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Provinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amts­blättern zu bezeichnenden sonstigen Kassen unentgeltlich zu haben.

Der Einreichung der Obligationen bedarf eS zur Erlangung der neuen Zinsscheine nur dann, wenn die Zinsscheinanweisungen abhanden gekommen sind; in diesem Falle sind die Obligationen an die Kontrolle der Staatspapiere oder an eine der genannten Provinzialkassen mittels besonderer Eingabe einzureichen.

Berlin den 8. November 1892.

Königliche Hauptverwaltung der Staatsschulden.

I. 2829. gez. v. Hoffmann.

Die vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die in derselben bezeichneten Formulare von der hiesigen Regierungs-Hauptkasse und den Steuerkassen unseres Bezirks verabreicht werden.

Cassel den 17. November 1892.

Der Regierungspräsident

Rothe.

Wird veröffentlicht.

Hanau am 16. März 1893.

Der Königliche Landrath

V. 2057. J. B.: Schneider, Kreissekretär.

~ etabtfrdS Hanau. ~

Erledigung.

Das Ausschreiben vom 22. d. Mts. P. 2359,Han. Anz." Nr. 72, betreffend den vermißten Schuhmacher Christian Engel aus Gießen, ist erledigt.

' Hanau am 31. März 1893.

Königliche Polizeidirektion.

P. 3379. v. Oertzen.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachnngen des Oberbürgermeisteramtes. Oeffenitilke Kißung lles OMeinlle-âu8siküjse8

Donnerstag den 6. April 1893, nachmittags 5 Uhr.

Berathungsgegen stände:

1) Rechnung der Realschulkasse pro 1891/92.

2) Erweiterung des Wasserleitungsrohrnetzes (GrimmstraßeWallweg).

3) Grundstücksverpachtung.

4) Mittheilung über die Genehmigung der neuen Stadtanleihe.

5) Versetzung einer Laterne in der Grimmstraße.

6) Hydrantenkosten in der Marienstraße.

7) Vervielfältigung von Karten, die Gemarkung von Hanau betr.

8) Herstellung eines Fußwegs durch den Pfarrgarten der Johannis­kirche.

9) Abänderung der Statuten, betreffend Fürsorge für die Hinterbliebenen der Realschullehrer.

10) Mittheilung wegen Abfluß der städtischen Sielwässer in den Main.

11) Herstellung einer Einfriedigung im alten deutschen Friedhof.

12) Mittheilung des Stadtraths wegen Veränderung der Deputation für Gas- und Wasserwerke. 4599

Schulnachricht.

Das neue Schuljahr beginnt Montag den 10. April d. J. Die Anmeldungen finden unter Vorlage der Geburts- und Impfscheine vormittags von 9 Uhr ab in den betreffenden Schulgebäuden statt und erfolgen

1. in der Höheren Töchterschule, soweit es nicht bereits geschehen ist, im Geschäftszimmer des Unterzeichneten, Steinheimerstraße 37, Samstag den 8. April,

2. in den städtischen Bürgerschulen Freitag den 7. u. Samstag den 8. April und zwar

a. für die Knabenmittelschule bei Herrn Rektor Bartmuß, Schulhaus am Johanniskirchplatz,

b. für die Mädchenmittelschule bei Herrn Rektor Jckler, Bebraer Bahnhofstraße 9,

c. für die Knabenvolksschule bei Herrn Rektor Ropp, Neu­bau neben dem Knabenmittelschulgebäude,

d. für die Mädchenvolksschule bei Herrn Rektor Umbach, Rebengasfe 13 (Neustadt).

Schulpflichtig werden zu Ostern d. J. alle Kinder, welche das 6» Lebensjahr bereits vollendet haben oder bis zum 30. September d. I. zurücklegen werden.

Wenn schulpflichtig gewordene Kinder geistig oder körperlich so wenig entwickelt find, daß sie noch keiner Schule zugeführt werden können, so haben die Eltern odersVormünder unter Vorlage der ärztlichen Bescheinigung hiervon Anzeige zu erstatten.

Kleinkinderschulen dürfen Kinder nicht über das bezeichnete Lebens­alter hinaus in Pflege behalten.

Die Unterlassung der rechtzeitigen Beschulung schul­pflichtiger Kinder unterliegt den Strafbestimmungen über unentschuldigte Schulversäumnisse.

Hanau den 22. März 1893.

Der Schuldirektor

4041 Jung henn.

Statt. gewerbliche Fortbildungsschule.

Die Anmeldungen neuer Schüler werden Freitag den 7. April von 11 bis 12 Uhr und Sonntag den 9» April von 8 bis 9 Uhr vormittags im Geschäftszimmer des Unterzeichneten, Erbsengasse Nr. 1, entgegengenommen.

Während des Sommerhalbjahres 1893 bin ich in Angelegen­heit der gewerblichen Fortbildungsschule ebendaselbst Freitags UM 12 Uhr und Samstags von 8'/» bis 9 Uhr vormittags zu sprechen.

Hanau den 5. April 1893.

Thormählen, 4637 Dirigent der gewerbl. Fortbildungsschule.

Tagesschau.

Berlin, 4. April. Seine Majestät der Kaiser und König hörten heute Vormittag die Vorträge der Chefs des Militär- und Marinekabinets und nahmen darauf militärische Meldungen entgegen.

Berlin, 3. April. Dem Vernehmen nach ist der Reichstagsabge­ordnete Gröber mit der Abfassung des Berichts über die Verhandlungen der Militärkommission bereits so weit vorgeschritten, daß dessen Vorlegung bald nach der Wiederaufnahme der Sitzungen des Reichstages wird er­folgen können. Die neuliche Nachricht, daß die zweite Berathung der Militärvorlage und somit die Entscheidung über ihr Schicksal mit Rücksicht auf die Reise des Kaisers nach Rom bis nach dessen Rückkehr von dort hinausgeschoben werden solle, gilt in parlamentarischen Kreisen für eine müßige Erfindung. Ein baldiger Abschluß der Angelegenheit, die schon so lange die weitesten Kreise in Aufregung erhalten hat, wird von allen be- theiligten Seiten herbeigewünscht. Auch nimmt man an, daß schon jetzt über die zu ergreifenden Maßregeln im Falle der Ablehnung der Vorlage seitens der Bundesregierungen bestimmte Entschließungen vorliegen und dem Reichskanzler entsprechende Befehle ertheilt worden sind, so daß es alsdann der Einholung einer besonderen Ermächtigung, die nicht auch auf telegra­phischem Wege erfolgen könnte, nicht mehr bedürfen wird. (RH. K.)

Berlin, 4. April. DerNordd. Allg. Ztg." zufolge gelang cs dem britischen Kommissar im Nyassagebiet, Johnston, den Aufruhr der Sklavenhändler am oberen Shire erfolgreich zu unterdrücken. Werthvollen Beistand habe hierbei der zur Wißmann-Dampferexpedition gehörige Frei­herr v. Eltz geleistet, indem er den Engländern mit zwanzig Sudanesen und einer Hotchkiskanone zu Hülfe gekommen sei.

Berlin, 3. April. DasKöln. Tbl." schreibt: In Kreisen, die mit der hiesigen russischen Botschaft in Fühlung stehen, will man wissen, daß der zu Anfang dieser Woche auf seinen Posten zurückkehrende Bot­schafter Graf Schuwalow die Antwort der russischen Regierung auf die letzten diesseitigen Vorschläge wegen eines Handelsvertrages aus Peters­burg hierher mitbringen werde. Es heißt, der Zar habe Werth darauf gelegt, daß die umfassende und sorgfältig abgefaßte Antwort der russischen Regierung noch vor feiner Abreise nach der Krim fertiggesteüt werde. Be­stätigt sich dies, so wird man darin ein Vorzeichen für den weiteren Fort­gang der deutsch-russischen Verhandlungen erblicken müssen. Inzwischen mehren sich die Eingaben deutscher Gewerbe- und Handelskammern beim Reichskanzler zu Gunsten des deutsch-russischen Handelsvertrages ganz be­trächtlich. Bemerkenswerth ist namentlich das Eintreten zahlreicher süd­deutscher Handelskammern für einen deutsch-russischen Handelsvertrag.

Nevlitt. Ueber den Plan, der von den Amerikanern für die Zu­sammensetzung der Jury bei der Ausstellung in Chicago gehegt wird, wird, nach denFr. N.", bekannt, daß darin 470 amerikanische und 225 aus­ländische Schiedsrichter sitzen sollen. Deutscherseits ist an die zuständige amerikanische Stelle das Gesuch gerichtet worden, für die wichtigen deutschen Ausstellungsgruppen je einen Juror aufzustellen. Es würden danach etwa 60 deutsche Schiedsrichter ernannt werden. Der Reichskommissar hat ge­beten, ihm über den daraus von der amerikanischen Behörde zu fassenden Beschluß recht frühzeitig Kenntniß zu geben, damit in Deutschland diejenigen Personen ausgewählt werden können, die sich zu den Schiedsrichterstellen für die einzelnen Gruppen eignen.

Bevlitt, 4. April. S. M. Schiffsjungen-SchulschiffGneisenau", Kommandant Korvettenkapitän Stubenrauch, ist am 1. April in La Guayra angekommen und beabsichtigt, am 6. dess. Mts. nach Port au Prince auf Haiti in See zu gehen. S. M. KreuzerkorvetteKaiserin Augusta", Kommandant Kapitän zur See Büchsel, ist am 3. April in Queenstown eingetroffen und beabsichtigt, am 5. dess. Mts. die Reise nach Newport (Rhode Island, Vereinigte Staaten) fortzusetzen. S. M. Kreuzer