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W. Psg

Nr. 23.

Donnerstag den 28. Januar

1892.

Amtliches.

Warnung.

In Läden und Geschäften, welche als Lotterie Komtor, Lotterie- Einnahme oder Lotterie-Kollekte bezeichnet find und deren Inhaber sich als Lotterie-Einnehmer resp. Kollekteur bezeichnen, werden Loose der Preußischen Klassen-Lotterie und Antheilscheine auf solche Loose, oft unter Benennung als Antheilloose, für Preise angeboten, welche die im Lotterieplan bestimmten Preise sehr weit übersteigen und ferner noch dadurch erhöht werden, daß in den Antheilscheinen selbst die Verkäufer derselben hohe Gewinnabzüge für sich ausbedingen.

Die Antheilscheine begründen niemals Ansprüche an die Lotterie-Verwaltung auf Looseerneuerung und auf Ge­wi n n z a h l u n g.

Vielfache gerichtliche Verurtheilungen von Loosantheilschein- Verkäufern haben herausgestcllt, daß solche Verkäufer häufig betrügerisch verfahren, indem sie die Loose, auf welche sie Antheile verkaufen, nicht besitzen oder auf wirklich besessene Loose viel mehr Antheilscheine ausgebeu, als der Umfang ihres Loofebesttzes erlaubt, oder indem endlich sie ihrerseits erhobene größere Gewinne unterschlagen und mit denselben verschwinden.

Zur Unterscheidung der Loosantheilscheine von den ächten Loosen machen wir darauf aufmerksam, daß die letzteren stets einen Stempel mit der inneren UmschriftKoen. Pr. Gen. Lotterie-Direktion" tragen.

Zur Unterscheidung zwischen den sich alsLotterie- Einnehmer" benennenden und ihr Geschäft alsLotterie- Einnahmen" oderLotterie-Komtor" bezeichnenden Pri­vatverkäufern von Loosen einerseits und den Königlichen Lotterie-Einnehmern andererseits aber machen wir darauf aufmerksam, daß die letzteren allein alsKönigliche Lotterie-Einnahmen" oder Königliche Lotterie-Einnehmer" sich namhaft machen.

Berlin am 8. Juli 1882.

Königliche General-Lotterie-Direktion.

Dammas. Liliental.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Oeffmitilüe Kißung dis Oememlle-âuMuffes Freitag den 29. Januar 1892, 5 Uhr nachmittags. Berathungsgegenstände:

1. Etat der Armenverwaltung pro 1892/93.

2. Desgl. der Stadtschloßverwaltung.

3. der Begräbnißkasse.

4. der städtischen Sparkasse.

5. des Gaswerks.

6. des Wasserwerks.

7. der Badeanstalt.

8. der Kleinkinderschule.

9. Errichtung einer Oberklasse der höheren Töchterschule.

10. Desgl. einer Handelsschule.

11. Aufstellung einer Richtlaterne in der Dammstraße. 1072

Tagesschau.

Berlin, 26. Jan. Der Königliche Hof legt heute für Ihre König­liche Hoheit die verwittwete Herzogin Maximilian in Bayern die Trauer auf 8 Tage an.

Berlin, 27. Januar. Seine Majestät der Kaiser und König empfingen heute Vormittag um 10 Uhr die hier zum Besuch weilenden Allerhöchsten Herrschaften zur Gratulation. Um lO1^ Uhr begaben Sich Allerhöchstderselbe zum Gottesdienst in die Schloßkapelle; unmittelbar nach diesem fand die Gratulationskour im Weißen Saal und um ll3/» Uhr die Uebergabe der Fahnen an das Füsilier-Bataillon des 3. Garde - Grenadier- Regiments Königin Elisabeth und das Garde-Jäger-Bataillon im Lustgar­ten statt.

Berlin, 27. Januar. Anläßlich des Geburtstages des Kaisers fand ein Festmahl im Rittersaale des Schlosses statt. Das Kaiserpaar,

die hier eingetroffenen Könige von SaLseu und Württemberg, die Groß- Herzoge von Baten und Hessen und andere Fürstlichkeiten nahmen daran theil. Abends 7 Uhr fand Galavorstellung im Opernhause statt. Die Illumination ist überaus glanzvoll, bis zu den äußeren Stadttheilen durch­zieht eine dichte Menschenmenge die Straßen. Großfürst Alexis er­schien heute Vormittag mit den Mitgliedern der königlichen Familie beim Kaiser, um ihm Glückwünsche zum Geburtstag darzubringen. Er gedenkt heute Abend nach Petersburg zurückzukehren. (Fr. Nachr')

Berlin, 27. Januar. Die Kaiserin Friedrich leidet an einem leichten Erkältungszustand und konnte deshalb an den Festlichkeiten des heutigen kaiserlichen Geburtstages nicht theilnehmen.

Obwohl der Handelsvertrag Deutschlands mit Spanien zum 1. Februar d. I. außer Kraft tritt, so werden doch auf Grund einer zwischen den Vertretern beider Staaten abgeschlossenen Vereinbarung diejenigen Be­stimmungen des Vertrages, welche sich auf die Rechte der beiderseitigen Staatsangehörigen in Bezug auf Handel, Schifffahrt und Gewerbebetrieb, den gegenseitigen Muster-, Marken- und Patentschutz, die Schifffahrt u. s. w. beziehen, bis zum 30. Juni d. J. in Kraft bleiben.

Die Vereinigungsgesellschast für Steinkohlenbau im Wurm­revier, die musterhafte Einrichtungen für ihre Arbeiter besitzt, hat neben den regelmäßigen Zuwendungen für Kirchen, Schulen u. s. w. jetzt wieder den verschiedenen Bergmannsgemeinden unentgeltlich Kohlen zur Vertheilung an die Ortsarmen überwiesen. Die bei der Gesellschaft beschäftigten Bergleute und Arbeiter erhalten nach altem Brauche Kohlen zu einem weit unter den Selbstkosten stehenden Preise, der trotz der bedeutenden Steigerung der Kohlenpreise nicht erhöht worden ist.

Duisburg, 27. Januar. Die mitten in der Stadt gelegene Buller'sche Blechwaarenfabrik/ früher Vomrath'sche Zuckerfabrik, ist nach derRhein- und Ruhrzeitung" vollkommen abgebrannt. Das Feuer brach heute früh 5 Uhr aus. Gegen Abend war die große Gefahr für die Um­gebung abgewendet.

Rheine, 27. Jan. (K. Z.) Der holländische Nachtschnellzug ist infolge Schienenbruchs bei Gildehaus entgleist. Personen wurden nicht verletzt.

Wie dieKöln. Volksztg." in ihrer gestrigen Nummer weiter meldet, hat der Missionar Pater Schynse seinen Tod bei dem Ueberfall ei­ner Karawane gefunden.

Wittenberg, 26. Jan. Das hier kürzlich verstorbene Fräulein Mahlendorf hat, wie dieMagdb. Z." berichtet, ihrer Vaterstadt "Witten­berg ein Kapital von 120 000 Mk. zu völlig freier Verfügung hinterlassen mit der einzigen Einschränkung, daß die Stadt von den Zinsen des Kapi­tals der auch schon betagten Gesellschafterin der Verstorbenen eine lebens­längliche Rente von 2400 Mk. jährlich zahle.

Stuttgart, 26. Januar. Der Schwäbische Merkur widmet der Anwesenheit des württembci gischen Königs bei der Geburtstagsfeier in Berlin stimmungsvolle Worte:Wieder legen sich die Hände des Kaiser und des Königs ineinander. Wieder bedeutet das: Treue um Treue in guten und bösen Tagen. Lauernd liegen Nachbarn um Deutschland herum und spähen nach Deutschlands Schwäche vergebens. Keine Lücke thut sich auf zwischen den deutschen Frusten und ihrem Oberhaupt. In Deutschland hat künftig nur noch Deutschland Platz. Gekrönte Häupter glänzen inmitten, um sie her steht ein freies Volk dicht wie eine Mauer. Eine solche starke Hut ist durch nichts zu erschüttern, auch nicht durch den Streit der Meinungen über innere Angelegenheiten." (K. Z.)

Karlsruhe, 26. Jan. Die Zweite Kammer genehmigte nach einer Meldung desReichsanz." mit 32 gegen 28 Stimmen den Gesetzentwurf, betreffend die Errichtung eines vierten Ministeriums. Dafür stimmten die Liberalen und Konservativen, dagegen das Zentrum, die Freisinnigen und Sozialisten.

Wien, 27. Januar. Zur Feier des Geburtstags des deutschen Kaisers fand bei dem Botschafter Prinzen Reuß mittags ein Festmahl statt, an dem die Gesandten von Baiern, Sachsen und Württemberg theil­nahmen.

Wien, 27. Jan. Zwei unbekannte Individuen, welche sich sür Assistenten des Proseffors Billroth ausgaben, suchten die hiesigen Zeitungen mit der Nachricht zu n yfiifiziren, Professor Billroth habe telegraphisch die