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1 M«rk 25 Ps«. Mir gewärtige Lhonnenten

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Hanauer Astiger.

Kugkeich Arntttches @>rgan für Stcröt- und LanöKveis ^anau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Die IspalUg» Barmondzeile * deren Raum

10 Pfg.

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-° Pfg.

Dl-Sspaltig-S-tl« 30 Mg.

NM 77. Freitag den 3. April. 1891

Ämtlichès.

Sonnabend den 11. April d. I., Vormittags von 10^/^ Uhr ab, sollen auf dem Königlichen Hauptgestüt zu Beberbeck bei Hofgeismar 21 vierjährige und 7 ältere Pferde öffentlich an den Meistbietenden unter den im Termine bekannt zu machenden Bedingungen verkauft werden.

Sämmtliche Pferde sind geritten und werden am Tage vor der Auktion, also am 10. April, in diesem Jahre schon Vor­mittags um 11 Uhr, unter dem Reiter gezeigt.

Am 10. April, Vormittags 93/a Uhr, und am Auktionstage Vor­mittags 93/4 Uhr werden am Bahnhof Hofgeismar Gestütwagen zur Be­förderung der mit der Bahn ankommenden Fremden nach Beberbeck bereit stehen Anmeldungen zur Benutzuug dieser Wagen werden rechtzeitig durch die Post erbeten.

Gedruckte Nationallisten der zur Auktion kommenden Pferde können vom 21. März d. J. ab hierselbst in Empfang genommen werden.

I Beberbeck am 16. März 1891.

Königliche Gestüt-Direktion.

' BekanKtMLVungeN König!, LandraLhssmts.

Während der nächstfolgenden 8 Wochen wird auf nachbenannten « Straßenstrecken:

j 1) Offenbach-Vilbeler Straße nächst der Mainkur,

I 2) Hanau-Frankfurter Straße,

8 3) Hanau-Philippsruher Straße,

4) Hanau-Wilhelmsbader Straße,

5) Hanau-Friedberger Straße

8 eine Dampfwalze zeitweilig in Thätigkeit sein.

Seitens der kommunalständischen Verwaltung werden jeweilig an den betreffenden Straßenstrecken Warnungstafeln ausgestellt werden.

Behufs Vermeidung von Unglücksfällen durch Scheuen von Pferden empfiehlt es sich, den Wagenverkehr von genannten Straßen, während die Maschine arbeitet, abzulenkeu.

Dieses wird hiermit zur Kenntniß des Publikums gebracht.

Hanau am 2. April 1891.

Der Königliche Landrath

V. 2169 v. Oertzen.

Der Vorstand des Technischen Klubs hierselbst hat die Mitglieder des landwirthschaftlichen Kreisvereins eingeladen, einer am 7. d. Mts., Abends 8V2 Uhr, im Löwengärtchen abzuhaltenden Sitzung beizuwohnen, in welcher Herr Ingenieur Dieterich einen Vortrag überDie Erfindung und Verwendung des Dampfpstuges nebst einem geschichtlichen Rückblick auf die Entwickelung des Ackerbaues bei den einzelnen Kulturvölkern" halten wird.

Bei dem großen Interesse, welches dieses Thema für die Mitglieder des landwirthschaftlichen Kreisvereins hat, erlaube ich mir dieselben auf die dankenswerthe Einladung des Technischen Klubs hierdurch ergebenst auf­merksam zu machen.

* Hanau am 2. April 1891.

Der Vorsitzende des landwirthschaftlichen Kreisvereins v. Oertzen,

Bekanntmachung.

Die Staats-Klasfensteuerrolle hiesiger Stadt für das Steuerjahr 1891/92 wird vom 28. März bis einschl. 4. April d. Js. im Dienstlokale der Steuerkommission (Neustädter Rathhaus, 1 Treppe hoch rechts) während der üblichen Dienststunden zur Einsicht der Steuerpflichtigen offen liegen.

Reklamationen gegen die Veranlagung sind innerhalb einer zwei- ! monatlichen Frist, beginnend mit dem 5. April d. Js., bei dem Unterzeich- j liefen schriftlich anzubringen. Die Reklamationsgesuche müssen außer genauer Angabe der Wohnung auch die betreffende Nummer der Steuerrolle nach- s weisen. t

Gleichzeitig theile ich zur Kenntnißnahme mit, daß die Jahres- l Klassensteuer beträgt von einem jährlichen muthmaßlichen Einkoinmen von:

420 bis einschl.

660 Mark =

3 M.

von mehr als 660

900 =

6

, WO

1050 =

9

1050

1200 =

12

1200

1350

18

1350

1500 =

24

1500

1650

30

,, 16a0

1800 =

36

1800

2100 =

42

2100

2400 =

48

2400

2700 =

60

2700

3000

72

Die Steuer der Stufen 1 und 2

wird nicht erhoben.

Hanau den 24. März 1891.

Der Oberbürgermeister

Westerburg.

Tagesschau.

Berlin, 2. April. Se. Majestät der König haben Allergnä- digst geruht Allerhöchstihren bisherigen außerordentlichen Gesandten und be­vollmächtigten Minister am Königlich bayerischen Hofe, Geheimen Legations- Rath Grafen zu Rantzau von diesen, Posten zu anderweiter dienstlicher Verwendung abzuberusen.

Berlin, 2. April. Der Chirnrgenkongreß setzte seine Berathungen heute Vormittag im Operationssaale der Universitätsklinik unter Vorstellung mit Tuberkulin behandelter Lupusfälle fort. Sonnenburg (Berlin) und Eugen Hahn (Berlin) stellten Fälle operativer Behandlung von Lungen- kovernen vor, Westphal (Berlin) von Gelcnltuberkulosen bei Tuberkulin- Anwendung. (RH. K.)

In Berlin erklärte eine Versammlung der Zimmergesellen sich zwar mit der Verlegung der Maifeier vom 1. auf den 3. Mai nicht einverstanden, beschloß aber, wie die BerlinerVolksztg." berichtet, sich der getroffenen Anordnung Seitens der Fraktion unterzuordnen, am 1. Mai Abends jedoch eine Versammlung einzuberufen und am Sonntag den 3. Mai einen Massenausflug in die Umgegend Berlins zu veranstalten.

Dem Vernehmen nach hat die Nordwestliche Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller btint Auswärtigen Amte die Bitte vorgetragen, mit Brasilien einen Meistbegünstigungsvertrag abzuschließen. Das Ersuchen ist durch den Abschluß eines am 1. April 1891 in Geltung getretenen Vertrages zwischen Brasilien und Nordamerika hervorgerufen, durch welchen den Nordamerikanern mannigfache, die deutsche Eisen- und Textilindustrie schädigende Zugeständnisse gemacht sind.

M.-Gla-bach, 1. April. Bei dem Brande des Baumwolllagers der Firma Klauser, Baumwollspinnerei, wurden an 2700 Ballen Baum­wolle gänzlich vernichtet. Die Ablöschung des seit dem 28. v. M. bren­nenden Lagers dauerte auch heute noch fort. Der entstandene Schaden wird nach der Gladb. Ztg, auf 5600 000 M. geschätzt, betheiligt sind sieben Versicherungsgesellschaften. (K. Z.)

In Ouedlinbnrg wurde demVorwärts" zufolge in Bezug aus die Maifeier in einer zahlreich besuchten Versammlung beschlossen, die Feier am 3. Mai zu begehen; ferner soll jeder Arbeiter einen Theil des Lohnes am 1. Mai der Gewerkschaftsbewegung widmen.

Kiel, 2. April. General - Feldmarschall Graf v. Moltke ist heute Mittag mittels Sonderzuges hier einget, offen und im Königlichen Schlosse abgestiegen.

Lübeck, 2. April. Bei der gestrigen Festtafel brachte der Bürger­meister den Toast ans den Kaiser aus. Der Kaiser dankte für den herz­lichen Empsana, der ihn tief bewegt habe. Es sei allezeit Lübecks Bestreben gewesen, dem Vaterlande zu nützen. Die Lübecker Flotte habe die Seeräu­ber niedergekämpft und den Handelsschiffen einen sicheren Port geöffnet. Lübeck sei stets ein festes Bollwerk vaterländischer Gesinnung gewesen und habe sich stets an Preußen und das Reich angeschlossen. Sein Glas gelte der ehrwürdigen Hansastadt, ihrer kerndeutschen Bürgerschaft, dem Senat und dem Bürgermeister.

Lübeck, 2. April. Der Kaiser begab sich gestern Abends kurz nach 9 Uhr, nachdem er auf dem Bahnhöfe von den Vertretern der Stadt herz-