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Hamner Ans tiger.
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Nr. 5.
Amtliches.
Dienstnachrichten aus dem Kreise.
Gefunden: Ein goldener Kinderohrring mit Steinen. Ein Portemonnaie mit etwas Geld. Eine Dublèuhrkette. Zwei schwarze Spitzm- f schürzen. Eine Peitsche. Vor einiger Zeit zwei graue Pferdedecken. Ein
1 Paar Schlittschuhe. Ein grauer Nadmantel.
( Entlaufen: Ein junger Dachshund w. Geschl.
Abhanden gekommen: Eine graue Katze. Hanau am 6. Januar 1894.
Pfvrâsverstckörungsvvrvm für den Landkreis Hanau.
In heutiger Vorstandssitzung wurde beschlossen pro I. Semester 1894 'i zu erheben:
I 1'/-«/» Prämie,
- 1% Eintrittsgelds , .
4% Nachzahlung/ BOn m» eintretenden Mitgliedern.
Ich ersuche die Herren Taxatoren, alsbald die Abschätzungen der Pferde vorzunehmen und mir solche zuzusenden.
Hanau am 30. Dezember 1893.
Der Vorsitzende
H. Jung. 299
a Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Die Wiedereröffnung der städtischen Handelsschule findet Dienstag ) den N. Januar er. statt.
Die Unterrichtsstunden sind bis zum Schluffe des Schuljahres (Ostern) auf Montag, Dienstag, Donnerstag von 4 bis 5 Uhr nachmittags, I Mittwoch von IVs bis 3Vs Uhr nachmittags, Freitag von 4 bis 5 Uhr * nachmittags und 8Vs bis 9 Vs Uhr abends festgesetzt.
Hanau am 5. Januar 1894.
} Das Kuratorium der Handelsschule.
H Dr. Gebeschus. 321
L Bekaniitmachung der Ortskrankenkasse.
Nach ditsseils gemachten Wahrnehmungen sehen wir uns veranlaßt, 9 allen Betheili 'ten in Erinnerung zu brinaen, daß
„alle männlichen und weiblichen Gehülfen und Lehr „linge, welche in einem Gewerbe- oder Handels- „betriebe beschäftigt sind, gesetzlich bezw. statutarisch „der Krankenverstcherungspflicht unterliegen"
2 und deshalb bei Aufnahme der Beschäftigung im Stadtkreis Hanau der unterzeichneten Kaffe Paradiesgasse Nr. 2 mittelst der vorgeschriebenen An- meldezettel zu melden sind.
Nicht meldepflichtig sind:
1. diejenigen, welche nachweisbar Mitglied einer „Eingeschriebenen Hülfs- kosse" sind,
2. diejenigen, welche keinerlei Vergütung für ihre Arbeit erhalten (Lehrlinge ohne Kost und Logis sowie Volontaire rc.),
3. diejenigen, welche mehr als 2000 Mark Gehalt oder Lohn p. a. beziehen.
Bezüglich der Mitglieder der genannten Hülfskassen dürfte es für die _ Arbeitgeber sehr zu empfehlen sein, deren Bücher in kurzen Zwischenräumen, mindestens alle 14 Tage, zu prüfen, da diejenigen, welche aus einer Hülfs- lasse freiwillig oder unfreiwillig ausscheiden, mit dem Tage dieser Ausscheidung bei der Ortskrankenkasse anmeldepflichtig werden.
Schließlich wird noch darauf hingewiesen, daß die Versäumniß der Anmeldepflicht Strafen nach sich ziehen kann und die Arbeitgeber außer den «achzuzahlenden Beiträgen alle Aufwendungen zu erstatten haben, welche die Kasse in einem vor der Anmeldung durch die nicht angemeldete Person veranlaßten Unterstützungsfalle zu machen hat.
Hanau am 5. Januar 1894.
Der Vorstand der Hanauer Ortskrankenkaffe.
Schwind, I
— Vorsitzender. 264 '
Samstag den 6. Januar
1894.
i Tagesschau.
Berlin, 5. Januar. Seine Majestät der Kaiser und König haben Sich gestern Mittag 128/< Uhr mittels Sonderzugs von der Wildpark- station nach Bückeburg begeben. Allerhöchstdiesellen trafen dort abends um 6 Uhr ein und wurden auf dem festlich geschmückten Bahnhof von Seiner Durchlaucht dem Fürsten Georg von Schaumburg-Lippe empfangen. ’ Seine Majestät fuhren mit dem Fürsten durch die illuminirte Bahnhofstraße nach dem Schloß, wo um 7 Ubr das Diner stattfand. — Heute Vormittag begaben Sich, wie der „Reichsanz." meldet, Seine Majestät der Kaiser mit dem Fürsten Georg zur Jagd auf Hirsche nach Schloß Brandshof am Bückeberge ®^’' A
Berlin, 5. Januar. Wahrscheinlich infolge des Leipziger Spioncn- prozesses sind neue Bestimmungen getroffen worden und sofort in Kraft getreten darüber, wie die Pförtner, Bureaudiener rc. bei den verschiedenen Zentralbehörden zu verkehren und zu verhandeln haben. (K. Tbl.)
Berlin, 5. Januar. In ganz Norddeutschland herrscht strenge Kälte, stellenweise bis zu 20 Grad. Die Eisenbahnzüge treffen infolge verschiedener Störungen vielfach sehr unregelmäßig ein. Der Berliner Stadtbahnverkehr ist theilweise vollkommen gesperrt.
Berlin, 5. Januar. Wie das Oberkommando der Marine mit- theilt, ist S. M. S. „Sperber", Kommandant Korvettenkapitän von Arnoldi, am 3. Januar in Macassar (Insel Celebes) angekommen und will am 8. Januar nach Singapore weitergehen.
Aus Friedrichsruh wird gemeldet, daß Fürst und Fürstin Bismarck das 1 eue Jahr in gutem Befinden angetreten haben, erfreut durch zahllose Glückwünsche aus allen Theilen Deutschlands und dem Auslande. Prinzregent Luitpold von Bayern hat auch beim diesmaligen Jahreswechsel mit dem Fürsten auf telegraphischem Wege Glückwünsche aus- getausckt.
Leipzig, 5. Januar. Das Reichsgericht hob, nach den „Fr. A", das Uetheil der Heilbronner Strafkammer vom 11. August 1893 auf, wodurch der suspendirte Oberbürgermeister Hegelmaier und Stadtpfleger Füger von Heilbronn wegen Fälschung öffentlicher Urkunden im Amte zu drei- resp, einmonatlichem Gefängniß ver urtheilt waren, und verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung vor die Strafkammer des Landgerichts in Hall. In der Begründung wurde u. a. ausgeführt, der subjektive Thatbestand sei nicht genügend festgestellt.
München, 5. Januar. Die „Neuest. Nachr." versichern aufs Bestimmteste, daß die Memoiren Bismarcks vom Nachfolger des Cotta'schen Verlags (Gebrüder Kroener in Stuttgart) im Drucke bereits vollendet sind. Das Memoirenwerk umfasse 6 Vs Bände. Der Fürst wünsche eine Veröffentlichung vor seinem Tode nicht.
Bremen, 5. Januar. Der Vorstand der Rettungsstation Dorumertief telegraphirt: Am 4. Januar abends von einer bei Knechtsand gestrandeten Schaluppe zwei Personen durch das Eisrettungsboot gerettet. Eis- rettungsboot verloren, Rettungsmannschaft und Gerettete wohlbehalten gelandet.
Zürich, 5. Januar. Ein Theil der hier zahlreich ansässigen Anarchisten soll aus der Schweiz ausgewiesen werden.
Rom, 5. Januar. Die Morgenblätter billigen die Verhängung des Belagerungszustandes in Sizilien.
Neapel, 5. Januar. Der „Corriere Napoli" meldet aus Palermo unterm 4. ds.: In Marineo, Provinz Palermo, hat ein Zusammenstoß zwischen Truppen und Ruhestörern stattgefunden, welche die Abschaffung des Oktrois verlangten und die Mairie angreifen wollten. Es gab einige dreißig Todte und einige fünfzig Verwundete; Einzelheiten fehlen
Ein Weitzer Rabe unter seinen Landsleuten ist der französische Schriftsteller Fetix Lacaze, der in einer Wochenschrift mit großer Wärme für deutsches Wesen eintritt und seinen Landsleuten vor allen Dingen empfiehlt, zu versuchen, doch einmal erst die Deutschen kennen z^ lernen.
London, 5. Januar. Der „Standard" meldet aus Shanghai von gestern, daß Nachrichten aus Peking zufolge während des Zuges des Kaisers nach seinem Winterpalais eine Anzahl Briganten das Kaiserliche Gefolge angehalten, sich einer Menge von Werthgegenständen bemächtigt und mehrere Beamten weggeführt habe.
Athen, 5. Januar. Der deutsche Gesandte überreichte zur^Wah- rung der Rechte der deutschen Staatsangehörigen der griechischen Negierung eine Note, worin sowohl gegen die Annullirung der Garantien, als gegen