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■ Nr. 95
Hanmer Anzeiger.
Zugleich Amtliches Grgcm für Stcröt- unö LanöKveis Kcrucru.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletrisüscher Beilage.
Samstag den 23. April
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20 Pfg.
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1892.
Amtliches.
Stadtkreis Hanau.
Wegen Anlegung der Telegraphenkabelanlage ist die Absperrung der Straßenabzweigung vor dem Kanalthor nach der Eschenallee für Montag Den 25. d. Mts. angeordnet. Das Fuhrwerk kann jedoch an dem Zollamt oorübersahren.
Hanau am 23. April 1892.
Königliche Polizeidirektion, von Oertzen, Landrath.
Bekanntmachung.
Im März cr. hat sich ein noch nicht ermittelter Schwindler unter >em falschen Namen Dr. A. Pellens in Hann.-Münden eingemiethet lnd aus den verschiedensten Städten Werthsendungen im Gesammtbetrage >on 4000—5000 Mk. bezogen. Seit dem 31. März ist er von Münden »erschwunden und hat sich zunächst nach Hannover gewandt.
Unter den erschwindelten Werthgegenständen befinden sich fünf goldene Ihrketten, je 160 bis 180 Mark werth und vier goldene Uhren, davon wei offen mit den Nummern 8357, 8424 und zwei geschlossen mit den Nummern 8328, 8337 je 350 bis 400 Mark werth.
Es ist zu vermuthen, daß er diese Gegenstände in größeren Städten u verkaufen oder zu versetzen bestrebt sein wird.
Jeder, der über die gesuchte Persönlichkeit Mittheilungen zu machen ; der Lage ist, wird ersucht, dies alsbald hierher anzuzeigen.
Beschreibung: Alter etwa 50 Jahre, spärlicher Backenbart, sonst glatt istrtes, faltiges Gesicht, mager, etwa 1,75 m groß, etwas gebückter Gang, ägt bläuliche Brille, schwarzen, einreihigen Gehrock, dunkelgrauen Ueber- cher, runden Filzhut; besondere Kennzeichen: bewegt beim Gehen die chulteru in auffälliger Weise.
Hanau am 21. April 1892.
Königliche Polizeidirektion.
3519. v. Oertzen.
Dienstnachrichten aus dem Kreise.
7 Verloren: Ein goldener Ohrring mit weißen Perlen; dem Wieder- :nger eine Belohnung. Ein silbernes Korallenarmband.
Zugelaufen: Ein junger schwarzer Spitzhund mit weißen Ab- chen, w. Geschl.
Gefunden: Eine Peitsche.
Hanau am 23. April 1892.
Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Oeffeniliklie §i|iing És OememAAussMjses
Montag den 25. April 1892, 5 Uhr nachmittags.
Berathungsgegen stände:
l. Städtetagskommission.
!. Wahl der Mitglieder einer Kommission zur Abwendung von Viehseuchen.
Wahl der Schiedsmänner pro 1892/94.
:Nachverwilligung im Etat der Badeanstalt.
Pachtverlängerung der Butterwaage.
. Rechnung der de Bannos'- und Bcaux'schen Stiftung.
. Reorganisation der Lerpflegungsstation.
. Legal des fiel. Herrn Una. 4858
Städtische jiandeUfdiule.
I. Beginn des Unterrichts: Montag den 25. April, morgens hr-
II. Schullokal: a. für die obligatorische Unterklaffe: Erbsengaffe 1 tische gtwerbliche Fortbildungsschule); b. für die fakultative Oberklaffe: schule.
Der Dirigent der Handelsschule:
;: Dr. Schmidt. 4878
Bekanntmachung.
Von dem Verein katholischer Lehrer Breslau's sind im Verlage von I
G. P. Aderholz daselbst 3 Verzeichnisse von Jugend und Volksschichten nebst Beurtheilung derselben unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse katholischer Schulen und Familien herausgegeben worden. Da diese Schriften geeignet find, bei Vermehrung der Schülerbibliotheken die richtige Auswahl von anzuschaffenden Büchern zu erleichtern, so mache ich im Auftrage der Königlichen Regierung zu Cassel (Vers. v. 31. März, B. 3805) die Herren Lokalschulinspektoren auf dieselben aufmerksam und empfehle ihre Anschaffung.
Fulda, 16. April 1892.
Dr. von Coellen, Königl. Kreisschulinspektor.
Tagesschau.
Berlin, 22. April. Der Königliche Hof legt heute für Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin-Mutter von Mecklenburg-Schwerin, Prinzessin von Preußen, die Trauer auf drei Wochen an.
Berlin, 22. April. Seine Majestät der Kaiser und König haben Sich nach Eisenach begeben und trafen dort heute früh um 8 Uhr 12 Minuten ein. Allerhöchstdieselben wurden auf dem Bahnhof von Ihren Königlichen Hoheiten dem Großherzog und dem Erbgroßherzog von Sachsen- Weimar empfangen und fuhren alsbald auf die Wartburg.
Berlin, 22. April. Wie die „Agenzia Stefani" aus Rom meldet, werden Ihre Majestäten der König und die Königin von Italien bald nach dem auf den 3. Juni fallenden Nationalfesttage, dem Verfaffungsfeste, sich nach Potsdam begeben. Der Tag der Abreise von Rom ist indeß noch nicht endgültig festgesetzt.
Berlin, 22. April. Der Kolonialrath nahm heute die Ausschußresolutionen an, stimmte dem Prinzip der spezifischen Zölle zu und erklärte, vorher sei eine statistische Erhebung behufs Feststellung der finanziellen Folgen nothwendig. Bei der Neuoidnung sei die Befreiung vom Ausgangszoll für Produkte welche in Deutschland cingangszollpstichtig seien, auszusprechen. Anstatt der Anlage neuer Zollstationen empfehle sich die Beschaffung von Zollkuttein. Zur Sklavensrage beschloß der Kolonialrath, Ermittelungen auzustellen behufs gesetzlicher Regelung. Er beschloß ferner unter dem Vorschlag von Strafbestimmungen, daß unter Aufwendung größerer Mittel gegen den Sklavenraub und Sklavenhandel vorzugehen sei. Hierauf wurde gemäß der Resolution Hohenlohe-Hofmann der Wunsch ausgesprochen, bei der Regelung des Ausivanderungswesens auf die Hinleitung deutscher Auswanderer nach den Schutzgebietstheilen Rücksicht zu nehmen. Tas Auswanderungsgesetz ist eventuell vorher dem Kolonialrathe vorzulegen. Ter Vorsitzende schloß mit dem Ausdruck des Dankes an die Mitglieder für die arbeitsfreudige Betheiligung. Fürst Hohenlohe erwiderte mit dem Ausdruck des Dankes an den Vorsitzenden Geheimrath Kayser, für die umsichtige Leitung der Geschäfte. (Fr. N.)
Berlin, 22. April. Die Nachricht des Bureaus Dalziel wegen angeblicher Ausschreitungen der Matrosen vom Schulschiff „Moltke" in New-Orleans sind laut Telegramm des dortigen deutschen Konsuls vollkommen erfunden. Der Moltke hat leiteten Platz garnicht angelaufeu.
Schwerin, 21. April. Die Großherzogin - Mutter Alexandrine, Schwester weiland Kaiser Wilhelm I., ist, wie bereits kurz gemeldet, heute Nachmittag kurz nach 6V2 Uhr infolge einer Lungen- und Herzlähmung gestorben. (Die verstorbene Großherzogin wurde am 23. Februar 1803 geboren und vermählte sich am 25. Mai 1822 mit dem Großherzog Friedrich Franz. Alle ihre Geschwister hatte sie überlebt. Solange Kaiser Wilhelm 1. lebte, pflegte er sic alljährlich zu sehen, und aus seinen letzten Jahren gibt cs noch eine Photographie, die beide zusammen daistellt. Der jetzt regierende Großherzog ist ein Enkel der Verstorbenen, die noch im vorigen Jahre an Familienfeierlichkeiten anscheinend rüstig rheilgenommen hatte. Der preußischen Armee gehörte sie als 2. Chef des Leib-Grcnadier- Regikments Nr. 8 an, das fitzt den Namen ihres Baiers König Friedrich Wllhelms III. trägt. Die letzte Vertreterin einer längst vergangenen Zeit ist mit ibr geschieden.)
München, 22. April. Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts hat die wegen Fälschung der Tölzer Kaiserquelle mittels chemikalischer Beimischungen unter Anklage gestellten Kommanditäre, den Ingenieur Bertsch und den Kommis Sator, ersteren zu sechs, letzteren zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt.
Lemberg, 22. April. Nach einer Meldung polnischer Blätter wurde gestern Abend der Probst Dzerowicz in Rohatny von zwei Männern überfallen, mit Knütteln geschlagen und in den Babinkafluß geworfen. Nur