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JugLeich Amtttches Organ für SicröL- und Lanö kreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Nr. 174. Montag den -9. Zull

liWMEi'aaaaBMMaMatMgMaBMMrHHWiirtw^dBaBwan aaaaaMBa DieNst-Nachrichten aus dem Kreise.

Gefunden: Eine Taschenuhr. Ein Hundehalsband. Zwei Halb- mond-Brochcu.

Verloren: Ein Trauring. Eine Hundehalsband mit Marke und Schlößchen.

Hanau am 29. Juli 1889.

Attsschreiben Königlicher Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M.

12403 B. J. 2084/89. Ueber den Aufenthalt des Reisenden Friedrich Nebel, zuletzt hier wohnhaft, wird Auskunft begehrt.

13157 B. J. 1949/89. Das Ausschreiben vom 23. Mai d. I. gegen die Dienstmagd Sabine Stolz von Gichenbach ist erledigt.

Frankfurt a. M. den 24. Juli 1889.

10954 A. J. 2277/89. Der am 3. Juli 1889 gegen den Schlosser Max Eifeler aus Dresden erlassene Steckbrief ist erledigt.

B. 12486. N. 1215/88. Das am 18. Januar 1889 er­lassene Ausschreiben gegen den Küfer Peter Schwarz von Frankenthal wird erneuert.

12485 B. N. 194/88. Das am 20. September 1888 er­lassene Ausschreiben gegen den Koch Friedrich Hesse aus Jestädt wird erneuert.

11067 A. J. 1773/89. Der Steckbrief vom 1. Mai d. I. gegen den Hausburschen Christian Adolf Belschner von hier ist erledigt.

12569 B. N. 701/89. Das am 23. Juli 1889 gegen den Kupferschmied Georg Laun aus Kelsterbach erlassene Ansschreiben ist erledigt.

Frankfurt a. M. den 26. Juli 1889.

Steckbrief.

6403 C. M. 105/89. Der Taglöhner Christoph Laurentius Schäfer, geboren am 10. November 1855 zu Petersberg, ist durch Urtheil der Strafkammer des hiesigen Königlichen Landgerichts vom 27. Mai 1889 wegen Kuppelei zu einer Gefängnißstrafe von drei Monaten rechtskräftig verurtheilt worden und hat sich dem Vollzüge dieser Strafe durch die Flucht entzogen.

Es wird ersucht, auf denselben zu fahnden, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich hierher Nachricht zu geben.

Frankfurt a. M. den 26. Juli 1889.

Königliche Staatsanwaltschaft.

Tagesschau.

Berlin, 27. Juli. Se. Majestät der Kaiser und König sind heute Vormittag 11'/« Uhr, wie derR. u. St.-A." aus Wilhelmshaven mel­det, an Bord der AachtHohenzollern" im neuen Hafen daselbst wohlbe­halten eingetroffen. Gleichzeitig traf auch der AvisoGreif" ein, der auf der Rhede vor Anker ging, während dieHohenzollern" an der Schleuse anlegte. Die Schiffe des in Wilhelmshaven befindlichen Geschwaders und die Strandbatterien salutirten, die aufgestellte Ehren-Kompagnie präsentirte, die Musikkapelle spielte deu Präseutirmarsch und die Nationalhymne. Der kommandirende Admiral Freiherr von der Goltz und die Admirale Heusner, Paschen und v. Kall begaben sich zu Sr. Majestät dem Kaiser an Bord. Um 12 Uhr verholte dieHohenzollern" auf die Werft mit großem Flag- genfchmuck. Das Wetter war prächtig.

Kaiser Wilhelm verblieb, nach denFr. N.", Nachmitags, mit Regierungsarbeiten beschäftigt, an Bord derHohenzollern" und nimmt im Ofstzrerkastno an dem Stabsoffizier-Essen theil. Dem Vernehmen nach ist der Chef der Manöverflotte, Kontre-Admiral von Kall, zum Vice-Admiral befördert worden.

®e "A< Z " scheibt - Die Kaiserin wird demnächst eine besondere Leibgarde erhalten, bestehend aus einem Lieutenant und 22 Berittenen, die aus dem Regiment Gardes du Korps und den Kuirassierregimentern aus­erlesen werden und eine besondere Uniform tragen sollen. Die Leibgarde wird gemeinschaftlich mit der Leibgcndarmerie und dem Generalkommando des Gardekorps die Räume und Stallungen der bisherigen Garde du Korps-Kaserne beziehen, da die hiesige Schwadron des Garde du Korps-

1888.

Regiments zusammen mit der Charlottenburger jetzt nach Potsdam verlegt wird.

Berlin. Der frühere sozialdemokratische Stadtverordnete Mitau ist, wie derVolksztg." mitgetheilt wird, durch Erbschaft in den Besitz eines Vermögens von 70 000 M. gelangt. Er beabsichtigt in Folge dessen sein Restaurationsgeschäft aufzugeben, sowie der politischen Thätigkeit zu entsagen und ein stilles Rentnerleben zu führen.

KattoMih, 27. Juli. Der Reichskanzler gestattete auf telegra­phisches Bittgesuch den Viehgroßhändlern die Einfuhr von Schwarzvieh über Sosnowice und ordnete gleichzeitig für den oberschlesischen Jndustriebezirk den Fortbestand der bisherigen Einfuhrregeln an.

Schlvei-nih, 28. Juli. Gestern Abend beendigte das hiesige Schwurgericht die Verhandlungen gegen die dritte Gruppe der anläßlich der Waldenburger Exzesse Angeklagten. Die Rädelsführer Tagearbeiter Leicht­mann und Schlepper Förster mürben wegen schweren Landfriedcnsbruches zu je 5 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust, der Schlepper Sprin­ger zu 4 Jähren" der Schlepper Paul Klesse zu 3 Jahren, Schlepper Franz Klesse zu 44/s Jahren, Schlepper Freytag zu 3 Jähren, Schlepper Zeisbrich zu 2 Jahren, Schlepper Weid zu 3 Jahren Zuchthaus mit ent­sprechendem Ehrverlust verurtheilt. 16 Angeklagte erhielten unter Annahme mildernder Umstände eine Gefüngnißstrafe von 1 bis 3 Jahren, 11 Ange­klagte wurden wegen einfachen Landfriedensbruches zu 1 bis l1^ Jahren Gefängniß verurtheilt. 9 Angeklagte wurden freigesprochen. (Fr. I.)

Posen, 27. Juli. (K. Z.) Die Verhandlungen zwischen Erzbischof Dinder und der preußischen Regierung sind sicherm Vernehmen nach jetzt so weit gediehen, daß schon für die nächste Zeit das Eintreffen der könig­lichen Genehmigung zur Wiedereröffnung des Priesterseminars zu erwar­ten steht.

Esten, 27 Juli. Die heutige Gewerken-Versammlung der großen ZecheConsolidation" bei Schalke, bestehend aus 4 Schächten, genehmigte einstimmig die Umwandlung in eine Bergwerks-Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von 16 Millionen Mark.

Hamburg, 27. Juli. Der neue Hamburger Schnelldampfer Columbia" ist nach einer Reise von 6 Tagen 19 Stunden von Sout­hampton in Ncw-Aork eingetroffen. Es ist diese die schnellste Reise, welche je gemacht worden ist.

Pyrmont, 27. Juli. Die Königin von Holland, der Herzog von von Nassau, die Herzogin von Albany, der Prinz Wilhelm von Wütttem- berg, die Fürsten von Lippe-Schaumburg und -Detmold und viele andere hohe Persönlichkeiten sind hier zu einer Familienfeier eingetroffen.

München, 27. Juli. Heute Vormittag trafen in kurzen Zwischen­räumen drei Extrazüge mit Turnern aus Berlin und Norddcutschland hier ein, welche auf dem festlich geschmückten Central-Bahnhof begeistert empfan­gen wurden. Es folgte darauf der festliche Einzug der Gäste mit Hunder­ten von Fahnen und unter Musik durch die reich beflaggten und mit Laub geschmückten Straßen in die Stadt und zu den Massenquartieren. Nachmit- tags treffen die Süddeutschen, die Rheinländer und eine große Anzahl Aus­länder ein.

Kissing en, 27. Juli. Die Kaiserin ist mit ihren vier Söhnen heute Nachmittag 2 Uhr 10 Min. nach Wilhelmshöhe abgereist. (Fr. N.)

Karlsruhe, 27. Juli. Beim Erbgroßherzog ist das Fieber mehr zurückgegangen, Katarrh und Husten haben gleichfalls abgenommen, so daß die Nacht recht gut verlief.

Wien, 27. Juli. Der offizielle Saatenstands- und Erntebericht bezeichnet das Jahr 1889 für den weitaus größeren Theil von Galizien und fast ganz Schlesien als ein vollständiges Mißjahr, für den größeren Theil von Böhmen und Mähren als ein ungünstiges oder minder günstiges Jahr, dagegen für Tyrol als den gesegnetsten Theil seit einem Dezennium; für die übrigen Alpen- und Karstlünder als ein gutes. Die Rapsernte ist eine ungünstige, unter der Hälfte einer Durchschnittsernte. Die Zucker­rübe zeigt größteutheils einen befriedigenden Stand. Hopfen läßt in Steier­mark eine gute, in Böhmen eine mittlere, in Galizien eine schwach mittlere bis schlechte Ernte erwarten. (Fr. N.)

Bern, 27. Juli. Wie dasBerner Tageblatt" meldet, ist die Zahl der Unterschriften, durch welche ein Referendum gegen das von der Bundes- versammlung erlassene Bundesgesetz über das Betreibungs- und Konkurs- verfahren verlangt wird, auf beinahe 50,000 gestiegen. Er wird- infolge dessen die Volksabstimmung stattzufinden haben.