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Nr. 13.
Samstag den 16. Januar
1892.
Amtliches.
Bekanntmachung legen Ausreichung der Zinsscheine Reihe VII zu den Schuldverschreibungen der Staatsanleihe von 1868 A,
Die letzten Zinsscheine Reihe VII Nr. 1 bis 6 zu den Schuldverschrei- ingen der Staatsanleihe von 1868 A. über die Zinsen für die Zeit >m 1. Januar 1892 bis 31. Dezember 1894 werden vom 1. Dezember I. ab von der Kontrolle der Staatspapiere hierselbst, Oranienstraße 2/94 unten links, vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der -onn- und Festtage und der letzten drei Geschäftstage jeden Monats, isgereicht werden.
Die Zinsscheine können bei der Kontrolle selbst in Empfang genommen ier durch die Regierungs-Hauptkasfen, sowie in Frankfurt a/M. durch die ceiskasse bezogen werden. Wer die Empfangnahme bei der Kontrolle selbst ünscht, hat derselben persönlich oder durch einen Beauftragten die zur ihebung der neuen Reihe berechtigenden Zinsscheinanweisungen mit einem erzeichnisse zu übergeben, zu welchem Formulare ebenda und in Hamburg i dem Kaiserlichen Postamte Nr. 1 unentgeltlich zu haben sind. Genügt m Einreicher eine numerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das rrzeichniß einfach, wünscht er eine ausdrückliche Bescheinigung, so ist es ppelt vorzulegen. Im letzteren Fall erhalten die Einreicher das eine -emplar, mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sofort zurück. Die !arke oder Empfangsbescheinigung ist bei der Ausreichung der neuen Zins- eine zurückzugeben.
In Schriftwechsel kann die Kontrolle der Staats- ipiere sich mit den Inhabern der Zinsscheinanweisungen cht einlassen.
Wer die Zinsscheine durch eine der oben genannten Provinzialkassen ziehen will, hat derselben die Anweisungen mit einem doppelten Verzeichnisse lzureichen. Das eine Verzeichnis wird, mit einer Empfangsbescheinigung csehen, sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der Zinsscheine eder abzuliefern. Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten 'ovinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsittern zu bezeichnenden sonstigen Kassen unentgeltlich zu haben.
Der Einreichung der Schuldverschreibungen bedarf es zur Erlangung : neuen Zinsscheine nur dann, wenn die Zinsscheinanweisungen abhanden ommen sind; in diesem Falle sind die Schuldverschreibungen an die ntrolle der Staatspapiere oder an eine der genannten Prov'^ialkassen itels besonderer Eingabe einzureichen.
Berlin den 9. November 1891.
Königliche Hauptverwaltung der Staatsschulden.
gez. Sydow.
Die vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit dem Bemerken öffentlicht, daß die in derselben bezeichneten Formulare von der hiesigen gierungs-Hauptkasse und den Steuerkassen des Regierungsbezirks verab- ht werden.
Cassel den 17. November 1891.
Königliche Regierung.
K. 2249/91. Rothe.
Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. ftnkvmmenstvuvr-Vvranlagung.
Ich mache diejenigen Steuerpflichtigen, welche zur Abgabe einer mererklärung aufgefordert sind, in ihrem Interesse darauf aufmerksam, in wenigen Tagen die Frist zur Abgabe der Steuererklärungen abläuft daß die Versäumung der Frist den Verlust des Berufungsrechtes zur ;e hat.
Hanau den 14. Januar 1892.
Der Vorsitzende der Einkommensteuer-Veranlagungskommission Westerburg, Oberbürgermeister.
Drenst-Nachrrchten aus dem Kreise.
Vom Wasenmeister eingefangen: Ein langhaariger gelber Spitz m. Geschl.
Hanau am 16. Januar 1892.
Tagesschau.
Berlin, 15. Januar. Seine Majestät der Kaiser und König kehrten gestern Nachmittag um 5 Uh> von der Jagd nach Bückeburg zurück. Heute früh fuhren Seine Majestät um 7 Uhr wieder hinaus und von dort noch Schluß der Jagd direkt nach der Bahn. Die Abreise erfolgte um 10 Uhr 40 Minuten mittags, die Ankunft in Berlin wird um 5 Uhr 10 Minuten erwartet. Aus der Reise nach Berlin wurde Seine Majestät von Ihrer Königlichen Hoheit der Piinzessin Viktoria und Seiner Durchlaucht dem Prinzen Adolf zu Schaumburg Lippe begleitet. Wie aus Bückeburg gemeldet wird, hatte sich das Befinden des Fürsten zu Schaumburg-Lippe gestern wesentlich gebessert; Höchstdeiselbe konnte gestern das Bett verlassen, aber noch nicht an der Jagd und der Mittagstafel theil- nehmen.
Berlin, 15. Januar. Der „Reichsanzeiger" e>klärt die Behauptung, daß an den Berathungen des internationalen Kongresses der Elektrotechniker in Frankfurt Regierungsvertreter theilgenommen haben, für durchaus hinfällig. Den zur Ausfüllung entsandten Regierungsbeamten sei ausdrücklich untersagt worden, sich an den Berathungen des Kongrefses über die den Staatsthelegraphen aufzuerlegenden Lasten zu Gunsten von kommunalen und privaten Anlagen zu betheiligen. Auch der bairische Telegrapheninspektor Baumann habe nach offizieller Nachricht keinen amtlichen Auftrag gehabt. Er war nur als Privatperson in.Frankfurt an- ..wesend und nicht einmal dienstlich zur Besichtigung der Ausstellung beordert. — Der Staatsminister v. Boetticher, welcher leicht erkrankt ist, blieb heute der Reichstagssttzung fern. Das „Berl. Tagebl." meldet, er habe eine leichte Nierenkrankheit; Erkundigungen ergeben, daß der Zustand unbedenklich ist. (Fr. Nachr.)
Berlin, 15. Januar. Das Kreuzergeschwader, bestehend aus S. M. Schiffen „Leipzig" (Floggschiff), „Alexandrine" und „Sophie", Geschwaderchef Kontreadmiral Valois, beabsichtigt heute (15. Januar), von Montevideo nach Sao Francisco (Brasilien) in See zu gehen.
Berlin, 15. Januar. Die Wahlprüfungskommission des Reichstags beantragt, die Wahl des Abg. Fürsten Bismarck im 19. Wahlkreise der Provinz Hannover für gültig zu erklären.
Berlin, 14. Januar. Der Buchdruckerausstand ist heute in der hiesigen Versammlung der Gehülfen für beendet erklärt worden. Die Herren Schmidt, Döblin und Besteck gaben die Erklärung ab, daß es unter den obwaltenden Verhältnissen nicht mehr möglich sei, den Ausstand aufrecht zu erhalten. Die Herren versicherten, daß man zu dem Beschluß, den Ausstand zu beendigen, in einer am Sonntag stattgehabten Versammlung der Gehülfenvertreter aus ganz Deutschland gekommen sei. Die Versammlung beschloß demgemäß. (K. Z.)
Kiel, 15. Januar. Die auf der hiesigen Germaniawerft neu gebaute Kreuzerkorvette H wurde heute vom Stapel gelassen. Seine Königliche Hoheit der Prinz Heinrich vollzog den Taufakt mit folgenden Worten: „Im Namen deines Kriegsherrn heiße ich dich willkommen als jüngstes Mitglied unserer Marine. Auch du bist ein lebendiger Beweis menschlischer geistiger Schaffenskraft und das Produkt treuer Pflichterfüllung Hunderter von Arbeitern! Wenngleich du der Gegenwart wie der Zukunft geweiht bist, so sollst du doch der Vergangenheit ein bleibendes Denkmal sein. „Treue bis in den Tod" gelobt ein jeder waffenfähige Mann seinem obersten Kriegsherrn! „Treu bis in den Tod" war jene hohe unvergeßliche Frau, die in dem Herzen eines jeden Deutschen weiter lebt und deren Namen du von jetzt an führen sollst. „Treu bis in den Tod" waren jene Männer auch, die im schweren Kampf mit den Elementen unterlagen und somit ihren Eid der Treue bewiest n. Auf Allerhöchsten Befehl Seiner Maststät des Kaisers und Königs taufe ich dich auf den Namen „Kaiserin Augusta" !
Elbelfeld, 15. Jau. Die Firma Jung u. Simons überwies aus Anlaß der Feier ihres 25jährigen Bestehens ihren Beamten und Arbeitern 100 000 M. Ein Theil wurde verlheilt, der Rest für je eine