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30 Pfg.

Moutaq den 12. November

Nr. 265.

Amtliches.

Warnung.

In Läden und Geschäften, welche als Lotterie-Komtor, Lotterie- Einnahme oder Lotterie-Kollekte bezeichnet sind und deren Inhaber sich als Lotterie-Einnehmer resp. Kollekteur bezeichnen, werden Loose der Preußischen Klaffen-Lotterie und Antheilscheine auf solche Loose, oft unter Benennung als Antheilloose, für Preise angeboten, welche die im Lotterie­plan bestimmten Preise sehr weit übersteigen und ferner noch dadurch erhöht werden, daß in den Antheilscheinen selbst die Verkäufer derselben hohe Gewinnabzüge für sich ausbedingen.

Die Antheilscheine begründen niemals Ansprüche an die Lotterie-Verwaltung auf Looseerneuerung und auf Ge- winnzahlung.

Vielfache gerichtliche Verurtheilungen von Loosanthèilschein-Ver- käufern haben herausgestellt, daß solche Verkäufer häufig betrügerisch ver­fahren, indem sie die Loose, auf welche sie Antheile verkaufen, nicht besitzen oder auf wirklich besessene Loose viel mehr Antheilscheine aus­geben, als der Umfang ihres Loosebesitzes erlaubt, oder indem endlich sie ihrerseits erhobene größere Gewinne unterschlagen und mit denselben verschwinden.

Zur Unterscheidung der Loosantheilscheine von den ächten Loosen machen wir darauf aufmerksam, daß die letzteren stets einen Stempel mit der inneren UmschriftKoen. Pr. Gen. Lotterie-Direktion" tragen.

Zur Unterscheidung zwischen den sich alsLotterie- Einnehmer" benennenden und ihr Geschäft alsLotterie- Einnahmen" oderLotterie-Komtor" bezeichnenden Pri­vatverkäufern von Loosen einerseits und den Königlichen Lotterie-Einnehmern andererseits aber machen wir darauf aufmerksam, daß die letzteren allein alsKönigliche Lotterie-Einnahmen" oder Königliche Lotterie-Einnehmer" sich namhaft machen.

Berlin am 8. Juli 1882.

Königliche General-Lotterie-Direktion.

Dammas. Liliental.

Bekanntmachung.

In der Provinz Hessen-Nassau sind:

1. der Dr. Karl Brockm eie r zu Marburg,

2. Königliche Forstaflessor Emmelhainz zu Erbach a/RH.,

3. Apotheker W. Steffen zu Homburg v. d. Höhe,

4. Assistent an der landwirthschaftlichen Versuchsstation Dr. Otto Sachs zu Marburg,

5. Baumschulenbesitzer Christian Möller zu Wiesbaden als weitere Sachverständige behufs Untersuchung und Feststellung von Reblsusinfektionen ernannt worden.

Cassel den 25. Oktober 1888.

Der Ober-Präsident.

Nr. 5804. gez. Gf. Eulenburg.

^fan^ Königl» Lauörathèamts.

Nachstehendes Ausschreiben des Kgl. Polizei-Präsidiums zu Frank furt a/M. wird veröffentlicht.

Hanau am 10. November 1888.

Der Königliche Landrath.

7239 In Vertr.: Baabe.

Bekanntmachung.

Am 30. Oktober d. Js, Vormittags 9 Uhr, wurde dahier am Nadelwebr die Leiche eines unbekannten Mannes (anscheinend dem Acbeiterstande angehörig) 4050 Jahre alt, 1,58 Meter groß, gefetzt, mit schwarzen Haaren vorne dünn, dunkelbraunem Backen- «nd starkem Schnurrbart aus dem Maine gelandet. Die Leiche war bekleidet mit schwarzer Arbeitshose, grau, weiß und schwarz gestreiftem Arbeitskittel, blauen baumwollenen Strümpfen, ledernen Pantoffeln, roth und weiß gestreiftem Hemd, rothen Hosenträgern, schwarzem Haistuch, mit einer Sicherheitsnadel zusammengesteckt, rothem Taschemuch. In den

1888

Taschen wurde nichts vorgefunden. Die Leiche mag ca. 8 -Tage (im Wasser gelegen haben. ®^®

Die Kleidungsstücke werden behufs event. Anerkennung hier auf« bewahrt.

Um Anzeige wird ersucht, falls die Persönlichkeit des Verstorbenen bekannt sein sollte.

Frankfurt a/M. den 6. November 1888.

. Der Polizei-Präsident

I. Nr. lll. 16397. «.Köller.

In der Zeit vom 9. bis 17. d. Mts. ist auf der Hanau-Philipps- ruher-Straße und in der Nußallee eine Dampfstraßenwalze in Thätigkeit.

Seitens der kommunalständischen Bauverwaltung werden an den betreffenden Straßenstrecken Warnungstafeln aufgestellt werden. 9 ^W

Behufs Vermeidung von Unglücksfällen durch Scheuen von Pferden empfiehlt es sich, den Wagenverkehr von genannten Straßenstrecken, während die Maschine arbeitet, abzulenken

Dies wird hiermit zur Kenntniß des Publikums gebracht.

Hanau am 9, November 1888.

Der Königliche Landrath.

V. 6794 In Vertr.: Baabe.

Die Schafheerde des Konrad Zieger, welche in der Gemarkung Großauheim die Weide bezogen, ist der Räude verdächtig. Dies wird iermit veröffentlicht.

Hanau am 9. November 1888.

Der Königliche Landrath.

V. 6778__In Vertretung: Baabe._____________________

ReM-Nachrichtm ans dem irtife.

Gefunden: Ein Notizbuch. Ein luther. kleiner Katechismus. Ein Kinderkragen. Ein Spazierstock. Ein Köcher.

Verloren: Eine silberne Damen-Uhr mit silbernem Reisekettchen.

Hanau am 12. November 1888.

Bekanntmachung.

Wir machen darauf aufmerksam, daß an unserer Gerichtstafel, ^an der zu öffentlichen Bekanntmachungen bestimmten Stelle der Gemeinde Hochstadt und in dem Anzeiger des Amtsblatts der Königlichen Re­gierung zu Cassel Behufs Grundbuchregulirung in der Gemarkung Hochstadt ein Aufgebot von uns erlassen ist.

Hanau den 5. November 1888.

Königliches Amtsgericht III.

10897___________________ Hahn.___________ âü8 streiken &ig(. Staafsnnwalffdiaft zu Frankfuri a. Ä.

19056 B. J. 1011/88. Das Ausschreiben vom 3. Juli d.

J. gegen Heinr. Herrmann von Stuttgart ist erledigt.

Frankfurt a/M. den 5 November 1888.

B. 19191. J. 14 09/^7. Das am 30. Januar 1888 erlassene Ausichreiben gegen den Schreiner Wilhelm Bach von Heidenfeld wird zurückgenommen.

B. 19272. N. 944/88. Das am 30. Oktober 1888 erlassene Ausschreiben gegen den Roßwärter Georg Roth von Zeilsheim wird zurückgenommen.

19238 B N. 158/88. Ueber den Aufenthalt des Spenglers Heinrich Christian von Sulzbach wird Auskunft begehrt.

18996 A. L. 148/88. Ueber den Aufenthalt des Bäckers Johann Nanninger von Wonfurt wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M. den 8 November 1888.

19111 A. M. 165/88. Ueber den Aufenthalt des Schuhmachers Karl Friedr. Dahn von Bauschlott, des Mechanikers Alexander Kup fer- rot h von hier, des Schreiners Joh. Dull von München und der ge- schäflslosen Juliane Engler, geb. Götz, von Hausen wird Auskunft begehrt.

B. 19293. J. 4282/88. Ueber den Aufenthalt des Tapezierers Franz Niemann, geb. 15./11. 1867 zu Merseburg, wird Auskunft begehrt.