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Nr. 163.

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Dienstag den 16. Juli

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30 $fg.

1669.

BekanntmachungeN Königs. Landrathsamts.

Die Maul- und Klauenseuche unter der Gemeindeschäferei zu Langen- . selbold ist erloschen und werden die angeordneten Schutzmaßregeln hierdurch aufgehoben.

Hanau am 15. Juli 1889.

Der Königliche Landrath.

V. 4557 I. V.: Baabe.

Tagesschau.

Berlin, 15. Juli. DieNorddeutsche Allg. Ztg." erklärt in einer Polemik gegen dieHamburger Nachrichten" anläßlich des Artikels des letztgenannten Blattes, betreffend die Beziehungen des Reichskanzlers zum Grafen Waldersee, daß derlei eitle Konjektur nicht widerlegt werde, weil sie einfach aus der Luft gegriffen sei und jeder thatsächlichen Begründung ermangele.

Kiel, 14. Juli. Briefsendunger für die Torpedobootsflottille AvisoBlitz", Divisionsboat D 3, Torpedoboote 8 24, 8 25, 8 28, 8 29, 8 30, 8 31 (1. Division), Divisionsboot D 5, Torpedoboote 8 34, S 35, 8 36, 8 39, 8 40, 8 41 (2. Division)' sind zu richten: bis 25. Juli nach Swinemünde, bis 31. Juli nach Kiel, vom 1. August bis auf weiteres nach Wilhelmshafen. Für S. M. Schiffsjungen-Schulschiff Ariadne" sind Briefsendungen zu richten bis 2. August nach Vigio (Spanien) über Stendal-Köln-Paris.

Kiel, 15. Juli. Die deutsche Tiefsee-Expedition unter Leitung des Geheimraths Hensen verließ heute Vormittag gegen 11 Uhr an Bord des DampfersNational" unter den lauten Hurrahs der akademischen Jugend und einer zahlreichen Volksmenge den Hafen. An Bord des Schiffes be- i fanden sich Minister v. Goßler, der Oberpräsident, der Vizeadmiral Knorr, Professor Esmarch mit Gemahlin, der Kurator der Universität, mehrere Professoren und der Bürgermeister, die bis Bülk mitfuhren. Auch der DampferFrieda" mit zahlreichen Pasfagieren begleitete denNational" aus dem Hafen. Der Kultusminister geht von Bülk per Dampfer nach Eckernförde. (Fr. N.)

Essen a. Rh., 14. Juli. Heute früh 7 Uhr wurde das vom J Professor Schaper (Berlin) im Auftrage der Stadt Essen geschaffene Stand­bild des verstorbenen Geheimen Kommerzienraths Alfred Krupp feierlich enthüllt. Geheimer Kommerzienrath Friedrich Alfred Krupp nebst Familie, der Regierungs-Präsident von Berlepsch, die städtische Vertretung, zahlreiche Offiziere, das Direktorium der Firma Fr. Krupp, Meister- und Arbeiter- Deputationen des Krupp'schen Werks, sowie viele Bürger der Stadt nah­men an der Feier Theil, bei welcher Professor Schaper und Oberbürger­meister Zweigert Reden hielten.

Essen, 15. Juli. Bei der gestern in Bochum stattgehabten Ver­sammlung von Bergarbeitern, welche Delegirte aus den Bezirken Dortmund, Essen, Bochum und Gelsenkirchen besuchten, wurde einstimmig beschlossen, die in der Delegirtenversammlung vom 19. Mai festgesetzte zweimonatliche Frist zur Regelung der Wünsche und Forderungen der Bergleute auf un­bestimmte Zeit zu verlängern. (Rh. K.)

Dortmund, 15. Juli. Die Strafkammer verurtheilte den Bahn­nachtwächter Levermann, welcher seit langen Jahren den Bahnhof-Restaura­teur bestohlen, zu fünf Jahren Zuchthaus. Die Schwester des L., die Frau Vollbrecht, erhielt wegen Hehlerei zwei Jahre Zuchthaus. Als bei Lever- mann Haussuchung gehalten wurde, fand die Polizei u. a. gegen 140 Wischtücher und Servietten, 123 leere und 77 gefüllte Weinstaschen.

Stuttgart, 15. Juli. (K. Z.) Bei dem vorgestrigen furchtbaren Gewitter st chug in Friedrichshafen der Blitz wenige Schritte vom König ein, welcher sich unter dem Vordach seines Arbeitszimmers befand. Der Strahl traf eine Akazie und legte deren Wurzeln blos. Der Hagelschlag richtete im Lande ungeheuren Schaden an.

Karlsruhe, 15. Juli. Der Erbgroßherzog ist an einer katarrhali­schen Erkältung mit entzündlicher Reizung der Luftröhre erkrankt. Heftiges Fieber ist eingetreten. Der Großherzog und die Großherzogin verschieben ihre Abreise nach Mainau, um den Verlaus der Krankheit abzuwarten

®^ 15- Juli. Die Kaiserin Elisabeth ist heute Nachmittag 33/4 Uhr in bestem Wohlsein hier eingetroffen.

Amsterdam, 14. Juli. Nur.drei Tage blieb die Zweite Kammer

zusammen, um sich bis zum 20. August wieder zu vertagen, doch kam es zu einer bemerkenswerthen Verhandlung. Der Abgeordnete Major Seyffardt hatte den Antrag gestellt, drei Jahrgänge, die an der Reihe sind, beurlaubt zu werden, noch ein weiteres Jahr unter Waffen zu behalten, wodurch die Stärke des niederländischen Heeres um 17000 Mann vermehrt würde, was angesichts des allgemeinen Zustandes in Europa eine dringende Forderung der Selbsterhaltung sei. Der Kriegsminister Bergansius bekämpfte den An­trag, weil es unmöglich sei, für diese plötzliche Vermehrung die nöthigen Cadres zu beschaffen, und verlangte nur einen Jahrgang. Die Kammer stimmte letzterer Forderung zu. (K. Z.)

Globus, 15. Juli. (K. Z.) Infolge schweren Gewitters trat am Samstag Abend der Wildbach zwischen den Dörfern Mülödi und Schwanden aus und wälzte ungeheure Schuttmasfen in die Linth, dadurch wurde die Linth in ihrem Lause gehemmt und trat im engen Linththal aus. Das Dorf Mitlödi wurde überschwemmt, Eisenbahn, Straßen und Brücken sind zerstört, viele Häuser unterwühlt. Der Schaden ist sehr beträchtlich.

DLontheim, 15. Juli. Kaiser Wilhelm ist, nach denFr. N.", gestern früh gegen 6 Uhr im besten Wohlsein bei prachvollem Wetter vor Drontheim angclangt. Um 902 Uhr Vormittags hielt der Kaiser eine Musterung der Schiffsmannschaft und um 10 Uhr persönlich Gottesdienst ab. Abends 'l Uhr begab sich der Kaiser an das Land, von der Bevöl­kerung sympathisch begrüßt. Der Kaiser besichtigte den Dom eingehend und nahm sodann den Thee bei dem Konsul Jensen. Heute erfolgt die Weiter­fahrt nach Bodoe gegen ein Uhr nach Erledigung der Kouriersendung. Von Bodoe geht die Fahrt nach Hammerfest und dein Nordcap.

Die SaÄh Acton, welche sich am Samstag im Starnberger See in einem Anfall von Geistesstörung ertränkt hat, war die einzige Tochter des berühmten österreichischen Generals der Kavallerie Frhrn. v. Gablenz, des Helden von Oberselk und Oeversee, von Trautenau u. s. w., der sich gleichfalls in einem Schwermuthsanfalle in Zürich am 28. Januar 1874 getöbtet hatte.^ Lady Acton, die vor Kurzem erst ihr 30. Lebensjahr vol- leribet, hatte sich am 30. November 1877 zu Venedig mit einem italienischen Linienschiffskapitän Gustav Baron Acton vermählt, aber ihren Gatten nach 2 Vs jähriger Ehe verloren. Seitdem lebte sie in Venedig. (K. Z )

Paris, 15. Juli. Gestern Abend fanden anläßlich der Jubelfeier des Bastilleslurmes in allen Stadtvierteln Festlichkeiten statt, welche ohne Störung verliefen. An den Fenstern des Bureaus der Patriotenliga waren Transparente angebracht, welche General Boulanger darstellten. Die vor­überziehende Menge begrüßte diese Transparente mit Zischen, Pfeifen und höhnischen Rufen.

Paris, 15. Juli. Der Senat berieth den Gesetzentwurf gegen die Vielkandidaturen. Buffet wies auf die ernste Bedeutung der Frage hin. Kerdret bekänipft den Entwurf als unwirksam, wie auch Brisson ausgesprochen habe, daß das Volk genöthigt sein werde, zu den Waffen zu greifen. (Lebhafte Unterbrechungen, zustimmende Zurufe links.) Der Präsident Leroyer erwidert, Brison habe sagen wollen, wenn der Wahlzettel nicht aus- reiche, um dem Gesetze Achtung zu verschaffen, würde der Appell an die Waffen nothwendig sein. (Anhaltender Beifall links.) Der Gesetzentwurf wird schließlich mit 212 gegen 64 Stimmen angenommen. An dem heute eröffneten Sozialistenkongreß nahmen 81 Pariser Delegirte, 108 ans den Departements und 189 Ausländische Theil; unter den Ausländischen 82 Deutsche, darunter die den Reichstage angehörigen Sozialisten. Liebknecht sagte, die Arbeiterschaft Deutschlands unb Frankreichs vereinigt sich in dem Kongreß, der nicht ein Kongreß von Ideologen ist, sondern vielmehr ein Allianzpakt, den wir abschließen, und der Wirkung haben wird in der ganzen Welt. (F. N.)

In Saint Fargeau brachte am Samstag D^roulède auf einem boulangistischen Bankett einen Trinkspruch auf die mehrfache Kandidatur aus »lnd ließ in seiner Rede erkennen, daß Boulanger sich in allen Arrondisse­ments von Paris als Kandidat aufstellen lassen werde. (Führt Boulanger diese Absicht aus, so sind nach dem neuen Gesetz alle für ihn abgegebenen Stimmen ungültig.)

Londoit. Im Buckingham Palast werden gegenwärtig die Vor­bereitungen zu der am 27. d. M. daselbst stattfindenden Vermählung der Prinzessin Louise von Wales mit dem Earl von Fife getroffen. Arbeiter sind Tag und Nacht mit der Ausschmückung und Erneuerung der kleinen seit mehreren Jahrzehnten nicht benutzten Schloßkapelle, welche kaum für