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Nr. 9.
Dienstag den 12 Januar
Jferdeoerlichernngsüerein für den ßandkreis Kanau.
' In der Vorstandssitzung am 9. v. Mts. wurde beschlossen für das Semester c. zu erheben:
1% Eintrittsgeld j pro 100 Mk. Werth für neu eintretende Mit-
4°/o Nachzahlung j glieder,
E l°/o Prämie pro 100 Mk. Werth, von den Herren Mitgliedern des Vereins Kenntniß gegeben wird.
Die Herren Taxatoren werden ersucht, unverzüglich die Schätzungen -zunehmen und an mich einzusenden.
Hanau am 11. Januar 1892.
Der Vorsitzende
.4 H. Jung.
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Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.
Gefunden: Ein Notizbuch, auf den Namen Nikolaus Zeller, ilchhändler zu Großkrotzenburg, lautend. Ein schwarzer Kinderpelzkragen, n Spazierftock (in der Nähe von Steinheim). Ein Geldstück.
Entlaufen: Ein kleiner brauner langhaariger Pinscher w. Geschl. Hanau am 12. Januar 1892.
Tagesschau.
Berlin, 11. Januar. Seine Majestät der Kaiser und König hnten gestern Morgen gemeinsam mit Ihrer Majestät der Kaiserin und nigin dem Gottesdienst im Dom bei. Heute Morgen um 10Vs Uhr innen Seine Majestät den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets und im sichluß daran die Vorträge des Marinekabinets und des Staatssekretärs Reichsmarineamt entgegen.
Berlin, 10. Januar. Durch die bisherigen gesetzlichen Bestim- mgen sind Druckschriften u. s. w. und Bildwerke, welche in religiöser d sittlicher Beziehung Anstoß erregen, vom Verkauf im Umherzichen aus- chlossen. Die Behörden sind vor kurzem angewiesen worden, auf die engste Befolgung dieser Vorschrift zu achten und dafür zu sorgen, daß i Ortsbehörden ein Verzeichniß der in Betracht kommenden Druckschriften rgelegt und darnach geprüft wird, ob sie zum Handel im Umberziehen ignet sind. Die Prüfung soll auch auf solche Schriften ausgedehnt rden, die Raub- und Mordgeschichten behandeln und sich die Verherr- tung von Verbrechen u. s. w. zur Aufgabe machen. (K. Z.)
Berlin, 11. Januar. Die „B. Pol. Nachr." melden, der dem ndtage bald nach Zusammentritt vorzulegende Volksschulgesetzentwurs rde auch Bestimmungen über die Regelung des Privatschulwesens ent- len, welche dem Goßlerschen Entwürfe fehlten, — Bergrath Buffe [ibt sich nach Kairo, um wegen des in Saadani liegenden Dampfers mit ajor v. Wißmann zu unterhandeln. (Fr. Nachr.) :
Berlin, 11. Jan. Auf dem in der Nähe Berlins gelegenen ■ ttergute Marienfelde, das er siit über 40 Jahren bewirthschaftet und : einem vielbesuchten Musterbetriebe emporgehoben hatte, ist, wie bereits z gemeldet wurde, gestern das Mitglied des Abgeordnetenhauses Landes- ’ konomierath Adolf Kiepert im Alter von 72 Jahren gestorben. Ein ; über des berühmten Kartographen, hat er schon früb sich im landwirth-. s iftlichen Vereinsleben durch seine hervorragenden Fachkenntnisse, durch ie stete Opferwilligkeit und seine große Liebenswürdigkeit eine hervor- i lenbe Stellung erworben. Lange Jahre hat er mit an der Spitze des । rdwirthschaftlichen Vereins gestanden, seit Ende der fünfziger Jahre i he er den Verein der Spiritusfabrikanten in Deutschland; im Kreise tow gehörte er zu den angesehensten Gutsbesitzern, 1869 wurde er zum en Male für Samter-Birnbaum zum Abgeordneten gewählt und mit gern kürzern Unterbrechungen hat er seitdem als Mitglied der national- aalen Fraktion sowohl deni Landtag wie einige Zeit auch dem Reichs- j angehört. Bei seinem 70. Geburtstag wurde er der Gegenstand der i rmsten Anerkennung in den weitesten Kreisen. Seitdem ist er nur noch ; en an die Oeffentlichkeit getreten, da ihn ein schweres Herzleiden befallen ; te, das jetzt seinem reichen Leben ein Ende bei eit et hat. Die Beerdig- ; ; findet nächsten Mittwoch statt. !
Bresluu, 11. Jan. Wie der hiesige General-Anzeiger mittheilt, schreibt Dr. Brimiller aus Kairo, Major v. Wißmann, dessen Genesung stetig fortschreite, kehre jedenfalls vor dem Juni nach Ostafrika zurück. Bis dahin sei ohnehin die Wiederaufnahme der Expedition durch die Regenzeit ausgeschlossen. (K. Z.)
Die „Köln. Ztg." bemerkt: Man hat es als einen ohne Prä- zedens dast-Heudin Fall bezeichnet, daß ein katholischer Bischof in Preußen durch den Monarchen selbst vereidigt worden wäre, wie solches mit dem neuernannten Erzbischof von Posen-Gnesen geschehen wird. Die Vereidigung katholischer Bischöfe ist der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge auch in nach- stedenden frühern Fällen durch den Monarchen erfolgt: 1842 v. Geißel, Erzbischof von Köln; 1845 Freiherr von Diepenbrock, Fürstbischof von Breslau; 1866 Dr. Melchers, Erzbischof von Köln, Graf Ledochowski, Erzbischof von Gnesen-Posen.
Köln, 11. Januar. Die „K. Z." berichtet. In der heutigen Zechenversammlung zu Dortmund wurden die Satzungen der Bergwerksgemeinschaft angenommen. Sl1^ Prozent der Ruhrzechen sind beigetreten. Glieder der Gnneinschaft sind: erstens die Hauptversammlung, zweit-ns die Gruppenversammlung für a. Fettkohlen, b. Gas- und Flammenkohlen, c. Magerkohlen. Die Befugnisse der Hauptversammlung sind im Wesentlichen : Prüfung der von den Gruppenversammlungen festgesetzten Preise, Feststellung der Verkaufs- und Zahlungsbedingungen,- Feststellung und Bezeichnung der Sorten, endgültige Beschlußfassung über die vom Vorstand verhängten Geldstrafen gegen die Mitglieder, Aufnahme neuer Mitglieder und Aufbringung der Geschäftskosten. Jede angefangenen hunderttausend Tonnen der steuerpflichtigen Förderung des vorhergegangenen Jahres ge- währen eine Stimme. Unbedingte Stimmenmehrheit ist erforderlich. In den Gruppenversammlungen ist das Stimmrecht ebenso, jedoch nur für die Förderung der entsprechenden Kohlensorte. Die Gruppen setzen die Preise fest und können eine zeitweilige Einschränkung der Förderung anordnen. Zuwiderhandelnde sind hohen Geldstrafen unterworfen, deren Verwendung die Hauptversammlung beschließt. Alle Streitigkeiten werden durch ein Schiedsgericht geregelt. Vertragsdauer zunächst bis Ende 1892. Die Fortdauer muß vor dem 1. Okt. 1892 beschlossen werden. (Fr. Nachr.)
Wien. Bei dem am Sonnabend erfolgten Antritt seines Amts als Präsident der Generaldirektion der österreichischen Staatsbahnen hielt Dr. von Bilinski eine Ansprache, in welcher er die strategische Aufgabe der Staatsbahnen in erste Linie stellte, alsdann deren volkswirthschaftliche und staatsfinanziclle Aufgabe hervorhob und zugleich ankündigte, daß er neben der Fühlung mit der Kriegsverwaltung die Staatsbahnen in den Dienst der heimischen Produktion stellen werde, ohne jedoch die staatsfinan- zielle Seite zu schädigen, und daß er die Tarife, welche niemals unter die Selbstkosten sinken dürften, vereinfachen werde. Die Aenderungen in der Organisation der Slaatsbahnen seien abgeschlossen. Er erklärte ferner, er verzichte auf eine weitere politische Rolle und wolle ausschließlich als Ber- waltungsmann sachlich wirken.
Schweiz. In der Botschaft des Bundesraths über die Handelsverträge mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn werden die künftigen Erträgnisse aus den Zöllen siür die Schweiz auf jährlich 36 230 000 Fr cs berechnet.
Paris, 10. Januar. Der frühere Botschafter in Berlin, Baron de Courcel, ist mit 722 gegen 594 Stimmen, welche auf Namel (radikal) fielen, zum Senator im Departement Seine-et-Oise gewählt worden.
Petersburg, 11. Januar. Wie „St. Petersburger Zeitung" erfährt, werde General-Adjutant Gurko seinen Posten in Warschau verlassen.
Hamburg, 10. Januar. Der Postdampfer „Saxonia" von der Hamburg - Amerikanischen Packetfahrt - Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, gestern in St. Thomas eingetroffen.
Triest, 10. Januar. Der Llonddampfer „Euterpe" ist gestern aus Konstantinopel hier eingetroffen.
DepescheA-BRreau „Herold".
11. Januar, abends 8 Uhr:
Berlin, 11. Jan. Der Landtag wird durch den Reichskanzler, Grafen von Caprivi eröffnet.