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Nr. 246 Freitag Den
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Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises haben diejenigen Personen, welche für das nächste Kalenderjahr Wandergewerbescheine zum Gewerbebetriebe im Umherziehen wünschen, mittelst ortsüblicher Bekanntmachung aufzufordern, die deèhalbigen Anträge und zwar wenn dieselben seither schon im Besitze eines solchen Scheins gewesen sind, unter Vorzeigung des zuletzt ertheilten, bei Ihnen an zu bringen, dieselben auch ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß alle, welche dieses unterlassen würden, sich die nachtheiligen Folgen, welche durch verspätete rechtzeitige Anmeldung entstehen könnten, selbst zuzuschreiben haben.
Die Anträge sind in die vorgeschriebene, im Waisen.ause dahier zu empfangende Nachweisung resp. Signalementsverzeichniß einzutragen und gehörig vollzogen bis zum 1. November d. J. an mich einzureichen, oder es ist berichtlich anzuzeigen, daß keine Anträge gestellt worden sind. W „ Hanau den 18. Oktober 1888.
Der Königliche Landrath
St. 1940 Gf. Bismarck.
Der Mechanikus Wilhelm Weber von Bruchköbel, z. Zt. in New- Jork, hat um Entlassung aus dem Preußischen Staatsverband für sich und seine Familie nachgesucht.
Hanau am 16. Oktober 1888.
Der Königliche Landrath
V. 5083 Gf. Bismarck.
Nenst-Nachrichten aus dem Lreile.
Vom Wasenmeister am 18. d. M. ein gefangen: ein grauer Hund mit gelben Abzeichen, m. Geschl.
Hanau am 19. Oktober 1888.
Kekanntmachnng.
Die für die hiesige Stadt aufgestellten 16 Abtheilungslisten, sowie die allgemeine Abtheilungsliste für die bevorstehende Wahl zum Hause der Abgeordneten werden Vom 18. bis einschließlich 20. -. Mts. im Geschäftslokale der städtischen Stenerkommisston treust. Rathhaus, eine Treppe hoch rechts) öffentlich ausgelegt.
Einwendungen gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Listen können innerhalb dieser Frist während der üblichen Dienststunden bei der städtischen Steuerkommission seyriftlich angebracht oder mündlich zu Protokoll gegeben werden.
Hanau, 16. Oktober 1888.
Der Oberbürgermeister
J. III. 1127__Westerburg.______ âns fifireifißn Kölligl. UaaisMimiMllfi zu âMkfuri a. AL 10968 D. — L. 119/88. Ueber den Aufenthalt der geschäftslosen Gertrude Ehrhard aus Altlay wird Auskunft begehrt.
J. 2409/88. Das am 3./9. 1888 gegen Brigitta Rathgeber, geb. Murphy, aus Dublin erlassene Ausschreiben wird erneuert.
B. 17895. — N. 942/88. Ueber den Aufenthalt des Kolporteurs Peter Schnepper, geb. am 13. Februar 1859 zu Darmstadt, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 16. Oktober 1888.
L. 98/88. Der am 15./9. 1888 gegen den Koch Josef Bernhard Schultheis von hier erlassene Steckbrief ist erledigt. __Frankfurt a/M. den 17. Oktober 1888.
L 8 T r § s L ü u.
Berlin, 18. Okt. Ueber die Festlichkeiten aus Anlaß des Besuchs Sr. Majestät des Kaisers und Königs am Königlich italienischen Hofe liegen bem „R. u. St.-A." heute folgende Nachrichten vor:
Neapel, 18. Oktbr., früh. Gestern Abend fand im Königlichen Schlöffe ein glänzendes Galadiner statt, zu welchem gegen 200 Einladungen ergangen waren. Nach dem Diner unterhielt sich Kaiser Wilhelm längere Zeit mit dem Marine-Minister Brin, mit dem Vize-Admiral Acton und mit den Contre- Admiralen Bacchia, Martinez, Orengo und Lovera de Maria. — Bei der Illumination der Stadt und ihrer Umgebung traten die elektrische Beleuchtung des Geschwaders und die bengalische Beleuchtung des Plebiszit-Platzes besonders hervor. Von der Kuppel der Paulskirche wurde ein prachtvolles Feuerwerk abgebrannt. Eine
W. Oktober 1888
unzählbare Menschenmasse füllte alle Straßen und Plätze; erst gegen 3 Uhr Morgens hörte das Menschengewoge auf. Die beiden Monarchen sahen dem Feuerwerk längere Zeit von einem Balkon des Königlichen Palastes aus ?u und wurden von der Bevölkerung ununterbrochen mit stürmis 1 en Kundgebungen begrüßt.
Neapel, 18 Okt., Vorm. Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und der König Humbert sind, von den Königlichen Prinzen begleitet, mit dem Minister-Präsident Crispi und ihrem gelammten Gefolge heute früh 8 Uhr nach Pompeji abgereist. Vom Königlichen Palast bis zum Bahnhof bildeten die Truppen Spalier; sämmtliche vor Anker liegenden Schiffe der Flotte schoss n Salut; auf dem Bahnhof war eine Ehrenkompagnie ausgestellt, deren Musik die preußische Volkshymne spielte. Die Bevölkerung begleitete die Monarchen auf der Fahrt nach dem Bahnhof mit unausgesetzten Evviva - Rufen. Die Rückkehr der Monarchen von Pompesi erfolgt um 11 Vs Uhr. Eine halbe Stunde später wird die Rückfahrt nach Rom anqetreten werden.
Pompeji, 18. Okt. Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und der König Humbert trafen heute Morgen um 8 Uhr 45 Minuten hier ein uns wurden von dem Minister und dem Unter-Staatssekretär im Unterrichts - Ministerium sowie von dem Ober - Intendanten der Ausgrabungen und Alterihümer empfangen Allerböchstvieselben besuchten das Museum, in welchem der Minister dem Kaiser die Gipsabgüsse mehrerer verschütteten menschlichen Körper, die für das Museum in Berlin bestimmt sind, zeigte. Se. Majestät sprach hierfür Seinen huldvollen Dank aus. Um 10 Uhr wurden in Gegenwart der beiden Souveräne Ausgrabungen vorgenommen; daran schloß sich ein Besuch des bereits ausgegrabenen Theiles der Stadt.
Weiter meldet die „K. Z.":
Neapel, 18. Okt. Der Zug mit den Majestäten, Prinzen und Ministern traf von Pompeji um 11 Uhr 35 Minuten wieder hier ein. Die in der Villa Fortuna und der Villa Nolana gemachten Ausgrabungen ergaben das schönste Resultat und interessirten die Majestäten lebhaft. Der Empfang seitens der Bewohner von Pompeji war enthusiastisch. Auf dem hiesigen Bahnhöfe waren zum Empfange anwesend die Spitzen der Civil- und Militärbehörden; auch war eine Ehrenkompagnie aufgestellt. Die Majestäten verließen den Zug nicht, sondern unterhielten sich vom Waggon aus längere Zeit mit den Vertretern der Behörden. Der Zug fuhr um 11 Uhr 55 Minuten nach Rom. Der Kaiser dankte dem Bürgermeister wiederholt für den Empfang.
Berlin, 18. Oktober. Nach hiesigen Blättern wurde gestern in der geheimen Sitzung der Sadtverordnetenversammlung die Summe von 300 000Mk. für die Errichtung des Monumental-Brunnens nach Reinhold Begas' Entwurf beschlossen. (K. Ztg.)
Berlin, 18. Okt. Die Adresse, welche die Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten der Kaiserin Friedrich heute überreichte, gipfelt in der Erklärung, daß die Vertreter der Reichshauplstadt, deren stetige Entwicklung für Kaiser Friedrich allezeit ein Gegenstand fördernder Theilnahme gewesen sei, zum bleibenden Andenken an denselben eine dessen Flamen tragende Stiftung begründen. Diese Stiftung solle im Sinne des hochseligen Kaisers der Förderung der allgemeinen Volkswohlfahrt gewidmet sein und aus Stadtmitteln mit 500 000 Mark ausgestattet werden. Die nähere Bestimmung des Zwecks werde nach einhelligem Beschluß der Kaiserin Friedrich anheimgegeben, welcher als der erhabenen Genossin aller idealen und auf die Förderung der Volkswohlfahrt gerichteten Bestrebungen d-s Kaisers und als der verständnißinnigen Vertrauten seines Dichtens und Trachtens, die Entscheidung gebühre. Tie Kaiserin hörte die Verlesung der Adresse in tiefster Bewegung, unter fortwährend hervor- strömcnden Thränen an und sprach dem Oberbürgermeister ihren innigen Dank mit der Versicherung aus, die Stiftung im Sinne der Stifter nutzbar zu machen. (Fr. N.)
Berlin, 18. Okt. Unter dem Vorsitze des Ministers von Bötticher fand Nachmittags eine Sitzung des Staatsministeriums statt. — Den — „Pol. Nachr." zufolge haben die unter dem Vorsitz des Ministers von Bötticher wegen des Denkmals für den Kaiser Wilhelm stattgehabten Verhandlungen heute ihren Abschluß gefun en. Wahrscheinlich werde die Aus- schreibmg einer allgemeinen Konkurrenz in Deutsch: mö vorgeschlagen werden. Die Platzfrage ist offengelassen worden.
Berlin, 18. Okt. D.e „Voss. Ztg." veröffentlicht die Unterredung