Einzelbild herunterladen
 

»eintest e*tB« Prrii:

SLHrlich 9 matt. H,lbj.â.S»Pfg. »ierteljährlich

1 Mari 25 Pfg. Für auswärtige Abonuenten mit dem betreffen« *en Psstauychlag. Lie ein-elne Num­

mer 10 Psg.

ij IIIIII ii cr Ästiger.

Zugteich Amtttches Z>vgcm für SLcröt- unö Lclnökveis Kcrncru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Snfettfen»«

PreiS:

Die ifbaltige Barmondzeile ob. beten Raum

10 Pfg.

Die 2spalt. Zeile 20 Pfg.

LieSjPaltigeZei.«

30 M,

Nr. 42.

Dienstag den 19. Februar

1889.

Bekanntmachungen König!. Landrathsamts.

Die Beschäler des Königlich hessen-nassauischen Landgestüts treffen am 26. Februar c. auf Station Wilhelmsbad ein, wovon ich die Pferde­züchter des Kreises in Kenntniß setze.

Hanau am 15. Februar 1889.

Der Königliche Landrath.

1087 I. V.: L. v. Deines.

TL ---------------

dk' Das Ansschreiben vom 14. ds. Mts. gegen die Gertrude Stückel ®n Großenhausen wird hiermit als erledigt zurückgezogen, da dieselbe in die a. d. S. festgenommen ist. gab . ^anau am 18. Februar 1889. glaubt Der Königliche Landrath. anderen. I, V.: Baabe. einem P Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.

vinziallandtag .^. sgcim Schneeaufräumen in der Nürnbergerstraße : ein- des JnHM voü^mcht unbedeutendem Betrag nebst einem Messer. Ein goldener Ring mit Stein, darauf eine Figur. Zwei Spazicrstöcke.

Hanau am 19. Februar 1889.

Altsschreiben Königlicher Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M.

2369 A. J. 2608/88. Das Ausschreiben vom 15. Okt. v. J. gegen den Hâfner Josef Kurz von Nordheim ist erledigt.

A. 2121. J. 2447/87. Das am 5. April 1888 erlassene Ausschreiben gegen den Schweizer Johann Bernreuther aus Her­mannsberg wird zurückgenommen.

Frankfurt a. M. den 14. Februar 1889.

2414 A. J. 587/89. Ueber den Aufenthalt des Schuhmachers Karl Matheis aus Rodheim wird Auskunft begehrt.

A. 2499. J. 247/89. Ueber den Aufenthalt der ledigen Auguste Günther, geboren am 13. Juli 1864 zu Kerzell, wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a. M. den 16. Februar 1889.

2540 A. M. 13/89. Der am 24. Dezember 1888 erlassene Steckbrief gegen den Oberknecht Georg Habermann von Hüttengesäß ist erledigt.

Frankfurt a. M. den 17. Februar 1889._______________________

Tagesschau.

Berlin, 17. Febr. Ihre Hoheiten der Herzog und die Herzogin Friedrich Ferdinand zu Schleswig Holstein - Sonderburg sind am gestrigen Abend hier eingetroffen und im Königlichen Schlöffe abgestiegen.

Berlin, 18. Febr. Kaiser Wilhelm empfing Mittags 120â Uhr den Reichskanzler in längerer Audienz und sodann den mecklenburgischen Staatsminister v. Bülow. Heute Nachmittag fand ein größeres Mahl statt.

Berlin, 17. Febr. Auf Grund des Artikels 6 der Verfassung ist von dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin der Staatsminister A. v. Bülow zum Bevollmächtigten zum Bundesrath ernannt worden.

Berlin, 18. Febr. Auf der Tagesordnung der am Dienstag, den 19. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, stattfindendcn 17. Plenarsitzung des Hauses der Abgeordneten stehen folgende Gegenstände: Berathung des Be­richts über die bisherige Ausführung von Bestimmungen verschiedener Ge- etze über den Erwerb von Privateisenbahnen für den Staat. Fort- etzung der zweiten Berathung des Entwurfs des Staatshaushalts-Etats ür 1889/90, und zwar: a. Ministerium des Innern, h. Bauverwaltung.

Berlin, 18. Februar. DieBerl. Polit. Nachr." können gegen­über den Gerüchten, Minister Friedberg habe seine Entlassnng in Folge eines reichskanzlerischen blauen Briefes genommen, versichern, daß die persönlichen Beziehungen des Reichskanzlers zu Friedberg durch den Rücktritt des Letzteren in keiner Weise alterirt worden seien. Friedberg stattete vor wenigen Tagen dem Fürsten Bismarck einen längeren Besuch ab. Ebenso willkürlich sei die Meldung desStandard", Minister von Schelling werde demissionireu.

Die Mitglieder der ältf$ erstell Rechten unserer parlamentarischen Körperschaften hatten vor Kurzem den Beschluß gefaßt, einen engeren Ausschuß zur Parteileitung und Vertretung zu wählen. Dieser Ausschuß soll aus 11 Mitgliedern bestehen und zwar würde der Reichstag dazu 4

Mitglieder, das Königreich Sachsen 1 Mitglied, das preußische Herrenhaus und das preußische Abgeordnetenhaus je 3 Mitglieder wählen. Dieser Ausschuß würde bei Wahlagitationen ic. in Thätigkeit zu treten haben.

S. M. Schiffsjungen-SchulschiffNixe", Kommandant Korvetten- Kapitän Büchsel, ist am 14. Februar cr. in Prinz Ruperts Bay (Insel Dominica). Westindien eingetroffen und beabsichtigt am 25. dess. Mts. wieder in See zu gehen.

Padeeboen, 18. Febr. Bei einem Familienstreit schoß am Samstag der Maler Menke auf seinen Sohn, traf aber seine Frau lebensgefährlich und erschoß sich hierauf selbst.

Kiel, 18. Febr. Der Senior der theologischen Fakultät, Kirchen- rath Professor Dr. Lüdemann, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Wien, 18. Febr. Nach einer Meldung derBudapester Corr." hatte Herzog Philipp v. Coburg gestern, von Berlin zurückgekehrt, eine lange Audienz bei dem Kaiser. Die Familie Coburg wollte einen Aufenthalt in Pest nehmen und ließ Vorbereitungen im herzoglichen Palais in Pest treffen; da jedoch die Gesundheit des Herzogs schwankend ist, wird er demnächst mit seiner Gemahlin nach Bologna, später nach Cannes gehen und erst im Mai nach Pest zurückkehren.

Pest, 17. Febr. (K. Z.) Prächtiges Wetter begünstigte die heutige Kundgebung der Opposition, die um 2 Uhr vom Calvin-Platz aus, wo nach und nach eine vieltausendköpfige Menge zusammengeströmt war, ihren Anfang nahm. Der Jurist Pandz hielt an die «uf dein Balkon des Klub­lokals der gemäßigten Opposition versammelten Abgeordneten eine Ansprache, in welcher er für die Unterstützung der Interessen der Jugend dankte. Hierauf erwiderte Becethy und bat, jeder der hier Versammelten möge bei­tragen, daß die Kundgebung würdig bleibe, und schloß mit dein RufeEs lebe der König!", in den die Menge entblößten Hauptes begeistert ein­stimmte. Der Zug, den berittene Polizisten eröffneten, setzte sich alsdann in Bewegung; an der Spitze schritt der Abgeordnete Graf Gabriel Karalyi, ihm folgten die Träger nationaler Banner mit den AufschriftenEs lebe der König!" undNieder mit Tisza!" Dann folgten die Abgeordneten der Unabhängigkeitspartei, die Studirenden der Universität und eine unabsehbare Menge, insgesammt etwa 30,000 Personen. Die Studenten walteten als Ordner. Vor dem Klublokale der Unabhängigkeitspartei hielt der Jurist Blacsck eine Ansprache, auf die der Abgeordnete Thaly erwiderte. Unter Eljenrufen auf den König bewegte sich der Zug zwischen einem dichten Menschenspalier weiter. Von den Fenstern einzelner Häuser wurden Tücher geschwenkt. Die Menge stimmte stets begeistert in die Eljcurufc auf den König ein, dazwischen ertönten RufeFort mit Tisza!" Unter fortwähren­den Beifallskundgebungen und Absingung vaterländischer Lieder gelangte der Zug vor das Klublokal der liberalen Partei, wo die Menge abermals stürmisch in den RufNieder mit Tisza!" ausbrach. Auf dem Donau- staden gegenüber der Ofener Königsburg nahm der Zug Aufstellung. Die Menge brachte auf den König stürmische Hochrufe aus, schwenkte die Hüte, senkte die Fahnen, enthielt sich jedoch jeder anderweitigen Kundgebung und sonstiger Ausrufe und kehrte dann nach dem Calvin-Platze zurück. Hüters wegs hielt der Jurist Bezsilla an die auf dem Balkon des Baron Aczelschen Palais versammelten Magnaten eine Ansprache, in welcher er die Ueber- zeugnng ausdrückte, daß die Magnaten auch künftig die Hüter der Ver- fassung sein'würden. Vor dem Standbilde Petöfis stimmte die Menge dasSzoszat" an und ging nach Verbrennung einer Nummer desNemzet" und des WitzblattesBorsszein Jankö" auf dem Calvin-Platz in bester Ordnung auseinander. Die Kundgebung war um 4/2 Uhr beendigt, noch um 6 Uhr aber wogte in allen Straßen eine ungeheure Menschenmenge, doch wurde die Ordnung und die Ruhe nirgends gestört. Später fand keine Ansammlung mehr statt.

Hoog, 18. Februar. Ein amiliches Bulletin sagt, der Zustand des Königs habe sich in den letzten Tagen verschlimmert. Er leide auf's Neue im Munde und Halse. Das Schlucken sei erschwert unb schmerzhaft. Er nehme wenig Nahrung zu sich, wodurch der Kräftezustand erheblich beein­trächtigt werde.

Rom, 18. Febr. Auf der Insel Vulcano, der südlichsten der Li­parischen Inseln, wurden am 12. b. M. innerhalb 712 Stunden 99, und am 14. b. Mts. innerhalb 8 Etutiden 112 vulkanische Explosionen be­obachtet, welche sehr häufig elektrischer Natur waren. Dabei wurde jedoch gar teilte Erschütterung des Bodens wahrgcnommen.