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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Montag den 24. Juni

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Abonnements-Einladung.

Mit dem 1. Juli 1889 beginnt ein neues Abonnement auf den in seitheriger Weise erscheinenden

Hanauer Anzeiger",

zugleich amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.

Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.

Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.

Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeltlich.

Die Expedition des Hanauer Anzeigers.

Bekanntmachungen König!. Landrathsamts.

Für die diesjährige Badezeit werden zur Verhütung von Unglücksfällen und zur Wahrung des Anstandes beim Baden die nachstehenden Vorschriften in Erinnerung gebracht:

1. Das Baden in der Kinzig und in den Stadtgräben ist gänzlich verboten.

2. Außerhalb der öffentlichen Bade- und Schwimmanstalten darf im Main nur an denjenigen Plätzen gebadet werden, welche durch am Ufer stehende Pfähle als ungefährlich und erlaubt bezeichnet sind.

3. Kindern unter 14 Jahren ist das Baden nur unter Aufsicht er­wachsener Personen gestattet.

4. Das Baden im offenen Main längs der Philipps ruh erstraße, des Schlosses Philipps ruhe und des dazu gehörigen Schloß­gartens, sowie

5. das Baden im offenen Main, Rumpen heim gegenüber, ist verboten.

Uebertretungen dieser Vorschriften oder Ungebührlichkeiten gegen die mit Handhabung der Ordnung beauftragten Badeaufseher werden mit Geld­strafe von mindestens einer Mark oder bei Unvermögen mit Haft geahndet.

Hanau am 9. Mai 1889.

Der Königliche Landrath

P. 2801 v. Oertze n.

Die nachfolgenden Polizeiverordnungen werden hiermit in Erinnerung gebracht.

Hanan am 8. Juni 1889.

Der Königliche Landrath

v. O e r tz e n.

Das Begießen der Straßen soll bei anhaltender großer Hitze täglich wenigstens einmal mit frischem Wasser mittelst Gießkanne stattfinden. Für die Befolgung dieser Anordnung ist der Hauseigenthümer bezw. da, wo diese die Häuser nicht selbst bewohnen, die Bewohner des unteren Stocks verantwortlich. Auch sollen die Rinnen der Straßen gehörig gereinigt werden. Str. 50 Pf. bis 1 M. Das Begießen soll laut Bekanntmachung des Königl. Landrathsamtes v. 7./6. 77 (Hanauer Anzeiger) in der Feit von Abends 68 Uhr geschehen.

In der Zeit vom 15. März bis 1. November des Jahres sind bei trockener Witterung die Trottoirs und Straßen vor dem Kehren mit Wasser derart zu besprengen, daß ein Aufwirbeln von Staub nicht stattfinden kann. Str. 1 bis 9 M.

Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.

Entlaufen: Ein brauner Jagdhund m. Geschl.

Vom Wasenmeister am 22. d. M. ein gefangen: ein weiß-gelber Hund m. Geschl.

Verloren: Ein Notizbuch (Milchbuch).

Gefunden: Eine Brille. Ein schwarzseidener Sonnenschirm (auf Lem Wochenmarkt stehen geblieben).

Zu gelaufen: Ein Spitzhund m. Geschl.

Hanau am 24. Juni 1889.

1889.

A. 8805. J. 2101/89. Gegen den Maurer und Backsteinar- beiter Heinrich Bechtold von Steinbach, Kreis Obertaunus, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Betrugs und Unterschlagung verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich Nachricht zu geben.

Frankfurt a. M. den 20. Juni 1889.

______________________Königliche Staatsanwaltschaft. ___________________

10194 B. J. 2409/89. Gegen den Reisenden Julius Rog- ger aus Wien, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Betrugs verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich hierher Nachricht zn geben.

Frankfurt a. M. den 21. Juni 1889.

'______________________Königliche Staatsanwaltschaft.______________________

Ausschreiben Königlicher Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M.

9935 B. N. 386/89. Das Ausschreiben vom 29. Sept. 1888 gegen den Spenglerlehrling Karl Dill von hier ist erledigt.

Frankfurt a. M. den 16. Juni 1889.

7074 D. M. 347/88. Das am 20. November 1888 erlassene Ausschreiben gegen die Backsteinarbeiter Georg Wohlfarth ans Biebel­ried und Johannes Hahn aus Arheilgen ist erledigt.

Frankfurt a. M. den 17. Juni 1889.

B. 9966. J. 1755/89. Ueber den Aufenthalt des Gärtners Jakob Luft, geboren am 1. April 1868 zu Mainz, wird Auskunft begehrt.

A. 8941. J. 2324/89. Ueber den Aufenthalt des Schreiners Gustav Reinhardt, geboren am 5. Oktober 1863 zu Nidda, wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a. M. den 18. Juni 1889.

B. 10046. J. 2333/89. Ueber den Aufenthalt der Köchin Elise Volk, geb. 22./11. 1860 zu Castel, wird Auskunft begehrt.

10098 B. N. 456/89. Ueber den Aufenthalt des Knechts Friedrich Karl Wilhelm Riegel aus Großwig wird Auskunft begehrt.

7120 D. J. 1795/89. Ueber den Aufenthalt des Kaufmanns Rich. Gotthard Hertzschnch, geb. 14. April 1848 zu Dresden, zuletzt hier wohnhaft, wird Auskunft begehrt.

10110 B. N. 212/88. Das am 13. April 1888 gegen den Wagnergesellen Johannes Schüler erlassene Ausschreiben wird erneuert.

Frankfurt a. M. den,19. Juni 1889.

C. 5103. M. 379/88. Das am 12,73. 1889 gegen den Schuh­macher Daniel Schweikert aus Eberbach erlassene Ausschreiben ist er­ledigt.

9203 A. J. 4101/87. Das am 14. Februar 1889 gegen den Backsteinarbeiter Peter Sch and ua aus Frankfurt a/M. erlassene Aus­schreiben ist erledigt.

9207 A. J. 1869/89. Ueber den Aufenthalt des Arbeiters Emil Sardagner, zuletzt hier wohnhaft, wird Auskunft begehrt.

10132 B. N. 119/86. Der Steckbrief vom 4. März 1886 gegen den Taglöhner Aug. alias Eustach Häußne r von Edelbach wird erneuert.

Frankfurt a. M. den 20. Juni 1889.

Tagesschau.

Berlin, 22. Juni. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute Vormittag um O1^ Uhr den Vortrag des Chefs des Civilkabinets, später den den Haus-Ministers v. Wedell und sodann noch den des Chefs des Militärkabinets entgegen.

Berlin, 22. Juni. Die Prinzessin Braut Luise Sophie von Schleswig-Holstein traf 12 Uhr 20 Minuten am Potsdamer Bahnhof ein, wo sie durch den Oberstallmeister Rauch, den Stadtkommandanten und den Polizeipräsidenten empfangen wurde. Die Prinzessin fuhr im offenen Vier­spänner nach dem Schloß Bellevue, sie wurde unterwegs von einer zahl­reichen Menschenmenge enthusiastisch begrüßt. Bei dem Einzug der Prin­zessin-Braut bildete die Garnison Spalier, die Kavallerie bis zum Branden­burger Thor, die Infanterie bis zum Schloß. Beim Passiren des Thores