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Nr. 120
Haimm Ansciyt.
Kugteictz AmtttcHes ^rgcm für Stcröt- und Landkreis Kcrncru. Erscheint täglich mit Ausnahme der S»n«- und Feiertage, mit belletristtscher Beilage.
Donnerstag den 23. Mai
Bekanntmachungen Königs. Landrathsamts.
Jmpforvnung
in den Ortschaften des Amtsgerichtsbezirk Bergen und den beiden D o r f e l d e n :
1. Bergen: Impfung den 31. Mai, Nachmittags 4 Uhr; Revision den
7. Juni, Nachmittags 4 Uhr.
„ Wiederimpfung den 31. Mai, Nachmittags 5 Uhr; Revision den 7. Juni, Nachmittags 5 Uhr.
2. Enkheim: Impfung den 1. Juni, Nachmittags 4 Uhr; Revision den 8. Juni, Nachmittags 4 Uhr.
Wiederimpfung den 1. Juni, Nachmittags 4*/2 Uhr;
Revision den 8. Juni, Nachmittags 4^2 Uhr.
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1889.
Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften und von der Verhaftung
unverzüglich hierher Nachricht zu geben.
Frankfurt a. M. den 16. Mai 1889.
________________________Königliche Staatsanwaltschaft. ________________
Tagesschau.
P. Aus dem Reichstage. Berlin, 21. Mai. Der Reichstag trat heute bei Fortsetzung der Jnvaliditäts- und Altersversicherung in die Spezialberathung des Gesetzentwurfs ein, zu dessen §. 1 Abg. Dr. Witte (deutschfr.) einen Antrag begründet, die Handlungsgehülfen und Lehrlinge von der Velsicherungspflicht auszuschließen, da hierfür kein Bedürfniß vor- liege. Dem gegenüber verwies der Direktor im Reichsamt des Innern Bosse darausi--Äiß zahlreiche Eingaben aus den Kreisen der Handlungsgehülfen rlägen, in welchen der Wunsch ausgesprochen werde, dieselben von den Wohlthaten des Gesetzes nicht anszuschließen. Der Antrag Witte wurde abgelehnt und §. 1 mit einem redaktionellen Anträge Buhl angenommen. Ein zu §. 4 konservativerseits gestelltes Amendement, wonach auch die von Berufsgenossenschaften eingerichteten Kasseneinrichtungen unter gewissen Voranssetzungen den Bestimmungen dieses Gesetzes gleich erachtet werden sollen, wurde abgelehnt, ebenso ein vom Abg. Metzner (Centr.) begründeter Antrag, hinter §. 4a einen neuen §. 4aa einzuschalten, wonach auch die von den Jnnungsverbänden geschaffene Fürsorge für Invalidität und Altersversorgung de» Versicherungspsiicht genügen soll. §. 5 wurde, abgesehen von einer redaktionellen Aenderung, nach den Beschlüssen der zweiten Lesung mit der Modifikation aufrecht erhalten, daß im Eingang die Worte: „durch .RoschMp— ^L — RundesratNâ —kann. k-stiinmmorden". hinter dem Worte „kann" eingefügt wurde: „auf Antrag". Die Berathung" "Uver i, 7a, 7aa, 7b (Gegenstand der Versicherung) wurde vorläufig ausgesetzt. Der §. 8, Absatz 1 (Gewährung von Renten in Naturalleistungen) führte zu einer längeren Debatte. Es liegen Anträge der freien Kommission vor, darunter ein solcher, die in der zweiten Berathung beschlossene Bestimmung, wonach die Gewährung von Renten in Naturalleistungen von der Zustimmung der Empfänger abhängig gemacht wird — wieder zu streichen. Deutschfreisinnigerseits wird die Nufrechthaltung dieser Bestimmung lebhaft befürwortet und namentliche Abstimmung beantragt. Der Antrag auf Streichung wird indeß mit 195 gegen 133 Stimmen angenommen. Auch die anderen Anträge der Kommission zu §. 8 wurden angenommen. Hervorzuheben von denselben ist noch, daß die Rente nur zu zwei Drittel ihres Betrages in Naturalleistung gewährt werden darf. Der §. 9 wurde ohne Debatte angenommen und dann die weitere Berathung auf morgen 11 Uhr vertagt.
Berlin, 22. Mai. Die Parade der Berliner und Spandauer Garnison nahm bei prachtvollem Wetter den herrlichsten Verlauf. Der Kaiser kommandirte die Parade selbst, ritt dem etwas später eintreffenden König Humbert entgegen und geleitete denselben dann die Front der Truppen entlang. Der Kaiser führte die Truppen sodann zweimal im Parademarsch vorüber. Die Kaiserin folgte dem Kaiser und seinem königlichen Gaste mit einem glänzenden Gefolge zu Pferde, der deutsche Kronprinz sowie Prinz Eitel Fritz in einem vierspännigen Wagen. Die Majestäten wurden auf der Hinfahrt von den Volksmassen unablässig mit stürmischen Zurufen, Tücher- und Hüteschwenken begrüßt. (Rh. K.)
Berlitt, 22. Mai. Bei der heutigen Paradetafel brachte Kaiser Wilhelm, nach den „Fr. N.", einen Toast auf den König Humbert aus, worin er herzlichen Dank für den Beweis der Freundschaft durch den hohen Besuch aussprach. In gleichem Sinne, fuhr der Kaiser fort, sind meine Truppen von dankbarem Stolz erfüllt, daß es ihnen vergönnt gewesen, vor Eurer Majestät Augen mit Ehren zu bestehen. Voll sreridiger Erinnerung an die herrliche Heerschau in Rom erhebe ich mein Glas rmd trinke auf das Wohl der Majestäten rmd der braven Truppen, sowie auf die uriwandelbare Freundschaft mit dem Hause Savoyen, dessen Devise „sempre avanti savoya“ zur Einigung des Königreichs Italien geführt hat. Der König Umberto lebe hoch. Der König erwiderte (italienisch) dankend mit innigster Rührung für die zum Ausdruck gebrachten Gefühle: Die Reise nach Berlin war mir eine hehre dankbare Pflicht. Ich bin sicher, für die Worte, die ich von der Hofburg aus spreche, die Seele Italiens mit mir zu haben. Deutschland und Italien sind nach der Herstellung ihrer Einheit ein Pfand des Friedens für Europa. Meine Sol-
4. Bischofsheim: Impfling den 14. Juni,
5. Gronau:
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7. Ober-Dorf
Revision „ 21.
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3. Fechenheim: Impfung den 6. Juni, Nachmittags 3 Uhr; Revision den 13. Juni, Nachmittags 3 Uhr.
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Wiederimpfung den 6. Juni, Nachmitt Revision den 13. Juni, Nachmitta
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R^uni, Vormittags IOV2 Uhr;
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Wiederimpfung den 15. Juni, Nachmittags 3 Uz Uhr; Revision den 22. Juni, Nachmittags 302 Uhr.
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Wiederimpfung den 15. Juni, Nachmittags 4^2 Uhr; Revision den 22. Juni, Nachmittags 4^2 Uhr.
Die Hecken Ortsvorstände der vorstehend genannten Orte mache ich auf die für die Ausführung des Jmpfgeschäfts vom Bundesrath getroffenen Vorschriften/Amtsblatt 1886 Seite 105) aufmerksam und erwarte insbesondere getztaue Befolgung der Vorschriften für die Ortspolizeibehörden
(Anlage Hanau
Mai 1889.
Der Königliche Landrath
v. Öertzen.
Attsschreiben Königlicher Staatsanwaltschaft
/ zu Frankfurt a. M.
A. 7424. — J. 1454/89. Ueber den Ausenthalt der Wilhelmine Marie Spitzenberger, geb. 5./6. 1868 dahier, wird Auskunft begehrt.
8418 B. —■ N. 537/87. Das Ausschreiben vom 6. Juni 1887 gegen den Zimmermann Ludwig Weiß von Ladenburg wird erneuert.
^Frankfurt a. M. den 17. Mai 1889.
f B. 8449. — J. 1876/89. Ueber den Aufenthalt des Dienstmädchens Emilie Werner, geboren am 3. Juni 1870 zu Osterburken, wird Auskunft begehrt.
4 Frankfurt a. M. den 18. Mai 1889.
' D. 5866. — XL 116/89. Ueber den Aufenthalt der als Zeugin gesuchten Josephine Dill aus Dinkelsbühl wird Auskunft begehrt.
v 7476 A. — M. 45/88. Ueber den Aufenthalt des Knechts Heinrich Gun kl er, zuletzt hier wohnhaft, wird Auskunft begehrt.
l Frankfurt a. M. den 20. Mai 1889.
B. 8443. — J. 641/89. Das am 14./3. 1889 gegen den Modellschreiner Emil Krach von Darmstadt erlassene Ausschreiben ist erledigt.
, Frankfurt a. M. den 21. Mai 1889.
7238 A. — J. 1674/89. Gegen die Dienstmagd Anna Margarethe Müller, geboren am 17. September 1863 zu Arnstein, welche flüchtig iss, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls i. w. R. verhängt.