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Jugteich AwILiches Krgan für Stcröi- und Larrökvers ^anau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Nr. 243.
Donnerstag den 17. Oktober
1889.
BekmmtmachungeK KönigL. Landrathsamts.
Bei der heute in Gegenwart eines Notars öffentlich bewirkten 8. Ver- loosung von 3Vsprozentigen, unterm 2. Mai 1842 aus gefertigten Staatsschuldscheinen sind die in der Anlage verzeichneten Nummern gezogen worden. Dieselben werden den Besitzern zum 1. Januar 1890 mit der ' Aufforderung gekündigt, die in den ausgeloosten Nummern verschriebenen Kapitalbeträge vom 2. Januar 1890 ab gegen Quittung und Rückgabe der Staatsschuld-Scheine und der nach dem 2. Januar k. Js. zahlbar werdenden Zinsscheine Reihe XX Nr. 7 bis 8 nebst Zinschein-Änweisungen bei der Staatsschulden-Tilgungskasse, Taubenstraße Nr. 29 hierselbst, zu : erheben.
Die Zahlung erfolgt von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmit- / tags mit Ausschluß der Sonn- und Festtage und der letzten drei Geschäftslage jeden Monats.
Die Einlösung geschieht auch bei den Regiernngs-Hauptkassen und in Frankfurt a/M. bei der Kreiskasse.
Zu diesem Zwecke können die Effekten einer dieser Kassen schon vom 1. Dezember d. Js. ab eingereicht werden, welche sie der Staatsschulden- . Tilgungskasse zur Prüfung vorzulegen hat und nach erfolgter Feststellung die Auszahlung vom 2. Januar 1890 ab bewirkt.
Der Betrag der etwa fehlenden Zinsscheine wird vom Kapitale zurückbehalten.
Mit dem 1. Januar 1890 hört die Verzinsung der ve rlo o sten S taat sschuldsch eine auf.
Zugleich werden die bereits früher ausgeloosten, auf der Anlage verzeichneten, noch rückständigen Staatsschuldscheine wiederholt und mit dem Bemerken aufgerufen, daß die Verzinsung derselben mit den einzelnen Kündigungsterminen aufgehört hat.
Die Staatsschulden-Tilgungskasfe kann sich in einen Schriftwechsel mit den Inhabern der Staatsschuldscheine über die Zahlungsleistung nicht einlaffen.
Formulare zu den Quittungen werden von sämmtlichen oben gedachten Kassen unentgeltlich verabfolgt.
Berlin am 3. September 1889.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
Wird hierdurch veröffentlicht mit dem Hinzufügen, daß die vorstehend erwähnte Nummerliste dahier eingesehen werden kann, auch in den Geschästs- lokalen der Königlichen Steuerkassen offengelegt ist.
Hanan am 11. Oktober 1889.
Der Königliche Landrath
V. 6751 v. Oertzen.
Die Fabrikarbeiterin Maria Kunkel von hier hat am Sonnabend den 12. d. Mts. ihre elterliche Wohnung hierselbst verlassen und ist bis jetzt nicht wieder dahin zurückgekehrt. Um Nachforschung event. Anhaltung und Nachricht anhe^ wird ergebenst ersticht. Die rc. Kunkel ist 15 Jahre von schlanker Statut mit blasser Gesichtsfarbe, bei ihrem Weggänge bekleidet mit Druckkleid und Zugstiefeln.
Hanau am 14. Oktober 1889.
Der Königliche Landrath
6589 v. Oertzen.
Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises haben diejenigen Personen, welche für das nächste Kalenderjahr Wandergewerbescheine zum Gewerbebetriebe im Umherziehen wünschen, mittelst ortsüblicher Bekanntmachung aufzufordern, die deshalbigen Anträge und zwar wenn dieselben seither schon im Besitze eines solchen Scheines gewesen sind unter Vorzeigung des zuletzt ertheilten, bei ihnen arrzit bringen, dieselben auch ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß alle, welche dieses unterlassen würden, sich die nachtheiligen Folgen, welche durch verspätete rechtzeitige Anmeldung entstehen könnten, selbst zuzuschreiben haben.
Die Anträge sind in die vorgeschriebene, im Waisenhause dahier zu empfangende Nachweisung resp. Signalementsverzeichniß einzutragen und
gehörig vollzogen bis znm 1. November d. I. an mich einzureichen oder es ist berichtlich anznzeigen, daß keine Anträge gestellt worden sind.
Hanau am 28. September 1889.
Der Königliche Landrath
_______ v. Oertzen.________________________
Tagesschau.
Berlin, 16. Okt. Heute Vormittag nahmen Se. Majestät der Kaiser und König den Vortrag des Chefs des Civilkabinets entgegen und empfingen darauf den neu ernannten Großherzoglich mecklenburgischen Gesandten, Legationsrath von Oertzen, zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens im Beisein des Staatssekretärs Grafen Bismarck.
Berlin, 16. Okt. Fürst Bismarck ist noch einige Tage länger als ursprünglich angenommen wurde, in Berlin geblieben; soweit man hört, erfreut er sich des besten Wohlseins. Gestern Nachmittag hat der Chef des Generalstabcs der Armee Graf Waldersee den Fürsten besucht und ist über eine Stunde bei ihm geblieben. — Soweit man hört, sind noch nicht alle Berichte über die auf kaiserlichen Befehl stattgehabte Untersuchung der Gründe des diesjährigen Arbeitcransstandes hier cingetroffen. Insbesondere fehlt noch der zusammenfassende Bericht über den Ausstand im rheinischwestfälischen Kohlenbezirk; doch ist es wahrscheinlich, daß derselbe in nächster Zeit fertiggestellt werden wird. (K. Z.)
Berlin, 16. Oktober. Fürst und Fürstin Bismarck sind heute Nachmittag ö8/* Uhr nach Friedrichsruhe gereist. (Fr. N.)
Berlin, 15. Oktober. Dem Ministerialdirektor Wirklichen Geh. Rath Dr. jur. Greiff ist heute aus Anlaß seines 50jährigen Amtsjubi- läums von dem Kaiser und König der Rothe Adlerorden 1. Klasse verliehen worden. Dr. Greiff ist im Jahre 1818 zu Elbing geboren, gehörte eine Zeit lang der Generalkommission für die Provinz Schlesien an, kam als vortragender Rath in das landwirthschaftliche Ministerium und wurde 1873 als Direktor der Abtheilring für die Unterrichtsangelegenheiten in das Kultusministerium berufen. Im Jahre 1882 wurde diese Abtheilung wegen ihres zu großen Umfanges in zwei solche getheilt, welche das höhere und mittlere Schulwesen umfaßt. Der Jubilar hat sich allen Festlichkeiten dadurch entzogen, daß er mit kurzem Urlaub Berlin verlassen hat.
Berlin, 16. Okt. S. M. Panzerschiffe „Preußen", Kommandant Kapitän zur See Tirpitz, „Friedrich der Große", Kommandant: Kapitän Mr See Graf von Haugwitz, und S. M'. Aviso „Wacht", Kommandant: Korvetten-Kapitän Graf von Baudissin, find am 24. Oktober er. in Spezia eingetroffen.
Berlin, 16. Okt. Mehrere russische Polizeibeamte weilten, nach der „K. Z.", gestern noch in Berlin. Dieselben begaben sich an die russische Grenze, um den Zaren dort zu erwarten. Der größere Theil begleitete den Kaiser nach Mecklenburg. Im ganzen waren 62 russische Ge- heim-Agenten für den Berliner Dienst befohlen.
Danzig, 16. Oktober. Der russische Hofzug traf, nach den „Fr. N/ über Pommern hier ein. Seine Ankunft wurde auf dem Stadtbahnhofe erwartet, der Zar fuhr jedoch, ohne die Stadt zu berühren, direkt auf dem Gütcrgeleise nach Neufahrwasser. Die Bahnhöfe von Neustadt, Dirschau und Marienburg sowie die dortigen Brücken sind durch Danziger Militär abgcsperrt. — Der Zar und Großfürst Georg verließen Nachmittags den Hofzug und machten einen längeren Spaziergang am Hafenquai. Alsdann wurde das Mittagsmahl im Speisewagen des Hofzuges eingenommen.
Nenfahrwaffer, 16. Okt. (K. Z.) Der Kaiser von Rußland und der Großfürst Georg trafen heute Mittag um 21/* Uhr hier ein und verblieben. im Salonwagen. Die Landungsstelle ist polizeilich abgesperrt.
Düffeldorf, 15. Oktober. Der jüngst hier verstorbene Gcrichts- direktor „ a. D. Aders hat die Stadt zur Universalerbin eingesetzt. Wie der „Düsscld. Anz." erfährt, soll das hinterlassene Vermögen, abzüglich der zu Legaten bestimmten Summe von rund 550 000 Mk., noch den Betrag von 2 Millionen Mk. übersteigen. Nach des Willen des Erblassers soll diese Summe zu Gunsten zu schaffender Arbcitcrwohnungen und Stipendien Verwendung finden. (Bravo! D. Red.)
Kiel, 16. Okt Der Kreuzer „Möwe" ist von Jauzibar kommend hier eingelaufen.