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WAomlementS' Preis.

Jäbrlick 9 «M

Halbj.4â0^ vierteljährlich 2«* 25 A

Für auswärtige NLonuenten mit km betreffenden Kotzausichlag. Die einzelne

Nummer 10 A

ArnLNches @>rgan für Staöt- unö Larrök^sis ^anau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- undFeiertage, mit belletristischer Beilage.

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10 A

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Die Lspalt. Zeile 20 -9.

Die 8spalr. Zeile 30 Ä.

Nr. 17.

Freitag den 20. Januar

1893

Amtliches.

^anäekkttmmer tu Kanau.

Wir beabsichtigen, wegen Ermäßigung der Telephongebühren in hiesiger Stadt an zuständiger Stelle vorstellig zu werden, da wir überzeugt sind, daß in diesem Falle zahlreiche weitere Anschlüsse an die dem Geschäftsleben so förderliche Einrichtung zur Anmeldung kommen würden. Wir richten daher an alle Interessenten, welche geneigt sind, ihren Anschluß an das hiesige Stadtfernsprechnetz unter der B-dingung zu bewirken, -atz die jährliche Benutzungsgebühr von 150 auf 100 Mark er- mâßigt wird, das ergebenste Ersuchen, uns ihre, vorerst selbstredend unverbindlichen Anmeldungen gefälligst bis zum Schluffe dieses Monats zukommen zu lassen.

Hanau am 13. Januar 1893.

Die Handelskammer: C a n t h a l.

884 Der Sekretär: Boedicker.

T«rgesscharr.

Berlin, 18. Januar. Für die zu den Vermählungsfeierlichkeiten hier ankommenden Fürstlichkeiten sind zum Ehrendienst kommandirt worden:

für Seine Königliche Hoheit den Herzog von Connaught: General­lieutenant von Rosenberg, Inspekteur der 2. Kavallerie inspektion, und der Flügeladjutant Oberstlieutenant von Bülow, Kommandeur des Königs-Ulanen- regiments (1. Hanoverisches) Nr. 13,

für Seine Durchlaucht den Prinzen Adolf zu Schaumburg-Lippe: der Rittmeister von Goßler vom Leib-Garde-Husarenregiment,

für Seine Königliche Hoheit den Großherzog von Sachsen: General­lieutenant von Brauchitsch, Direktor der Kriegsakademie, und Oberst Graf von^tichiUl, Kommandeur des Kürassierregiwents Graf Geßler (Rheini-

für Seine Königliche Hoheit den Erbgroßherzog von Sachsen: Generalmajor von Müller, Inspekteur der Jnfanterieschulen,

für Seine Königliche Hoheit den Großherzog von Baden: General- lieutenant von Krosigk, Inspekteur der 1. Kavallerieinspektion und Oberst­lieutenant Brunsich Edler von Brun, â la suite des 1. Garderegiments z. F. und Kommandeur des Lehr-Jnfanternbataillons,

für Seine Königliche Hoheit den Großherzog von Hessen: General­lieutenant von Holleben, Kommandeur der 1. Garde Infanteriedivision, und Oberstlieutenant Freiherr von und zu Egloffstein, ctatsmäßiger Stabs- osstzier des 1. Garderegiments z. F.,

für Seme Majestät den König von Dänemark: General der In­fanterie Freiherr von MeerscheidüHüllcssem, kommandirender General des Gardekorps Major von Schmidt, Kommandeur des Thüringischen Ulanen­regimts Nr. 4, und Major und Flügeladjutant von Moltke,

für Seine Durchlaucht den Prinzen Albert zu Schleswig Holstein: Rittmeister Graf von Schwerin vom 2. Garde-Dragouerregiwenl,

für Seine Königliche Hoheit den Herzog von Cambridge: General- adjutant, Generallieutenant von Winterfeld, Kommandeur der 20. Division,

für Seine Majestät den König von Sachsen: General der Infanterie von Keßler, Eeneralinspekteur des Militârerziehungs und Bildungswesens, und Oberstlieutenant von Raven, Kommandeur des Ostpreußischen Droaoner- regiments Nr. 10,

für Seine Königliche Hoheit den Herzog von Edinburg: der komman- drrende Admiral, Admiral Freiherr von der Goltz und der Kapitän zur See und Flügeladjutant von Arnim.

für Seine Kaiserliche Hoheit den Großfürsten- Thronfolger von Ruß­land: Eeneraladjutant und Chef .des Generalstabs der Armee, Gennal- Ueutenant Graf von Schliessen II. und der Oberst Feiherr von Bülow, ^^urankeur des Kaiser Alexander GardeGrenadierregiments Nr. 1.

. _ 19 Jan. DerReichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Ministers des Innern, des Handels und des Kultus vom 15. De- 1891 an die Ober Präsidenten, betreffend die Ausführungsanweisungen über die Sonntagsruhe im Hendel-gewerbe, worin unter Einforderung von Berichten seitens der Oberprasidcnten die Wirkung des Gesetz«s auf uer- ichikdtne Kreise der Geweibetreibenden behandelt und die Frage erörtert

«"'^"hlreichen Ecschwerden im Verwaltungswege ohne Aenderung des Gesetzes abgeholfen werden tönnte; bei eventueller Anhörung der Be- theiligten feien auch die Handlungsgehilfen zu vernehmen.

. Berlin, 19. Jan. S. M. S.Arcona", Kommandant Korvet- I tenkapitäri Hosmeier, ist am 17. Januar in Port Said ein getroffen und I beabsichtigt heute (am 19.) nach Aden in See zu gehen. S. M. Kreu- ; zerBussard", Kommandant Korvettenkapitän,. Flichtenhöfer, ist am 18. Januar in Auckland eingetroffen.

Halle, 19. Jan. Geheimrath Professor Koch ist zur Untersuchung der Choleraepidemie hier eingetroffen. (Fr. N.)

Kopenhagen, 19. Jan. Der EisbrecherMjölner" ging heute Morgen nach Nyborg ab, erreichte, nach denFr. N.", den Eisrand bei Halskov (Seeland) und landete 200 Passagiere und 250 Postsäcke, darunter die Auslandspost von Dienstag und Mittwoch. Ob derMjölner" zurück­kehren kann, ist zweifelhaft, da der Eisgang im Großen Belt begonnen hat.

New Uork, 19. Januar. Ein Eisenbahnzug überfuhr, nach einer Meldung desReichsanz.", einen Schlitten, worin 24 Personen saßen, von denen 8 getödtet, 16 schwer verwundet wurden.

New Nork, 19. Jan. (Reichsanz.) Unweit Lonsdale (Missouri) stürzte ein Eisenbahnzug den hohen Damdn herab, wobei die Waggons in .Brand geriethen. Neun Bahnbeamte und einige Reisende wurden getödtet, andere verletzt.

Breme«, 19. Januar. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd Oldenburg" ist gestern in Colombo angekommen.

Depeschen BureauHerold".

19. Januar, abends 9 Uhr:

Deutscher Reichstag.

Die Mitglieder erheben sich zum ehrenden Gedächtniß des gestern gestorbenen Abg. Sofer (Zentr.) von ihren Plätzen.

Es folgt die erste Lesung der Börsensteuergesetznovelle, welche die Srempelgebühr für Kauf- und Anschaffungsgeschäfte verdoppeln und damit eine Verdoppelung der Einnahmen von 13 auf 26 Millionen Herbei- führen soll.

Schatzsekretär v. Maltzahn führt aus, die Erhöhung der Börsen­steuer solle dos Mittel bilden, auch die wohlhabenden Klassen zu einem Beitrag für die Mehrkosten der Heeresvorlage heranzuziehen. Es handle sich nicht um eine der Börse feindliche Maßregel, sondern um ein finan­zielles Erforderniß. Die Kosten für die neuen Ausgaben des Reichs müßten aufgebracht werden, die Dörfensteuer solle einen Beitrag dazu liefern. Dem Bedürfniß gegenüber könne die Rücksicht auf den augenblick­lichen Zustand des Börsenverkehrs und die vorhandene wirthschaftliche De­pression nicht ausschlaggebend sein. Man fürchte auch eine Schädigung des Albitragegeschäfts von der Vorlage, eine Scheidegrenze zwischen soliden und unsoliden Geschäften sei im Wege des Gesetzes nicht zu ziehen. Die Steuer sei auch nach der Verdoppelung für den Verkehr noch zu tragen. Auch Frankreich plane eine Besteuerung der Börsengeschäfte in der Höhe unseres Stempkls.

Abg. Siemens (freist) legt die Stellung der Freisinnigen zur Börsensteuer dar und betont, die Partei habe niemals Sympathien für Derkehrsabgaben. gehabt, welche die freie Thätiakeit und die Initiative des Einzelnen beschränken. Der Vertreter der verbündeten Regierungen habe als hauptsächlichsten Grund für die Vorlage das finanzielle Bedürfniß an­geführt. Gegenüber der Stimmung des Landes dürfe man sich aber darauf nicht beschränken. Der steuerliche Effekt der Vorlage werde sicher­lich nicht erreicht, eine Schwächung des mobilen Kapitals auch nicht. Das mobile Kapital werde in seiner Beweglichkeit durch solche Erschwerungen der Thätigkeit behindert, was ungünstig auf die anderen Zweige der Staats­verwaltung zurückwirke. Die Arbitrage sei blos ein Versuch, das Gleich­maß in den Gkldverhältnissen der oerfd ebenen Staaten herzustell n. Durch eine Verdoppelung der Steuer werde dos Arbilragegeschäft vielleicht gänz­lich ruinirt. Mit der Verdoppelung des Stempels werde lediglich die Entwickelung Berlins auf Kosten der Provinz begünstigt. Die Theorie Bismarcks, den anderen Nationen gegenüber sich wirths ckastlich-feindlich, politisch-freundlich zu verhalten, sei mit Absâluß der rem n Handelsver­träge von der Reichsregierung oisizirll veiloffen worden. Die urtkeils- fähigen Kreise Frankreichs wollten von einer Börsensteuer nickts wissen. Die Erhöhung der Börsensteuer schäl ue die Industrie. Die Cteuerrei- doppelung bringe unseren Einfluß aus ben Weltmarkt herunter.

Abg. Mehnert (kons.) fühl der wucn Börsenstene' Vorlage j^mpfi- thisch gegenüber. Der heutige Entwurf stehe auf btm gleichen Boden, wie die Vorlage, welche im Jahre 1885 angenommen wurde. Künftig werden

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