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Nr. 62. Donnerstag

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Bekanntmachunsten König!. Landrathsamts.

Nach den gemachten Wahrnehmungen haben die Ortspolizeibehörden es vielfach versäumt, auf Grund der Anzeigen, welche ihnen gemäß §. 7 des Reglements vom 6. September 1853 Seitens der inländischen Aus- wanderungs-Unterrehmer und Agenten über den beabsichtigten Abschluß vor Transportverträgen zu erstatten sind, in eine sorgfältige Prüfung den Militairverhältnisse der Auswanderungslustigen einzutreten.

Inzwischen sind durch die deutsche Wehrordnung vorn 22. November v. I. insbesondere in den §§., 106 (Nummer 3 bis 7), 107108 (Nummer 2 bis 4), 111 (Nummer 12, 14 bis 16, 18) und in der An­lage 3. Abschnitt IV. bezüglich der Kontrole über die Militairverhältnisse der Auswanderer besondere Anordnungen getroffen worden.

Indem ich die Herren Bürgermeister hierauf aufmerksam mache, spreche ich die Erwartung der genauesten Beachtung dieser Bestimmungen aus.

Hanau am 5. März 1889.

Der Königliche Landrath

V. 1574 v. Oertzen. __

Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.

Gefunden: Ein Paar dunkle Handschuhe. Ein Taschenmesser.

Verloren: Ein Arbeitstäschchen von Pelz, enthält Häkelarbeit, ein goldenes Armband, ein silbernes Münzenarmband und etwas einzelnes Geld; dem Wiederbringer 20 M. Belohnung.

Entflogen: Ein gelber deutscher Kropftäuber.

Hanau am 14. März 1889._______________ _________

Landwirtschaftlicher Kreis-Verein Hanau.

Nächste Versammlung Samstag den 16. März, Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen in Hanau.

Tagesordnung:

1) Gemeinsame Beschaffung von Zuchtvieh und Besprechung über die Wahl der Ra^e. Alle Mitglieder, welche sich betheiligen wollen, müssen bis längstens zur Versammlung ihre Anmeldung machen.

2) Auswahl der neu zu beschaffenden Sorten Saatkartoffeln und Gratis- vertheilung an Mitglieder, welche sich verpflichten, dieselben sorgfältig zu pflanzen und im nächsten Herbst genau über den Ertrag nach Fläche und Gewicht zu referiren.

3) Die Bereitung von Süßpreßfutter in Feimen. Referent: L. Spa­mer, Kinzigheimer-Hos.

4) Berichterstattung über die 33. General-Versammlung des Central- Vereins in Cassel. Referent: H. Jung, Hanau.

5) Verkauf der Vereins-Drillmaschine und Trieur unter den Mitgliedern.

V. 1711 Der Vor st a n d.

Ausschreibcu Königlicher Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M.

3749 A. J. 1053 89. Ueber den Aufenthalt des Schweitzers Michael Adam Hegerich aus Gesoda wird Auskunft begehrt.

4371 B. N. 423/88. Das Ausschreiben vom 23. Juni v. J. gegen den Metzger Peter Horst von Obermenden ist erledigt.

Frankfurt a. M. den 11. März 1889.

B. 4406. N. 989'87. Ueber den Aufenthalt des Schlossers Bruno Enlbacher, geb. 17./5. 1861 zu Röllbach, wird Auskunft begehrt.

A. 3841. L. 13/89. Ueber den Aufenthalt der Marie Se­liger, geb. 1. 5. 1867 zu Sickenhofen, wird Auskunft begehrt.

4408 B. J. 4418/88. Das am 5. November 1888 gegen die Dienstmagd Magdalene Röser aus Hammelburq erlassene Ausschreiben wird erneuert.

4466 C. J. 794/89. Ueber den Aufenthalt der Dienstmagd Auguste Christine Philippine Schäfer von Weilmünster wird Auskunft begehrt.

3777 A. J. 3105/88. Das am 8. August 1888 erlassene Ausschreiben gegen den Tagelöhner Georg Rupp von Nürnberg wird erneuert.

B. 4229. J. 566/89. Ueber den Aufenthalt des Backstein- arbeiters Christoph Füßer, gen. Hänzel, geboren am 4. September 1852 zu Haßloch a/d. Haardt, wird Auskunft begehrt.

4399 B. J. 3095/88. Das am 7. August 1888 erlassene

den I4. März 1889.

Ausschreiben gegen den Schneider Karl Bär von Degenheim wird erneuert.

Frankfurt a. M. den 12. März 1889.__________________________

T a g e s s ch a u.

Berlin, 13. März. Se. Majestät der Kaiser und König arbeite­ten gestern Vormittag von 11 bis 12 Uhr mit dem Vize-Admiral Frhrn. von der Goltz und dem Kapitän zur See Frhrn. von Senden und nahinen um 1212 Uhr militärische Meldungen entgegen. Um 123/* Uhr ertheilten Se. Majestät dem Vorstande der Familie von Arnim, welche sich für die Verleihung des Namens der Familie an das 2. Brandenburgische Drago­ner-Regiment Nr. 12 bedankte, die nachgesuchte Audienz. Demnächst em= pfingen Allerhöchstdieselben den Polizei-Obersten von Berlin, Paris, und um 1 Uhr beii Herzoglich braunschweigischen Ober - Hofmarschall Freiherrn von Löhneisen, welcher die Orden des verstorbenen braunschweigischen Staats- Ministers Grafen Görtz - Wrisberg überreichte. Um 3 Uhr unternahmen Beide Majestäten eine Spazierfahrt und kehrten um 4*/2 Uhr nach dem Schlosse zurück. Von 5 bis 6 Uhr konferirten Se. Majestät der Kaiser mit dein Reichskanzler Fürsten von Bismarck. Um 6 Uhr fand ein, größe­res Diner zu Ehren des Geburtstages Sr. Königlichen Hoheit des Prinz- Regenten von Bayern statt. Gegen 8V2 Uhr begaben Sich Beide Maje­stäten zum Thee bei Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta.

Berlin, 13. März. Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers fand heute eine Sitzung des preußischen Staatsministeriums im Reichstage statt.

Berlin, 13. März. Es ist bereits mitgetheilt worden, daß der Regierung viel daran gelegen ist, den dem Reichstage bereits vorliegenden Nachtragsetat so zu erledigen, daß er gleichzeitig mit dem Etat des künftigen Rechnungsjahres am 1. April d. J. Gesetzeskraft erlangen kann. Es wird daher voraussichtlich die erste Lesung, welche möglichst noch in dieser Woche stattfinden soll, nur eine Sitzung erfordern und dann die Verweisung der -Vorlage an die Budgetkommission erfolgen. Am ersten Tage nach dem Wiederbeginn der Reichstagsarbeiten war das Haus in fast beschämen­der Weise spärlich besetzt. Hoffentlich werden die nächsten Tage in dieser Beziehung Wandel schaffen. Die Kommission für das Altersversorgungs- gesetz schließt übermorgen nach 36 Sitzungen ihre Arbeiten ab. Vor dem 26. d. Mts. wird die zweite Lesung kaum beginnen.

Berlin, 13. März. Der Reichstagsabgeordnete Antoine hat sein Mandat niedergelegt.

DieK. Z." schreibt: Der Sterbetag des ersten deutschen Kaisers ist von der gejammten deutschen Presse, auch von den anständigen und angesehenen Organen der deutschfreisinnigen Partei, in durchaus würdiger Weise begangen worden; alle Parteien beugten sich vor der schlichten Menschlichkeit und der einfachen Größe des Monarchen, der unser Vater­land, welches bis dahin das Schlachtfeld der Nationen war, zu Macht und Freiheit emporgehoben hat. Nur ein Blatt hatte den traurigen Muth, einen Mißton in diese weihevolle Feierstimmung zu bringen, vor welcher die Selbstsucht und die Gehässigkeit der Parteien achtungsvoll verstummte. Die Berliner deutschfreisinnige Volkszeitung, welche es sich zur Aufgabe stellt, das monarchische Gefühl zu untergraben und die Arbeiterwelt gegen Bildung rind Besitz zu verhetzen, brachte zur Feier des 9. März einen unwürdigen Angriff auf das Andenken des Kaisers Wilhelm I., welcher in seiner rohen Empfindungslosigkeit den peinlichsten Eindruck machte. Die betreffende Nummer wurde nunmehr auf Gerichtsbeschluß ohne vorher­gehenden Strafantrag beschlagnahmt. Der Strafantrag, der unserer Auf­fassung nach der Beschlagnahme hätte vorhergehen müssen, könnte nach §. 189 nur gestellt werden von den Kindern oder der Ehegattin des Ver­storbenen,^ also der Großherzogin von Baden oder der Kaiserin Augusta.

Königsberg i. Pp., 12. März. Die Strecke Johannisburg Lück ist seit gestern Abend in Folge Schneeverwehungen unfahrbar.

Strasthurg, 12. März. Die vorgestern von derLandes;. f. Els. -Lothr." gebrachte Nachricht, daß die Verfügung des Ministeriums von Elsaß-Lothringen vom 23. Mai 1888 zur Ausführung der Paßverordnung vom 22. desselben Monats aufgehoben ist, wird in den Reichslanden als eine Milderung des Paßzwanges betrachtet.

, Hamburg, 12. März. Der Dampfkessel der ZollbarkasseHaui­burg" ist heute explodirt, wodurch der an Bord des Schiffes befindliche Maschinenmeister im Gesicht leicht verletzt wurde. Der Kessel flog heraus.

Passau, 13. März. Der hiesige Bischof Weckert ist heute Nach- I mittag verschieden.