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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Nr. 69.
Freitag den 22. März
1889.
Abonnements-Kinkadung.
Mit dem 1. April 1889 beginnt ein neues Abonnement auf den „Hanauer Anzeiger", zugleich amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.
Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigsten politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Cours- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Auszüge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ausschusses, Fremdenliste, ferner Geschäfts- und Privat- Anzeigen. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Erzählungen reiches Mannigfaltige.
Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der „HananerAnzeiger"seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die ispaltige Zeile nur 10 Pf.
Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.
Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.
Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeltlich.
Die Expedition des Hanauer Anzeigers.
Amtliches.
Bekanntmachung, die Beschädigung der Reichs-Telegraphenanlagen betreffend.
Zum Schutz der Reichs-Telegraphenanlagen sind im Strafgesetzbuche für das Deutsche Reich vom 15. Mai 1871 nachstehende Bestimmungen erlassen:
§. 317. Wer gegen eine zu öffentlichen Zwecken dienende Telegraphenanstalt vorsätzlich Handlungen begeht, welche die Benutzung dieser Anstalt verhindern oder stören, wird mit Gefängniß von Einem Monat bis zu drei Jahren bestraft.
§. 318. Wer gegen eine zu öffentlichen Zwecken dienende Telegraphenanstalt fahrlässiger Weise Handlungen begeht, welche die Benutzung dieser Anstalt verhindern oder stören, wird mit Gefängniß bis zu Einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft.
Gleichwohl sind die Reichs-Telegraphenanlagen häufig vorsätzlichen oder fahrlässigen Beschädigungen, namentlich durch Zertrümmerung der Isolatoren mittels Steinwürfe rc., ausgesetzt.
Derjenige, welcher vorsätzliche oder fahrlässige Beschädigungen der Reichs-Telegraphenanlagen fer zur Anzeige bringt, daß gegen die Thäter mit Erfolg eingeschritten werden kann, erhält in jedem einzelnen Falle eine Belohnung bis zur Höhe von 15 Mark.
Cassel den 6. März 1889.
Der Kaiserliche kommissarische Ober-Postdirektor:
_____________________________' gez. Ziehlke.______________________________
Bekanntmachungen König!. Landrathsamis.
Der Johann Friedrich Heinrich Ebert in Bischofsheim ist zum Stellvertreter des Trichinenbeschauers der Gemeinde Bischofsheim bestellt und vereidigt worden.
Hanau am 20. März 1889.
Der Königliche Landrath
1995____________________v. Oertzen.
Ausschreiben Königlicher Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M.
,4904 B. — 0. 268/88. Das am 15. Oktober 1888 gegen den Schiffsknecht Johann Brast aus Mühlheim erlassene Ausschreiben wird erneuert.
B. 4965. — N. 228/88. Das am 7. April 1888 erlassene Ausschreiben gegen den Metzger Jakob Schreiber von Nieder-Olm wird zurückgenommen.
Frankfurt a. M. den 19. März 1889.
4237 A. — J. 3278/87. Das Ausschrciben vom 30. Jan. v. I. gegen den Taglöhner Emilian Krönung von Veitsteinbach wird erneuert.
2421 C. — L. 85/88. Der am 13. März 1889 erlassene Steckbrief gegen den früheren Schlosser, jetzt Gastwirth Karl Ignaz Gottschalk von Königstein ist erledigt.
Frankfurt a. M. den 20. März 1889. ____________
Tagesschau.
Berlin, 21. März. Der „N. A. Z." zufolge legt in Nächster- Woche der Hofhalt der Kaiserin Augusta die tiefe Trauer ab und beginnt die Halbtrauer. Ain Montag reisen die badischen Herrschaften nach Karlsruhe ab und begeben sich von da nach Stockholm, woselbst die Kronprinzessin ihrer Entbindung entgegensieht.
Berlin, 21. März. (K. Z.) Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Staatsminister Graf Bismarck, der in den letzten Tagen wiederholt vom Kaiser zu längern Vorträgen empfangen worden ist, hat heute früh um 73â Uhr mit dem Kölner Schnellzuge Berlin verlassen und sich zu etwa achttägigem Aufenthalt nach England begeben. — In unterrichteten Kreisen hält man es für wahrscheinlich, daß schon in den nächsten Tagen an Stelle des zum Staatssekretär des Reichsjustizamtes ernannten Herrn v. Oehlschläger der Senatspräsident beim Reichsgericht Drenckmann zum Präsidenten des Kammergerichts ernannt werden dürfe. Herr Drenckmann führte den Vorsitz in nahezu allen Landesverrathsprozessen, welche in der letzten Zeiten vor dem Reichsgericht zur Aburtheilung gelangt sind.
Berlin, 21. März. Prinz Karl von Schweden wird in den Tagen von Samstag zu Montag hier zum Besuch am kaiserlichen Hofe eintreffen und bei dem schwedisch-norwegischen Gesandten v. Lagerheim Wohnung nehmen.
Berlin, 21. März. Der „Post" zufolge macht der Aufstand nach den neuesten Berichten aus Ostafrika ersichtlich keine Fortschritte. Es werden sogar in von den Rebellen besetzten Häsen durch die von der deutschostafrikanischen Gesellschaft eingesetzten Araber Zölle erhoben und an den Sultan abgeliefert.
Zur Berichtigung von allerlei Gerüchten bemerft die Nordd. Allg. Ztg., es sei bis jetzt nichts weiter bestimmt, als daß die kaiserlichen Herrschaften den Sommer in Friedrichskron verbringen werden und daß die Besuche der Kaiser von Rußland und Oesterreich und des Königs von Italien in derselben Reihenfolge geschehen werden, wie sie von Sr. Majestät gemacht worden sind.
Coblenz, 20. März. In hiesigen Privatkreisen geht man, nach der „K. Z.", mit der Absicht um, die Einführung einer städtischen Biersteuer anzuregen.
Kiel, 21. März. Nach dem heutigen Bulletin hatte die Prinzessin Heinrich eine gute Nacht. Der Krästezustand und Allgemeinbefinden sind durchaus befriedigend. Das Befinden des neugeborenen Prinzen ist normal.
Kiel, 21. März. Prinz Heinrich ließ dem Bürgermeister Fuß seine Freude ausdrücken für die mannigfachen äußeren Zeichen und besonders für den reichen Flaggenschmuck, worin er die Theilnahme der Bevölkerung an dem gestrigen so freudigen Ereignisse erkenne.
Hamburg, 21. März. Der „Hamburgischen Börsenhalle" zufolge fischte der heute hier angekommene Dampfer „Armin" nordwestlich von Helgoland einen sehr großen neuen Luftballon ohne Gondel und Netzwerk aus. Derselbe scheint französischen Ursprungs zu sein. (Rh. K.)
Bremen, 21. März. Der dem Norddeutschen Llopd gehörige Schnelldampfer „Lahn" welcher am 13. d. Mts. Nachmittags 4 Uhr von New-York abgegangen ist, traf gestern Abend 119, Uhr in Southanipton ein und hat also die 3100 Seemeilen betragende Entfernung in der außergewöhnlich kurzen Zeit von 7 Tagen und 2 Stunden zurückgelegt.
Stuttgart, 21. März. Durch ein im „Staats-Anzeiger" veröffentlichtes Königliches Dekret wird der Landtag auf den 3. April d. J. einberufen.
Pest, 20. März. In den Couloirs fand ein heftiger Wortwechsel zwischen den Abgg. Polonpi und Kajtsik statt, welcher zu einem Duell füh- ren dürfte. Das Unterhaus hielt in dieser Angelegenheit nach dem Schluß der öffentlichen eine geheime Sitzung ab.
Pest, 20. März. Nach dem Schluß der Sitzung des Unterhauses fanden Ansammlungen von den untersten Volksschichten angehörigen Burschen statt, welche die Minister mit Schmährufen empfingen und dem Wagen Tisza's nachliefen. Der Abg. Pulszky wurde von der Volksmenge ange-