Einzelbild herunterladen
 

Avonnemcnts- Prcis:

Jährlich 9 Mark. Halbh 4M. SVPfg. Bierleljâhrlich

2 iviari 25 Pfg. Für auswärtige Abonnenten mit dein betreffen­den Postauslchlag. Die einzelne Num­

mer 10 Psg.

{jnimuft Ait;fiyr.

Iugteich Amitiches Z)vgan für Sicröi- unö LcrnöKrreis Kcrncru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Jnscrllouä- BreiS:

Die Ijpaltigs Garmondzeile ob. deren Raum

10 Pfg.

Die sfpait. Zeile

20 Pfg.

DieSjpaltigeZcils

30 Pfg.

Nr. 221

Donnerstag den 20. September

1888

Bâtmtvmchimgen ^ömgL LaNd-rarhsamts.

Die Erben des verstorbenen Dienstmanns Jakob Morgenweck hier haben um Rückgabe der von Letzterem hinterlegten Kaution gebeten.

Es wird dies mit dem Bemerken hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß etwaige Ansprüche, welche sich auf Sachbeschädigung Seitens des rc. Morgenweck in seiner Eigenschaft als Dienstmann beziehen, innerhalb 14 Tagen, vom Tage dieser Publikation an gerechnet, stm Polizeisekretariat anzumelden sind.

Hanau am 19. September 1888.

Der Königliche Landrath.

P. 5859_________________I. V.: Baabe.______________________

Ans streiken Königt. Kinntsnnwatischast zu Frankfurt a. & 6802 C. L. 30/88. Ueber den Aufenthalt des Taglöhners Karl Liebig, zuletzt auf dem Gutleuthof hier, wird Auskunft begehrt.

16034 B. J. 3689,88. Ueber den Aufenthalt des Schreiners Adolph Sch ätz le von Beiertheim wird Auskunft begehrt.

B. 15324. N. 562/88. Ueber den Aufenthalt des Glasmachers Hermann Meyer, geboren am 16, Mai 1861 zu Friedrichsdorf, wird Auskunft begehrt.

L. 43/87. Das am 5./9. 1888 gegen den Zimmermann Joh. Kaspar Huppmann aus Oberbach erlassene Ausschreiben ist erledigt.

15790 B. J. 3377/88. Ueber den Aufenthalt des Schrift­setzers Josef Schaum von Hünfeld wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M. den 17. September 1888.

A. 15591. J. 3278/87. Das am 31. Januar 1888 erlassene Ausschreiben gegen den Taglöhner Emilian Krönung von Veitsteindach wird erneuert.

15997 B. J. 1299/88. Ueber den Aufenthalt des Karoussel- besitzers Joh. Hch. Viehl, zuletzt hier, wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M. den 18. September 1888._____________________

9765 D. J. 3568/88. Belohnung bis zn 300 Mark. Am Sonntag den 9. Sept. d. I., Abends gegen 8 Uhr, ist in der Ge­markung Praunheim bei Frankfurt a/M. ein zwischen dem Achtsteinweg und der Eli'abethenstraße aufgesetzter, dem Landwirth Theodor Diehl zu Praunheim gehöriger Getreitzehau-en, versichert zu 1857 Mk., nieder­gebrannt.

Es wird Brandstiftung vermuthet.

Auf die Entdeckung des Brandstifters wird eine Belohnung bis zu 300 Mk. ausgesetzt.

Mittheilungen an die unterzeichnete Staatsanwaltschaft oder die nächste Polizeibehörde.

Frankfurt a/M. den 18. September 1888.

_ ___________________Königliche Staatsanwaltschaft.______________________

Tagesschau.

Berlin, 19. Sept. Der Erzherzog Albrecht von Oesterreich, der Großfürst Nikolaus und die Prinzen Arnulf und Alphons von Bayern wohnten heute dem Schluffe der Manöver bei Müncheberg bei, verab­schiedeten sich dort von dem Kaiser, welcher sich sodann zur Abhaltung der Jagden nach Hubertusstock begab, und kehrten hierauf nach Berlin zurück, wo Nachmittags ein Diner im Pfeilersaale des königlichen Schlosses stattfindet. (RH. K.)

Berlin, 19. Sept. Die bayerischen Prinzen reisen, nach den »8- N.", Abends acht Uhr, Erzherzog Albrecht morgen ab, Großfürst Nikolaus bleibt noch mehrere Tage hier.

Berlin, 19. Septbr. DieNordd. Allg. Ztg." meldet: Dem Vernehmen nach haben Se. Majestät der Kaiser und König am heutigen Schluß des Manövers nachstehende Veränderungen in der Armee zu be­fehlen geruht: General der Infanterie v. Pape unter Beförderung zum General-Oberst der Infanterie, zum Oberbefehlshaber der Truppen in der Mark und zum Gouverneur von Berlin ernannt; General der Infanterie v. Meerscheidt-Hüllessem zum kommandiren General des Gardekorps; Ge- neraüieutenant v. Hilgers zum kommandirenden General des 5 Armee­korps ; Generalmajor v. Kropff, Kommandeur der 4. Garde - Infanterie- Brigade, zum Kcmmandeur der 15. Division (Köln); Generalmajor Graf r- Schluffen zur Disposition des Chefs des Generalstabs kommandirt;

Major v. Zitzewitz vom Generalstab der 1. Garde - Division zum könig­lichen Flügeladjutanten ernannt; Major v. Vietinghoff, Flügeladjutant Sr. Majestät, in den Generalstab versetzt.

Berlin, 19. Gestern früh trafen in Potsdam die 800 Stück Lanzen ein, mit welchem das Leich Garde-Husaren-Regiment ausgerüstet werden soll. Die Einübung mit dieser Waffe wird wie verlautet, sofort nach beendetem Manöver beginnen.

Müncheberg, 19. Sept. Bei dem heutigen Manöver, wobei Kaistr Wilhelm das verstärkte Gardekorps kommandirtè, handelte es sich um die Vertreibung des dritten Armeekorps aus einer sehr guten Stellung bei Dahmsdorf. Nach dem Manöverschluß kehrten die fürstlichen Gäste nach Berlin zurück. Der Kaiser begab sich nach Hubertusstock. Die Fußtruppen bivouakirten bei den Bahnhöfen von Müncheberg, Anitz und Straußberg, wo ihre Einschiffung erfolgt. 1200 Wagen und 72 Ma­schinen sind zusammengebracht und 31 Züge erforderlich.

Kiel, 18. Sept. Der Chef der Admiralität hat angeordnet, daß das Schulgeschwader spätestens am 1. Oktober tie Winterreise anzu­treten hat.

Es bestätigt sich, daß der Erzbischof von Posen, Dr. Dinder, den Geistlichen der Erzdiözese die Annahme von Mandaten zum Abgcord- netenhause mit verei: zelten Ausnahmen untersagt hat.

Eine sehr zahlreich besuchte Versammlung von Vertrauensmän­nern der freikonservativen und der nationalliberalen Partei beschloß, wie dieNat.-Ztg." mittheilt, am Sonntag einstimmig, die bisherigen Abge­ordneten des Wahlkreises Saardrücken-Ottweiler-St. Wendel, die Herren R. Vopelius (freikonservativ), Olzen und Jordan (nationalliberal), als Kandidaten für die bevorstenden Landtagswahlen einer demnächst abzu­haltenden allgemeinen Versammlung beider Parteien vorzuschlagen.

DerHannoversche Courier" schreibt aus Anlaß der Reise des Grafen Kalnoky nach Friedrichsruh: Mit Recht wird aus der regel­mäßigen alljährlichen Wiederkehr dieser Zusammenkunft der Schluß abge­leitet, daß sie einem naturgemäßen Bedürfniß des persönlichen Geoanken- auètaulches der am Ruder des Weltfriedens stehenden verantwortlichen Leiter der mitteleuropäi'chen Politik entspringen, daß sonach durchaus kein zwingender Anlaß, jetzt so wenig als zu irgend einem früheren Zeitpunkte, vorhanden ist, nach außergewöhnlichen Triebfedern zu forschen. Wohl sind im Saure gerade dieses Jahres schwere Schickungen insonderheit über Deutschland hereingebrochen, Schickungen, die, wenn das Gebäude unserer nationalen Einheit und Macht minder fest gefügt gewesen wäre, die Auf­rechterhaltung der Friedens vielleicht in Frage zu stellen vermocht batten; Dank dem einheitlichen inneren wie äußeren Entwickelungsgang des Reichs inmitten einer nur durch höchste Vorsicht zu bewältigenden Konjunktur ge­lang es, das Fahrzeug der deutschen Staat-kunst in seinem normalen Saufe fortzusteuern. Heute darf man mit voller Genugthuung auf die Leistungen der letztverflossenen Monate blicken. Der mitteleuropäische Frie­densbund hat seine internationalm Aufgaben während der kritischen Pe­riode des lausenden Jahres glänzend gelöst und sich für kommende Tage ein sehr stattliches Conto moralischen Kredits eröffnet.

Stuttgart. Gestern starb auf Serach bei Eßlingen Freiher Karl von Cotta, der Vorsteher der Cotta'schen Verlagsbuchhandlung, an einem Herzschlage im Alter von 55 Jahren

Wien, 19. Sept. Das Armeeblatt meldet;Da bei der Ankunft des deutschen Kaisers wegen des Mannschaftswechsels von der Parade- Ausrückung Umgang genommen werden muß, werden die älteren Jahr­gänge der Regimenter längs den Straßen, welche Kaiser Wilhelm passirt, Spalier bilden."

Wien, 19. Sept. DiePol. Korr." erfahrt aus zuverlässiger Quelle aus Rom: Die päpstliche Kurie, geleitet von der Besorgniß über die weiteren Folgen des Zwischenfalls von Belovar und in Erwägung, daß Bischof Siroßmayer sich an der Kiewer Jubiläumsfeier, welcher selbst die russische Regierung fernblieb, betheil^gte, hat den Bischof na£ Rom berufen, um erschöpfende Aufklärung zu erhalten. Danach wird sie ent­scheiden, ob der Bischof auf seinem Posten verbleiben oder eine andere Bestimmung erhalten soll.

Die Bewohner des Vorarlbergs müssen es schwer büßen, daß man die 20 Jahre, welche seit der letzten großen Rheinüberschwem- mung verflossen sind, nicht benutzt hat, um in Gemeinschaft mit der Schweiz