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E. 233 Donnerstag den 4. Oktober 1888
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MEMNlmachungen Königl. ^ohrntMamt^
Die Räude unter der Wandersch'afheerde des Johs. Gast zu Baumwieserhof und unter der des Domainenpächters Wittmer zu Dottenfelderhof ist erloschen.
Hanau am 27. September 1888.
Der Königliche Landrath
V, 5736________________Gf. Bismarck._______________________
ânst-UaHrichLen aus dem Lreise-
Gefunden: Ein Portemonnaie mit Geld. Ein Taschenmesser.
Zugelaufen: Ein kleiner gelber junger Hund mit schwarzer Schnauze, m. Geschl. Ein graues Huhn.
Verloren: Ein Portemonnaie mit 3 M. 50 Pf. Ein silbernes Bettelarmband mit Münzen.
Hanau am 4, Oktober 1888._________________________________
Hnsfdicßi6ßn Kömgl. UMisMmMliiafi zu fcanftfuct a. Ä J. 3308/88. Das am 31./8. 1888 gegen den Schreiner Heinrich Waldschmidt aus Schwarz erlassene Ausschreiben ist erledigt.
1 16471 A. — J. 3589/88. Ueber den Aufenthalt des Gelbgießers Friedrich August Henze von Wittenberg wird Auskunft begehrt. / 16856 B. — J. 2041/88. Das am 12. Juni 1888 gegen den Maurer Franz Karl Kurz aus Heuberg erlassene Ausschreiben ist erledigt. J. 3530/88. Ueber den Aufenthalt des Backsteinmachermeisters ; Johann Daniel Schuhmann aus Buchenau, Kr. Hünfeld, wird Auskunft begehrt.
16893 B. — N. 376/88, Das am 19. Mai 1888 gegen den , Tagelöhner Jakob Hartung aus Connefeld erlassene Ausschreiben ist I erledigt.
A. 16388. — J. 3452,88. Ueber den Aufenthalt der Arbeiterin Maria Marx aus Langenbach, Kreis Erbach, wird Auskunft begehrt.
' V Frankfurt a/M. den 1. Oktober 1888.
J. 3648/88, Ueber den Aufenthalt des Backsteinarbeiters Daniel Schickedanz, geb. 6. Nov. 1858 zu Dietzenbach, wird Auskunft begehrt. ’ ! A. 16959. — N. 878/88. Ueber den Aufenthalt des Taglöhners e Daniel Bechtel aus Groß Umstadt, geboren den 7. Oktober 1839, wird ! Auskunft begehrt.
j Frankfurt a/M. den 2. Oktober 1888.
[ J. 3634/88. Gegen den unten beschriebenen Barbier Julius  Cornitiuè, geb. 13./3. 1865 zu Darkehmen, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls i. w. R. verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung ö Nachricht zu geben.
4 Frankfurt a/M. den 2, Oktober 1888.
Königliche Staatsanwaltschaft.
Beschreibung: Alter 23 Jahre, Statur schlank, bartlos, Gesicht glatt, Sprache: ostpreuß. Dialekt; besondere Kennzeichen: trägt die linke Schulter tiefer als die rechte.__________________________________________
” 16584 A. — L. 136/88. Gegen den Gärtner Angelus Klüh
. von Dipperz, geb. 18. April 1836, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich Nachricht zu geben.
1 Frankfurt a/M. den 2. Oktober 1888. _____________________Königliche Staatsanwaltschaft._____________________
Kaiser Wilhelm in Wien.
Aris der „Köln. Ztg."
~ Wien, 3. Okt. Bei prächtigem Wetter traf Kaiser Wilhelm heute i, 9 Uhr ein. Seit 6 Uhr früh rückten von allen Seiten Bataillone mit klingendem Spiel zur Feststraße, alle Truppen hatten die Tschakos mit " Tannenreis geschmückt Sie nahmen Aufstellung in zwei Gliedern zur Rechten der ganzen Feststraße, während zur Linken der Bürgersteig für das Publikum frei blieb. An der Feststraße waren fast alle Häuser mit Fahnen, darunter auch viele schwarz-weiß-rothe, geschmückt, einzelne Häuser trugen außerdem einen besonderen Festschmuck. Vom W-stbahnhofe bis ^ zur Mariahilfer Linie führt eine schöne Allee von Flaggenstangen. Seit dem frühesten Morgen durchwogen viele Tausende die Straßen, kein Fenster auf der ganzen ausgedehnten Strecke bis zur Ringstraße ist unbesetzt; der geschmackvoll dekorirte Westbahnhof ist ausschließlich für den Hof und die
Staatswürdenträger reserv'rt, d'e Vestibüle, Pfeiler und Seitenwände des Bahnhofes sind mit Wappenschildern in den deutschen und österreichischen Farben bekleidet, die Nischen finD mit duftenden Blumen und Lorbeerbäumen gefüllt. Um 8 Uhr durchbricht die Sonne den über der Stadt lagernden feinen Herbstnebel und blauer Himmel breitet sich über das Festbild. Um dieselbe Zeit rückt im Westbahnhofe die Ehrenkompagnie auf, an diese schließt sich eine Vereinigung reichsdeutscher Reserve- und Landwehroisiziere. Auch die Spitzen der militärischen und bürgerlichen Behörden und das Personal der deutschen Botschaft fanden sich ein Gegen 83/4 Uhr erscheint der allerhöchste Hof, Kaiser, Kronprinz, die Erzherzöge Karl Ludwig, Albrecht, Wilhelm in preußischen Uniformen, die übrigen Erzherzöge in österreichischen Uniformen, von der österreichischen Hymne b grüßt. Man bemerkt besonders den Botschafter Szechenyi in reicher ungarischer Magratentracht. Gegen 9 Uhr tritt der Kaiser auf den großen Mitlelieppich. Unter den Klängen der preußischen Hymne und dem Präsentnen der Ehrenkompagnie fährt der Zug in die Halle. Die Fahne senkre sich, Kaiser Franz Joseph legte die Hand an den Helm und ging, sobald der Zug still stand, zu dem Salonwagen, auf dessen Tritt der Kaiser Wilhelm stand. Kaiser Wilhelm, in österreichischer Oberstenuniform, eilt elastischen Schrittes auf den Kaiser Franz Joseph zu, küßt ihn dreimal und schüttelt ihm herzlich die Hand, wendet sich sodann zum Kronprinzen mit herzlicher Umarmung und begrüßt die Erzherzöge, die meisten ebenfalls mit Kuß auf beide Wangen. Beide Kaiser stellten sich gegenseitig ihr Gefolge vor. Kaiser Wilhelm schüttelte allen die Hand, auch deutschen Reserve Osfizieren, begrüßte die Prinzessin Reuß und sprach mit einzelnen. Bürgermeister Uhl, welcher vom Kaiser begrüßt wurde, sagte: „Die ganze Bevölkerung Wiens ist hocherfreut über den Besuch Ew. Majestät. Die Begrüßung nahm etwa zehn Minuten in Anspruch, worauf die beiden Kaiser unter Vortritt der Hoffouriere, ohne den Hofsalon zu betreten, sogleich zum Wagen schritten. Vor dem Bahnhof stand das Jäger-Regiment, kommandirt von dem Feldmarschalllieutenant Zurbauer, dem Kaiser Wilhelm nach militärischer Begrüßung die Hand schüttelte. Die lange Wagenrei.,e setzte sich nunmehr durch die Feststraße in Bewegung, ein höchst imposanter Anblick, '.echtè die endlosen Reihen der präsentirenden Truppen, deren Musikkorps die preußische Hymne spielten, links die Volksmenge, die unablässig „Hoch!" und „Hoch Wilhelm!' rief, alle Fenster dicht besetzt von Damen, Herren, die mit Tüchern Willkommen winkten: es waren wohl hunderttausend Menschen auf der Straße. Das Gedränge war ganz ungemein in der Nähe der Hofburg, wo zwei Kavallerie-Regimenter und Artillerie aufgestellt waren. In der Hofburg wurde Kaiser Wilhelm von Obersthofmeister und Oberstkämmerer, Leibgarden und Burggendarmen in großer Gala empfangen und in die innern Gemächer geleitet, wo die Kaiserin Elisabeth und die Kronprinzessin ihn begrüßten. ________
Tagesschau.
Berlin, 2. Okt. Der Antrag auf Begründung einer „Kaiser Friedrich-Stiftung und eines Denkmals für Kaiser Friedrich in Berlin ist von dem dafür niedergesetzten Ausschuß der Stadtverordnetenversammlung nach ganz kurzer Berathung angenommen worden. Im Ausschuß war auch in Anregung gebracht worden, in Bezug auf den Zweck der Stiftung wenigstens eine Richtschnur zu geben, etwa zu bestimmen, daß die Stiftung die Förderung der Erwerbsthätigkeit des weiblichen Geschlechts ins Auge fassen solle. Anderseits wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die ins Leben zu rufende Kaiser Friedrich-Stifung mit der Kaiser Wilhelm- und Augusta Stiftung in Verbindung gebracht werde. Der Ausschuß war jedoch nicht der Meinung, daß sich eine Feststellung in der an- geveuteten Richtung empfehle, die Bestimmung des besonderen Zweckes soll vielmehr der Kaiserin Friedrich vorb.halten bleiben. Der Magistrat soll, nach der „K. Z." ersucht werden, seinen zustimmenden Beschluß der Versammlung so zeitig mitzutheilen, daß der Kaiserin Friedrich am 18. Oktober die Entschließung der Gemeindebehörden in einer gemeinsamen Adresse unterbreitet werden kann.
. Berlin, 2. Okt. Die „K. Z." schreibt: Die BundesratMus- schüsse für Zoll und Steuerwesen und für Handel und Verkehr haben eine Reihe vorläufiger Bestimmungen über Statistik des Waarenverkehrs aus Anlaß des bevorstehenden Zollanschlusses von Hamburg, Bremen und einiger preußischer und oldenburgischer Gebietstheile festgestellt und die Genehmigung des Bundesraths nachgesucht. Die beantragten Abänderungen betreffen zunächst Ausführungsbestimmungen über Anmeldung für den