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Hammer Anzeiger.
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Nr. 171. Donnerstag den 25. Juli 1889.
BekannLmschungen König!. LandraLhsamts.
Bei den Unteroffizier-Schulen zu Potsdam, Marienwerder und Biebrich können im Oktober d. J. noch Freiwillige zur Einstellung gelangen. Anmeldungen hierzu können bei dem Königlichen Bezirks-Kommando zu Frankfurt a/M. stattfinden.
Hanau am 24. Juli 1889.
Der Königliche Landrath
M. 3324 » v. Oertzen.
Diejenigen Militairpflichtigen hiesiger Stadt, welche bei dem diesjährigen Ober-Ersatzgeschäft dem Landsturm überwiesen, oder als dauernd untauglich anerkannt worden sind, haben ihre bezüglichen Scheine innerhalb -vei Tagen beim hiesigen Meldeamte in Empfang zu nehmen.
Hanau am 23. Juli 1889.
Der Oberbürgermeister.
________________________I. V.: gez. Heraeus.______________________
Altsschreibeil Königlicher Staatsanwaltschaft
, zu Frankfurt a. M.
I 12314 B. — J. 2800/89. Ueber den Aufenthalt des Schlossers Michael Georg Breit, geb. 24. September 1871 zu Fürth, wird Auskunft begehrt.
£ B. 13144. — N. 383/89. Ueber den Aufenthalt des Schülers Philipp Kern, geboren am 15. Juli 1876 zu Hanau, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a. M. den 22. Juli 1889.
12391 B. — N. 701/89. Ueber den Aufenthalt des Kupferschmieds Georg Laun (Zeuge), geboren am 5. Juni 1856 zu Kelsterbach, ; wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a. M. den 23. Juli 1889.
t Deutsche Kapitalanlagen in Rußland.
An dem jüngsten russischen Konvertirungsgeschäft hat sich nach Angabe der Börsenblätter von den deutschen Besitzern russischer Obligationen ungefähr der vierte Theil betheiligt. Da die deutsche Betheiligung sich nach , Petersburger Angaben auf ca. 30 Millionen Mark beläuft, die im Wesentlichen von den Bankhäusern aus dem eigenen oder vorher angekauften Material zum Umtausch angemeldet worden sind, so würden die anderen drei Viertel — 90 Millionen Mark baar zurückgefordert worden sein, ein sicherlich recht beachtenswerther Erfolg in dem Bestreben, deutsches Kapital soviel als möglich aus Rußland zurückzuziehen. Wie nothwendig dies ist, erhellt von Neuem aus einer Notiz der „National-Zeitung" vom 15. d. Mts. Die russische Maschinenbaugesellschaft, welche s. Zt. gegründet wurde, um Rußland in der Beschaffung von Lokomotiven und landwirthschaftlichen Maschinen vom Auslande unabhängiger zu machen, ist in Konkurs gerathen. Auf die.Immobilien dieser Gesellschaft wurden s. Zt. durch Vermittelung eines Königsberger Bankhauses sechsprozentige Obligationen zum Kurse von 92o/o ausgegeben und zur ersten Stelle hypothekarisch eingetragen. Nun müssen nach russischem Gesetz alle Forderungen an eine Gesellschaft in einer bestimmten Frist bei der Konkursmasse angemeldet werden, der Termin, zu welchem diese Frist abläuft, ist aber im vorliegenden Falle in deutschen Blättern gar nicht bekannt gegeben worden, obwohl man russischerseits wissen mußte, daß die betreffenden Obligationen sich zum größten Theil in deutschen Händen befinden. Als nun einer dieser Obligationenbesitzer sich deshalb an das russische Gericht wendete, erhielt er zur Antwort, daß der Anmelde-
I Termin seit 8 Tagen abgelaufen und eine nachträgliche Anmeldung nicht statthaft sei. Damit schweben denn 800 Stück Obligationen mit 480 000 völlig in der Luft. Mit Recht bemerkt die „National-Zeitung" dazu: „Es erscheint uns als eine schreiende Ungerechtigkeit, daß man in Rußland Anleiheschulden in solcher Weise be- ?^" .blt sind damit den Kredit von Obligationen aller K U $ a”1 .E? kommt hinzu, daß das russische Recht im vorliegen- den ^alle zu dem hiesigen Recht im Widerspruch steht. Nach unserem Recht tonnen Forderungen, welche als bevorrechtete gelten, erst angemeldet werden, wenn der Ausfall an der Hypothek durch die stattgehabte Sub- hasiation fesigestellt ist. Die Subhastation der fraglichen Immobilien hat aber in Rußland noch gar nicht stattgefunden, die deutschen Obligationen: bescher handelten mithin in gutem Glauben, als sie, ohne Kenntniß des Anmeldetermins, ihre Forderung unangemeldet ließen. Das gleiche Schicksal
können natürlich auch die deutschen Besitzer russischer Eiscubahnobligatiouen jeden Tag haben, sobald eine Eisenbahn in Konkurs geräth oder irgend eine Bekanntmachung, weil sie nur in russischen Blättern erscheint, hier nicht bekannt oder übersehen wird.
Ein derartiger Vorgang ist daher abermals eine recht ernste Mahnung zur Abstoßung aller russischen Papiere, gleichviel wie sie heißen. Rußland selbst scheint übrigens seinerseits grundsätzlich auf seine wirthschaftlichen Beziehungen zu Deutschland mehr und mehr zu verzichten. Wie aus Schlesien gemeldet wird, hat General-Gouverneur Gurko in Warschau die russische Zollkammer in Soßnowice angewiesen, 140 namentlich verzeichnete schlesische Kaufleute nicht mehr in Rußland einzulassen. Aus dem Allem geht überzeugend hervor, daß, während sonst die wirthschaftlichen Berührungen zweier Länder ein Moment der Annäherung und Befreundung bilden, sie zwischen Deutschland und Rußland bei der in Rußland eingeschlagenen Richtung nur zu einer Spannung führen, welcher im Interesse der deutschen Kapitalisten lediglich durch einen vollständigen Verzicht auf Anlagen in russischen Werthen irgend welcher Art entgegengewirkt werden kann.
1 Viertes Ergebniß der sogenannten lex Hnene.
Aus dem Ertrage der Getreide- und Viehzölle
für das Etatsjahr
1888/89 entfällt auf Preußen die Summe von . .
44 585 255
M.
Nach Abzug
des der Staatskasse verbleibenden
Betrages von
.....
15 000 000
kommen somit zur Vertheiluug an die Kreisverbände rc.
29 585 255
M.
Hiervon treffen auf
1. die
Provinz Ostpreußen ....
. 1 674 403
M.
2. „
„ Westpreußen ....
. 1 242 123
ff
3. „
Stadt Berlin......
. 2 101 596
4. „
Provinz Brandenburg....
. 2 363 642
ff
5. „
„ Pommern.....
. 1 604 769
ff
6. „
„ Posen.....
. 1 480 673
ff
7. „
„ Schlesien.....
. 3 774 878
ff
8. „
„ Sachsen .....
. 2 936 761
ff
9. „
„ Schleswig-Holstein > .
. 1 684 005
ff
10. „
„ Hannover.....
. 2 555 386
11. „
„ Westfalen.....
. 2 064 776
12. „
„ Hessen-Nassau .
. 1 73 2 725
13. „
„ Rheinland.....
. 4 304 461
ff
14. „
Hohenzollernschen Lande . . .
65 057
ff
Zusammen wie oben 29 585 255 M.
Tagesschau.
Berlin, 24. Juli. Se. Majestät der Kaiser und König passir- ten gestern Nachmittag gegen 3 Uhr den Eingang in den Trondhjem- Fjord, empfingen die Post vom Aviso „Greif", tauschten um 8 Uhr Abends bei Christiansund Depeschen aus und setzten in bestem Wohlsein bei ziemlich gutem Wetter die Reise nach Bergen fort.
Berlin, 24. Juli. Da jetzt feststeht, daß sich der Kaiser am 31. d. M. nach Wilhelmshafen an der Spitze eines größeren Geschwaders nach England einschiffen wird, so ist wohl mit Bestimmtheit anzunehmen, daß der Kaiser vorher nicht mehr nach Berlin komnien wird.
Berlin, 24. Juli. Der preußische Gesandte beim päpstlichen Stuhle, Wirkliche Geheime Rath Dr. v. Schlözer, hat einen Urlaub an getreten . für die Dauer seiner Abwesenheit von Rom fungirt der Legationssekretär' v. Reichenau als interimistischer Geschäftsträger.
Berlin, 24. Juli. Der Seine-Präfekt wird heute Abend hier erwartet. Derselbe wird sich einige Tage hier aufhalten, um mit der deutschen Regierung und der französischen Botschaft die endgültigen Bestimmungen bezüglich der Aeußerlichkeiten der Ueberführung der Ueberreste Carnots nach Frankreich zu vereinbaren.
Berlin, 23. Juli. Ein konservatives Blatt aus dein Osten erzählt, daß der ehemalige Kriegsminister von Bronsart in einem Toaste geäußert habe, die Kriegsbesorgnisse seien unbegründet; eine Störung des Friedens stehe nicht in Aussicht. Daß Herr von Bronsart diese Erklärung grade in dem exponirten Ostpreußen abgeben konnte, erhöht nur ihre Wichtigkeit, zumal dem Redner zuzutrauen ist, daß er, der vor kurzem erst aus dem