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Donnerstag den 19. September
1889.
BekanutMachunFeK König!. Landrathssmls.
Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher werden hierdurch ver- p. ßt, die Quittungen über gelieferte Fourage, gestellten Vorspann und -Quartierbescheinigungen mir längstens bis zum 25. d. M. einzusenden m r anzuzeigen, daß solche nicht vorhanden sind.
Hanau am 19. September 1889.
Der Königliche Landrath
inM. 3970 v. Oertzen.
5 Tagesschau.
Berlin, 18. Septbr. Se. Majestät der Kaiser haben im Namen Ides Reichs an Stelle des auf seinen Antrag entlassenen Vize-Konsuls Christian Vagt den Kaufmann N. A. Brännström zum Vize-Konsul in Skelleftea (Schweden) zu ernennen geruht.
l- Berlin, 18. Septbr. Se. Majestät der Kaiser und König bc- ^aben Sich gestern früh um ö8/* Uhr zu Wagen von Springe nach Kop- H enbrügge, stiegen dort zu Pferde und übernahmen die Führung der ver- Jeinigten Kavallerie-Divisionen des VII. und X. Armeekorps, welche gegen einen Gegner, der bei Esbeck und Eime angetroffen wurde, operirten. Nach Beendigung des Manövers begaben Sich Se. Majestät von Sehlde nach
5 dem Jagdschloß zurück. Abends begleiteten Se. Majestät den Großfürften- - Thronfolger, Höchstdesfen Rückreise über Kiel nach Kopenhagen um 10 Uhr , von Springe aus erfolgte, zur Bahn.
2 Berlin, 18. September. Der „Post" zufolge wird Kaiserin i' Friedrich mit ihren Töchtern am 23. September von Kopenhagen zurück- u kehren und bis zur Abreise nach Venedig am 19. Oktober hier verweilen, n Die Prinzessin Sophie werde vor ihrer Abreise gelegentlich einer großen Festlichkeit die Glückwünsche der Hofgesellschaft entgegenzunehmen und sich - verabschieden. Die Hochzeit in Athen findet am 27. Oktober statt.
Berlin, 18. September. Der „R.- u. St.-A." veröffentlicht einen _ Beschluß des Bundesraths vom 4. Juli, wonach der Deutsch-ostafrikanischen 13 Gesellschaft auf Grund ihres als neue Fassung vom 27. April 1889 be- - zeichneten, vom Reichskanzler genehmigten Gesellschaftsvertragcs die Fähigkeit beigelegt ist, Rechte, insbesondere Eigenthums- und dingliche Rechte an Grundstücken zu erwerben, Verbindlichkeiten einzugehen, vor Gericht zu klagen und verklagt zu werden. Die Aufsicht über die Gesellschaft wird vom Reichskanzler geführt.
Berlin, 17. Sept. In der nächsten Woche wird der Bundesrath seine Thätigkeit wieder aufnehmen, um rechtzeitig das Material für die Ende Oktober, wie es heißt am 22., beginnende Reichstagssession festzu- stellen. Bereits sind dem Bundesrath einige kleinere Spezialetats zügel' gangen und der gesammte Reichshaushalt wird ohne Zweifel gleich bei Eröffnung der Session vorliegen. Dann dürften auch alsbald die Schlußberathungen über den neuen Entwurf zur Regelung der Sozialistenfrage beginnen. Im übrigen besteht die Absicht, das Arbeitspensum möglichst knapp zu halten. Ueber die Zeit der neuen Wahlen haben Besprechungen in maßgebenden Kreisen überhaupt noch uicht stattgefunden. (K. Z.)
Berlin, 18. Sept. Der Ausschuß für das zehnte deutsche Bun- desschießen trat am Dienstag hier unter Vorsitz des Hauptmanns Gain- Wriezen zu einer zweiten Sitzung zusammen. Zweck derselben ist^Bildung . °er einzelnen Kommissionen, welche mit der Veranstaltung der Schießen, mit dem Bau der Hallen, mit der Verwaltung der Gelder, mit dem Empfang, nnt der Regelung der Bewirthungsfrage, der Vergnügungen und dergleichen betraut werden sollen. An Geldmitteln sind bisher 100,000 Mark zu- fammengebracht. 3-—400,000 Mark wird man gebrauchen, falls die geplanten großartigen Baulichkeiten auf dem Festplatz, dem bei Pankow be- L'kn Endstück des Lientenants Schwarz, vollständig zur Ausführung kommen sollen. ' ^ gj
,, - BeEn, 17. Septeniber. Der Judrang von Damen zum Turn-
-° -gewesen, wie "in diesem Jahre. Zu dem im in der königlichen Turnlehrer-Bildmigsanstalt beginnenden ^a -chm Kursus zur Ausbildung von Turnlehrerinnen kann kaum die Halste der sich Meldenden ein,berufen werden. Es hat sich daher neben en hier bereits bestehenden zwei Privatkursen für diesen Winter noch ein * n ^em ^^ ^âume und Unterichtsmittel der königlichen Anstalt zur Verfügung gestellt sind.
Gleitvitz, 18. Sept. (K. Z.) Ein Rangirzug fuhr auf einen Güter
zug auf und zertrümmerte mehrere Wagen. Der Schaden ist bedeutend. Ein Bremser wurde verletzt.
Kiel, 17. Sept. Der Kommandant S. M. Kadettenschulschiff „Niobe", Kapitän z. S. Aschenborn, hat die Geschäfte des Inspekteurs der 1. Marine-Inspektion bis zur Rückkehr des Kontre-Admirals Schröder übernommen. — S. M. Torpedoschulschiff „Blücher" ist in Neufahrwasscr einge- laufen. — S. M. Avisos „Blitz" und „Ziethen" gingen in die kaiserliche Werft. — S. M. Kreuzer-Korvette „Olga" ist gestern nach Danzig in See gegangen, um dort außer Dienst zu stellen. Die zur Entlastung gelangenden Mannschaften der „Olga" reisen von Danzig in die Heimat. — S. M. Schiffsjungenschulschiff „Rover" ist von Neustadt kommend hier eingelaufen. (K. Z.)
Kiel, 18. September. Der Großfürst - Thronfolger mit Gefolge und Ehrendienst ist heute früh gegen 4 Uhr mittelst Sonderzug von Hannover hier eingetroffen, wo er von Hofmarschall Seckendorf empfangen wurde. Der Thronfolger begab sich zu Fuß nach Jensenbrückc, wo sich die deutschen Würdenträger, der kommandirende Admiral Graf Goltz und die Marineoffiziere von ihm verabschiedeten. Der russische Thronfolger begab sich zu Boot nach der Pacht „Zarewna", welche gegen 5 Uhr in See ging.
Hannover, 17. Sept. Kaiser Wilhelm unterhielt sich nach dem Feldgottesdienste am Sonntage längere Zeit mit den Militär-Geistlichen Dr. Richter, Dr. Rocholl untf Knoche in lebhaftem Gespräche; er drückte seine Befriedigung über die stattgehabte kirchliche Feier aus. Alsdann führte, dem „Hann. C." zufolge, er aus, wie er den heilsamsten Einstuß auf die Herzen seiner Unterthanen durch die Kirche und Schule erwarte; namentlich im Geschichtsunterrichte müßten Religion und Deutschthum noch kräftiger betont werden. Auch die neuere und neueste Geschichte dürfte nicht zu kurz kommen, damit die Jugend schon früh über die Irrthümer der französischen Revolution und der sozialen Umsturzbewcgungen der Neuzeit belehrt sei.
Hannover, 18. Sept. Der Großfürst-Thronfolger traf Nachts von Springe hier ein und fuhr direkt nach Altona weiter.
Springe, 18. September. Kaiser Wilhelm verbrachte, nach den „Fr. N.", den heutigen Ruhetag auf dem Jagdschloß, nahm Vorträge entgegen, empfing zum Diner die kommandirenden Generale Albedyll, Caprivi und Bronsart II und pürschte Nachmittags.
München, 18. September. Der Bericht über das Befinden des Königs Otto lautet im Wesentlichen unverändert. Heftige Erregungszustände wechseln mit stundenlanger Bewegungslosigkeit. Die Nahrungsaufnahme erfolgt reichlich, obschon unregelmäßig; zuweilen lehnt der König auch jede Nahrung ab. Die Gesichtsfarbe ist in Folge des ausgedehnten Aufenthalts im Freien andauernd frisch.
Wie«, 18. Septbr. Das „Armee-Verordnungsblatt" veröffentlicht folgende Versetzungen bezw. Ernennungen: Der Feldzeugmeister Herzog von Württemberg — bisher Korps-Kommandant zu Lemberg — ist zum Kommandanten des 3. Armeekorps in Graz ; der Feldzeugmeister Baron Schönfeld (Graz) zum Kommandanten des 2. Armeekorps in Wien; der General der Kavallerie Prinz Windischgrätz, bisher Kommandant des 1. Armeekorps, zum Kommandanten des 11. Armeekorps in Lemberg ; der Feldzeugmeister Baron König (Wien) zum General-Inspektor der Infanterie; der Feldmarschall-Lieutenant Baron Reinländer zum Kommandanten des 10. Armeekorps zu Przemysl ; der Feldmarschall-Lieutenant Graf Grünne zum Kommandanten des 8. Armeekorps zu Prag; der Feldmarschall-Lieutenant v. Krieghammer zum Kommandanten des 1. Armeekorps in Krakau und der Feldmarschall-Lieutenant Czibary von Lauerer zum Festungs - Kommandanten von Krakau ernannt worden.
Bern, 18. Sept. Zu den Herbstübungen des prenßisch-hcssisch- Hannoverschen Armeekorps hat der Bundesrath den Oberstlieutenant Bühl- mann von Großhöchstetten und den Stabsmajor Conradin von Zürich abgesandt.
Antwerpen, 17. September. Die von dem Gerichte eingesetzte Sachverständigen-Kommission hat festgestellt, daß die Explosion in der Patronenfabrik Corvilain zum Ausbruche gekommen und erst dadurch das Petroleum entzündet worden ist. Die Untersuchung hat ferner erwiesen, daß in der Patronenfabrik jede Vorsichtsmaßnahme fehlte, daß man, um Arbeitslöhne zu sparen, trotz der gefahrvollen Arbeit unerfahrene Kinder i re.rindete, daß heimlich und ohne Sicherungsmaßregeln eine Schmiede und j ein Dampfkessel angelegt und in Betrieb gesetzt worden sind und daß selbst