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Hanauer Anzeiger

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Erscheint täglich mit Aâchm« der Sonn- und Feiertage, mit belletristtfcher BAage.

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Samstag den 16. Mai.

Nr. 113.

Amtliches.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.

Interessenten zur Nachricht, daß bei dem diesjährigen Lamboyfeste ; nur solche Personen zur Ausübung eines Gewerbes zngelussen werden, f welche sich in dem Besitze eines für den Regierungsbezirk Cassel gültigen s Wandergewerbescheins befinden, oder ein stehendes Gewerbe betreiben und - für letzteres zur Gewerbesteuer veranlagt sind. Der bezl. Nachweis ist be Einholung der Erlaubniß auf dem hiesigen Polizei-Büreau, Zimmer 14 und 15, vorzulegen. Für geschlossene Vereine auf Grund vorhandener Statuten bleiben die früheren Bestimmungen in Kraft, Erlaubniß ist jedoch in allen Fällen nothwendig.

Hanau am 14. Mai 1891.

Der Königliche Landrath

I P. 3210 v. Oertzen.

Der Goldarbeiter Johannes Wörner 10r zu Langendiebach hat einen Paß für sich nach Amerika beantragt.

Hanau am 13. Mai 1891.

Der Königliche Landrath.

/ P. 3230 I. A: Baabe.

Die Polizei-Verordnung vom 15. April 1884, welche lautet: „In k der Zeit vom 15. März bis 1. November des Jahres sind bei trockener I Witterung die Trottoirs und Straßen vor dem Kehren mit Wasser derart ' zu besprengen, daß ein Aufwirbeln von Staub nicht stattfinden kann", wird f hiermit in Erinnerung gebracht.

Hanau am 11. Mai 1891.

Der Königliche Landrath

P. 3117. v. Oertzen.

Unter Bezugnahme auf die im Hanauer Anzeiger Nr. 287 vom Jahre ■ 1890 veröffentlichte Bekanntmachung über die Bekämpfung der Blutlaus und die Polizei-Verordnung vom 29. Oktober 1883, Amtsblatt Seite 224, sowie die am 31. Mai 1890 im Abdruck mitgetheilte Ver­fügung des Königlichen Regierungs-Präsidenten vom 7. Mai 1890, A. III. - 2291, veranlasse ich die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher, in der- ’ selben Weise wie im vergangenen Frühjahr etwa Ende Mai oder Anfang Juni d. Js. sämmtliche Acpfelbäume (ohne Kosten für die Staatskasse)

„ durch geeignete Revisoren auf das Vorhandensein der Blutlaus untersuchen zu lassen, die erforderlichen Maßregeln zur Vertilgung anzuordnen und über das Ergebniß bis zum 15« August d. Js. zu berichten. Die Anwendung des in der obenerwähnten Verfügung empfohlenen Sapokarbols

> c Nr. 1 der chemischen Fabrik Eisenbüttcl in Braunschweig ist fast durchweg ' von gutem Erfolg gewesen und vom Herrn Regierungs-Präsidenten als s das sicherste bisher bekannte Vertilgungsmittel empfohlen.

* I Hanau am 8. Mai 1891.

: : Der Königliche Landrath

> I V. 3063 v. Oertzen.

> Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.

£ ■ Vom Wasenmeister eingefangen: Ein grau-gelber Hund mit

- schwarzer Maske, m. Geschl.

ft Gefunden: Eine Gießkanne. Ein Kinderschuh. Ein Kinderspiel- tz ballen. Ein Stück goldene Kordelkette.

Aus dem Main gezogen: Ein versunkener Nachen.

Verloren: Ein Kinderstrohhut. Ein kleiner Handbesen. Ein Kontobuch auf den Namen Andreas Gottlieb. Eine goldene Kette nebst Kreuz. Ein Regenschirm.

Hanau am 16. Mai 1891.

s Ampforâmmg kur die im Stadtkreise Hanau im Jahre 1891 aus­zuführenden öffentlichen Impfungen.

a* Erstimpfungen:

1. Donnerstag den 21. Mai, Nachmittags 31/» Uhr, Vorstellung

1891

derjenigen Kinder, deren Zurückstellung wegen Krankheit gewünscht wird, oder deren Jmpffähigkeit aus Gesundheitsrücksichten zweifelhaft erscheint.

Anmerkung: Das Sistiren der vorgenannten Kinder in die 6 auf den 25. Mai, 1. und 8. Juni angesetzten Impftermine ist nicht gestattet.

2. Montag den 25. Mai, Nachmittags 3Vs Uhr, für die in den Jahren 1889 und früher geborenen noch nicht geimpften, sowie für die bis jetzt erfolglos geimpften Kinder.

Montag den 1. Juni, Nachmittags 4Vs Uhr, Revision derselben.

3. Montag den 1. Juni, Nachmittags 3'/- Uhr, für die im Jahre 1890 geborenen Kinder, sowie für die vor dem 1. April 1891 ge­borenen Kinder, deren Impfung gewünscht wird.

Montag den 8. Juni, Nachmittags 3^2 Uhr, Revision derselben.

Jmpflokal: Neustädter Rathhaus.

b. Wiederimpfungen:

4. Knabenmittelschule: Mittwoch den 20. Mai, Nachmittags 3V» Uhr, Impfung; Mittwoch den 27. Mai, Nachmittags 3*/a Uhr, Revision.

5. Knabcnvolksfchule: Sonnabend den 23. Mai, Nachmittags 3'/, Uhr, Impfung; Sonnabend den 30. Mai, Nachmittags 3*/2 Uhr, Revision.

6. Mädchenmittelschule: Mittwoch den 3. Juni, Nachmittags 3'/, Uhr, Impfung; Dienstag den 9. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Revision.

7. Mädchenvolksschule erste Hälfte: Mittwoch den 10. Juni, Nachmittags 3^/2 Uhr, Impfung; Mittwoch de« 17. Juni, Nach­mittags 3'/2 Uhr, Revision. Zweite Hälfte: Donnerstag den 11. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Impfung; Donnerstag den 18. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Revision.

8. Realschule: Sonnabend den 20. Juni, Nachmittags 3^2 Uhr, Impfung; Sonnabend den 27. Juni, Nachmittags 3^2 Uhr, Revision.

9. Gymnasium: Sonnabend den 20. Juni, Nachmittags 4*/a Uhr, Impfung; Sonnabend den 27. Juni, Nachmittags 4Vr Uhr, Revision.

10. Höhere Töchterschule und Davidson'sche Schule: Sonnabend den 20. Juni, Nachmittags 5 Uhr, Impfung; Sonnabend den 27. Juni, Nachmittags 5 Uhr, Revision.

Jmpflokal zu 4., 5., 6., 7., 8. u. 9. in den betreffen­den Schulen.

„ „ 10. im Neustädter Rathhaus.

Die vorstehenden Impftermine sind außerdem noch durch Aushang am Rathhanse bekannt gemacht.

Den Angehörigen der Erstimpflinge sind Seitens der hiesigen König­lichen Polizei-Direktion (Landrathsamt) gedruckte Verhaltungsvorschriften für die öffentlichen Impfungen und über die Behandlung der Impflinge während der Entwickelung der Jmpfblattern zugestellt, auf deren Beachtung ich ausdrücklich aufmerksam mache.

Exemplare qu. Verhaltungsvorschriften können außerdem auf Ver­langen bei hiesigem Standesamt entgegengenommen werden. Impfscheine über vollzogene Privatimpfungen sind behufs Eintrag in die Jmpflisten auf dem Standesamt vorzulegen, welche nach erfolgtem Einträge sofort zurückgegeben werden.

Hanau am 13. Mai 1891.

Der Oberbürgermeister Westerburg.

Pfingsten.

Das „liebliche Fest", wie es der große deutsche Dichter nennt, wird n diesem Jahre mit ganz besonderer Freude willkommen geheißen: liegt >och ein rauherer und strengerer Winter, als wir ihn je gehabt haben, sinter uns. Nur allmählich erwacht die Natur aus der kalten Umarmung und nur langsam weichen die Winterstürme dem Wonnemond, dessen schönste Tage das Pfingstfest sind, wo, wie die Natur über die rauhe Winterszeit triumphirt, der heilige Geist seine belebende Wärme über die christliche Ge-