Einzelbild herunterladen
 

1 ^^^nn^^n^ Va»

Malich » «tat«. ÜMrtMoWt.

MMÄMrUch

H «tert * Bf,, t* eHeitetige ttwwmttn

Mit M» »«twftw te 9»*m«W«4- **»»* **» stet io We.

anauer Ameiaer

6 V

KugLeich Amittches Organ für Ktaöt- unö Lanökreis Kanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der S-mi' und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

SttfertienM »re»;

Sie ifpaltige Garmond, eile iK deren Saum 10 $fg.

Sie 2ipalt Seite *0 Sfg.

Sie SfpattigeJeiie so $fg.

Nr. 194.

Mittwoch den 21. August

1889.

Bekanntmachungen Königl. LanLrathsamts.

Die Herren Ortsvorstände haben während der diesjährigen Herbst­übungen solche Grundstächen, welche Flurbeschädigungen ausgesetzt sind und welche nicht umzäunt und deren Betreten gesetzlich verboten ist, möglichst durch rot^e Fahnen, und solche, deren Schonung besonders erwünscht ist, durch Strohwische kenntlich machen zu lassen. Es gilt dies nament­lich für Waldanpstanzungen, Saat- und Tabacksfelder u. s. w.

Die Exerzierplätze, sowie die Felder derjenigen Gemeinden, welche von Len Manövern voraussichtlich berührt werden, müssen thunlichst vor Beginn Ler Uebungen geräumt werden.

Die Polizeiorgane und Feldhüter rc. sind zur Belehrung und Beauf­sichtigung des Publikums anzuhalten. Das Betreten bestellter Felder ist selbst dann unzulässig, wenn die Truppen darüber hinweggegangen sind.

Entstehen bei Truppenübungen Flurschäden, so fordert der Ortsvor­stand die Beschädigten zur Anmeldung ihrer Entschädigungsfordcrnngen auf und stellt letztere in einer Liste zusammen. Auch haben die Grundbesitzer Lei Vermeidung des Ausschlusses unmittelbar nach eingetretener Beschädigung letztere den Ortsvorständen anzumelden.

Die erforderlichen Formulare können auf dem landräthlichen Büreau in Empfang genommen werden. In diesem Formular sind die Kolonnen 17 auszufüllen. Kolonne 6 und 7 wird mit Blei ausgefüllt. Beschä- Ligungen, welche nicht durch die Truppenübungen selbst, sondern auf andere Weise, insbesondere dadurch entstanden sind, daß die Betheiligten das recht­zeitige Abernten unterlassen haben, begründen keinen Anspruch auf Vergütung.

Arbeiten und Aufwendungen, von welchen die Interessenten gewußt haben, daß sie durch die Truppenübungen der nächsten Tage gestört werden mußten, begründen einen Anspruch auf Schadloshaltung gleichfalls nicht.

Die Ortsvorstände derjenigen Gemeinden, in welchen Flurschäden ent­standen sind, haben dies unverzüglich hierher anzuzeigen. Das Eintreffen der Abschätzungs-Kommission wird rechtzeitig mitgetheilt werden. Die be- theiligten Grundbesitzer resp, deren Bevollmächtigte sind zu den Abschätzungs­lerminen vorzuladen.

Hanau am 10. August 1889.

Der Königliche Landrath

M. 3525 v. Oertzen.

Die Herren Bürgermeister des Kreises werden ersucht, nachstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise zur Kenntniß der Ortseinwohner zu bringen.

Hanau am 2. August 1889.

Der Königliche Landrath

V. 4961 v. Oertzen.

Landwirtschaftlicher Kreis-Verein Hanau.

Freitag den 6. September d. Js. wird in Langenselbold unter dem Vorsitz des Herrn Landrath von Oertzen die Bezirks-Aus­stellung für die Kreise Hanau Stadt und Land, Gelnhausen und Schlüchtern abgehalten.

Ausgestellt können werden: Pferde, Rindvieh und Schweine der drei Kreise, sowie landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe.

Zur Verthcilung an Prämien kommen für Pferde 300 M., für Rindvieh 600 M. und für Schweine 50 M.

Gelegentlich dieser Ausstellung findet eine Verloosung von Vieh und landwirthschaftliche» Geräthen statt. Loose sind durch den Vorstand des landwirthschaftlichen Kreisvereins in Hanau zu haben.

Den Herren Bürgermeistern des Kreises und den Vorständen der landwirthschaftlichen Krcisvereine zu Gelnhausen und Schlüchtern werden die Programme, welche alles Nähere besagen, zugesandt werden.

Der Vor st and.

Tagesschau.

Berlin, 20. August. Ihre Kaiserlichen Majestäten verließen gestern früh 9 Uhr mittelst Sonderzugs Ba^euth und trafen Nachmittags in Karlsruhe ein. Unterwegs erledigten Se. Majestät Regierungsangelegen- heiten. In Karlsruhe fand feierlicher Empfang durch die Großherzogliche Familie und die Spitzen der Militär- und Civilbehörden statt. Darauf erfolgte der Einzug in die festlich geschmückte Stadt, wo die Majestäten

durch eine Ansprache des Oberbürgermeisters begrüßt wurden. Nach dem Defiliren sämmtlicher Kriegervereine des Großherzogthums, welche 18 000 Mann stark zur Stelle waren, fand Galadiner und Abends großer Zapfen­streich statt.

Berlin, 20. August. DerPost" zufolge werden der Kaiser und die Kaiserin gegen den 20. September von Genua aus die Reise nach Griechenland antreten und von dort erst Ende Oktober zurückkehren.

Berlin, 20. August. Der Reichskanzler Fürst Bismarck ist heute Nachmittag 5 Uhr 40 Min. mit dem Grafen und der Gräfin v. Rantzau und deren Kindern und dem Geheimen Regierungsrath Rottenburg nach Friedrichsruh abgereist. DieBerl. Polit. Nachrichten" erinnern an­gesichts der Meldungen über eine partielle Ministerkrisis daran, daß erfahrungsmäßig Erörterungen über schwebende Personalfragen, wenn Mit­theilungen darüber in die Presse gelangen, meist bereits abgeschlossen seien und der Vergangenheit angehörten. (Fr. N.)

Berlin, 20. August. Der österreichische Botschafter Graf Szechenyi verläßt Berlin morgen auf längeren Urlaub und wird erst in der zweiten Hälfte des Monats Oktober wieder hier eintreffen; die Gerüchte über seine Abberufung, welche neuerdings wieder in der Presse ausgetaucht sind, ent­behren auch diesmal wieder, wie bei früheren Gelegenheiten, jeglicher Be­gründung.

Berlin, 16. August. Die Petcrsbuuger Meldung derKöln. Z.", wonach der russische Thronfolger das Kaisermannöver mitmachen wird, wird derNat.-Ztg." bestätigt. Man schreibt diesem Blatte darüber: Bei seinem Besuch in Peterhof lud Kaiser Wilhelm den russischen Thron­solger persönlich zur Theilnahme an dem diesjährigen Kaisermanöver ein. An diese Einladung muß sich aber in irgend einer Weise ein Mißver­ständniß geknüpft haben, denn die schriftliche Antwort, die aus Petersburg erwartet wurde, blieb aus, und bekanntlich fuhr der russische Thronfolger gelegentlich des Stuttgarter Jubiläums an Berlin vorbei, ohne es zu be­rühren. Die Angelegenheit scheint sich indessen in Stuttgart geklärt zu haben, und hat der Thronfolger die in Peterhof erfolgte Einladung ange­nommen. Bei den Strömungen, die am Petersburger Hof sich geltend machen, hat man bis in die letzte Zeit mit Zwischenfällen gerechnet, da namentlich auch die immer noch etwas angegriffene Gesundheit des Thron­folgers mitspielen konnte. Jedenfalls hatte man in Berlin vorgezogen, Schweigen darüber zu beobachten. Die Vorbereitungen für die Gegenwart des Thronfolgers bei den Manövern sind bereits getroffen." (F. N.)

Berlin, 20. August. S. M. KanonenbootWolf", Konimandant Kapitän-Lieutenant Credner, ist am 11. August cr. in Apia angekommen.

Berlin, 20. August. Der Besuch der Deutschen Allgemeinen Aus­stellung für Unfallverhütung war am vergangenen Sonntag der stärkste seit Eröffnung derselben. Die Zahl der Besucher betrug nahezu 36 000. Der Verkehr in den Gängen des Parks und der Zudrang zu den beson­deren Sehenswürdigkeiten, wie Theater (4000 Personen), Taucher (16 000 Personen), war ein ganz außerordentlicher.

Berlin, 20. August. Der Finanzminister kündigte folgende Schuld­verschreibungen der Bergisch-Märkischen Eisenbahn: Vierprozentige Priori­täts-Obligationen 5. Serie 1. und 2. Emission vom 24. März 1863 und 24. Oktober 1864, sowie die vierprozentigen Nordbahn-Prioritäts-Obliga- tioncn vom 17. April 1868 und 28. April 1880 zum Umtausch gegen 3'/,prozentige Staatsschuldverschreibungen. Die umzutauschenden Schuld­verschreibungen verbleiben den Inhabern mit dem bisherigen Zinsenanspruch bis zum 1. Juli 1890. Zur Konvertirung sind ferner gekündigt Berlin-Stettiner 2. und 6. Emission, Berlin-Hamburger 3. Emission, Berlin-Anhalter.

Vom rheinisch-westphâlische« Kohlenmarkt wird derKöln. V. Z." unterm 18. August geschrieben: Der Kohlenmarkt scheint nach und nach wieder etwas festere Gestalt zu gewinnen. Wenigstens haben sich die Werke mehrfach dazu herbeigelassen, die laufenden festen Abschlüsse zu er­neuern, wobei durchgehends die erhöhten Tagespreise erzielt wurden. Einzel­aufträge werden dagegen immer noch nur mit kurzen Lieferfristen zu festen Notirungen übernommen und Preisgebote auf Zeit noch vermieden, da man hierfür theilweise weitere Erhöhungen mit Beginn des Herbstgeschäftes er­zielen zu können hofft. In Coaks und Coakskohle sind weitere sehr um­fangreiche Geschäfte zu Stande gekommen und Aenderungen in den hierfür gemeldeten Preissätzen nicht erfolgt. Jedoch ist zu bemerken, daß die, Ver­träge von längerer Dauer, namentlich in Coakskohlen, etwas günstiger für