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10 Pig.

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Nr. 153.

Donnerstag den 4. Juli

1888.

BskarmtmKlkmngeK König!. Landrathsamts.

Die Königliche Regierungs-Hauptkasse hier ist heute angewiesen wor­den, den Standcsbeaniten die seitens des Königlichen Preußischen Statistischen Büreaus festgestellten Kopialienentschädigungen für die im Etatsjahr 1888/89 aufgestellten und eingereichten Zählkarten über Geburten, Eheschließungen und Sterbefalle gegen Quittung zu zahlen.

Cassel den 26. Juni 1889.

Der Regierungs-Präsident.

I. A.: gez. Althaus.

Vorstehende Verfügung des Herrn Regierungs-Präsidenten zu Cassel vom 26. Juni 1889 bringe ich hiermit den Herren Standesbeamten zur Kenntniß mit dem Bemerken, daß, sofern die Abhebung nicht binnen 4 Wochen erfolgt, die Zustellung des zur Anweisung gelangenden Betrages durch die Post portofrei stattfinden wird.

Hanau am 1. Juli 1889.

Der Königliche Landrath.

A. 1117 J. V.: L. v. Deines.

Nachstehende Bestimmungen, betreffend die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste, werden hierdurch wiederholt bekannt gemacht:

Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre nachgesucht werden. Der Nachweis derselben ist bei Verlust des Anrechtes spätestens bis zum 1. April des ersten Mili- târpflichtjahres zu erbringen.

Wer die Berechtigung nachsuchen will, hat sich bei der Prüfungs­Kommission, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist, spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militärpflichtjahres schriftlich zu melden.

Alljährlich finden zwei Prüfungen statt, die eine im Frühjahr, die andere im Herbst.

Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Frühjahrs- prüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum 1. August angebracht werden.

Hanau am 1. Juli 1889.

Der Königliche Landrath.

M. 3142 I. V.: Baabe.

Tagesschau.

Berlin, 3. Juli. Der Kaiserlich und Königlich österreichisch­ungarische Botschafter am hiesigen Allerhöchsten Hofe, Graf Szächänyi, hat einen längeren Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit desselben fun- girt der Botschafts-Rath von und zu Eissenstein als interimistischer Ge­schäftsträger.

Berlin, 3. Juli. DenBerl. Pol. Nachr." zufolge, ist an die Stelle des ausscheidenden Generaldirektors der indirekten Steuern Hasselbach der Provinzialsteuerdirektor Schomer zu Stettin berufen worden.

Berlin, 3. Juli. Das Urtheil in dem Prozeß gegen die Armee­lieferanten Wollank und Hagemann wurde heute verkündigt. Hagemann wird mit fünf Jahren Gefängniß und fünf Jahren Ehrverlust, Wollank mit P/2 Jähren Gefängniß bestraft. (Fr. N.)

Kiel, 2. Juli. Briefsendungen für S. M. DachtHohenzollern" sind zu richten am 3. Juli nach Stavanger, am 5. Juli nach Voß, am 7. nach Wilhelmshaven, am 8. Juli nach Bergen, am 9. Juli nach Molde, am 12., 13., 15., 18. und 21. Juli nach Tarsund. Dasselbe gilt für S. M. S.Grille." Die Manöverflotte ist gestern hier zu einem Ge- sammtverbande unter Befehl des Kontre-Admirals v. Kall vereinigt. Die­selbe besteht aus dem bisherigen Manövergeschwnder SchiffeBayern," Sachsen,"Oldenburg,"Irene,"Wacht" und dem Uebungsgeschwader SchiffeKaiser,"Deutschland,"Friedrich der Große,"Preußen,"Zielen." Heute Vormittag dampfte die gesammte Flotte von hier nach der Nordsee ab.

Görlitz, 3. Juli. Die Schwurgerichtsperiode, welche zur Ab- urtheilung der 160 Bergleute, die sich Ausschreitungen haben zu schulden kommen lassen, eigens festgesetzt wurde, beginnt am 22. Juli in Schweidnitz.

Bonn, 3. Juli. In verflossener Nacht ging, nach derK. Z.", burch Zusammenstoß mit einem Bugnachen der fliegenden Brücke ein basalt­

beladenes Schiff ans Oberwiuler von der Firma Willkomm unter. Die Schiffsleute sind gerettet, die Rhempontc unbeschädigt.

Eisenach. Die bedeutsamste Versammlung, welche in diesem Jahre hier tagt, dürfte die Generalversammlung des Evangelischen Bundes wer­den, die vom 1. bis 3. Oktober hier abgehalten werden soll. Die Ver­sammlung erhält noch dadurch eine besondere Auszeichnung, daß während ihrer Tagung in Eisenach der Grundstein zu dem Luther-Denkmal gelegt wird, zu dem die Fonds jetzt in erfreulicher Weise sich mehren.

Stuttgart, 2. Juli. Se. Majestät der König hat sich am 25. Juni d. J. zum Chef des 1. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 13 erklärt mit der Bestimmung, daß das Regiment fortan den NamenFeld - Artillerie- Regiment König Karl (1. Württembergisches) Nr. 13" zu führen hat.

Wien, 3. Juli. Der Bericht des Ausschusses der ungarischen Dele­gation für äußere Angelegenheiten drückt die Befriedigung über die Ver­sicherungen der Thronrede aus betreffs der unveränderten Richtung der österreichisch-ungarischen Politik und betreffs der freundschaftlichen Beziehun­gen mit allen Mächten. Der Bericht fordert die Regierung auf, die be­stehenden Gegensätze auf friedlichem Wege anszugleichen bemüht zu sein; derselbe gedenkt ferner in wärmsten Ausdrücken der Bündnisse mit Deutsch­land und Italien, welche gegen jeden Erschütterungsversuch gefeit seien und durch die gewaltige Macht, die sie repräsentirten, diejenigen in Schranken hielten, welche spezielle Interessen auf Kosten der europäischen Rechtsord­nung geltend machen möchten. Der Bericht billigt den Grundsatz des Selbst- bestimmungsrechts der Staaten im Orient, nimmt gegen die sogenannte Theilung der Interessensphären Stellung, gedenkt in sympathischer Weise der fortschreitenden Entwickelung Bulgariens und spricht die Hoffnung einer baldigen Besiegung der Schwierigkeiten und der definitiven Konsolidirung aus: Betreffs Serbiens, sagt der Bericht, sei das Selbstbestimmungsrecht gleichfalls unanfechtbar, so lange die serbische Regierung den internationalen Rücksichten Rechnung trage, welche jeder Staat der Ruhe und der Sicher­heit seines Nachbarn schulde. Der Bericht schließt mit der Anerkennung, daß die Leitung der auswärtigen Politik mit Geschick, Ruhe und Würde die Rechte nnd Interessen der Monarchie gewahrt habe, und drückt Beruhigung betreffs der künftigen Wirksamkeit derselben aus.

Wien, 3. Juli. Die Laudtagswahlen in Böhmen bedeuten eine große Niederlage der Altczecheu, die von 49 Landgemeindebezirken nur 17 behaupteten. 29 Bezirke wählten Jungczcchen, in 2 fanden engere Wahlen statt. Ein selbstständiger Kandidat, Zeithammcr, unterlag gegen den Re­dakteur Julius Gregr, Trojan gegen einen unbekannten Bauern, ebenso Riegers Schwiegersohn, Professors Braf; Rieger selbst erhielt nur 9 Stimmen Mehrheit. Die deutsche Partei behauptete 29 Sitze, gewann den Böhmerwaldbezirk Kruniau, wo der deutsche Kandidat Wallner gegen den schwarzenbergischen Kandidaten Soukup mit 66 zu 57 Stimmen gewählt wurde. Außerdem reinigte sich die deutsche Partei von dem disziplinlosen Reichsrathsabgeordneten Knotz, der für den Landtag nicht ausgestellt wurde. In Galizien wurde trotz der Gewaltthätigkeiten der herrschenden Schlach- zizen von 74 Landgcmeindebezirken etwa ein Drittel Gegner des Central­wahlausschusses gewählt, nämlich 17 Rutenen, 4 polnische Bauern und andere Selbstständige. Die bisherigen Wahlen in den Küstenlanden, in Böhmen und Galizien kennzeichnen ein starkes Vordringen des Panslawis­mus, somit eine Niederlage des Systems Taaffe. Schmeikal hob in dem Prager Deutschen Verein die Einmüthigkeit der deutschen Wähler hervor; der Sieg der Jungzechen dürfe nicht mit Freude erfüllen, sei aber insofern befriedigend, als er die Zerfahrenheit im Czechenlager beweise und eine Niederlage der Regierung bedeute.

Wien, 3. Juli. DiePol. Corr." meldet aus Belgrad: Die serbische Regierung zog die Truppen von der Grenze zurück, nachdem die ihr aus Novibazar zugekommenen amtlichen Berichte die Ruhestörungen als beseitigt bezeichnen. Dagegen meldet dasselbe Organ aus Konstantinopel, daß nach Berichten der Psorte sowie zweier Botschafter lediglich ein Zu­sammenstoß zwischen einer türkischen Patrouille und vier bis sechs monte­negrinischen Räubern vorgekommen sei.

Wien, 2. Juli. In dem Heeresansschuß der ungarischen Dele­gation wurde bei der Berathung des Extraordinariums festgestellt, daß im Jahre 1890 sämmtliche Repetirgewehre für 13. Armeekorps beschafft sein werden.

Vern, 3. Juli. Der neue Handelsvertrag mit Belgien wurde vom Bundesrath Droz und dem belgischen Gesandten Jooris soeben unterzeichnet.