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Hanmer Anzeiger.
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Die SspaltigeZeiie
30 Pfg.
Nr. 96
Montag den 25. April
1892.
Amtliches.
Das Preußische Staatsschuldbuch ist auch in dem soeben abgelaufenen Geschäftsjahr Seitens der Besitzer von Schuldverschreibungen der konsoli- dirten Staatsanleihen rege in Anspruch genommen worden.
Die Zahl der eingetragenen Konten betrug am
31. März 1890: 7871 über 451 137 600 Mk. Kapital, 1891: 9632 „ 543 013 100 „ „ sie ist bis zum 31. März 1892 auf 12 039 „ 687 645 700 „
gestiegen.
Von den letztgedachten Konten entfallen 84,3 % auf Kapitalien bis zu 50 000 Mk. und 15,7 °/e auf größere Kapitalsanlagen.
Für physische Personen waren am 31. März d. I. 7922 Konten über zusammen 345 301 650 Mk., für juristische Personen 2054 Konten über 224 833 300 Mk. und für Vermögensmassen ohne juristische Persönlichkeit 2005 Konten über 100 797 950 Mk. eingetragen. Die Zahl der Konten über bevormundete oder in Pflegschaft stehende Personen ist im letzten Jahre von 641 auf 800 gestiegen.
Von den Zinsen ließen sich die Empfangsberechtigten halbjährlich 6656 Posten von der Staatsschuldentilgungskasse in Berlin durch Werthbrief oder Postanweisung direkt zusenden, 1482 Posten wurden durch Gutschrift auf Reichsbank-Girokonto berichtigt und 6495 wurden bei den mit der Auszahlung beauftragten Königlichen Kassen abgehoben.
Von den Konteninhabern wohnen 10 361 in Preußen, 1556 in anderen Staaten Deutschlands, 101 außerhalb Deutschlands in Europa, 7 in Asien, 2 in den Deutschen Kolonien Afrikas und 12 in Amerika.
Das Staatsschuldbuch ist allen denjenigen Besitzern Preußischer Konsols zu empfehlen, für welche diese Papiere eine dauernde Anlage bilden und welche Kapital und Zinsen gegen den Schaden unbedingt sichern wollen, der ihnen, so lange ihr Recht von dem jeweiligen Besitze der Schuldverschreibungen und Zinsscheine abhängig ist, durch Diebstahl, Verbrennen oder sonstiges Abhandenkommen dieser Effekten nicht selten entsteht.
Laufende Verwaltungskosten werden von den Konteninhabern nicht erhoben; für jede Einschrift ist ein einmaliger Betrag von 25 Pfennig für jede empfangene 1000 Mk. des Kapitalbetrages, über welchen verfügt wird, (mindestens 1 Mk.) zu zahlen.
Die von uns veröffentlichten „Amtlichen Nachrichten über das Preußische Staatsschuldbuch", welche über Zweck und Einrichtung Genaueres ergeben, können durch jede Buchhandlung oder direkt von dem Verleger I. Guttentag, Berlin, für den Preis von 40 Pf. oder per Post franko 45 Pf. bezogen werden.
Berlin am 5. April 1892.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
Bekanntmachttng.
Im März er. hat sich ein noch nicht ermittelter Schwindler unter dem falschen Namen vr. A. Pellens in Hann.-Münden eingemiethet und aus den verschiedensten Städten Werthsendungen im Gesammtbetrage von 4000—5000 Mk. bezogen. Seit dem 31. März ist er von Munden verschwunden und hat sich zunächst nach Hannover gewandt.
Unter den erschwindelten Werthgegenständen befinden sich fünf goldene Uhrketten, je 160 bis 180 Mark werth und vier goldene Uhren, davon zwei offen mit den Nummern 8357, 8424 und zwei geschlossen mit den Nummern 8328, 8337 je 350 bis 400 Mark werth.
Es ist zu vermuthen, daß er diese Gegenstände in größeren Städten zu verkaufen oder zu versetzen bestrebt sein wird.
Jeder, der über die gesuchte Persönlichkeit Mittheilungen zu machen in der Lage ist, wird ersucht, dies alsbald hierher anzuzeigen.
Beschreibung: Alter etwa 50 Jahre, spärlicher Backenbart, sonst glatt rasirtes, faltiges Gesicht, mager, etwa 1,75 m groß, etwas gebückter Gang, trägt bläuliche Brille, schwarzen, einreihigen Gehrock, dunkelgrauen Ueber- zieher, runden Filzhut; besondere Kennzeichen: bewegt beim Gehen die Schultern in auffälliger Weise.
Hanau am 21. April 1892.
Königliche Polizeidirektion.
'P. 3518. v. Oertzen.
Landkreis Hanan.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
Es ist zu meiner Kenntniß gelangt, daß Seitens verschiedener Herren Bürgermeister für die Ausstellung der durch das Reichsgesetz vom 1. Juni 1891 (R. G. B. S. 261), betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung, vorgeschriebenen Arbeitsbücher Gebühren erhoben worden sind.
Ich mache daher auf § 108 a. a. O. aufmerksam, wonach die Arbeitsbücher kosten- und stempelfrei auszustellen sind. Die durch die Anschaffung der Formulare zu den Arbeitsbüchern entstehenden Kosten sind von den Gemeinden zu tragen.
Die etwa erhobenen Gebühren sind den Betheiligten zurückzustatten.
Hanau am 23. April 1892.
Der Königliche Landrath, von Oertzen.
Nach einer Mittheilung des Großherzoglichen Kreisamts zu Büdingen ist die Maul- und Klauenseuche in Dauernheim ausgebrschen.
Hanau am 23. April 1892.
Der Königliche Landrath
V. 2639 v. Oertzen.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, nachstehende Bekanntmachung des Vorstandes des landwirthschaftlichen Kreisvereins in ihren Gemeinden veröffentlichen zu lassen.
Hanau am 22. April 1892.
Der Königliche Landrath
v. Oertzen.
Landwirthschaftlicher Kreis-Verein Hanau.
Nächste Versammlung Samstag den 30. April, nachmittags
2 Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen in Hanau. Tagesordnung:
1) Geschäftliche Mittheilungen.
2) Referat über die Wanderversammlung in Cassel.
3) Bortrag des Herrn Wagner, Direktor der landwirthschaftlichen Winterschule in Gelnhausen: „Altes und Neues aus dem Gebiete der Düngerlehre und die Bekämpfung der Kartoffelkrankheit."
4) Mittheilungen über die Ausstellung, entgültige Feststellung des Programms.
5) Ergebniß der diesjährigen Pferdemusterung des Kreises Hanau.
Der Vorstand.
Dienstnachrichten aus dem Kreise.
Gefunden: Ein Messer. Ein weißes Taschentuch.
Verloren: Eine silberne Damenuhr mit silberner Kette nebst Taschentuch.
Hanau am 25. April 1892.
Bon Königlichem Regierungspräsidium in Cassel ist die Hebeliste über die, wie im Vorjahr 15% der Gewerbesteuer betragenden Beiträge der in den Gewerbesteuerklassen A. I. und A. II. veranlagten und im Handelsregister eingetragenen Firmen zu den etatsmäßigen Ausgaben der Handelskammer pro 1892/93 im Gesammtbetrage von 4014 Mark festgestellt und Königliche Steuerkasse I. dahier zur Erhebung der Beiträge ermächtigt worden.
Dem betheiligten Handelsstand bringen wir dies hierdurch zur gefälligen Kenntniß.
Hanau den 22. April 1892.
Die Handelskammer.
C a n t h a l.
4909 Der Sekretär Bödicker.
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Mittwoch den 4. Mai d. Js., von 9 Uhr vormittags ab, sollen hierselbst ungefähr 80 Gestütpferde, bestehend aus Mutterstuten (meistens