b«
ÄuewsnnsU»
tetst» 9 Sistrt. GâârvP!«. WmeEirrn-t, $ M»rt Si «Jj.
I^x xkLwärtige Wemsnien
OK »««! »-tr«!'kn- iSS V^ilStL^ Mx«j«»â ww».
Hanauer Anzeiger
«
Zugleich .NrrrtLichss ^cm Mv SkcröL- und Lanökveis Kanarr.
Erscheint täglich mit AuMxchmr der Gann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
$>tfertf»n^
4<wiä:
Die ifpaltige Tarmondzeile *» deren Kam»
io Psg.
Die Ssxalt. Seite 20 Psg.
eteBipalhgeSeäe
80 Pfjj.
M. 75, Dienstag
* Köonnements-Kint'adung.
Mit dem I. April 1893 beginnt ein neues Abonnement auf den
; „Hanauer Anzeiger",
i! welcher
zugleich amtliches Organ für den Stadt- und Landkreis Hanau, ™ und nachweislich das weitverbreitetste und umfang ° reichste Blatt Hanans ist.
Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen t. sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten W Bestellungen entgegen.
Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.
H Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der tz Bestellung bis Anfang des Quartals unentgeltlich.
* Die Expedition des Hanauer Anzeigers.
' Amtliches.
Landkreis Hanau.
N-kanntmachttnge« des Königlichen Landrathsamtes.
1® Die evangelische 2. Schulstelle zu Wachenbuchen, mit welcher 7 neben freier Wohnung und 90 M. Feuerungsentschädigung ein Jahres- 1 einkommen von 840 M. verbunden ist, soll infolge Ablebens ihres seitherigen f Inhabers vom 1. Juli d. J. ab anderweit besetzt werden.
^ Bewerber wollen ihre mit den erforderlichen Zeugnissen versehenen w Gesuche binnen 14 Tagen bei dem Königlichen Lokalschulinspektor Herrn - Pfarrer Walther in Mittelbuchen einreichen.
p Hanau am 29. März 1892.
Der Königliche Schulvorstand.
V. 1752 v. Oertzen.
Ueber die kriegschirurgische Bedeutung der neuen
: Geschosse
sprach am Sonnabend Geh. Rath v. Bardeleben in der Aula des Friedrich- Wilhelmsirstituts in Berlin. Wir werden, so führte der Redner u. A. aus, in einem zukünftigen Kriege nicht blos eine größere Anzahl von Ver- - mundeten überhaupt, sondern auch eine größere Zahl unmittelbar und so- A fort tödtlicher Verwundungen zu erwarten haben, als bisher. Dagegen
wird die Heilung für Diejenigen, welche verwundet ober noch lebend vom Schlachtfelde fortgeschafft werden können, gegen früher steigen. Ausgedehnte Zersplitterungen der Knochen werden seltener, engere Schußkanäle, welche der Verunreinigung weniger zugängig sind, werden häufiger sein. Unsere Heeresverwaltung habe mit der Vermehrung der für den ersten Transport ß! Verwundeter bestimmten Mannschaften und Fuhrwerke nicht nur un- 2 glaublich große und schnelle Fortschritte gemacht, sondern sei damit auch
soweit, als unter den obwaltenden Verhältnissen es zur Zeit möglich er- * scheine, vorgegangen. Außerdem ließe sich annehmcn, daß bei der Art der ft zu erwartenden Wunden ein erheblich größerer Prozentsatz der Vcrwun- * beten nach einfacher antiseptischer Bedeckung der Wunden vom Schlacht
feld weiter zurück geschickt werden könne als bisher. Die viel geringere Größe und die Glätte der meisten Wunden, die Seltenheit schwerer Quetschungen der Ränder, die mit Sicherheit zu erwartende große Selten- d heit blinder Schußkanäle, die davon abhängige Unwahrscheinlichkeit des
Zurückbleibens von Geschaffen rc., die geringere Häufigkeit der Zersplitte- £ rung größerer Röhrenknochen berechtigen zu der Hoffnung, daß, wenn auch nicht die Masse, so doch die Schwierigkeit der Arbeit ans dem Verbandplatz weniger groß sein werde und somit die Möglichkeit vorliege, dieselbe auch mit den jetzt zur Verfügung stehenden Kräften, welche zu § vermehren wohl schwerlich gelingen dürfte, in geordneter Weise zu bewältigen.
b Tagesschau.
Berlin, 28. März. Seine Majestät der Kaiser und König nah- , s wen im Laufe des heutigen vormittags den Vortrag des Staatssekretärs I
den 29. März 1892.
des Auswärtigen Amts, denjenigen des Chefs des Zivilkabinets und die Vorträge der Marine entgegen.
Berlin, 27. März. Der Provinzialausschuß der Rheinprovinz hat den Mitgliedern des Provinziallandtags die Mittheilung zugehen lassen, daß im Herbst dieses Jahres Kaisermanöver bei dem 8. und 16. Armeekorps stattfinden werden; das Terrain sei noch nicht endgültig festgestellt. Der Kaiser habe den Wunsch ausgesprochen, daß die Provinzialvertretung der Rheinprovinz von der Veranstaltung einer Festlichkeit bei dieser Gelegenheit im Hinblick auf die großartigen Vorkehrungen, welche bei der Anwesenheit des Kaisers in der Rheinprovinz im Mai v. I. in Düsseldorf und Köln getroffen worden und zu feiner größten Zufriedenheit ausgefallen waren, Abstand nehmen möge. Demgemäß hat der Provinzialausschuß von weitern Veranstaltringen und insbesondere auch von einer frühzeitigern Berufung des Provinziallandtags abgesehen. (K. Z.s
Berlin, 28. März. Die dem Abgeordnetenhause zugegangene Sekundärbahnvorlage schlägt den Neubau folgender Strecken vor: Gramenz- Bublitz, Schievelbein-Polzin, Stettin-Jasenitz, Geestemünde-Slade, Paderborn-Büren, Bierfeld-Türkismühle. — In der heutigen Sitzung der Wel- fenkommission erklärte der Finanzminister, daß mit dem Herzog von Cumberland über zweifelhafte Punkte ein Abkommen erfolgt sei. Die Kommission nahm folgende Fassung an: Die durch die Verordnung vom 2. März 1867 über das Vermögen des Königs Georg verfügte Beschlagnahme wird aufgehoben. Der Finanzminister stimmte der Fassung zu.
Berlin, 28. März. S. M. Kreuzer „Bussard", Kommandant Korvettenkapitän Gertz, wird am 1. April von Auckland aus eine Rundreise durch die deutschen Schutzgebiete in der Südsee antreten.
Königsberg, 28. März. Die Dampfschifffahrt ist heute Mittag eröffnet worden. In Begleitung des Eisbrechers sind die Seedampfer Louise und Diana nach fünfstündiger Fahrt durch das Haff hier eingetroffen.
Nentvied, 27. März. Nach einer Mittheilung seitens der Minister für Laudwirthschaft und der Finanzen an die Leitung der Landwirthschaft- schaftlichen Zentraldarlehnskasse für Deutschland hat der Kaiser diesem Institut in Anerkennung der segensreichen Bestrebungen des Neuwieder Anwaltschaftsverbandes der Raiffeisenschen Darlehnskassen und der rühmlichen gemeinnützigen Thätigkeit des Fürsten zu Wied ein außerordentliches Gnadengeschenk von 200 000 Mk. bewilligt. (K. Z.)
Wilhelmshaven, 28. März. Der kommandirende Admiral, Vizeadmiral Freiherr von der Goltz ist zur Frühjahrsinspizirung hier einge- troffcn.
Stuttgart. Auf Antrag des Oberbürgermeisters haben heute die bürgerlichen Kollegien einstimmig beschlossen, an den Fürsten Bismarck zu seinem Geburtstage ein Glückwunschtelegramm zu senden. Am Vorabend, 31. März, wird in der Liederhalle ein Festbankett stattfinden; Professor Egelhaaf wird die Festrede halten. Auch in Heilbronn, Tübingen, Tuttlingen und zahlreichen anderen Städten werden Bismarckfeiern veranstaltet.
Paris, 28. März. Die große Beunruhigung der Bevölkerung, welche durch die letzten Explosionen hervorgerufen ist, findet ihren Ausdruck in den Blättern, die durchweg konstatiren, daß die Situation eine sehr ernste sei. Viele tadeln die Regierung und die Polizei wegen Mangels an einer energischen zielbewußten Aktion. Das „Journal des Dèbats" 'verlangt vor allem eine entschiedene Unterdrückung der anarchistischen Propaganda, die nicht genug überwacht sei. Die Organe der konservativen Partei greifen das Ministerium auf das heftigste an, das gegen arme Priester die Strenge der Gesetze handhabe, die Elemente der Unordnung jedoch ermuthige. Andere Journale sprechen ihre Befürchtung wegen des 1. Mai aus und hegen die Besorgniß, die Einschüchterungen seitens der Anarchisten könnten den von letzteren beabsichtigten Erfolg haben; mehrere Hausbesitzer hätten bereits dem Richterstande angehörigen Miethsparteien gekündigt unter Hinweis auf die jüngsten Attentate. Eine Anzahl von Deputirtcn beabsichtigt, einen Antrag einzubringen, nach welchem der Staat für die durch solche Explosionen verursachten materiellen Schäden aufzukommen habe.
Paris, 28. März. Die Kammer nahm debattelos die Dringlichkeitserklärung für den Gesetzentwurf gegen die Urheber der Eigenthumsbeschädigungen durch Sprengstoffe an. Das Gesetz setzt die Todesstrafe für den Urheber fest. Eine Zusatzbestimmung besagt, die Angeber bleiben straffrei, wenn die Denunziation vor Ausführung des Verbrechens erfolgte.