1 »emttwr*» Pkttt:
Ehrlich 9 Wart, »«lbj.â 50Pf» vterteljihrttch
,M°rI «6 W güt auiwixtiie toonnraten
Mit dem betreffen- ka P-st-us«!-«. »teeinMe Nummer io Bis-
ffanaiier Amcuier.
JugteicH Amtliches Kvgcrn für StcröL- urtö Lcrnökvers Karrcru.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Ansertio,^ Preis:
Die Ispaltrge Garmondzeile sD. deren Raum
10 P^u
Tie 2spalt. Zeile
20 Pfz.
Die3spattigeZeile
30 Pfg
Nr. 270. Samstag den
P ^^^^^^lWB^^^l|g^^^l^^^^^^^^^
dienft-Nachrichten aus dem freist.
Vom Wasenmeister am 16. d. M. ein gefangen: ein schwarz und weißer Spitz m. Geschl.
Gefunden: Ein Geldstück. Eine Hundekelte. Ein Paar braune Handstauchen.
Auf gefangen: ein junger rother Hahn.
Hanau am 17. November 1888.
Mfiftreißen Kömgl. SfaafsanwdsfFifLaff zu Frankfurt a. N.
18225 A. — J. 3597/88, Der Steckbrief vom 11. Oktober d. J. gegen Johannes Ruppel von Neukirchen ist erledigt.
19263 B. — J. 3971/88. Das Ausschreiben vom 26. v. M. gegen Konrad Brod von Vilbel ist erledigt.
19244 B. — J. 3843/88. Das am 15. Oktober 1888 gegen die Dienstmagd Maria Rosine Hamm von Sindelfingen erlassene Ausschreiben ist erledigt.
12025 D. — J. 2260/88. Das am 17. Juli 1888 gegen den Schuhmachergesellen Theophil Roggemann erlassene Ausschreiben wird erneuert.
Frankfurt a/M. den 13. November 1888.
D. 12092. — J. 4454/88. Ueber den Aufenthalt des Maschinenführers Wilhelm Fay und des Heizers Gottfried Ferdinand Fröße, beide früher bei der Frankfurter Lokalbahn beschäftigt, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 14. November 1888.
19448 A. —'M. 165/88. Das Ausschreiben vom 9. d. M. gegen Karl Friedr. Dahn von Bauschlott, Alex. Kupf errath von hier, Joh. Dull von München und Juliane Engler, geb. Götz, von Hausen, ist erledigt.
A. 19350. — J. 4245/88. Ueber den Aufenthalt des Arbeiters Karl Blum, zuletzt hier wohnhaft, wird Äuskunft begehrt.
B. 19620. — N. 962/88. Das am 1 /11. 1888 gegen den Taglöhner Johann Valentin Martin Go pp von Seligenstadt erlassene Ausschreiben ist erledigt.
Frankfurt a/M. den 15. November 1888.______________________
A. 19465. — J. 4211/88. Gegen den Dachdecker Ludwig Schmidt, geboren am 23. Oktober 1870 zu Eckenheim, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls verhängt. WHKMKÄ
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der s Verhaftung Nachricht zu geben.
Frankfurt a/M. den 15. November 1888.
_____________________Königliche Staatsanwaltschaft.___________
Tagesschau
Berlin, 16. Novbr. Ueber den Empfang Sr. Majestät des Kaisers und Königs in Breslau enthält der „R. u. Sl.-A." folgende Nachrichten :
Breslau, 15. Novbr., Abends 5 Uhr 30 Min. Zum Empfang: Sr. Majestät des Kaisers ist die Stadt aufs Glänzendste geschmückt. Vor Allem gewährt die Feststraße vom Bahnhof bis zum Schlöffe durch Triumphbogen, guirlande«-umwundene Masten, allegorische Figuren und reichen Flaggenschmuck einen sehr glänzenden Anblick. Das Ganze ist elektrisch beleuchtet. Die überaus glänzende Illumination erstreckt sich auf die ganze Stadt; alle Häuser sind mit Fahnen und Grün geschmückt. In den Straßen wogt eine gewaltige, festlich bewegte Menschenmenge. Zu dem Kaiserlichen Diner im Schlöffe sind die Spitzen sämmtlicher Behörden geladen.
Breslau, 15. Novbr., Abends 6 Uhr. Se. Majestät der Kai'er traf soeben hier ein und wurde auf dem festlich geschmückten Bahnhof von den Spitzen der Civil- und Militärbehörden empfangen; die zahlreich anwesende Volksmenge begrüßte den Kaiser mit stürmischem Enthu siaèmus.
Breslau, 15. Novbr., Abends. Se. Majestät der Kaiser wurde bei der Ankunft auf dem hiesigen Bahnhof von dem Oberbürgermeister Friedensburg mit einer Ansprache begrüßt, auf welche Se. Majestät mit huldvollen Worten erwiderte. Hierauf begab Sich der Kaiser zu dem vor dem Bahnhof haltenden offenen vierspännigen Wagen und fuhr unter
17. November 1888
unausgesetzten stürmischen Hoch- und Hurrahrufen der Kopf an Kopf gedrängten Volksmenge, welche alle Straßen und Plätze füllte, nach dem Königlichen Schloß. Zu dem Diner, welches um 7 Uhr im Schlöffe stattfand, waren gegen 60 Einladungen ergangen. An der langen Tafel, an welcher die Geladenen Platz nahmen, hatte der Kaiser den Mittelsitz inne. Rechts von Sr. Majestät saß Se. Königliche Hoheit der Prinz Albrecht, links Se. Hoheit der Fürst von Hohenzollern. Unter den Geladenen befand sich auch der Fürst-Bischof Dr. Kopp. Die Tafelmusik wurde von dem Musikkorps des Grenadier-Regiments „Kronprinz Friedrich Wilhelm" (2. Schlesischen Nr. 11) ausgeführt. — Der Sr. Majestät dem Kaiser heute Abend von den schlesischen königstreuen Arbeitern dargebrachte Fackelzug, an weichem sich viele Tausende betheiligt hatten, verlief bei prachtvollem Wetter äußerst glänzend. Se. Majestät trat auf die vor dem Palais befindliche Rampe heraus und dankte wiederholt huldvollst Sich nach allen Seiten verneigend.
Brèslau, 16. Novbr. Se. Majestät der Kaiser ist heute früh 7 Vs Uhr zur Jagd nach Ohlau gefahren.
Berlin, 16. November. Der Bundesrath ertheilte, wie amtlich bekannt gegeben wird, in der am 15. d. M. unter dem Vorsitz des Vicepräsidenten des Staatsministeriums Staatssecretärs des Innern v. Bötticher abgehaltenen Plenarsitzung dem Gesetzentwurf betreffend die Alters- und Jnvaliditätsversicherung in zweiter Berathung die Zustimmung und genehmigte die Etatsentwürfe für 1889/90 über den allgemeinen Pensionsfonds, für die Verwaltung des Reichsheeres, des Rèichsschatzamtees sowie für die Einnahmen des Reichs an Zöllen, Verbrauchssteuer und Aversen und an Stempelabgaben. Der Entwurf einer Grundbuch-Ordnung wurde dem Ausschuß für Justizwesen überwiesen.
Berlin, 16. November. Die „Post" bespricht die neue russische Anleihe und sagt, es sei perfid auszustreuen, daß deutsche Bankiers sich an der russischen Anleihe betheiligten, weil sie von der Dauer des freundschaftlichen Verhältnisfes unterrichtet seien. Das sind sie nicht und können es nicht sein, weil die deutsche Regierung selbst davon nicht unterrichtet ist. Selbst der erste Staatsmann kann die Eventualitäten der nächsten russischen Entwickelung nicht berechnen. Wenn deutsche Bankiers sich an der Anleihe betheiligten, wurden sie wahrscheinlich nicht gewarnt, aber absolut sicher ist, daß sie auch nicht ermuntert wurden. Die ganze Verantwortung der Verlockung des deutschen Publikums müssen sie allein auf ihre Schultern nehmen. Die Konversion bezweckt, den Kredit Rußlands und den Glauben an eine dauernde Friedlichkeit seiner Politik dergestalt zu befestigen, daß es demnächst zu einer Anleihe von ungleich größerem Umfange mit guter Aussicht auf Erfolg wird schreiten können, sogar auf Erfolg in Deutschland. (Fr. N.)
Berlin, 16. Novbr. Das Schulgeschwader, bestehend aus S. M. Kreuzer-Fregatten „Stosch" (Flaggschiff), „Charlotte", „Gneisenau" und „Moltke", Geschwader-Chef Contre - Admiral Hollmann, ist am 15. November er. in Pola eingetroffen und beabsichtigt am 19. deff. Mts. wieder rn See zu gehen. G. M. Panzerschiff „Kaiser", Kommandant Kapitän zur See Hoffmann, ist am 14 November er. in Kopenhagen angekommen uns beabsichtigt am 17. desselben Monats wieder in See zu gehen. — S. M. Kreuzer „Nautilus" ist am 13. November er. in Lissabon eingetroffen und beabsichtigt am 17. deff. Mts. die Heimreise fortzusetzkn.
Berlin, 15. November. In den Kreisen unserer Kommunalverwaltung erregt gegenwärtig eine Unterschlagung Aufsehen, welche sich der Büreauvorsteher Lehmann zu Schulden hat kommen lassen. L., welcher, nach den „Fr. N.", im Miethssteuerbureau seit längerer Zeit als Vorsteher dieser Abtheilung angestellt war, genoß bei seinen Vorgesetzten den Ruf als achtbarer und solider Mann, so daß ihm seitens einer hiesigen Stiftung das Amt als Rendant derselben übertragen wurde, welche Stellung er gleichfalls seit mehreren Jahren bekleidete. In dieser Stellung hat sich L. die Unterschlagung beträchtlicher Summen-zu Schulden kommen lassen, die vor etwa 14 Tagen von dem Kuratorium enidèkt wurde und sofort zur Verhaftung des Defraudanten führte. Das „Dtsche. Bl." weiß Folgenderes über den Vorfall zu berichten: Darnach ist L. Rendant der Kaiser - Wilhelmsstistung gewesen und hat aus deren Kasse 80, COO Mark unterschlagen; das verbrecherische Treiben