Einzelbild herunterladen
 

«bomieme»»-

PrkiS:

Jährlich S Marl. Halbj. -tM. 50Pfg.

Vierteljährlich , B.arl Pfg.

Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffen­den Pojtanjjchlag. Die einzelne llium-

luer 10 Pfg.

ananer Anzeiger.

Zugleich Amtliches Gvgcm für Ktcröt- und LcrrröKveis Kcmcru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Seferttmte»

Preis:

Die Ispnltige Garmondzeile »d. deren Raum

10 Psg.

Die 2spalt. Zeile 20 Psg.

LieSspaltigeZeile 30 Psg

Nr. 14.

Donnerstag den 17. Januar

1889.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.

Die Lieferung der Fourage für das Etatsjahr 1889/90 für die in Hanau, Bruchköbel und Dörnigheim stationirten Gendarmeriepferde soll Dienstag den 22. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, aus bem land- räthlichen Büreau verdungen werden.

Reflektanten werden zur Abgabe des mündlichen Gebots hierzu eingeladen.

Hanau am 14. Januar 1889.

Der Königliche Landrath

M. 110 Gf. Bismarck.

Jeder Militärpstichtige, welchem über seine Dienstpflicht eine endgültige Entscheidung der Ersatzbehörden noch nicht ertheilt ist, hat sich in der Zeit vom 15. Januar bis zum 1. Februar d. I. bei dem hiesigen Melde-Amte zur Rekrutirungsstammrolle zu melden, bei Vermeidung der im Gesetze angedrohten Nachtheile.

Für solche Militärpflichtige, welche, ohne an einem anderen Orte im deutschen Reiche einen dauernden Aufenthalt zu haben, abwesend sind, haben deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren die Anmeldung zu besorgen, ebenfalls bei Vermeidung der im Gesetze angedrohten Nachtheile.

Hanau am 2. Januar 1889.

Der Oberbürgermeister Westerburg.

Die nächsten Prüfungen für Hufschmiede, welche nach dem Gesetz vom 18. Juni 1884 die Befähigung zum Betriebe des Hufbeschlaggewerbes erwerben wollen, werden Samstag den 2. März 18 89, von Vor­mittags 8 Uhr an, in der Werkstätte des Schmiedemeisters M. Wilscheck dahier abgehalten.

Meldungen zu der Prüfung sind mindestens vier Wochen vorher unter Einreichung des Geburtsscheins und etwaiger Zeugnisse über die er­langte technische Ausbildung, sowie unter Einsendung der Prüfungsgebühr, welche 10 Mark beträgt, an den Unterzeichneten zu richten, worauf dann die Prüflinge von hier aus zur Prüfung einberufen werden.

Zur Vorbereitung auf die Prüfung wird das Buch:Anleitung zum Bestehen der Hufschmiede-Prüfung von Professor Ur. Möller. (Berlin, bei Paul Parey, Preis 1 Mark)" angelegentlichst empfohlen.

Hanau am 27. Dezember 1888.

Der Vorsitzende der Prüfungs-Kommission.

_____________________Collmann, Kreisthierarzt. ____________________

Ausschreiben Königlicher Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M.

664 B. J. 2522/88. Das am 10. September 1888 gegen den Fuhrknecht August Hofmann aus Liegnitz erlassene Ausschreiben wird erneuert.

Frankfurt a. M. den 11. Januar 1889.

A. 576^ J. 3303/87. Der am 21 Oktober 1887 erlassene Steckbrief gegen die Haushälterin Elisabetha Jacob, geboren am 20. September 1860 zu Dexheim, wird erneuert.

Frankfurt a. M. den 12. Januar 1889.

B. 806. J. 3337/88. Das am 24./8. 1888 gegen den Backsteinarbeiter Christoph Krebs von Horbach erlassene Ausschreiben ist erledigt.

A. 643. J. 474/88. Ueber den Aufenthalt des Portefeuiller- arbeitcrs Jean Bayer, zuletzt in Offenbach a/M. aufhältlich, wird Aus­kunft begehrt.

529 D. M. 184/88. Ueber den Aufenthalt des Tagelöhners Karl Helbig von Deutschkassel wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a. M. den 14. Januar 1889.

Tagesschau.

P. Aus dem Landtage. Berlin, 16. Januar. Im Ab­geordnetenhause wurde heute aus Vorschlag des Abg. Stengel (freik.) das Präsidium der vorigen Legislaturperiode, bestehend aus den Herren v. Koeller (kons.), Frhr. v. Heeremann (Centr.) und von Benda (nat.-lib.) durch Zuruf wiedergewählt. In gleicher Weise erfolgte sodann die Wahl der acht Schriftführer. Hierauf brachte der Herr Finanzminister Dr. v. Scholz Len Etat pro 1889/90 nebst den damit in Verbindung stehenden Finanz­

vorlagen ein, wobei er sowohl aus dem abgeschlossenen Finanzjahre 1887/88, wie aus dem laufenden Finanzjahre 1888/89 die erfreuliche finanzielle Lage konstatiren konnte, gleichzeitig aber betonte, daß trotz dieser günstigen finanziellen Ergebnisse der vorgelegte Etat pro 1889/90 mit größter Vor­sicht aufgestellt worden sei. Heute haben wir, so bemerkte der Herr Mi­nister am Schlüsse, vom Reiche gegen die Zeit von vor zehn Jahren 81 Millionen mehr. Davon sind in Preußen über 78 Millionen zur Erleich­terung der Steuerzahler verwendet. Wie würde es aber wohl um das Reich und Preußen stehen, wenn es nach der Meinung der immer negirenden Parteien gegangen wäre! Die jetzige günstige finanzielle Lage verdanke man der Reichs-Finanz- und der Staatseisenbahn-Politik. Möchten beide vom Staate noch lange zum Segen gereichen! Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr. (Erste Lesung des Etats).

Berlin, 16. Jan. Se. Majestät der Kaiser haben nach Maßgabe des Gesetzes vom 17. März 1878 (Reichs-Gesetzblatt S. 7) mit der Stell­vertretung des Reichskanzlers im Bereich der Marineverwaltung den Contre- Admiral Paschen zu beauftragen geruht.

Berlin, 16. Jan. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin em­pfing gestern Mittag das zur Gratulation bei Ihrer Durchlaucht der Prin­zessin Luise zu Schleswig-Holstein erschienene Offizier-Corps des Regiments der Gardes du Corps, sowie die Kommandeure des 1. Garde-Regiments z. F. und des Leib-Garde-Husaren-Regiments, und ertheilte am Nachmittag mehrere Audienzen. Um 5^'2 Uhr statteten Ihre Königlichen Hoheiten die Großherzogin und die Erbgroßherzogin von Baden Ihrer Majestät einen Besuch ab.

Berlin, 16. Jan. DerR. u. St.-A." veröffentlicht die Schrift­stücke, betreffend den Prozeß Geffcken, auf welche wir in nächster Nummer zurück'kommen werden.

Die Post von dem am 5. Dezember aus Sydney abgegangenen Reichs-PostdampferHabsburg" ist in Brindisi eingetroffen und gelangt für Berlin voraussichtlich am 18. früh zur Ausgabe.

Bückeburg, 16. Jan. DieK. Z." schreibt: Heute Vormittag um 91/a Uhr begaben sich der Kaiser, Fürst Adolf sowie der Erbprinz Georg zur Jagd nach dem Jagdrevier Baum, wo für die drei Fürstlich­keiten ein eingestelltes Jagen auf Hirsche veranstaltet war. Se. Majestät fuhr mit dem Fürsten in offenem Wagen. Auf dem Schloßhofe bildeten 600 berittene Bauern in ihrer Landestracht in langen weißen Röcken und niedrigen schwarzen Hüten auf blumengeschmückten Pferden, in den Straßen Vereine, Schulen, die Knappschaft mit Fahnen Spalier. Um 12 Uhr fin­det das Jagdfrühstück im Jagdschlösse statt, zu welchem auch das Gefolge und die übrigen Gäste Einladungen erhalten haben. An der Nachmittags stattfindenden Hirschjagd im Schaumburger Walde nehmen auch das Ge­folge und die Gäste Theil.

Schloß Loo, 16. Jan. Der König befindet sich heute etwas besser.

Rom, 15. Jan. Bei dem deutschen Botschafter Grafen Solms fand heute ein größeres diplomatisches Mahl statt, an welchem auch der Ministerpräsident Crispi Theil nahm.

Poris, 15. Jan. Die hiesigen Blätter heben nach demRh. K." alle hervor, daß die preußische Thronrede die gesicherte Hoffnung auf die Erhaltung des Friedens ausspricht, sie bringen aber im übrigen weiter keine eingehenden Kommentare darüber. DerTemps" schreibt in seinem Bulletin:Die Rede, welche Kaiser Wilhelm bei der Eröffnung des ersten Landtages, der unter seiner Regierung gewählt wurde, hielt, athmet sowohl betreffs der auswärtigen Beziehungen, wie hinsichtlich der inneren Ange­legenheiten Preußens und Deutschlands einen Optimismus, auf den die öffentliche Meinung nicht ganz vorbereitet war. Sie wird daher mit nur noch größerer Genugthuung aufgenommen werden können: alles, was den Frieden versichert, sichert ihn."

London, 16. Jan. Das Bureau Reuter erhielt den Text eines Briefes Stanleys an den Scheck Ben Mohanied. In dem Briefe, welcher aus Bonia of Banalya den 17. Auzust datirt ist, zeigt Stanley seine An­kunft mit 200 Leuten Emins an.

London, 16. Jan. Der von Stanley bekannt gewordene, iwm 17. August aus Boma of Lanalya datirte Brief ist an Tippo Tip gerichtet. Stanley theilt mit, er habe Emin Pascha vor 82 Tagen am Nyanzasie