Einzelbild herunterladen
 

e»emtem«*te» $«i8:

SâdrUch 9 Marl. Halb,. E. SVM. «ierteijährlich

* Marl 25 Pfg. güt auswärtige Abonnenten mit dem betreffen, den Poftausjchlng. Die einzelne Num­

mer 10 Ps».

Jugteich Amtttches Ärgern für KLcröL- unö Larrökveis Karrcru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

-»sertt»«»- Prei»:

Die ifpaltige Varmondzeile «8. deren Raum io Psg.

Die ripalt. geile 20 Psg.

Die StyaltigeSeife

30 Pfg.

Nr. 141.

Samstag den 20. Juni

1891.

Amtliches.

Bekanntmachung.

Telegraphenverkehr mit Frankreich, Rußland, Spanien und Portugal, Algerien und Tunis.

Vom 1. Juli 1891 ab wird die Wortgebühr für Tele­gramme nach Frankreich von 15 Pfennig auf 12 Pfennig und für Telegramme nach Ruhland (europäisches und kaukasisches), sowie nach Spanien und Portugal von 25 Pfennig auf 20 Pfennig ermäßigt.

Die Wortgebühr für Telegramme nach Algerien und Tunis beträgt von demselben Zeitpunkt ab ebenfalls 20 Pfennig, statt bisher 27 Pfennig.

Die Mindestgebühr von 50 Pfennig für ein Telegramm bleibt unverändert.

Berlin W., 15. Juni 1891.

Der Staalssekretair des Reichs-Postamts. _____von Stephan.

Bekanntmachung Königl. Landrathsamts^

Nachstehendes Ausschreiben wird mit dem Bemerken veröffentlicht, etwaige verdächtige Präsentanten anhalten und auf dem Polizeibureau dahier Zimmer 14 u. 15 Anzeige erstatten zu wollen.

Hanau am 18. Juni 1891.

Der Königliche Landrath

P. 4113 v. Oertzen.

240 Mark Belohnung!

Diebstahl

Heute Nachmittag zwischen 2V2 und 5 Uhr wurden aus einem Schlafzimmer einer Villa dahier mittelst Einschleichens eine schwarze Leder- Kassette, etwa 6 Zoll hoch und 9 Zoll lang, mit ledernen Handgriffen und Selbstverschluß, nachstehende Schmucksachen enthaltend, gestohlen:

2 Diamantohrgehänge, jedes mit einem großen Diamanten be­setzt, eines im Werthe von 150 L. Sterling; 1 Diamantbroche in Form eines Schlößchens (locket); 1 Broche von länglicher Form, blau emaillirt, mit 1 Diamanten; 1 Broche von länglicher Form, in der Mitte eine von Diamanten umgebene große Perle links und rechts in schmalen Streifen in eine Schleife auslaufend, welche mit einzelnen Diamanten besetzt sind; 1 dünnes, mit Diamanten besetztes Armband; 2 dünne Goldarmbänder; 1 goldenes gravirtes Panzer­armband ; 1 goldenes Schlangenarmband; 1 Broche aus kleinen in Gold gefaßten Perlen; 1 goldenes Armband mit grünem Opal; 1 werthvoller goldener Ring, in der Mitte ein großer viereckiger Sma­ragd, links und rechts anschließend je 1 erbsengroßer Diamant.

Die Schmucksachen haben einen Werth von. 600 8. Sterling (12 000 Mark). b

Obige Belohnung ist Demjenigen zugesichert, welcher der Eigenthümerin zur Wiedererlangung der Schmucksachen verhilft.

Es wird um Veranlassung geeigneter Recherchen, insbesondere Ansage bei Juwelieren und Anhaltung des Verdächtigen und Nachricht ergebenst ersucht.

Homburg den 16. Juni 1891.

Polizeiverwaltung.

J. V.: Der Beigeordnete F. Lotz.

Der Zigarrenmacher Peter Weber und Ehefrau Maric, geborene Reußwig, haben um Paß zur Auswanderung nach Amerika gebeten.

Hanau am 19. Juni 1891.

Der Königliche Landrath

4039 v. Oertzen.____________

"

Oefunben: Ein Hundemaulkorb. Eine unächte Halskette. Eine neujuberne Uhrkette. Eine Zigarrenspitze mit Etui. Ein Damenzugstiefel. , silberncr^K tt^"^ hiesigen Ostbahnhnhofe eine goldene Damenuhr mit I

Hanau am 20. Juni 1891.

Tagesschau.

Berlin, 19. Juni. Se. Majestät der Kaiser und König bega­ben Sich heute früh um 78/t Uhr von Potsdam nach Berlin, um in der Internationalen Kunstausstellung über die für die National-Galerie anzu­kaufenden Bilder an Ort und Stelle den Vortrag des Kultusministers ent- gegènzuuehmen. Alsdann besichtigten Seine Majestät bei dem Professor Begas das Modell für das Kaiser - Wilhelm - Denkmal und begaben Sich kurz nach 11 Uhr in das hiesige Schloß. Hier empfingen Seine Majestät den Prinzen Friedrich Leopold und arbeiteten demnächst längere Zeit mit dem Finanzminister Miquel. Gegen Abend gedenken Seine Majestät nach dem Neuen Palais zurückzukehren.

Berlin, 19. Juni. Kaiser Wilhelm wird derPost" zufolge am 26. ds. in Wilhelmshaven sein und von da nach Helgoland fahren, wo er am 28. mit der Kaiserin zusammentreffen wird, die den Weg dort­hin über Hamburg nehmen und von da aus einen Privatdampfer benutzen wird. Von Helgoland wird das Kaiseipaar auf derHohenzollern" die Fahrt nach Amsterdam machen. Ein Gartenfest wird morgen bei den Majestäten im Neuen Palais stattfinden, und zwar fast lediglich für die Potsdamer Gesellschaft; es sind über 200 Einladungen ergangen. Der Gesammtvorstand der Kaiser Wilhelm-Stiftung für deutsche Inva­liden wird seine diesjährige Sitzung am 29. d. M., nachmittags 5 Uhr, im Rcichstagsgebäudc abhalten. Aus dem Zentralfonds der Stiftung wurden der Nordd. Allg. Ztg. zufolge im abgelaufenen Jahre 965 000 Mk. an Unterstützungen gewährt, und zwar erhielten 1676 Personen fort­laufende, 148 Personen dauernde Unterstützungen. Zweigvereine wurden mit 30 180 Mk. unterstützt, das Kautions- und Darlehenkonto durch Rückzahlungen um 31000 Mt. vermindert. Insgesammt betrugen die Ausgaben rund 170 456 Mk., denen Einnahmen in der Höhe von 88 826 Mk. gegenüberstehen. Der Bestand des Zentralfonds betrug am 31. Dezember 1890 1 199 846 Mk. " (K. Z.)

Berlin, 19. Juni. (Reichsanz.) Das Porträt des Gcneral- Feldmarschalls Grafen Moltke von Frau Vilma Parlaghp befindet sich seit heute nicht mehr in Schulte's Kunstsalon. Nachdem es von Seiner Maje­stät dem Kaiser angekauft worden, ist es heute früh im Ehrensaale der Internationalen Kunstausstellung neben Keller'sApotheose Kaiser Wil- >elm's I." aufgestellt worden. Um 9 Uhr Vormittags traf Se. Majestät n Begleitung zweier Flügel-Adjutanten in der Kunstausstellung ein, um hier den Vortrag des Kultusministers über die von der National - Galerie anzukaufenden Bilder entgegenzunehmen. Seine Majestät besichtigte auch ras Porträt des Grafen Moltke und alsdann die neu eröffnete österreichi- che und russische Abtheilung.

Berlin, 20. Juni. In den gestrigen Sitzungen des Herren- ) aus es wurden der Kultusetat sowie das Etatgesetz genehmigt.

Berlin, 18. Juni. Das Gesetz, betreffend die Städteordnung für ren Reg.-Bez. Wiesbaden, ist von Sr. Maj. dem Kaiser und Könige am 8. Juni unterzeichnet worden. (Rh. Kur.)

Berlin, 19. Juni. S. M. Kadetten-SchulschiffStosch", Kom­mandant Kapitän zur See Diederichsen, ist am 17. Juni in Cowes (Insel Wight) angekommen und beabsichtigt am 6. Juli nach Leith (Schottland) in See zu gehen.

Berlin, 19. Juni. (K. Z.) Die Loosehändler haben gestern in zahlreich besuchter Versammlung eine Petition angenommen, in der das Staatsministerium ersucht wird, dem von beiden Häusern des Landtags auf Antrag des Abg. Korsch genehmigten Gesetzentwurf, betreffend das Verbot des Handels mit Staatslotterieloosen, die Genehmigung zu'versagen bezw. das Inkrafttreten des Gesches auf zwei Jahre zu verschieben. Das Gesuch soll durch eine Abordnung dem Finanzminister Dr. Miquel persön­lich überreicht werden.

Essen, 19. Juni. In dem Bochumer Steuerprozeß wurde Fuß­angel zu 5 Monaten, Lunemann zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt.

Bern, 19. Juni. (Reichsanz.) Das Eisenbahn-Departement hat angcordnct, daß alle Mittel zur Beschleunigung der Aufräumungsarbeiten bei Mönchenstein angewendet werden sollen. Oberst Dumur ist mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt und mit den entsprechenden Vollmach­ten versehen. Demselben sind als technische Berather die Ingenieure Natio­nalrath Buerkli und Zuercher und Inspektor Tschiemer beigegeben.

Bern, 19. Juni. Der Verwaltungsrath der Jura - Simplonbahn, nahm den Bericht über die Mönchensteiner Katastrophe entgegen und gab der Direktion die Zusicherung des vollsten Vertrauens. In der Aktionär-