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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Die ispaltige Tarmondzeile ebr deren Raum
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Donnerstag den 26. September
Nr. 22.5.
Aöonnemenls-Kinl'adung.
Mit dem 1. Oktober 1889 beginnt ein neues Abonnement auf den „Hanauer Anzeiger", zugleich amtliches Vegan für Stadt- und Landkreis Hanan.
Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigsten politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Kurs- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Auszüge aus 'den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ausschusses, Fremdenliste, ferner Geschäfts- und Privat- Anzeigen. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Erzählungen reiches Mannigfaltige.
Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der „Hananer Anzeiger"seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die ispaltige Zeile nur 10 Pf.
Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postaustalten Bestellungen entgegen.
Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.
Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der ■ Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeltlich.
Die Expedition des Hanauer Anzeigers.
Amtliches.
Die im Jahre 1877 in Marburg gegründete landwirthschaft- liche Winterschule hat die Aufgabe, in zwei Winterkursen Bauernsöhne und andere junge Leute, welche sich der Landwirthschaft widmen wollen, zu denkenden Landwirthen zu erziehen und für den landwirthschaftlichen Beruf derart auszubilden, daß sie befähigt sind, ein Landgut rationell zu bewirthschaften.
Dieser Aufgabe hat die Schule bisher durchaus entsprochen. Die Schüler haben nach Erledigung eines zweijährigen Winterkursus bei Wiedereintritt in die väterliche Wirthschaft zu deren Hebung wesentlich mitgewirkt und diejenigen derselben, welche wegen ausreichender Hülfskräfte oder aus anderen Gründen in die väterliche Wirthschaft nicht wieder eingetreten sind, haben durch Vermittelung des Direktors der Winterschule als Verwalter- auf größeren Gutswirthschaften Stellung gefunden und den daselbst an sie gemachten Anforderungen in jeder Beziehung genügt.
Bei den sich täglich steigernden Ansprüchen an de» landwirthschaftlichen Betrieb müssen wir die Landwirthe dringend auffordern, für die Ausbildung ihrer Söhne in den landwirthschaftlichen Lehrgegenständen Sorge zu tragen, und zu diesem Zweck ihnen den Besuch der landwirthschaftlichen Winterschule in Mavbuvg für ihre Söhne empfehlen.
Dank der Fürsorge des hohen Kommunal-Landtags hat die gedachte Schule ihre Lehr- und Hülfsmittel durch Einrichtung eines Laboratoriums für chemische, physikalische und mikroskopische Arbeiten wesentlich vervollständigen können und wird weiter durch den Besuch von reuomirten Wirthschaften größerer Landwirthe, von Zuckerfabriken, Brennereien, Molkerei- Anstalten den jungen Leuten Gelegenheit geboten, das von ihnen theoretisch Erlernte in praktischer Ausführung kennen zu lernen.
, „ _ Der Unterricht des nächsten Winterkursus beginnt Dienstag den 15. Oktober d. I., Vormittags 8 Uhr. Anmeldungen zur Aufnahme sind zeitig vorher an den Direktor der landwirthschaftlichen Winterschnle, Herrn Dr. R. Hesse in Marburg, zu richten, welcher etwaigen weiteren Aufschluß über die^ Schule geben wird. Derselbe, welcher auch außerhalb der Schulzeit die Schüler streng überwacht, ist gern bereit, für ein passendes Unterkommen der Schüler in gut beleumundeten Familien zu sorgen. Für Woyuung, Verköstigung, Feuernng trab Licht hat ein Schüler monatlich é 30 bis 45 Mark zu zahlen. Das Schulgeld beträgt 45 Mark für den f Winter, wovon die Hälfte beim Beginn des Schulhalbjahres, die andere
1889.
ttFXSB&S&S&SUBSS^^ Hälfte beim Wiederbeginn des Unterrichts im Anfang nächsten Jahres zu entrichten ist.
Die aufzunehmenden Schüler müssen das 15. Lebensjahr überschritten haben und sich durch ein Zeugniß über den bisherigen Schulbesuch ausweisen, anßerdem, wenn sie über ein Jahr die Schule bereits verlassen haben, ein Attest der Ortsbehörde über ihre Unbescholtenheit beibringen.
Cassel am 10. September 1889.
Das Direktorium des landwirthschaftlichen Central-Vereins.
Wird veröffentlicht.
Cassel am 16. September 1889.
Der Regierungs-Präsident.
Tagesschau.
Berlin, 25. September. Se. Majestät der Kaiser und König hörten gestern früh von IOV2 Uhr an die Vorträge des kommandirenden Admirals, des Staatssekretärs des Reichs-Mariu eamts und des Chefs des Marinekabinets, um 12 Uhr den Vortrag des Chefs des Militärkabinets, empfingen darauf den Legationsrath von Winckler und nahmen militärische Meldungen entgegen. Nachmittags um 3 Uhr empfingen Se. Majestät den Staats-Minister Grafen v. Bismarck zum Vortrage. Um GVt Uhr begaben Se. Majestät sich mittels Sonderzuges nach Berlin zum Besuch der Vorstellung von Shakespeares „Coriolan" im Berliner Theater. — Heute arbeiteten Se. Majestät in den Morgenstunden allein, empfingen um 11 Uhr den Chef des Zivilkabinets zum Vortrag, hatten um 1204 Uhr eine Besprechung mit dem Geheimen Rcgierrmgsrath Mießner und hörten alsdann den Vortrag des Oberhof- und Haus-Marschalls v. Liebenau.
Berlin, 25. September. Der Dundesrath stimmte den Anträgen Preußens, Hamburgs und Hessens wegen erneuter Anordnungen auf Grund des Sozialistengesetzes (kleiner Belagerungszustand) für Berlin, Frankfurt, Hamburg, Altona und Offenbach zu und verwies die Vorlagen über Zuerkennung verschiedener Rechte an die Kameruner Land- und Plantagengesellschaft, sowie über den Verzicht der Bremer Bank auf die Befugniß zur Notenausgabe an die Ausschüsse. (F. N.)
Berlin, 25. Sept. (K. Z.) Die Fürstin Bismarck ist nach Beendigung ihrer Kur von Honiburg, wie erwartet, heute hier eingetroffen und reift heute Nachmittag nach Friedrichsruh ab.
Berlin, 25. September^ Die „Berl. Pol. Nachr." weisen darauf hin, daß die Aufhebung der Sklaverei in Zanzibar den gemeinsamen Schritten Deutschlands und Englands beim Sultan zu verdanken und als ein über Erwarten erfreuliches Resultat der Aktion Wißmann's, sowie der energisch durchgeführten Blockade zu bezeichnen sei. Das genannte Blatt fügt hinzu: Somit dürfte der bei Berathung der Wißmann-Vorlage bereits vorgesehene Zeitpunkt für die Aufhebung der Blockade in Erwägung gezogen und die die Blockade geschlossenen Küstenplätze dem Handel und Verkehr wieder geöffnet werden können.
Berlin, 25. September. Die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet: Der gestern früh hierher zurückgekehrte Staatssekretär Graf Herbert Bismarck war vor seiner Rückkehr zwecks geschäftlicher Besprechungen zwei Tage bei dem Reichskanzler in Friedrichsruh. Fürst Bismarck, welcher vor 14 Tagen vorübergehend unpäßlich war, hat sich von seinem damaligen Unwohlsein vollständig erholt und ist in erfreulicher Weise arbeitsfähig. Sorgen früh begibt sich der Staatsminister von Boetticher nach %rieb= richsruh.
Wilhelmshaven, 25. September. (K. Z.) Wegen Unwetters sind die Panzerschiffe „Friedrich der Große", welcher außerdem Havarie an der Schraube erlitten hatte, „Preußen" und Aviso „Drache" nicht, wie bestimmt war, hellte ausgelaufen.
Vor einigen Tagen ist Lieutenant Rodig vom 63. Jnfauterie- Regiment mit mehreren für den Dienst der Neuguinea-Kompagnie angeworbenen Tabakpflanzern nach Hamburg abgereift. Derselbe wird zunächst auf etwa 1 Jahr nach Sumatra gehen, um sich dort vollständig mit der Tabakplantagenwirthschaft bekannt zu machen.
Zwickau, 24. September. Die hiesige Strafkammer hat den Kaufmann Keßler aus Eibenstock wegen Einschmuggelung von Perlstickereien aus Böhmen zu 9239 M. Strafe, weiter zum Ersatz der geschmuggelten Gegenstände in Höhe von 5699 Gulden und schließlich noch zu 1203 Gusven