um Geld gewöhnlich erfolglos blieben, sann er auf Rache und sandte auf Neujahr an seine sämmtlichen hiesigen Verwandten und Freunde Gcatula- tionâkarten, welche den Namen, sowie die Bezeichnung „erster Klaqueur am .. . . Theater" enthielten. Es gab natürlich einen großen Sturm in der Familie, aber auch eine ansehnliche Geldsendung an den „ersten Klaqueur". — Ein Oekonom, welcher ein Gut verpachtet hatte, gewahrte zu seinem Leidwesen, daß ihin eine große Anzahl Obstbäume, welche seither immer reichlich Früchte getragen, eingegangen waren, und suchte sich an seiner Pacht für den von ihm auf 3000 Mark berechneten Verlust schadlos zu halten. Es kam deshalb zu einem Prozeß, der zu seinen Ungunsten ausfiel; denn der Gerichtshof war der Ansicht, daß das Erfrieren der Obstbäume unter denselben Paragraphen des Pachtvertrages falle, nach welchem der Pächter bei Mißernten keinen Pachterlaß zu beanspruchen habe. (Fr. N.)
Weinheim, 1. Jan. Heute Mittag gegen 1 Uhr wurden wir durch einen dounerähnlichen Schlag und eine bedeutende Erschütterung in großen Schrecken versetzt. Nach der Ursache forschend, ergab sich alsbald, daß ein in der Nähe der Stadt in den Weinbergen stehendes Pulverhäuschen in die Luft geflogen war. War der Schrecken ob des Vorgefallenen groß, die Erbitterung über den Thäter, Schiel ist sein Name, ein schon oft bestraftes Individuum, war noch viel größer, indem derselbe diesen Streich mit Vorbedacht in boshafter und muthwilliger Weise, nachdem er heute Morgen schon auf der Straße und in Wirthschaften viel Skandal gemacht, ausge
Bekanntmachung.
Am Dienstag den 8. Januar
a. Vormittags von 10 Uhr ab sollen auf dem hiesigen Kasernenhofe
verschiedene Geräthe von Eisen und dergleichen sowie eine größere Anzahl noch brauchbarer Kisten und Fässer;
b. Nachmittags 3 Uhr
auf dem Regiments-Exercierplatz am Lamboywalde ein Eichbaum auf dem Stamme öffentlich gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden.
Hanau am 3. Januar 1889. 120
Königliche Garnison-Verwaltung.________
Stadt. Sparkasse.
Die Wiedereröffnung der städtischen Sparkasse findet
Mittwoch den 9. d. Mts. statt.
Bemerkt wird, daß die Sparkasse von diesem Tage an jeden Wochentag (mit Ausnahme des letzten Wochentags in jedem Monat) Vormittags von 8 bis 1 Uhr für den Verkehr mit dem Publikum geöffnet ist. Hanau am 3. Januar 1889. 122
Die Verwaltung der städtischen Sparkasse ______K ü stner. Müller. Weidert.
Versteigerung.
Am 21. Januar läßt die Unterzeichnete
2 Schlangenketten - Maschinen mit Zubehör, Transmission, kleine Drehbank, Fraismaschine öffentlich meistbietend versteigern. 124 Die Maschinen sind 1 Jahr im Betrieb und
gut erhalten.
Ob er st ein a/Nahe.
E. Roth jun. WweL
Eine große Purthie D.135
Bettzeuge
empfehle ä 40, 45 und 50 Pfg. per Meter.
Heinrich Engelhard.
Gesellschaft „Gemüthlichkeit". Generalversammlung
Samstag den 5. Januar 1889 im Lokal des Herrn Gastwirth Keßler, französische Allee Nr. 7. 114
Bei Nichterscheinen der Mitglieder 20 Pfennig Strafe.
________Der Vorstand.
Eine Frau, im Weißnähen fund Flicken geübt, hat noch einige Tage frei.
Reflektanten werden gebeten ihresAdreffe bei der
Exped. niederzulegen. 132
Zu vermiethen:
Salzgasse 20 1 fein möbl. Part.-Zimmer. 35
Glockenstr. 18 möbl. Zimmer zu verm.______116
—Rosengasse 13 1 möbl. Zimmer nebst Schlaf- kabinet für 1 od. 2 Herrn zu verm. 115
führt hat. Nachdem er die Thüre erbrochen und die Zündschnur angelegt hatte, suchte er einen sicheren Oct auf, das Weitere abwartend. Wie der „Mannh. Gen.-Anz." vernimmt, sollen ca. 15 Centner Pulver vorhanden gewesen sein, so daß dem Eigenthümer, Kaufmann Schwiefert, bedeutender Schaden erwachsen ist.
Aus dem Rheingau, 2. Jan. Der Nassauische Bauernverein hat eine Eingabe an den Reichskanzler gerichtet, wonach zur Abstellung des Getreidewuchers angestrebt wird, daß alle Klagen aus Getreidegeschäften, bei welchen kein Getreide geliefert wird, abgewiesen werden sollen und das Börsenspiel mit Landesprodukten gleich dem Hazardspiel gesetzlich zu verbieten ist. (O. Z.)
Ludwigshafen, 1. Jan. In vergangener Nacht wurde einem Dr. Kl. hier eine summe von 10 000 M. in baar gestohlen. Unter den entwendeten 100-Mark-Scheinen befand sich auch ein solcher der Badischen und einer der Thüringischen Bank. Von dem Diebe hat man noch keine Spur.
DMk^ Fortsetzung des lokalen Theils in der Beilage. -2ÄB
Thermometer st an d.
3 . Januar. Mittags 2 Uhr — 31/a0/ Abends 7 Uhr — 5°; 4. Jan. Morgens 7 Uhr — 9°, Vormittags 10 Uhr — 6‘/i0 R.
Inserate.
Hanauer Cisclub.
", )1 Saison auf im Teichen xxx
Samstag den 15. Januar 1889
grosse Eis probe
auf dem großen, gefahrlosen hinteren Teich.
Mitgliedskarte Mk. 1.— Monatsbetrag 25 Pfg.
Kinder von Mitgliedern frei.
Eiskarte monatlich 50 Pfg. Lehrkursus monatlich 50 Pfg.
Tageskarte 10 Pfg., bei Concert 20 Pfg., Kinder die Hälfte.
Für alle Bequemlichkeiten gesorgt.
Gute Restauration.
Der Vorstand.
137
NB. Schlittschuhe werden verliehen.
Jedes 2. Loos gewinnt in der
++ König!. Preuss. Staats-Lotterie.
Haupt- und Schlußziebung vom 15. Januar bis 2. Februar 1888.
TT Hauptgew.: 600 000, 2 zu 300 000, 2 zu 150 000, zusammen 65 000 4-H» Gewinne mit über 22 Millionen Mark.
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Classische Recitationen (2. Abend)
Donnerstag den 17. Januar im Saalbau „zum Riesen". Alle noch ausstehenden Karten haben Giltigkeit. 118
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