«Sonn erneut!» Stets:
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Pitrteljährlich
I Marl 85 Psg. SSt auswärtige Abonnenten eit dem betreffen, lat Pastausschlag. «teemjeliitAum- mer 10 Psg.
Kugteich Arntttches $rgan für KLcröt- und Lanökvers Kcrncru.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristtscher Beilage.
Nr. 145.
Samstag den 23. Juni
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30 Psg
1888.
Abonnements-Einladung.
Mit dem 1. Juli 1888 beginnt ein neues Abonnement auf den „Hanauer Anzeiger", zugleich amtliches Organ für StaM- und Landkreis Hanau.
Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigste« politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden,
bietet Cours- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Auszüge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Proviuziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ansschusses, Fremdenliste, ferner Geschäfts- und Privat-An- zeigen. Das Uuterhaltungsblatt enthält neben spannenden Erzählungen reiches Mannigfaltige.
Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der „Hauauer Anzeiger" seiner starken Verbreitung halber ganz besonders md kostet die ispaltige Zeile nur 10 Pf.
Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.
Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.
Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeltlich.
Die Expedition des Hanauer Anzeigers.
Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.
Verloren: Vor einiger Zeit eine Schnupftabaksdose mit Schild- krotdeckel, darauf die Buchstaben P. T.
Gefunden: Ein Messer. Ein gelbes Armband. Eine Haarnadel von Horn mit Korallenverzierung. Ein Korallenarmband.
Hanau am 23. Juni 1888.
Bekanntmachung.
Der Hopfenhändler Ferdinand Stern dahier will in dem Hinterhaus des Bierbrauereibesitzers Gg. Ph, Nicolay, Nürnbergerstraße Nr. 16, eine Hopfen-Schwefel-Dörre errichten.
Die Beschreibungen, Zeichnungen und Pläne liegen auf dem Rathhause im Sekretariat während der Büreaustunden offen.
Einwendungen gegen das Unternehmen sind binnen 14 Tagen, vom 25. d. Mts. an gerechnet, bei dem Stadtausschuß schriftlich in duplo oder zu Protokoll anzubringen. Nach Ablauf der Frist können Einwen- dungen-micht mehr angebracht werden.
Termin zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen vor dem Vorsitzenden des Stadtausschuffes wird anberaumt auf
Dienstag den 10. k. M., Vormittags 10 Uhr, in das Geschäftszimmer desselben.
Im Falle des Ausbleibens der eventuell Widersprechenden wird gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen werden.
Hanau am 22. Juni 1888.
Der Vorsitzende der Stadtausschuffes:
Westerburg. _______________________
Unsfdiceißen &igL MänvmMasi zu Fmnüfuri a. M.
N. 194/88. Ueber den Aufenthalt des Kellners Albert Po- korniewsky von Lissewo i/Westpreußen und hier wohnhaft gewesen, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 19. Juni 1888.
J. 1417/88. Der am 14./6. 1888 gegen den Metzger Ennl Ohl- gardt von Westerburg erlassene Steckbrief ist erledigt.
Frankfurt a/M. den 20. Juni 1888.
11187 B. — J. 4387/87. Das am 17. Dezember 1887 gegen . .. ________ ______
den Taqlöhner Adam Kraft von Schlotzau und den Taglöhner Hermann, blatt zufolge ungefähr besagt:
Julius Kranz von Frankfurt a/M. erlassene Ausschreiben wird erneuert.' Nach meiner Meinung war die Krankheit, an der der Kaiser starb,
J. 1844/88. Ueber den Aufenthalt des Kellners Josef Gemelsch von Nürnberg und hier wohnhaft gewesen, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 21. Juni 1888._______________ 9758 A, — J. 2074/88. Gegen den Schreiner Jean Keppner, geboren am 5. August 1864 zu Offenbach a/M., welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Kuppelei, Diebstahls und Hehlerei verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich hierher Nachricht zu geben.
Frankfurt a/M. den 21. Juni 1888.
Königliche Staatsanwaltschaft.
! J. 1915/88. Gegen den Tagelöhner Otto Meyer, geboren am 30. März 1864 in Donndorf und in Bockenheim wohnhaft gewesen, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen verbotenen Waffentragens verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und die Unterzeichnete von der erfolgten Festnahme unverzüglich in Kenutniß zu setzen.
Frankfurt a/M. den 21. Juni 1888.
Königliche Staatsanwaltschaft. _________ I
t Kaiserin Victoria Augusta.
Die erlauchte Gemahlin Kaiser Wilhelms II. ist am 22. Oktober 1858 auf Schloß Dölzig bei Sommerfeld als ältestes Kind des Herzogs Friedrich Christian August zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augusten- burg und dessen Gemahlin, der Herzogin Adelheid Victoria Amalie Luise Marie Constanze aus dem Fürstenhause Hohenlohe Langenburg, geboren worden. Sie erhielt die Namen Auguste Victoria Friederike Luise Feodora Jenny. Als am 30. November 1858 die Prinzessin die heilige Taufe empfing, waren ihre Taufpathen die beiden ersten deutschen Kaiserpaare, ihre beiden Großmütter und ihre Tante, Gräfin Erbach-Schönberg. Nach I dem Tode ihres Großvaters, Herzogs Christian August,' gestorben 11. März 1869, siedelte ihr Vater, Herzog Friedrich, mit seiner Familie auf! sein Schloß Primkenau bei Sprottau in Schlesien über. Hier verlebte | die Prinzessin mit ihren vier Geschwistern ihre Kinder- und Erziehungs-1 jähre. Ihre erste Gouvernante, eine Dame aus der französischen Schweiz, | machte nach wenigen Jahren einer Engländerin, Miß Walker, Platz, welche I später an die Spitze eines großen Erziehungsinstituts in London gestellt I wurde, dessen Protektorin die Prinzessin Christian zu Schleswig-Holstein | ist. Prinzessin Auguste Victoria wurde am 22, Mai 1875 mit ihrer I Schwester, Prinzessin Caroline Mathilde, durch den Pastor Meißner inJ der Kirche zu Primkenau konfirmirt. An ihren Eltern hatte die Prinzessin | das schönste, christlichste, liebevollste Vorbild. Der Vater kümmerte sich I auf das genaueste und eingehendste um die Erziehung seiner Kinder, die | er bei ihrer Konfirmation nach edler, deutscher Fürstenart mit Wort und 8 Hand segnete, indem er sie hinwies auf das Wort: „Ohn' Gottes Gunst, 8 all' Thun umsunst". Wiederholter Aufenthalt zu Pau im südlichen | Frankreich, öfterer Besuch bei ihren Verwandten in England vervollkomm-1 nete der Prinzessin Sprachkenntnisse In Pau genoß sie auch vortrefflichen | Musikunterricht. Mit vielen musikalischen Anlagen von der Natur aus-1 gestattet, spielte die Prinzessin mit Vorliebe die klassischen Meister. I Mancher Wermuthstropfen ist unserer jetzigen Kaiserin in ihren jungen I Jahren in den Kelch geflossen; der schwerste Verlust hat sie getroffen, 8 ndem sie den Vater verlor. Am 20. Januar 1880 begleiteten bie I trauernden Kinder mit der tiefgebeugten Mutter den "heißgeliebten Gatten 8 und Vater zur letzten Ruhe. Am 27. Februar 1881 reichte die Prin-1 zessin dem Prinzen Wilhelm, unserem jetzigen Kaiser, die Hand zum | ehelichen Bunde. Die Kaiserin Victoria Augusta ist eine echte deutsche | Frau. Ihre Anmuth, Lieblichkeit und wahre Weiblichkeit stimmt ganz 8 mit ihrem Denken, Fühlen und Wissen überein. Sie hat stets viel In-1 teresse an Kunst und Wissenschaft, an allem Edlen und Schönen gezeigt. |
t »r. Morell Mackenzie
hat auf Befehl Kaiser Wilhelms noch vor der Secirung einen Krankheitsbericht erstattet, dessen Wortlaut einem Berliner Lokal