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Wbeöttewtenil* Preis:

Sthrlich 9 Marl.

5 G,lbj.4M.S0Psg.

Oierteyahrltch I Marl 25 Pfg.

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Ibonnenten eit dem betreffe», et P-ffausschlag. Kie einzelne «um- »er 10 Pfg.

Hanauer Artigst.

Iugterch ArnMches Hvgan für StaöL- unö ^cmöâ reis Kcrncru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Montag den 17. September

u Nr. 218

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BâuNtWKchuUgen Königl. Lanörathsamts.

.[ Die Herren Ortsvorstände werden hiermit darauf hingewiesen, daß i das Forstgeld für das für dieses Jahr bezogene sog. Loosholz - spätestens bis Ende dieses Monats bei der zuständigen Forstkaffe eingezahlt > sein muß und daß bei Nichteinhaltung dieser Zahlungsfrist die im §. 3 - des Forstverwerthungs-Gesetzes vom 6. Juni 1873 ausgesprochenen Nach- f theile eintreten. Bei Einzahlung des Geldes durch die Post ist die Ab- . sendung so zeitig zu bewirken, daß die obige Zahlungsfrist nicht über- / schritten wird, denn es gilt in diesem Falle nicht der Tag der Absendung, sondern der Tag des Eingangs des Geldes bei der Forstkaffe.

Das Forstgeld ist in seinem Gesammtbetrage nach §. 3 des Gesetzes ' vom 6. Juni 1873 aus der Gemeindekasse zu entnehmen und sind daher * die Einzelbetrage von den Holzempfängern für die Gemeindekaffe einzu- ' ziehen.

Hanau am 10. September 1888.

Der Königliche Landrath.

[ V. 5423 J. V.: Baabe.

, Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher werden hierdurch > veranlaßt, etwa noch in Händen habende Fourage Quittungen über ge­lieferte Marsch-Fourage bis längstens den 25. -. Mts. mir einzu­senden oder Vakat-Anzeige zu erstatten.

Hanau am 8. September 1888.

Der Königliche Landrath.

; M. 6162 I. V.: Baabe.

Die Hafer-Einkäufe bei dem Königl. Proviantamt zu Bocken heim sollen in nächster Zeit beginnen und soviel als möglich durch direkten : Handel mit den Produzenten bewirkt werden. Ueber die Qualität, An- ; sprüche und die je nach den Handels-Konjunkturen zu gewährenden Preise I ist das Amt stets bereit, spezielle Auskunft mündlich oder schriftlich zu ; ertheilen, wenn Seitens der Produzenten bemusterte Offerten vorgelegt werden.

Hanau am 14. September 1888.

Der Königliche Landrath.

: M. 6195______________In Vertretung: Baabe._____________________

DimMüchnchten aus dem Kreise.

Gefunden: Eine kleine Strohtasche mit ein Paar schwarzen Handschuhen. Sechs Mahnen von verschiedener Größe. Ein weicher 1 Filzhut. Ein kleines Weidenkörbchen mit Doppeldeckel. Ein Kinderschuh.

Hanau am 17. September 1888. _______________________

ibsfdimßeii Kömgl. AaaisMmalMafi zu Frankfurt a. K.

15847 A. J. 2012/88. Ueber den Aufenthalt des Dienst- ' Mädchens Anna Barth von Maberzell wird Auskunft begehrt.

15941 B, N. 741/88. Das am 31. August 1888 gegen die Arbeiterin Anna Marie Grömling von Versbach erlassene Ausschreiben ist erledigt.

Frankfurt a/M. den 14. September 1888.

J. 2163/88. Ueber den Aufenthalt der Dienstmagd Katharine i Thoma, geb. 6,/7. 1867 zu Unterrodach, wird Auskunft begehrt. Frankfurt a/M. den 15. September 1888.

A. 15364. J, 3394/88. Gegen die ledige Helene Reichardt, : geboren am 25. November 1867 zu Neukirchen, Kreis Ziegenhain, zuletzt wohnhaft in Frankfurt a/M., welche flüchtig ist, ist die Untersuchungs- , haft wegen Betrugs verhängt.

Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften und von der Verhaftung ' unverzüglich Nachricht zu geben.

Frankfurt a/M. den 14. September 1888.

' _____________Königliche Staatsanwaltschaft.__

J. 2799/88. Gegen den Schlosser Wilhelm Felsenheimer,

I geb. 17./8. 1861 zu Babenhausen, welcher flüchtig ist, ist die Unter- I luchungshaft wegen schw. Diebstahls verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung Nachricht zu geben.

Frankfurt a/M. den 14. September 1888.

Königliche Staatsanwaltschaft.

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1888

Tagesschau.

Berlin, 15. Sept. Auf Allerhöchsten Befehl Sr. Majestät des Kaisers und Königs wird morgen, Sonntag, den 16. d. M., in Münche­berg ein Feld-Gottesdienst für die daselbst kontonnirenden Truppen abge­halten werden.

Müncheberg, 15. September. Bei dem heutigen Manöver kommandirte, Kaiser Wilhelm in der Uniform dar Garde-du-Korps, mit gezogenem Pallasch 56 Eskadrons Kavallerie, 4 reitende Batterien und eine markirte Infanteriedivision gegen einen markirten Feind. Das Manöver verlief glänzend und schloß nach 12 Uhr Mittags mit dem Vorbeimarsch aller 14 Kavallerieregimenter im Galopp, wobei der Groß­fürst Nikolaus das 5. Kürassierregiment vorbeiführte. Nach dem Parademarsch der Kavallerie und Artillerie, welche der Kaiser dem König von Sachsen vorführte, versammelte Großfürst Nikolaus von Rußland die Offiziere feines Regiments zur Begrüßung. Während die Fürstlich­keiten sich zu Wagen nach Müncheberg begaben, ritt der Kaiser im schärfsten Tempo dorthin, um die Gäste zu empfangen. Alsdann wurde das Früstück eingenommen, bei welchem 130 Gedecke auflagen. Die Fürstlichkeiten begaben sich um 2 Uhr nach Berlin, wo heute Abend eine Serenade für den Kaiser von dem Musikkors des 4. Garderegiments und von 300 Sängern veranstaltet wird.

Friedrichsruh, 15. September. Graf Herbert Bismarck ist heute Morgen 9 Uhr hier eingetroffen.

Die Nachricht, daß die Baukosten für das Reichstagsgebäude den Voranschlag übersteigen werden, dürfte sich bestätigen. Diese Möglichkeit war indessen vorausgesehen worden, und finanzielle Schwierigkeiten werden dadurch um so weniger entstehen, als die Mittel aus den Zinsen für den Neichstagèbaufonds vollständigst bereit sind.

DieK. Z." schreibt: Die nationalliberale Partei ist mit ihrem Wahlaufruf vor das preußische Volk getreten und hat vor demselben die allgemeinen Grundlagen ihrer Politik wie die besondern Ziele, welche sie in der nächsten Zukunft anstrebt, dargelegt. Das Schriftstück ist in den einzelnen Punkten, über die es sich verbreitet, so bestimmt und ausführlich daß es einen Kommentar kaum erheischt. Alle Fragen unserer Politik werden erörtert und zu jeder einzelnen wird die Anschauung der national­liberalen Partei dargelegt. Treue dem Reich und Gehorsam dem Könige das sind die obersten Grundsätze der nationalliberalen Partei, die in einem starken Freiheit und Ordnung sichernden Königthum die Grundlage unseres Staatslebens und unserer Wohlfahrt erkennt. Tie Hingebung an das preußische Herrscherhaus ist eine doppelt starke, weil unser preußischer König der deutsche Kaiser ist, und für Kaiser und Reich unter Führung Preußens kämpfte die nationalliberale Partei von der Stunde ihrer Enstehung an. Das Programm der Nationalliberalen ist in jedem Punkte ein selbstständiges, wie ja naturgemäß jede Partei ihre eigenen, sie eben von den andern Parteien unterscheidenden Grundsätze hat und verfolgt. In dem einen oder andern Punkt weicht namentlich von dem konservativen Programm das unsrige ab. Wir sind aber stets zu billigem Ausgleich bereit, weil wir die Berechtigung der politischen Meinung ebenso anerkennen, wie fordern. Das freundschaftliche Einvernehmen mit der konservativen Partei wird darum durch den Hinweis auf die erfreulichen Ergebnisse der letzten Reichstagswahlen besonders stark betont. Daß partikularistische wie ultramontane Strebungen an der nationalliberalen Partei stets eine unüberwindliche Gegnerschaft finden werden, beweist der Ausruf aufs neue; aber auch alle radikalen, die staatliche Ordnung er­schütternden oder lockernden Forderungen haben niemals auf den Beistand der Nationalliberalen zu rechnen, die im übrigen, nachdem die hohen politischen Ziele erreicht sind, ihre Arbeit der Förderung des Volkswohls und der Ausgleichung der sozialen Gegensätze widmen will. Wenn das nationalliberale Wahlprogramm so viel Eifer zeitigen k..nn, als es Beifall finden wird, so werden die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus ebenso nationalliberal ausfallen, wie die letzten Reichstagswahlcn. Sie sind doppelt wichtig, da sie für fünf Jahre geschehen, und darum mahnen wir mit dem Aufruf alle Freunde des nationalen Liberalismus zeitig zur That im Dienste von Mich und Vaterland.

München, 15. Sept. Der Geschichtsplilosoph Professor Prantl, Mitglied der Berliner Akademie, ist gestern zu Oberstdorf gestorben.

Wien, 15, Sept. Wie derPolin Corr." aus Rom telegraphirt