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Nr. 27 h
Montag den 19. November
1888
Dlenst-UschrichLen aus dem freist.
Gefunden: Eine schwarze Knabenmütze. Ein Rechnenbuch. Ein Täschchen mit Visitenkarten. Eine gelbe Uhrkette, ein Ring nebst ein Paar Kinderohrringen. Ein Paar blaue Kinderhandschuhe.
Entflogen: Drei Kanarienvögel (Weibchen). Zwei Tauben.
Hanau am 19. November 1888.____________________________
Allsslüreiben Kömgl. UaaisMmalWaft zu Frau^suri a. ft.
D. 12134. — J. 3061/88. Ueber den Aufenthalt des Kilian Kilgenstein aus Huckelheim (derselbe soll als Zeuge vernommen werden) wird Auskunft begehrt.
19625 B. — J. 4465/88. Ueber den Aufenthalt des Kellners Peter Martin Karbach aus Obernhof wird Auskunft begehrt.
19659 B. — 0. 167/88. Das Ausschreiben vom 2. d. M. gegen Friedr. Joh. Hartmann von Niedertiefenbach ist erledigt.
Frankfurt a/M. den 15. November 1888.
A. 19467. — J. 4406/88. Ueber den Aufenthalt des Geschirrhändlers Josef Zauner aus Mindelaltheim wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 16. November 1888.
B. 19779. — J. 4301/88. Ueber den Aufenthalt des Milchburschen Josef Hülsenbeck, geb. 9.76. 1867 zu Geiselwind, wird Auskunft begehrt.
A. 19533. — J. 1904/86. Das am 16. Mai 1888 erlassene Ausschreiben gegen den Taglöhner Wilhelm Hermann aus Ludwigshafen wird erneuert.
B. 19803. — J. 4073/87. Das am 12./4. 1888 gegen den Tagelöhner Anton Schiller aus Prenzendorf erlassene Ausschreiben wird erneuert.
Frankfurt a/M. den 17. November 1888.__
Tagesschau
Berlin, 17. Novbr. Ueber den Aufenthalt Sr. Majestät des Kaisers und Königs in Breslau bringt der „R. u. St.-A." noch folgende Nachrichten:
Breslau, 16. Novbr., Abends. Se. Majestät der Kaiser und König empfing heute in Gegenwart des-Polizei Präsidenten und des Oberbürgermeisters die Deputation der königstreuen Arbeiter. Se. Majestät beantwortete die Ansprache mit Dank für die Huldigung durch den glatt« -enden Fackelzug und für die Gefühle der Treue für Ihn und das Königliche Haus, welchen die Deputation soeben Ausdruck gegeben habe. Er sei doppelt erfreut, daß sich bei der Huldigung die Arbeiter beider Konfessionen mit Einmüthigkeit betheiligt hätten. Das Wohl der Arbeiter liege Ihm am Herzen. Die Arbeiter Breslaus seien die ersten gewesen, welche dies erkannt und ihrer Treue Ausdruck gegeben hätten. Er sei überzeugt, daß sie ihre Treue jederzeit bethätigen würden. Er hoffe und wünsche, daß das Beispiel der Arbeiter Schlesiens bei den Arbeitern in allen Theilen der Monarchie Nachahmung fände. Es möchte dies allen Thèllnehmern des Fackelzuges bekannt gemacht werden. — Sodann erfolgte die Vorstellung der Mitglieder der Deputation, wobei Se. Majestät jedem Einzelnen die Hand reichte und dem Fabrikbesitzer Seidel den Rothen Adler-Orden vierter Klaffe sowie dem Vorsitzenden der Arbeitervereine das Allgemeine Ehrenzeichen verlieh. — Se. Majestät der Kaiser wandte Sich ; hierauf an den Oberbürgermeister, welchem Er für die glänzende Aus- fchmückung der Stadt Seinen Dank sagte und zugleich Seine lebhafte Freude über die patriotische Begeisterung, welche Er in der Stadt gefunden, aussprach. Der Oberbürgermeister möge der Bürgerschaft diesen Dank kundgeben und namentlich sagen, daß, Er über die vortrefflichen ' Wahlen der Stadt Breslau sehr erfreut sei. Se. Majestät reichte hierauf dem Polizei-Präsidenten die Hand und drückte demselben Seine volle Zufriedenheit über die im Interesse der Ordnung getroffenen Maßnahmen aus. — 17. Novbr. Gestern Abend nach dem Diner, fand vor dem Königlichen Schlosse eine große Musikaufführung der vereinigten Militärkapellen statt. Den besonderen Beifall Sr. Majestät des Kaisers fand die Aufführung von drei „Fanfaren" (von Richard Wagner), welche auf besonderen Wunsch Sr. Majestät von dem Stabstrompeter Altmann wiederholt wurden.
Berlin, 17. Nov. Die Abordnung der königlich schwedischen Flotte, welche den Kaiser hier begrüßen soll und aus dem Vice-Admiral Langercrantz, dem Korvetten-Kapitän Klintberg, dem Kapitän Dyrssen und dem Marine-Premierlieutenant Freiherrn v. Ugglas besteht, wird am 18. ds. hier eintreffen; die Herren werden während der Dauer ihres hiesigen Aufenthalts Gäste des Kaisers sein; dieselben werden der Fürsorge des Korvetten-Kapitäns v. Arnim anvertraut. Am 19. ds. werden die Offiziere der Abordnung in feierlicher Audienz im Stadtschlosse zu Potsdam empfangen werden. Hieran schließt sich sodann im Bronzesaal des königlichen Stadtschlosses ein größeres Festmahl.
Berlin, 17. Nov. (K. Z.) Das „Armee-Verordnnngsblatt" bringt zwei Erlasse, durch welche der Kaiser das Protektorat über die Stiftung „Nationaldank für Veteranen" übernimmt und die am 1. Oktober 1889 zu vollziehende Verlegung der 2. Schwadron des 2. Hessischen Husaren- Regiments Nr. 14 von Rotenburg an der Fulda nach Cassel verfügt.
Der „Kreuzztg." zufolge soll es der Wunsch des Kaisers sein, daß die Gegenbesuche des russischen und österreichischen Kaisers gleichzeitig hier statifinden und zwar zu den nächsten Frühjahrsparaden. Die „Kreuzztg." will wissen, daß darüber Verhandlungen in Wien und Gat- schina im Gange sind.
In einer sehr eingehenden Darlegung der Grenzboten wird von offenbar landeskundiger Seite dargethan, daß die Paßverordnung in Elsaß-Lothringen ihren politischen Zweck, die Reichslande ihre Zugehörigkeit zu Deutschland inne werden zu lassen, durchaus erreicht habe, auch volkswirthschaftlich von nennenswerthem Nachtheil nicht gewesen sei. Die besten Wirkungen verspricht sich übrigens der Verfasser, wie uns scheint mit Recht, von der Einführung des einheitlichen bürgerlichen Gesetzbuchs im ganzen Reich. Möchte sich dieselbe nicht allzulange mehr verzögern 1
München, 17. November. Die Generalversammlung der Münchener Künstlergenossenschaft Leschloß, alljährlich eine internationale Kunstausstellung als „Münchener Salon" neben den regelmäßigen, vierjährigen großen Ausstellungen zu veranstalten.
Wien, 17. Nov. (K. Z ) Die Zeitschrift für Eisenbahnen bringt eine Darlegung aus der Feder einer leitenden Persönlichkeit des österreichischen Eisenbahnwesens, wonach der russische Bahnunsall bei Borki nicht durch die Zuggeschwindigkeit oder die Beschaffenheit des Oberbaues, sondern durch Achsen- oder Federbruch am Wagen des Verkehrsministers entstand, welcher ältesten Styls und in schlechtem Zustande war.
Der Kaiser von Oesterreich wird sich zur Beisetzung seines Schwiegervaters, des Herzogs Maximilian in Bayern, nach München begeben. Da es der Kaiserin Elisabeth kaum möglich wäre, rechtzeitig einzutreffen, so wird dieselbe wahrscheinlich in Korfu verbleiben.
Laut Mittheilung des schweizerischen Generalkommissärs für die Weltausstellung von 1889 in Paris wird eine Vorausstellung der Gruppe 1 (schöne Künste) für sämmtliche Werke, die sich nicht in Frankreich befinden, in Genf stattfinden und zwar vom 10. bis 20. Februar 1889. Die Stadl Genf, welche sich darum beworben hat, wird in gleicher Weise, wie dieses 1878 von Basel aus geschehen, sämmtliche Kosten für die Vorausstellung bestreiten.
Kopenhagen, 17. November. Prinz Heinrich von Preußen reiste heute Vormittag um 11 Uhr nach Kiel zurück. Der König in der Uniform seines thüringischen Ulanenregiments Nr. 6, die Kronprinzen von Dänemark und von Schweden, Erzherzog Wilhelm, Prinz Waldemar, der Marineminister, die deutsche Gesandtschaft, die Deputation des Ulanenregiments und die obersten Hofchargen waren am Hgfenplatze anwesend. D'e Matrosen der Fregatte „Sjaelland", auf den Raaen stehend, begrüßten den Prinzen Heinrich mit Hurrahrufen und die Musik intonirte die deutsche Nationalhymne. — Der heutigen Universitätsfeier anläßlich des Jubiläums des Königs wohnten das Königspaar und ~bte fürstlichen Gäste bei. Aufgeführt wurden Kantaten von Plongh und Gade. Der Rektor Sparling sprach über die Zukunft Dänemarks und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das Königspaar. (Fr. N.)
Lissabon, 16. Novbr. Die Korvett- „Reinha do Portugal" sowie das Kanonenboot „Zambesi" werden demnächst adgehen, um das portugiesische Geschwader an der ostafrikanischen Küste zu verstärken.