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Nr. 36. Samstag

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Amtliches.

Landkreis Hanau.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamles.

Ew. Hochwohlgeboren ersuche ich ergebenst, die Gebäudeeigenthümer des dortigen Kreises in geeigneter Weise auf die anscheinend vielfach in Vergessenheit gerathenen Bestimmungen der noch gültigen Kurhessischen Ver­ordnung vom 19. August 1792, betreffend das Flachsarbeiten bei Licht und des Regierungscusschreibens vom 9. April 1817, betreffend das Flachsdörren am Ofen mit dem Hinzufügen gefälligst aufmerk­sam machen zu wollen, daß Hierucch Brandsctäden, welche durch Flachs­arbeiten bei Licht oder durch Flachsdörren am Ofen entstanden sind, von der Hessischen Brandversichernngsanftalt nicht ver­gütet werden, g# M

Die obendezeichnetkn Bestimmungen sind in der 1880er Ausgabe des Reglements für die Hessische Brandversicherungsanstalt aus Seite 159 und 160 abgedruckt.

Cassel am 4. Februar 1893.

Der Landesdirektor

i. A.: Dr. Knorz.

An sämmtliche Königliche Herren Landräthe des Regierungsbezirls.

Wird veröffentlicht.

Die Herren Oitsvorstânde wollen die vorstehende Bekanntmachung in geeigneter Weise zur Kenntniß aller Gebäudeeigenthümer bringen.

Hanau am 10. Februar 1893.

Der Königliche Landrath

V. 986. v. Oertzen.

Dienstnachrichten aus dem Kreise.

Zugelaufen: Ein schwarzer Hund mit weißer Brust und weißen Vorderpfoten w. Geschl. (Fuchsratze); Empfangnahme bei Philipp Jalob Wörner zu Bergen.

Gefunden: Ein Paar neue Kinderschuhe. Ein Paar schwarze Handstauchen.

Verloren: Ein Hemdenknopf. Eine röthlich -braune Pferdedecke (auf der Straße von Hanau bis Oberrodenbach). Ein goldener Ring mit rothem Wappenstein; dem Wiederbringer eine Belohnung. Auf der Straße von Hanau bis Pulverfabrik eine wasserdichte Pferdedecke. Ein Packet mit Stickereien und der Adresse:An Frâul. Stellmann Hanau."

Hanau am 11. Februar 1893.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Okffenitilke Si^unß i(es Oememcke-Nusslkujses

Montag den 13. Februar 1893, nachmittags 4% Uhr.

Berathungsgegenstände:

1. Geschäftliche Mittheilungen.

2. Etat des Stadtschlosses.

3. Etats der Stiftungen und Nebenfonds pro 1893/94.

4. Nachverwilligung für Baumpflanzungen und Anlagen.

5. Hauptetat pro 1893/94.

6. Oitsstatut betr. das Ruhegehalt der stâdt. Beamten.

7. Alignemcntsplan Philippsruher AlleeWerft.

8. Des gl. Wilhelmsbrücke. 1777

Tagesschau.

Berlin, 10. Febr. S. M. Schiffsjungen-SchulschiffGneisenau", Kommandant Korvettentapitân Stubenrauch, ist am 8. Februar in Grenada tingetroffen und wollte gestern nach Dominica gehen.

Der , Str. Post" zufolge bestätigt es sich, daß die kolonialfreund­lichen Reichstaaskreise dre Absicht haben, bei der Berathung des Kolouial- etats für Ostafrika eine Vermehrung des Etats um eine Million zu beantragen. Da der Etat für Ostafrika sich als ein der Regierung ge­jährtes Pauschquantum Larsiellt, so würde auch diese Summe, wenn sie gewährt wird, als Pauschquantum bewilligt werden.

Hamburg, 9. Februar. Wie verheerend die Cholera unter den

den 11. Februar 1893

Familien aufgeräummt hat, ergibt sich erst jetzt aus einer Zusammenstellung der Verwaltung des Waisenhauses. Danach hat uns die schreckliche Epi­demie 4800 Waisen gebracht. Unter dieser Zahl befinden sich rund 500 Ganzwaisen Kinder, welche die Eltern verloren hatten und auch ander­weit bei Verwandten nicht unterzubringen waren. Das Waisenhaus hat in fürsorglichster Weise sofort Kolouieen zur Unterbringung der Kinder in Hannver, Schleswig Holstein, Lübeck und Mecklenburg eingerichtet und in anerkennennswerther Weise haben sich aller Orten die Lehrer bereit erklärt, die Aufsicht über die Kleinen zu übernehmen. Bekanntlich hat der Kaiser bereits im Oktober 50 000 Mark zu einem Waisenfonds hergegeben, welcher, wie vom Senat bestimmt worden ist, nicht etwa zur Verpflegung der Kinder verwendet werden soll die Pflicht hat natürlich der Staat übernommen, sondern zur späteren Forthilfe der Kinder nach dem 14. Lebensjahre dienen soll. Dieser Fonds ist erfreulicherweise inzwischen be­reits auf 124 000 Mk. angewachsen und sind hierzu selbst von überseeischen Ländern erhebliche Beiträge eingesandt worden.

Hamburg, 10. Februar. Die Nachricht, daß auf den Dampfern Echo" undAustralien" zwei Cholerafälle festgestellt seien, ist gänzlich aus der Luft gegriffen. DerHamburger Korrespondent" kann aufgrund von Erkundigungen an maßgebender Stelle feststellen, daß zwar auf beiden Dampfern je ein Mann in verdächtiger Weise erkrankte, daß jedoch die bakteriologisch: Untersuchung keine Cholera ergab. Der DampferEcho" ging gestern Nachmittag nach Westindien mit vollständig reinen Papieren in See.

Bremen, 10. Februar. Prinz Heinrich toastete bei der Schaffer- Mahlzeit, sagend, es seien nicht allein die Handelsinteressen, die Bremen groß machten, sondern die Bedeutung des Staates Bremen im Reich; man sei sich wohl bewußt, daß Bremen es verstand, den großen deutschen Ge­danken nicht nur hier, sondern auch im Auslande groß zu ziehen. Der Prinz schloß : Jungdeutschland ist vom Fels zum Meer, übers Meer hinaus geflogen, mit Hülfe der Bemühungen seiner seefahrenden Staaten; du freie Hansestadt Bremen fahre hinaus, sende deine Schiffe übers Meer und verkünde es allen, welche es noch nicht wissen sollten, daß hinter dir gebotenen Falls das deutsche Reich steht; sei zukünftig, was du bisher warst, ein wahrer Verpflanzec des großen deutschen Reiches, ein Förderer der großen deutschen Interessen und Ideen! In diesem Sinne leere ich mein Glas auf das Wohl Bremens. (Fr. N.)

Christiania, 9. Febr. (Reichsanz.) Nach den bis jetzt vorlie­genden Meldungen beträgt die Zahl der während des Sturmes bei den Lofoten verunglückten Fischer 123. Es ist ein Aufruf zur Unterstützung der Hinterbliebenen der Verunglückten erlassen.

London, 9. Febr. Nach einer bei Lloyds eingegangenen Drath- meldung aus Corunna ist der Dampfer der Anchor-LinieTrinacria", der von Glasgow nach Neapel unterwegs war, in der Nähe des Kap Villano gänzlich gesunken. Nur zwei Mann von der Besatzung wurden gerettet, die übrigen 37 find ertrunken.

Petersburg, 10. Febr. Die heutige Nummer der Gesetzsammlung enthält den Kaiserlichen Befehl zur Aenderung der Namen der beiten Städte Dorpat und Dünaburg in Jurjew bezw. Dwinsk.

Petersburg, 10. Februar. Die russische Regierung erklärte die deutschen Häfen der Nord- und Ostsee für cholerafrei.

Konstantinopel, 10. Februar. Gestern S1/» Uhr abends fand hier ein starkes, eine halbe Minute dauerndes, von Westen nach Osten gehendes Erdbeben statt.

New spott, 10. Februar. Die Irrenanstalt in der Nähe von Dover, New-Hampshire, wurde, nach denFr. N.", durch eine Feuersbrunst zerstört. 44 In fassen sind umgekommen.

Bremen, 9. Februar. Der Dampfer des Norddeutschen Llryd Stuttgart" ist gestern in Baltimore und der DampferKaiser Wil­helm II." vorgestern in Genua eingetroffen.

Loudon, 9. Februar. Der Union - DampferMexican" ist auf der Ausreise gestern in Capetown angekommen.

Depeschen-BureauHerold". 10. Februar, abends 9 Uhr:

Deutscher Reichstag.

In heutiger Sitz» ng wird die Berathung beim Etat des Reichsamts des Innern fortgesetzt.