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Dienstag den 24. Juli

Amtliches.

Bei der Postagentur in Hainzell wird am 5. Juli eine Telegraphen­anstalt mit Fernsprechbetrieb eröffnet.

Caffel den 30. Juni 1888.

Der Kaiserliche Ober-Postdirektor.

____________________In Vertr.: v. Rumohr.___________________

Am 6. Juli d. Js. wird bei der Postagentur in Oberlistingen (Reg.-Bez. Caffel) eine Telegraphen-Betriebsstelle mit beschränktem Tages­dienste in Wirksamkeit treten.

Minden (Westfalen) am 3. Juli 1888.

Der Kaiserliche Ober-Postdirektor.__Tybusch.

Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dem Königlichen Aichungsamt hierselbst die Besugniß zur Aichung der Thermo-Alkoholo­meter vom 1. Oktober d. Js. ab nicht mehr zusteht.

Caffel am 12. Juli 1888.

___________ Der Regierungs-Präsident. Rothe. ______________

Der Herr Ober - Präsident hat genehmigt, daß der Vorstand der israelitischen Gemeinde zu Wächtersbach zum Besten des Fonds für den Neubau einer Synagoge daselbst im Laufe dieses Jahres bei den israeli­tischen Einwohnern der Provinz Hessen-Nassau eine einmalige Sammlung freiwilliger Beiträge durch polizeilich legitimirte Collektanten veranstalten darf.

Caffel am 7. Juli 1888.

____________Der Regierungs- Präsident: I. V.: v. Kitzing.___________

Des Königs Majestät haben mittelst Allerhöchster Ordre vom 22. v. Mts. dem Verwaltungsrathe der Gartenbau - GesellschaftFlora" zu Köln die Erlaubniß zu ertheilen geruht, in Verbindung mit der in der Zeit vom 4, August bis 9. September d. Js. daselbst stattfindenden inter­nationalen Gartenbau Ausstellung eine Lotterie in zwei Serien zu veran­stalten und die Loose im ganzen Bereiche der Monarchie zu vertreiben. Zu dieser Lotterie, bei welcher für jede Serie neben 1400 anderen Ge­winnen im Werthe von 22 500 Mk. auch 212 Geldprämien im Ge- sammtbetrage von 37 500 Mk. zur Ausspielung gelangen sollen, dürfen für jede Serie 150 000 Loose â 1 Mk. aus gegeben werden.

Die Polizei Behörden des Bezirks wollen dafür Sorge tragen, daß dem Vertrieb der Loose kein Hinderniß entgegengesetzt wird.

Cassel am 16. Juli 1888.

_______Der Regierungs-Präsident. J. V: Schwarzenberg._______

BärmtWachuWerl Körügl. Landrathsawts.

Das 2. Bataillon Füsilier-Regiments Nr. 80 beabsichtigt in der nächsten Zeit auf den Bruchwiesen ein gefechtsmäßiges Abtheilungsschießen abzuhalten.

Die Eigenthümer dieser Wiesen werden ersucht, sich behufs Be­sprechung bezw. Vereinbarung über die Höhe der zu zahlenden Entschädi­gungskosten am Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 8 Uhr an der Pulverhauswache einzufinden.

Hanau den 21. Juli 1888.

Kommando des 2. Bataillons Füsilier-Regiment Nr. 80.

Wird veröffentlicht.

Der Königliche Landrath

Gf. Bismarck.

Der Tagelöhner Johann Peter, gebürtig aus Oberrodenbach, diesseitigen Kreises, hat sich unter Zurücklaffung eines hülfèbedürftigen Kindes von hier entfernt, angeblich nach Friedberg in Hessen. Es wird ersucht nach demselben zu fahnden und im Ausfindungsfalle Nachricht hierher zu geben.

Hanau am 19. Juli 1888.

Der Königliche Landrath

A. 949 Gf. Bismarck.

Einige Zeitungen haben in den letzten Tagen die Nachricht gebracht, daß in Batterieen des 11. Armee-Korps Fälle von Rotzkrankheit festgestellt

1888.

worden seien. Da verschiedene dieser Batterieen auf dem Rückmärsche von Griesheim in ihre Garnisonen den hiesigen Kreis berührt und Quartiere darin bezogen haben, so habe ich sofort amtliche Ermittelungen in der Frage angestellt und von Kgl. General-Kommando des 11. Armee- Korps heute die Mittheilung erhalten, daß bei den Batterieen deffelben sein Fall von Rotz vorgekommen ist. Es handelt sich nur um einen unbedeutenden Husten, der vielleicht zu dem Irrthum Anlaß gegeben hat.

Hanau am 23. Juli 1888.

Der Königliche Landrath

_______________________Gf. Bismarck._______________________

Dienst-Nachrichten aus dem freist-

Am 23. d. M. vom Wasenmeister ein gefangen: ein gelbgrauer Pinscher m. Geschl.

Gefunden: Zwei Portemonnaies und ein Ziehgeldbeutel, je mit etwas Geld. Eine Wagenlaterne. Ein Regenschirm (auf der Post stehen geblieben). Zwei weiße Herrenkragen. Eine neue Kravatte. Eine Kna­benmütze.

Hanau am 24. Juli 1888.____________________________________

ÄusfdicßiGßn Kümgl. AaaisMmalMasi zu Frankfurt a. M.

J. 2678/88. Gegen den Hausburschen Andreas Etthöfer, ge­boren am 9. April 1872 in Carlstadt, welcher flüchtig ist, ist die Unter­suchungshaft wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und die Unterzeichnete von der erfolgten Festnahme unverzüglich in Kenntniß zu setzen.

Frankfurt a/M. den 21. Juli 1888.

______________________Königliche Staatsanwaltschaft.______________________

L 6 8 è S s H L N.

Berlin, 23. Juli. Ueber die festlichen Veranstaltungen zu Ehren des Besuchs Sr. Majestät des Kaisers und Königs am Kaiserlich ruffi­schen Hofe liegen heute folgende weiteren Telegramme vor:

Petersburg, 23. Juli. Aus Neu Peterhof wird weiter gemel­det: Nach dem Galadiner fuhren die Allerhöchsten Herrschaften durch die feenhaft beleuchteten Parkanlagen und wurden überall von der zahlreichen Menschenmenge jubelnd begrüßt. Um 10 Uhr Abends wurde am Finnischen Meerbusen ein großartiges Feuerwerk abgebrannt, wobei die Initialen des Kaisers Wilhelm sowie der Kaiserin Viktoria wiederholt im Brillantfeuer erschienen.

Petersburg, 23. Juli. Nach einer weiteren Meldung aus Pe­terhof, von gestern, unternahmen Se. Majestät der Kaiser Wilhelm und Prinz Heinrich nach dem Frühstück, von dem Großfürsten und der Groß­fürstin Wladimir begleitet, eine Spazierfahrt durch Peterhof. Um 6 Vs Uhr fand ein Galadiner statt, an welchem der Erbprinz von Schaumburg- Lippe, 12 Personen von dem Gefolge des Kaisers Wilhelm, 17 Personen von dem deutschen Geschwader, der Kommandeur der hier vor Anker lie­genden amerikanischen Korvette, 7 Personen der deutschen Botschaft, sowie sämmtliche Minister und diplomatischen Vertreter theilnahmen. Der Staats-Minister Graf Herbert Bismarck saß an der Tafel der Aller­höchsten Herrschaften. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm saß rechts von Ihrer Majestät der Kaiserin. Bei der Tafel brachte Kaiser Alexander den Toast auf den Kaiser Wilhelm aus; Kaiser Wilhelm erwiderte mit einem Hoch auf den Kaiser Alexander. Um 9 Uhr war das Diner be­endet. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm geleitete hierauf Ihre Majestät die Kaiserin zum Wagen. Der ganze Garten war glänzend illuminirt. Der Thee wurde inMonplaisir" eingenommen. Dem Schloß gegenüber wurde auf dem Meere ein glänzendes Feuerwerk abgebrannt. Nach Schluß der Festlichkeiten in Peterhof reisten die Majestäten sowie Prinz Heinrich nebst Gefolge nach Kraènoje-Selo ab, wo heute ein großes Ka­vallerie-Manöver mit Reiterspielen statifindet.

Petersburg, 23. Juli. Ueber das gestrige Diner in Peterhof wird weiter gemeldet: An der kaiserlichen Tafel (60 Gedecke) wurde goldenes Service, an den übrigen Tagen silbernes benutzt. Die russischen Herrschaften erschienen in preußischer Uniform, die deutschen in russischer, die Kaiserin in weißer Robe mit dem Bande des Andreasordens,