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BekanntmachuNgen Kömgl. Larrdrathtzamts.
Für Einlieferung des aus dem Gefängniß entwichenen Mörders M o r l o ck von hier ist mir eine Belohnung bis zu 300 Mk. zur Verfügung gestellt.
Es ergeht an Alle, welche zur Ergreifung des Flüchtigen beitragen resp, dessen Aufenthalt angeben können, die Aufforderung, sich bei mir zu melden.
Hanau am 17. August 1888.
Der Königliche Landrath Gf. Bismarck.
Folgende, seit dem 1. Juni 1887 als gefunden an Polizeistelle abgegebenen Gegenstände sind bis jetzt nicht abgeholt worden:
Nr. 7 1 rothes Armband. 16 1 rothe gestrickte Leibbinde. 20 1 Koupon v. 200 fl. österr. Währung. 23 1 neues Wachstuch. 27 1 silbernes Medaillon. 36 1 Krug nebst 2 Gläser. 38 Vs Pfd.-Gewicht. 39 1 Hundekette. 50 1 Kleiderbürste. 56 1 Sonnenschirm. 60 1 weißes Taschentuch. 68 1 Geldtäschchen mit etwas Geld. 69 1 goldene Halskette. 76 1 weißes Medaillon. 86 1 gelbes Armband. 87 1 Herrenhemd nebst rothem Taschentuch. 95 60 cm gelber Shilling. 109 1 Brille mit Futteral. 119 1 Visttenkartentäschchen. 120 1 weißes Keltenarmband. 133 1 alte Knabenhose. 134 3 kleine Tabakspfeifen. 136 1 weißes Häkelzeug. 140 1 Henkelkorb mit 2 weißen Taschentüchern. 153 1 Brille. 158 1 unächte Broche. 161 1 Paar graue Damen Handschuhe. 166 1 weißes Armband. 176 1 dunkle Knabenmütze. 178 1 Paar defekte Strümpfe. 242 1 Mundharmonika. 250 1 Cigarrenspitze. 252 1 Scheere. 263 1 Manschettenknopf. 286 1 schwarze Schürze. 305 1 weißes Armband. 311 1 Paar schwarze Handschuhe. 315 1 silberne Denkmünze. 316 1 schwarze Schürze. 327 1 neusilberner Uhrdeckel. 338 1 Pulverhorn. 347 1 Paar schwarze Kinderhandschuhe. 349 1 Brille. 369 1 goldener Ring. 377 1 wollenes Frauentuch. 387 1 Strauß mit gelbem Ring. 394 1 Pferdedecke. 398 1 Vorstecknadel. 405 1 weiße Schürze nebst weißem Handtuch. 407 1 Leihhauszettel. 408 1 weiße Broche. 413 1 silberner Ring. 419 1 Bedeck. 427 1 Muff. 430 1 Paar wildlederne Handschuhe. 432 1 Beil. 439 1 gelber Ring. 441 1 alte Hose und Wests. 461 1 gelber Ring. 462 1 Herrenhut. 463 1 Paar graue Strümpfe. 465 1 Uhrkette. 482 1 weißes Armband. 498 1 Spazierstock. 503 1 weißes Armband. 507 1 Stück Messing. 508 1 schwarzes wollenes Frauentuch. 523 1 weiße Hornbroche. 535 1 Portemonnaie mit 1 Paar Ohrringe. 544 1 Paar gelbe u. 1 Paar blaue Handschuhe. 548 1 große Scheere. 556 1 Geldstück. 558 1 weiße Broche. 562 1 Henkelkorb. 568 1 Paar graue Damenhandschuhe. 570 1 Cigarrenspitze. 572 2 Gummiringe. 575 1 Spannkelte. 578 1 silberner Damenring. 580 1 Änaben-Jaquel. 581 1 Paar gelbe Damenhandschuhe. 586 1 weißes Armband. 599 1 Spannkette. 21 Regen- und Sonnenschirme. 2 Peitschen. 13 Portemonnaies mit Inhalt. 15 weiße und 4 farbige Taschentücher. 1 Hunde- maulkorb. Einzelne Handschuhe von verschiedener Größe. 4 Knabenmützen. 19 Taschen- u. 2 Tafelmesser. Verschiedene Schul-, Gebet- und Notizbücher. Einige Kragen. 2 Zollstöcke. 1 Milchkanne.
Nach Ablauf von 14 Tagen wird über diejenigen Gegenstände, welche auch bis dahin nicht reklamirt sind, anderweit verfügt werden.
Hanau am 16. August 1888.
Der Königliche Landrath
5176 Gf. Bism arck.
Der Georg Philipp Bö ff zu Fechenheim ist zum Sachverständigen zur mikroskopischen Untersuchung des Schweinefleisches auf Trichinen für die Gemeinde Fechenheim bestellt und heute vereidigt worden.
Hanau am 15. August 1888.
Der Königliche Landrath
4878___Gf. Bismarck.______________________ âMreikeu MönigL Sfaafsanwatffdiaff zu Frankfurt a. M.
14210 B. — J. 3209/88. Ueber den Aufenthalt des Arbeiters Ernst Frei von Hersfeld wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 15. August 1888._______
13267 A. — J. 2661/88. Gegen den Billetausgeber u. Pförtner
17. August 1888. im Cirkus Lorch Vincenz Paulluci von Neapel, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Betrugs verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich Nachricht zu geben. j
Frankfurt a/M. den 15. August 1888.
______________________Königliche Staatsanwaltschaft._____________________
Grundstücks-Werpachtung.
Die nachstehend verzeichneten, Ende dieses Jahres pachtlos werdenden Domanialgrundstücke der Gemarkung von Bergen, als: Karte Lit. A. Nr. 347/3 = 3,2910 ha Acker an der einschürigen
Wiese,
„ „ „ „ 348/162 = 1,4813 „ Wiese daselbst,
welche an die Gemarkung Niederdorfelden grenzen, sollen anderweit vom 1. Januar 1889 ab auf elf Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Termin hierzu ist auf
Donnerstag, den 23ten dieses Monats,
Nachmittags 4 Uhr, in das Gemeinde-Rathhaus zu Niederdorfelden anberaumt.
Pachtbewerber werden hierzu mit dem Bemerken eingeladen, daß auf angemessene Gebote der Pachtzuschlag ohne Abhaltung eines weiteren Termins ertheilt werden wird.
Hanau am 16. August 1888.
Der Königliche Domainen-Rentmeister
7855______________________Bell.__________________________
T ii tz e S s ch A «.
Berlin, 16. August. Das „Marine Verordnungsblatt" veröffentlicht in seiner neuesten Nummer (19) nachstehende Allerhöchste Ordres Sr. Majestät des Kaisers an den Chef der Admiralität: Ich habe bei Meiner Reise nach Rußland, Schweden und Dänemark Veranlassung genommen, einen größeren Theil Meiner in Dienst gestellten Schiffe und Fahrzeuge zu besichtigen und zur Begleitung auf diesen Fahrten heranzuziehen. Mit lebhafter Befriedigung habe Ich hierbei gesehen, daß Führung, Dienstbetrieb und Mannszucht in Meiner Marine mit vollster Hingebung gehandhabt werden, und daß die Erscheinung Meiner Schiffe in fremden Häfen geeignet war, sie die anerkennende Beurtheilung des Auslandes finden zu lassen. Gern spreche Ich daher Meinen Kaiserlichen Dank aus den Admiralen, Kommandanten, Offizieren und Mannschaften Meiner Manöver- flotte, im Besonderen auch dafür, daß bei der Zusammengehörigkeit von 10 Schiffen zu fast dreiwöchentlicher Fahrt keinerlei Zwischenfälle eingetreten sind, welche die gestellte Aufgabe in ihrer gewissenhaften Ausführung hätten beeinträchtigen können. Ich vertraue daher, daß Schiffe und Fahrzeuge, welche unter Meinen Augen einen Theil ihrer Uebungsperiode mit so gutem Erfolge absolvirt haben, auch allen ferneren Aufgaben derselben bis zum Schluffe zu Meiner Zufriedenheit entsprechen werven. An Bord Meiner Jacht „Hohenzollern." Kiel , den 31. Juli 1888. Wilhelm.
Berlin, 16. August. Se. Majestät der Kaiser und König arbeiteten gestern von 11 Uhr Vormittags ab im Schlöffe mit dem Chef des Civilkabinets, Wirklichen Geheimen Rath Dr. v. Lucanus, und kehrten um 1 Uhr Mittags nach Potsdam zurück.
Berlin, 16. August. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Augusta find heute früh von Koblenz auf Babelsberg eingetroffen.
Berlin, 15. August. Bei der Manöver-Uebung, welche unter der Leitung des Kaisers am Samstag zwischen Potsdam und Spandau stattfand, wurde nach dem „A. f. H." bei der zum Schlüsse durch den Kaiser geübten Kritik dem Hauptmann Freiherrn v. Stetten eine große Auszeichnung zu Theil. Derselbe hatte eine Batterie der Garde-Fußartillerie befehligt, und da sprach ihm denn der Kaiser seine volle Anerkennung aus für die überraschend schnelle Ausführung eines schwierigen Manövers und drückte dem Offizier in herzlicher Weise die Hand. — Bei einer anderen Stelle der Kritik, welche weniger anerkennend ausfiel, äußert der Kaiser im milden und kameradschaftlichen Tone: „Nun, meine Herren, wollen wir einmal ganz kameradschaftlich reden: im Falle eine^ Schlacht wären diese Mannschaften einfach im „Wurstkessel" gewesen!"
Berlin, 16. Aug. (K. Z.) Der Vorsitzende der Landesverthei-