Einzelbild herunterladen
 

«ieimewe*«» Pr«»:

gihrlich 9 Marl. |«Ibi.im.5oyfg.

viertrljLhrlich

, Marl 2S Pfg. Kür auswärtig- Abonnenten

»it dem betreffen- »en Postausschlag, »te einzelne Num­

mer 10 Psg.

Hanauer Atyciger.

Iugterch Amtliches Z)vgcm für Ktcröt- unö Lcrnökveis Kcrncrir.

FNferrtana- PreiS:

Die ispaltige Garmondzeile »d. ' deren Raum

10 Pfg.

Die Sspali. Zkil- 20 Psg.

teSipaltigeZcile 30 Pfg

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- Md Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 186. Freitag den 10. August

BekanntMschungen Königl. Lsudrathtzamts

Zwecks Umpflasterung ist die Absperrung der Straße von der nördlichen Ecke der hiesigen Infanterie-Kaserne bis über die Kreuzung der Mühlstraße und Rosenstraße von Montag den 13. d. M. ab angcordnet.

Hanau am 9. August 1888.

Der Königliche Landrath

______________________Gf. Bismarck._______________

Hienst-WchnchLen aus dem Lreise.

Gefunden: Eine Hemmschraube. Ein Notizbuch mit der Auf­schriftEmil Stahl".

Entlaufen: Ein großer rehbrauner Hund w. Geschl. mit ledernem Halsband; auf den NamenIlia" hörend.

Hanau am 10. August 1888. ________________________

â8 streiken Königs. Kiaâanvinlisiünft zn Frankfurt a. Ä

13796 B. J. 3097/88. Ueber den Aufenthalt des Backstein­arbeiters Kaspar Teubner von Würzburg wird Auskunft begehrt.

J, 3095/88. Ueber den Aufenthalt des Schneiders Karl Bär, geb. 13. April 1868 zu Degenheim, wird Auskunft begehrt.

J. 3096/88. Ueber den Aufenthalt der Anna Benecke von Naumburg a/d. S. wird Auskunft beghrt.

13802 B. J. 2086/88. Ueber den Aufenthalt des Taglöhners Johann Nikolaus Schickedanz, geboren am 2. November 1862 zu Dreieichenhain, wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M. den 7. August 1888.

N. 563/88. Ueber den Aufenthalt des Fuhrknechts Christoph Bechthold, geb. 27. Januar 1870 zu Niederkalbach, wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M. den 8. August 1888.

S L ß e s s ch a u.

Berlin, 9. August. Der mit der Stellvertretung des Chefs der Admiralität beauftragte Vize-Admiral und kommandirende Admiral Graf v. Monts ist von Sr. Majestät dem Kaiser und König zum Bevollmäch­tigten zum Bundesrath ernannt worden.

Berlin, 9. August. Se. Majestät der Kaiser und König arbei­teten gestern Vormittag 10 Uhr längere Zeit mit dem Chef des Civilka- binets, Wirklichen Geheimen Rath Dr. v. Lucanus, und begaben Sich um 12l/s Uhr von Berlin nach Potsdam zurück.

Berlin, 8. August. Gestern Abend hat im Saale des Etablisse­ments Sanssouci eine sozialdemokratische Versammlung stattgefunden, auf deren Tagesordnung die Erörterung des Alters- und Invaliden Versiche­rungs-Gesetzes stand. Die Versammlung war etwa 2000 Köpfe stark. Die Diskussion wurde durch polizeiliche Auflösung abgeschnitten, als ein Redner sich gegen die kapitalistische Produktionsweise erklärte. Es fanden mehrere Verhaftungen statt; von einigen Personen wurde nach demRh. K." der Versuch gemacht, die Verhafteten zu befreien.

Zur Ausrüstung unserer Kavallerie mit Lanzen erfährt der Hamburger Korrespondent", daß bereits für die Husaren und Dragoner Lanzenproben angefertigt worden sind. Während der Schaft der Ulanen­lanze aus Holz besteht, soll für die neuen Proben eine Metallröhre gewählt worden sein, welche bei aller nöthigen Leichtigkeit eine größere Widerstandsfähigkeit besitzt.

In der deutschfreisinuigen Presse läßt sich neuerdings gegen­über den schulpolitischen Forderungen der Ultramontanen mitunter ein sehr entschiedener Ton der Abwehr vernehmen. So lesen wir in der Vossischin Zeitung:Die Geschichte aller Zeiten hat nur zu deutlich ge- zeigt, daß die ullramontane Partei die Freiheit nur liebt als Wittel zu üjren lichlfeindlichm Zwecken. Ueberall, wo diese Partei herrscht, ist von Freiheit nicht mehr die Rede. Eine Partei, welche der Wissenschast und dem Genie verbietet, über das Meßbuch hinauszugehen, und den Gedanken in die Klosterzelle des Dogmas sperrt, kann in Fragen des Unterrichts niemals eine Gemeinschaft mit dem Liberalismus haben. Jeder Eingriff der Kirche in die Schule wird von uns allezeit als verderblichste Maß­regel, welche der Staat zulassen könnte, empfunden und bekämpft werden. Wir sind gewiß, daß das Centrum ohne Weiters alle politischen und unrthsch restlichen Fragen opfern würde, wenn es die Macht über die Schule emgeräumt erhielte."

1888.

Auf die aus Schlesien eingetroffenen betrübenden Nachrichten über die verheerenden Ueberschwemmungen hat der Vorstand des Vaterländi- fchen Frauenvereins dem Verbände der Schlesischen Frauenvereine sofort die Summe von lO OOO Mk. übersendet. Die zur Stärkung seiner Unter­stützungsmittel zu bestimmenden Beihülfen ist der Schatzmeister des Ver­eins, Bankier v. Krause in Berlin, Leipzigerstraße Nr. 45, anzunehmen bereit.

Der Afrikaforscher Premier-Lieutenant a. D. Wißmann begibt sich, wie dieBörs.-Ztg." erfahren hat, morgen im Auftrage des Königs der Belgier nach Aegypten. Ter Zweck der Reise ist unbekannt, da der Genannte dem Könige strengste Diskretion zugesagt hat. Nur so viel ist sicher, daß die Reise mit Emin Pascha und seiner bedrängten Lage nicht im Zusammenhänge steht.

Frankfurt a. d. O. Das Erscheinen des Kaisers bei der Ent­hüllung des Prinz Friedrich-Karl-Denkmals soll nach der Oder-Zeitung als sicher anzunehmen sein, da Oberbürgermeister v. Kemnitz zu einer Conferenz mit dem Hofmarschallamte nach Berlin beschieden sei. Der Kaiser habe das von der Stadt angebotene Frühstück angenommen. De r Empsang^des Kaisers finde vor dem Rathhause statt.

Görliß, 9. Aug. Das hiesige Eisenbahn-Betriebsamt macht bekannt: Der Verkehr auf der Strecke Greiffenberg - Friedeberg ist wieder ausgenommen. Die Strecke Greiffenberg-Löwenberg ist von Greiffenberg bis Mois fahrbar, Mois-Löwenberg voraussichtlich binnen kurzem.

Wilhelmshaven, 8. Aug. Die Mannschaften des am gestrigen Tage in Kiel außer Dienst gestellten Kreuzers Schwalbe sind hier eingetroffen und haben sich an Bord des neuen Avisos Wacht eingeschifft.

In München findet vom 13. bis 16. August der II. bayerische Schuhmachertag, ferner der VI. Delegiertag des bayerischen Hand­werkerbundes, sowie der VI. Allgemeine deutsche und bayerische Hand­werkertag statt. Auf allen größeren deutschen Bahnlinien werden am 11., 12. und 13. August Sonder- und Tarifzüge zu bedeutend ermäßigten Fahrpreisen und mit verlängerter Giltigkeitsdauer nach München abgehen.

München, 8. Aug. DieN. Nachr." berichten, die Verlobung des Fürsten Albert von Thurn und Taxis mit der Erzherzogin Marga- rathe von Oisterreich, Tochter des Erzherzogs Josef und der Erzherzogin Klotilde von Oesterreich, einer Tochter des im Jahre 1881 verstorbenen Prinzen August und dessen Wittwe, Clementine von Sachsen- Koburg-Gotha, soll in kürzester Zeit statlfinden, nachdem während der Anwesenheit des Fürsten Albert sowie der Erzherzogin Klotilde mit Töchtern, der Erb­prinzessin Helene und den Mitgliedern des Sachsen-Koburg'schen Hauses dahier im Familienkreise diesbezügliche Vereinbarungen getroffen wurden.

Paris, 9. Aug. Ministerpräsident Floquet theilte in dem heutigen Ministerrathe mit, daß die Arbeitsbörse, welche seit längerer Zeit ihrem eigentlichen Zwecke nicht mehr diene, vorläufig geschlossen bleiben soll. Mehrere Ansammlungen von Streikenden wurden heute Vormittag von der Polizei leicht zerstreut. Die Arbeitsbörse wird polizeilich bewacht. Kriegsminister de Freycinet tritt nach demRh. K." morgen eine Reise an, um die militärischen Anstalten zu Chambery, Brianyon und Grenoble zu besichtigen.

Paris, 9, Aug. Ter gestrige Aberd ist verhältnißmäßig ruhig verlaufen. Einige tumultuarische Zwischenfälle fanden auf der Place de la Rèpublique statt, wo Truppen zur Unterstützung der Polizeiagenten einschritten. Auch im Faubourg Saint Antoine fand ein Handgemenge statt. Von den gestern Verhafteten wurden nur 8 in Haft behalten. Die Zahl der Verwundeten beträgt 30, sämmtliche Verwundungen sind leichte. In Amiens fanden neuerdings keine Ruhestörungen statt. Die Zeitungen meinen, im allgemeinen sei der gestrige Tag besser verlausen, als zu er­warten war. Tie radikalen Blätter werfen der Polizei Mangel an Kalt­blütigkeit vor.

London, 9. Aug. (R. u. St.-A.) Bei dem Banket, welches der Lordmajor gestern zu Ehren des Kabinets gab, erklärte der Premier Marquis von Salisbury, ven Toast auf das Ministerium beantwortend: Im Ganzen herrsche hinsichtlich der auswärtigen Angelegenheiten Ruhe. Man könne allerdings nicht sagen, in welche Rechtung die Nationen durch die Volksleidenschasten gedrängt werden könnten; man könne^aber mit größerer Zuveisicht als je sagen, daß das Ziel .aller Herrscher, die