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Nr. 158.

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Iugteich Amiciches @>rgan für SLcröt- unö Landkreis Kancru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Preis:

Die Ifpalttge Barmondzeile >t deren Raum

10 «fg.

Die 2 Watt. Seife

20 «fg.

Die 3f»altige3«le

30 Pfg

Mittwoch den 10. Juli

1889.

Bânntmschungen Königl. Landrathsamts.

Die nachfolgenden Polizeiverordnungen werden hiermit in Erinnerung / gebracht.

Hanau am 8. Juni 1889.

Der Königliche Landrath

v. O e r tz e n.

Das Begießen der Straßen soll bei anhaltender großer Hitze täglich wenigstens einmal mit frischem Wasser mittelst Gießkanne stattfinden. Für die Befolgung dieser Anordnung ist der Hauseigenthümer bezw. da, wo diese die Häuser nicht selbst bewohnen, die Bewohner des unteren Stocks verantwortlich. Auch sollen die Rinnen der Straßen gehörig gereinigt werden. Str. 50 Pf. bis 1 M. Das Begießen soll laut Bekanntmachung des Königl. Landrathsamtes v. 7./6. 77 (Hanauer Anzeiger) in der Zeit von Abends 68 Uhr geschehen.

In der Zeit vom 15. März bis 1. November des Jahres sind bei trockener Witterung die Trottoirs und Straßen vor dem Kehren mit Wasser derart zu besprengen, daß ein Aufwirbeln von Staub nicht stattfinden kann. Str. 1 bis 9 M

Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.

Verloren: Ein Zehn-Markstück.

Gefunden: Ein einzelner Handschuh (linker). Ein Theil von einer Chaisen Laterne. Ein Portemonnaie mit Geld.

Hanau am 10. Juli 1889.

Tagesschau.

Berlin, 9. Juli. DerR. u. St.-A." Nr. 160 veröffentlicht: Gesetz, betreffend Abänderungen des Gesetzes über die Erweiterung, Um­wandlung und Neucrrichtung von Wittwen- und Waisenkassen für Elemen- tarlehrer vom 22. Dezember 1869 (Gesetz-Samml. von 1870 S. 1), vom 19. Juni 1889.

Berlin, 8. Juli. Ueber das Befinden des Kaisers während seines Aufenthalts in Norwegen lauten die Nachrichten, welche am hiesigen Hofe kingegangen sind, durchaus erfreulich. Der Aufenthalt in der stärkenden " , nordischen Luft bekommt dem Kaiser vortrefflich, und es ist deshalb anzu- st < nehmen, daß der Kaiser die für diesen Aufenthalt bestimmte Zeit bis zur äußersten Grenze ausnutzen werde. Ist auch im großen und ganzen über I den Erholungsaufenthalt des Kaisers Verfügung getroffen, so ist doch immer- * hin die Möglichkeit offen gehalten, bezüglich der letzten Tage eine Ausdehnung oder Aenderung eintreten zu lassen.

, & Berlin, 9. Juli. Die Ankunft unsers Kaisercs in Wilhelmshaven J wird, nach derK. Z/, am 29. Juli, Mittags, erwartet. Dort wird der Kaiser an der Feier der Nagelung und der Weihe der von ihm dem zweiten Seebataillon verlieheneu Fahne thcilnehnien und demnächst die Reise ; _ nach England antreten.

Berlin, 8. Juli. Das Befinden des Reichskanzlers soll, soweit Dp Jnstn, hört, recht leidlich sein. Ueber seine Reisepläne verlautet nichts Zu- 27 verlässiges, doch nimmt man an, daß er zur Zeit der Anwesenheit "des x' Kaisers Franz Joseph in Berlin hier sein und sich alsdann, also Mitte August, nach Kissingen begeben wird. (K. Z.)

f . Berlin, 9. Juli. S. M. KanonenbootHyäne", Kommandant : Kapitän-Lieutenant Zeye, ist am 8. Juli in Kapstadt eingetroffen und beab- sG. fichtigt am 9. August er. wieder in See zu gehen.

Berlin, 8. Juli. Mehrere Oberpostdirektioncn sind, insbesondere von Handelskammern, angegangen worden, dahin zu wirken, daß der Rück- gesu rauf von Freimarken durch die Postanstalteu zulässig werde. Bekanntlich bitte schickt mancher Freimarken statt Geld in Briefen ein, weil ihm das Porto £ vti Postanweisungsscndungen unverhältnismäßig hoch erscheint oder weil er M11^ sp""" will; der Empfänger hat aber nicht immer Verwendung die Freimarken, und das ist es, was die erwähnten Gesuche hcrbeige- führt hat. Die zuständige Behörde scheint aber entschlossen, diesen Gesuchen unter keinen Umständen zu entsprechen, weil damit die Freimarken als ge­setzliches Zahlungsmittel erklärt werden würden. Erst neuerdings ist dies «n leitender Stelle ausgesprochen worden. rM K.)

Berlin, 9. Juli. DieBerl. Polit. Nachr." melden: Personal- «eranderungen in den Eisenbahnabtheilungen des Arbeitsministeriums sind

erfolgt, aber die Abtheilung für die technischen Angelegenheiten und die Verwaltung der Staatseisenbahnen ist unverändert geblieben. Der Abthei­lung für die Verkehrsangelegenheiten der Staatsbahnen sind das Tarifwesen, das Betriebsreglement, die Fahrplansachen, die Wagendisposition und die übrigen Angelegenheiten des Verkehrs, einschließlich des Militärverkehrs und der Zollsachen, zugetheilt unter der Leitung des Ministerialdirektors Fleck. Die übrigen Verwaltungsangelegenheiten sind zugleich mit der Staats a lfsicht über die Privatbahnen der Abtheilung für die Staatsauf­sicht über die Privatbahnen und für allgemeine Verwaltungsangelegen­heiten der Staatsbahnen zugetheilt, unter Leitung des Ministerialdirektors Brefeld. (Fr. N.)

Aachen, 8. Juli. Bei der Anwesenheit des Weihbischofs Dr. Fischer auf Schloß Elfum bei Wassenberg ist nach demRH. M." ein Unglück passirt. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften hatten dem Bischof einen Fackelzug gebracht und viele Zuschauer sich bei dem Schlosse eingefunden. Plötzlich ertönte ein Schreckensruf, die zum Schlosse führende Brücke war mit ca. 150 Personen eingestürzt. Vierzig davon waren so schwer verletzt, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußten. Die klebrigen erlitten zum Theil kleine Quetschungen rc.

Brannschweig, 8. Juli. Regierungsrath Lehmann, bisher Mit­glied des Betriebsamts Frankfurt am Main, ist zum Direktor des hiesigen Eisenbahnbetriebsamts ernannt worden. (K. Z.)

München, 9. Juli. (K. Z.) Die Aufräumungsarbeiten in Röhr­moos sind vollendet. Die Untersuchung erstreckt sich auf deu flüchtigen Hülfsweicheusteller Seidl, den diensthabenden Beamten, welcher die Kontrole der Weichenstellung versäumt hat, sowie deu Führer der ersten PÄomäes welcher^ die Lugnalscheibe der falschgestellten Weiche zu spät wahrgenommen haben soll. Die Besserung der Verwundeten schreitet fort, sodaß außer den neun bisherigen Todesfällen weitere nicht wahrscheinlich sind. Ueber baë Unglück bei Röhrmoos melden dieNeuesten Nachrichten", daß bis zum Eintreffen des Münchener Hülfszuges die unverletzten Reisenden, Post­beamte und Bauern sich eifrig um die Bergung der Verwundeten bemüht haben. Eine besonders rührige Thätigkeit entwickelte dabei ein Herr Am­rhein aus Crefeld.

Wien, 8. Juli. Die Oesterreichische Staatsbahngesellschaft führt nach derK. Z." aus Wettbewerbsrücksichten am 1. August auf den Strecken Pest-Wien, Pest-Szegedin, Pest-Temcsvar den Zonentarif der ungarischen Staatsbahnenpersonentarife ein. Die übrigen Strecken werden unter Beibehaltung des bisherigen Systems ermäßigt, ebenso die Gepäcks­preise ermäßigt. Rückfahrkarten und Freigepäck werden auf sämmtlichen Linien abgeschafft.

Wien, 9. Juli. In der ungarischen Delegation betonte bei der Berathung des Budgets des Aeußereu der Referent Dr. Falk, indem er hervorhob, daß gegenwärtig alle europäischen Großmächte wenigstens offiziell eine Politik der Vertragstreue akzeptirten, daß diese Uebereinstimmung der Basis es ermögliche, mit allen Mächten gute Beziehungen zu unterhalten; damit seien aber auch klar die Bedingungen für die Stabilität dieser guten Beziehungen und die Grenze ihrer Dauer bezeichnet. Der Erfolg sei zum größten Theile dem mitteleuropäischen Friedensbunde zu verdanken. Dem gegenüber besitzen die Geschehnisse in einem anderen Orientstaate eine unter­geordnete Bedeutung. Bezüglich der Grundprinzipien der Orientpolitik habe der Ausschuß sich auf keine Details eingelassen um die Bestrebungen jener nicht zu fördern, welche nicht wagen, eine Aenderung der Lage Europas offen auzustreben. Die Vorsicht des Berichtes könne nicht mißdeutet werden, da Oesterreich-Ungarn, soweit es nothwendig sei, Kraft reichlich zur Ver­fügung stehe. Graf Apponyi tritt der Unterschätzung der Vorfälle in einem anderen Orieutstaate entgegen. Nach kurzer Debatte, während welcher Czernatony erklärt, beruhigt der Politik des Ministers des Acußern entgcgen- zusehen, wurde das Budget angenommen. (Fr. N.)

Wien, 9. Juli. Bei den böhmischen Stadtwahlen wurden nach den bisher bekannten Ergebnissen 25 Altczechen, 10 Jungczcchcu und 31 Deutsche gewählt.

Bern, 9. Juli. (K. Z.) Der Graf von Paris hat sich von Vivis nach dem Engadin begeben. Unter den von ihm empfangenen Abordnungen befand sich der Bischof von Hulst.

Bergen, 9. Juli. Kaiser Wilhelm machte, nach denFr. N.", gestern eine Rundfahrt durch den Hafen und stattete dem englischen Ad-