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Zugleich Amtliches ^»gan für Skaöt- und Landkreis Kancru.

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Nr. 57»

Dienstag den 8. März

1892.

Amtliches.

Bekanntmachung.

Jeder Landbriefträger führt auf seinen Bestellgängen ein Annahmebuch, in welches er die angenommenen Sendungen mit Werthangabe, die Ein­schreibsendungen, die Postanweisungen und gewöhnlichen Packete, sowie die Nachnahmesendungen und die für Zeitungen vorausbezahlten Beträge einzu­tragen hat. Wüuscht der Absender die Eintragung selbst zu bewirken, so ist diesem das Annahmebuch vorzulegen. Auch kann der Absender die Vor­legung des Buches verlangen, um von der seine Sendung betreffenden Ein­tragung des Landbriefträgers Kenntniß zu nehmen.

Cassel, 20. Februar 1892.

Der Kaiserliche Oberpostdirektor.

Frank.

Landkreis Hanau.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Die technischen Revisionen der Maße und Gewichte im Stadt- und Landkreise Hanau finden in diesem Jahre wie folgt statt:

In der Stadt Hanau vom 28. März bis inkl. 9. April er.

, Niederrodenbach, Oberrodenbach und Pulverfabrik am 25. April.

Rückingen am 26. April.

Hüttengesäß und Neuwiedermuß am 27. April.

Ravolzhausen am 28. April.

Bruchköbel und Niederissigheim am 29. April.

Oberissigheim und Rüdigheim am 30. April.

Eichen und Erbstadt am 2. und 3. Mai.

Roßdorf, Mittelbuchen und Wachenbuchen am 4. und 5. Mai.

Kilianstädten am 6. Mai.

Oberdorfelden, Niederdorfelden und Gronau am 7. und 9. Mai.

, Bischofsheim und Hochstadt am 10. und 11. Mai.

Dörnigheim und Kesselstadt am 12. und 13. Mai.

Die Gewerbetreibenden werden hierdurch aufgefordert, ihre Maße rc., soweit deren fortdauernde Richtigkeit zweifelhaft erscheint, vorher zur aichamtlichen Prüfung zu bringen. Werden zweifelhafte Maße rc. bei den Revisionen vorgefunden, so wird Einziehung derselben bezw. Bestrafung nach §. 369 Nr. 2 des Strafgesetzbuches erfolgen. Den ungestempelten Maßen rc. gelten diejenigen gleich, deren Aichstempel unkenntlich geworden sind.

Hanau am 10. Februar 1892.

Der Königliche Landrath

P. 1260 v. Oertzen.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.

Diejenigen Eltern, deren Kinder zu Ostern d. J. in die hiesigen Schulen ausgenommen werden sollen, ersuche ich die hierzu ersorderlichen Geburts­urkunden rechtzeitig bei hiesigem Standesamt zu bestellen. *

Hanau am 2. März 1892.

Der Oberbürgermeister Westerburg.

Tagesschau.

Berlin, 7. März. Seine Majestät der Kaiser und König arbei­teten heute Vormittag von 10 Uhr ab mit dem Chef des Zivilkabinets und nahmen von 11 Vs Uhr ab den Vortrag des kommandirenden Admirals, denjenigen des Staatssekretärs des Reichsmarineamts, sowie denjenigen des Chefs des Marinekabinets entgegen.

Berlin, 7. März. S. M. KreuzerCondor" ist der Marinesta­tion der Ostsee zugetheilt worden. S. M. KanonenbootWolf", Kom­mandant Korvettenkapitän Hellhoff, ist am 4. März in Wuhu angekommen und beabsichtigt am 7. März nach Nanking in See zu gehen.

Berlin, 7. März. (K. Z.) DasLumpenproletariat und die offizielle Sozialdemokralie" war das Thema, welches gestern zwei Ver­sammlungen beschäftigte. Die eine, von den Unabhängigen einberufen, in der sich auch viele Anarchisten eingefunden hatten, fand in Friedrichshain statt; an 1500 Personen waren anwesend, die andere in Rixdorf vor 600 Theilnehmern. In Rixdorf wurde eine Resolution angenommen, welche erklärt, daß die sozialdemokratische Fraktion kein Recht mehr habe, sich Ver­treter des Volkes zu nennen. Die Schreibweise desVorwärts" wäre eine gemeine und seine Haltung bei Besprechung der Arbeiterunruhen sei ein Verrath an der Sache des Proletariats.

Aachen, 7. März. (K. Z.) Bei einem unbedeutenden Brande, der gestern Nachmittag in einem Kolonialwaarengeschäft der Rudolfstraße ausbrach, verunglückten durch vorzeitiges Herausspringen aus den oberen Stockwerken sieben Personen, zwei find todt, fünf schwer verletzt.

TavnoWih, 6. März. (K. Z.) Infolge eines Einsturzes auf Friedrichsgrube sind fünf Bergleute verunglückt.

Hamburg, 7. März. DerHamburgischen Börsenhalle" wird aus Atherfield von der Insel Wight gemeldet: DieEider" wurde durch die drei BergungsdampferHermes",Belos" undNewa" vom Felsen gehoben. Das Wasser drang schneller ein, als es ausgepumpt werden konnte, und zwar 3 Zoll per Stunde. Die Mannschaft zündete darauf die eigenen Feuer derEider" an; dieselbe konnte das Wasser nun selbst herauspumpen. Anfangs der nächsten Woche, wo der höchste Wasserstand des Jahres ist, soll der Versuch gemacht werden, das Schiff flott zu machen.

Rom, 6. März. In Biella in Sardinien wurde gestern bei ein­brechender Nacht ein ziemlich heftiges Erdbeben verspürt.

Rom, 7. März. Hier eingelaufenen Telegrammen zufolge ist mittags 1 Uhr 10 Minuten in Milazzo ein heftiges wellenförmiges Erdbeben und mittags 12 Uhr 56 Minuten auf den liparischen Inseln ein sehr starkes, mehrere Sekunden dauerndes Erdbeben verspürt worden. (Fr. N.)

Paris, 6. März. Aus Marokko wird der Temps über Marseille berichtet, neuerdings seien von deutscher Seite erneute Versuche gemacht worden, Beziehungen mit den Eingeborenen bei Kap Nun anzuknüpfen. Die Ereignisse in Tanger sollen anfänglich diese Bemühungen vereitelt haben. Aus verschiedenen Anzeichen sei indessen zu schließen, daß die Deutschen demnächst wieder nach Nun zurückkehren würden, da sie diesen Punkt zu besetzen wünschten, wie die Engländer Juby besetzt hätten. (K. Z.)

Frankreich. DerFranzösische Veeband der Volksgenossenschas- ten" hat dem Maire und dem Präfekten in Lyon eine von achtzig Gesell­schaften des Rhone-Departements unterzeichnete Petition überreicht, welche die freie Einfuhr von Nahrungsmitteln verlangt. Aus Marseille wird ein gleicher Schritt seitens derVolksliga" gemeldet.

Bremen, 6. März. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd Amerika" ist vorgestern in Baltimore angekommen.

Hamburg, 6. März. Der PostdampferGothia" von der Hamburg- Anierikanischen Packetfahrt - Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, gestern in Baltimore eingetroffen.

Triest, 6. März. Der LloyddampferAmphitrite" ist gestern aus Konstantinopel hier eingetroffen.

Depescheu-BureauHerold".

7. März, abends 8 Uhr:

Deutscher Reichstag.

Berlin, 7. März.

Fortsetzung bei Einnahmen und Ausgaben für die Schutzgebiete. Der Etat für Kamerun schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 566 000 M. ab. Derselbe wurde in der Kommission unverändert bewilligt. Die Beamtenbesoldungen in Kamerun mit 57 250 Mark werden debattelos bewilligt.

Richter (freist) erklärt, die freisinnige Partei werde ihre in der Kommission abgelehnten Anträge auf Absetzung verschiedener Posten im Plenum nicht wiederholen.

Die Einnahmen aus Zöllen, Abgaben und Gebühren mit 534 000 M. werden genehmigt, der Zuschuß der Expedition ins Hinterland mit