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Jugksich Arntttches Z>vgan für SLaöt- und ^andareis Kanarr.
Erscheint täglich mit Gußnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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10 Psg.
Die «spalt. Zeile 20 Psg.
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Nr. 148.
Freitag den 28.JJuni
1889. $
Aöonnemenks-Kinl'adung.
Mit dem 1. Juli 1889 beginnt ein neues Abonnement auf den in seitheriger Weise erscheinenden
„Hanauer Anzeiger",
zugleich amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanan.
Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.
Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.
Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeltlich.
Die Expedition des Hanauer Anzeigers.
Bekanntmachung.
Am 12. d. Mts., Mittags 12^2 Uhr, wurde dahier oberhalb der Wirth' schen Bade- und Schwimmanstalt, am Deutschherrnkai, die Leiche eines unbekannten Mannes aus dem Main geländet, welche wie folgt beschrieben wird:
ca. 20—25 Jahre alt, ca. 1,70 Mir. groß, von schlanker Statur, mit dunkelblonden Haaren und Augenbrauen, bartlosem Gesicht, guten Zähnen.
Bekleidet war die Leiche mit blauroth gestreiftem Hemd, weißem Um- "Tegefragen, Rock, Hose und Weste von dunklem Stoff und Zugstiefeln.
In den Taschen fanden sich vor: ein roth und weißes Taschentuch, ein kleines gehäkeltes Beutelportemonnaie mit gelbem Bügel, ohne Geld.
Der Verlebte scheint dem Arbeiterstande — vielleicht Dienstknecht — angehört zu haben.
Die Leiche mag ca. 14 Tage im Wasser gelegen haben.
Die Kleidungsstücke werden zur evtl. Anerkennung dahier asservirt.
Um Anzeige wird ersucht, falls über die Persönlichkeit des Geländeten etwas bekannt sein sollte.
Frankfurt a. M. den 19. Juni 1889.
Der Polizei-Präsident.
Wird veröffentlicht.
Hanau am 26. Juni 1889.
Der Königliche Landrath.
P. 3952 J. V.: Baabe.
Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.
Gefunden: Ein Herrenkragen. Ein schwarz-seidener Sonnenschirm. Eine Leiter (auf dem hies. Meßplatz stehen geblieben). Ein goldener Ohrring. Ein Köcher. Ein Portemonnaie mit Geld. Ein Schulranzen.
Zu geflogen: Am 16. d. Mts. ein Kanarienvogel (Weibch.)
Entlaufen: Ein brauner Jagdhund mit grau-weißer Brust, m. Geschl.
Hanau am 28. Juni 1889.
Bekanntmachung.
Der Hopfenhändler Ferdinand Stern dahier will auf seinem Grundstück Karte E. E. 150/61 und 151/62, Land am grünen Weg, eine Hopfen-Schwefeldörrc errichten.
Die Beschreibungen, Zeichnungen und Pläne liegen auf dem Rathhause im Sekretariat während der Büreaustunden offen.
Einwendungen gegen das Unternehmen sind binnen 14 Tagen, vom 28. d. M. an gerechnet, bei dem Stadtausschuß schriftlich in duplo oder zu Protokoll anzubringen. Nach Ablauf der Frist können Einwendungen nicht mehr angebracht werden.
Termin zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen vor dem Vorsitzenden des Stadtausschusses wird anberaumt aus
Montag den 15. Juli er., Vormittags 10 Uhr, in das Geschäftszimmer desselben.
Im Falle des Ausbleibens der eventuell Widersprechenden wird gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen werden.
Hanau am 26. Juni 1889.
Der Vorsitzende des Stadtausschusses
Westerburg.
Attsschreiben Königlicher Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M.
10285 B. — J. 3187/88. Das am 20. Dezember 1888 gegen den Taglöhner Karl Adam Groh aus Urberach erlassene Ausschreiben wird erneuert.
Frankfurt a. M. den 22. Juni 1889.
9210 A. — J. 2188/89. Ueber den Aufenthalt des Taglöhners Philipp Vogel von Egelsbach wird Auskunft begehrt.
A. 9411. — J. 1844/89. Ueber den Aufenthalt des Taglöhners Georg D ab aus Böllstein (Kr. Erbach i/O.) wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a. M. den 24. Juni 1889.
B. 10413. — J. 2479/89. Ueber den Aufenthalt des Friseurs Otto Christian August Emil Fessel, geboren am 6. November 1870 zu Langensalza, wird Auskunft begehrt.
A. 9472. — J. 2525/89. Ueber den Aufenthalt des Bergmanns Hermann Paul, geboren am 21. August 1863 zu Eilenburg, wird Auskunft begehrt.
9439 A. — J. 2209/89. Ueber den Aufenthalt 1. des Arbeiters Johann Gottfried Conrad aus Segnitz, 2. des Backsteinmachers Karl Taube, 3. des Backsteinmachers Wendelin Bock wird Auskunft begehrt.
B. 10400. — J. 2139/89. Das am 4./6. 1889 gegen Maria Schopp aus Erpel erlassene Ausschreiben ist erledigt.
Frankfurt a. M. den 25. Juni 1889.
7438 D. — M. 389 88. Das am 26. November 1888 erlassene Ausschreiben gegen den Backsteinmeister Johannes Scherer aus Obermörlen wird erneuert.
Frankfurt a. M. den 26. Juni 1889.
Steckbrief.
5318 C. — L. 11/89. Der Taglöhner Heinrich Meub, geboren am 6. Juni 1863 zu Heuchelheim, ist durch Urtheil der Strafkammer des hiesigen Königlichen Landgerichts vom 9. März 1889 wegen Unterschlagung zu einer Gefängnißstrafe von zwei Monaten rechtskräftig verurtheilt worden und hat sich dem Vollzüge dieser Strafe durch die Flucht entzogen.
Es wird ersucht, auf denselben zu fahnden, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich hierher Nachricht zu geben.
Frankfurt a. M. den 26. Juni 1889.
Königliche Staatsanwaltschaft.
Tagesschau.
Berlin, 27. Juni. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen am gestrigen Vormittage in Stuttgart die Vorträge der Chefs des Militär- und des Civilkabinets entgegen, empfingen Se. Kaiserliche Hoheit den Groß- fürsten-Thronfolger von Rußland und Se. Königliche Hoheit den Kronprinzen von Griechenland, erwiderten später Höchstderen Besuche und sahen demnächst den mit Urlaub eingetroffenen Militär-Attachä bei der Botschaft in Paris, Major unb Flügel - Adjutanten Freiherrn v. Hueue, bei Sich. Am Mittag machten Beide Kaiserliche Majestäten Besuche bei Fürstlichen Personen, nahmen um 1 Uhr an dem bei Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Katharine von Württemberg stattfindenden Familiendiner Theil und begaben Sich vor 4 Uhr mit den Königlich württembergischen Majestäten zu dem großen Gartenfest nach der Wilhelma. Von dort traten Beide Majestäten, geleitet von dem König und der Königin von Württemberg, gegen 6 Uhr Abends die Rückfahrt nach dem Bahnhof in Stuttgart und sodann die Reise nach Sigmaringen an, woselbst die Ankunst um IO1/* Uhr Abends erfolgte.
Berlin, 27. Juni. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge trifft Se. Maj. der Kaiser am Montag Morgen um 8 Uhr in Kiel ein. Offizieller Empfang findet nicht statt. An Bord der kaiserlichen Dacht „Hohenzollern" wohnt der Kaiser um 5 Uhr Nachmittags der Segelregatta der Marine bei, vertheilt die Preise und tritt sodann die Reise nach Norwegen an.