einzelheiten über die Verletzung der kaiserlichen Kriegsflagge eines deutschen Schiffes im Hafen von Rio de Janeiro. Eine Gewehrkugel war durch die Flagge gegangen, eine andere traf ein Boot. Die brasilianische Regierung erklärte sich sofort bereit, die verlangte Sübne zu gewähren. Der schuldig befundene Offizier werde bestraft. Der Zwischenfall ist also in einer beiden Reichen entsprechenden befriedigenden Weise erledigt. (Fr. N.)
Berlin, 31. Januar. Laut telegraphischer Meldung an das Oberkommando der Marine ist S. M. Schulschiff „Stein", Kommandant: Kapitän zur See von Wietersheim, am 29. Januar in La Guayra (Venezuela) angekommen und will am 5. Februar von da nach St. Thomas (Westindien) in See gehen.
Gotha, 31. Januar. Zum Einzuge des Herzogspaares sind die Straßen mit deutschen, koburgischen und englischen Fahnen, mit Teppichen, Emblemen und Guirlanden geschmückt. Die Einzugsstraste ist durch Mastbäume und Thore im mittelalterlichen Stile bezeichnet. Der Zug mit dem Herzogspaar lief UV» Uhr ein. Nach dem Empfang auf dem festlich dekorirten Bahnhöfe, wo eine Ehrenkompagnie vom 6. Thüringer Infanterieregiment aufgestellt war und die Spitzen der Zivil- und Militär-