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Jährlich 9 Marl. Halbj.âSOPsg.
«ierteljährlich , Marl 85 Pfg.
Für auswärtige SBonnenten
Hit dem Betreffen« Jen Postausjchlag. Li« einzelne Nummer 10 Pfg.
{jnimittt Äniciijcr.
Irrgteich Amtliches g>rgan für Stcröt- unö Fmrölmeis Kerncru.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Die ispaltige Barmondzeile ob. deren Raum
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Die 2spalt. Seite 20 Pfg.
Die SspaltigeZeile
30 Pfg.
Nr. 123. Montag den 28. Mai 1888.
Amtliches. Bekanntmachung.
Postaufträge im Verkehr mit San Salvador.
Vom 1. Juni ab können im Verkehr mit San Salvador, der Hauptstadt der Republik Salvador, Gelder bis zum Meistbetrage von 200 Pesos Gold im Wege des Postauftrages unter den für den Vereinsverkehr geltenden Bestimmungen und Gebühren eingezogen werden.
Wechselproteste werden nicht vermittelt.
Berlin W„ 21. Mai 1888.
Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.
_____________________von Stephan.__
Dieuft-Uschmchten aus dem Kreise.
Georg Dahl Heimer zu Ostheim ist als Vieh- und Fleischbeschauer dieser Gemeinde bestellt und in Pflichten genommen worden. Der seitherige Vieh- und Fleischbeschauer Georg Brodt 7r scheidet aus. V. 3143.
Gefunden: Ein weißes Armband. Eine schwarze Atlasschleise. Ein Kinder-Sonnenschirm. Ein Heft „80 Kirchenlieder" mit der Aufschrift Wilhelm Liese. Hanau am 28. Mai 1888.________________________________
Impfordmwg
für die im Stadtkreise Hanau im Jahre 1888 auszuführenden öffentlichen Impfungen.
a. Erstimpfungen.
1) Donnerstag den 14. Juni, Vormittags 1 0 Uhr, Vorstellung derjenigen Kinder, deren Zurückstellung wegen Krankheit gewünscht wird, oder deren Jmpffähigkeit aus Gesundheitsrücksichten zweifelhaft erscheint.
Anmerkung: Das Sistiren der vorgenannten Kinder in die auf den 19., 25., 26. Juni und 2. Juli angesetzten Impftermine ist nicht gestattet.
2) Dienstag den 19. Juni, Vormittags 9 Uhr, für die in den Jahren 1886 und früher geborenen noch nicht geimpften, sowie für die bis jetzt erfolglos geimpften Kinder.
Dienstag den 26. Juni, Vormittags 9 Uhr, Revision derselben.
3) Montag den 25. Juni, Vormittags 9 Uhr, für die im Jahre 1887 geborenen Kinder, sowie für die vor dem 1. April 1888 geborenen Kinder, deren Impfung gewünscht wird.
Montag den 2, Juli, Vormittags 9 Uhr, Revision derselben.
Jmpflvkal: Oberer Saal des Rathhauses.
I». Wiederimpfungen.
4) Knabenbürgerschule I: Sonnabend den 2. Juni, Nachmittags 3Va Uhr, Impfung; Sonnabend den 9. Juni, Nachmittags 3Vs Uhr, Revision
5) Knabenbürgerschule 11: Mittwoch den 6. Juni, Nachmittags 3Vs Uhr, Impfung; Dienstag den 12. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Revision.
6) Mädchenbürgerschule I: Sonnabend den 16. Juni, Nachmittags SVa Uhr, Impfung; Sonnabend den 23. Juni, Nachmittags 3Va Uhr, Revision.
7) Mädchenbürgerschule II: Mittwoch den 20. Juni, Nachmittags 3Va Uhr, Impfung; Mittwoch den 27. Juni, Nachmittags 3Va Uhr, Revision.
8) Realsch ule: Montag den 11. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Impfung ; Montag den 18. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Revision.
9) Gymnasium: Donnerstag den 21. Juni, Nachmittags 4'4 Uhr, Impfung ; Donnerstag den 28. Juni, Nachmittags 4*4 Uhr, Revision.
10) Höhere Töchterschule: 1 Donnerstag den 21. Juni, Nach- 11) Davidsohn'sche Schule: j mittags 434 Ubr, Impfung; Donnerstag den 28. Juni, Nachmittags 434 Uhr, Revision.
Jmpflvkal zu 4. 5. 6. 7. 8. in den betreffenden Schulen, zu 9. 10. u. 11. oberer Saal des Rattzhauses.
Die vorstehenden Impftermine sind außerdem noch durch Aushang am Rathhause bekannt gemacht.
Den Angehörigen der Erstimpflinge sind Seitens der hiesigen Königlichen Polizei-Direktion (Landrathsamt) gedruckte Verhaltungsvorschriften für die öffentlichen Impfungen und über die Behandlung der Impflinge während der Entwickelung der Jmpfblaètern zugestellt, auf deren Beachtung ich ausdrücklich aufmerksam mache.
Exemplare qu. Verhaltungsvorschriften können außerdem auf Verlangen bei hiesigem Standesamt entgegengenommen werden. Impfscheine über vollzogene Privatimpfungen sind behufs Eintrags in die Jmpflisten auf dem Standesamt vorzulegen, welche nach erfolgtem Einträge sofort zurückgegeben werden.
Hanau am 25. Mai 1888.
Der Oberbürgermeister
______________________Westerburg.______________ ÄusfdiMiöen Kümgl. Sfaafsanwattpfiaff zu fenâfnct a. K.
A. 8135. — J. 1344/88. Ueber den Aufenthalt des Arbeiters Karl Hasten Pflug, geboren den 18. August 1851 zu Wahlershausen, Kreis Cassel, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 25. Mai 1888.
M. 186/88. Ueber den Aufenthalt der Anna Eckstein, geboren am 11./12. 1868 in Dettingen, wird Auskunft begehrt.
B. 9455. — J. 3691/87. Ueber den Aufenthalt des Metzgers Karl Bührmann, geboren den 21, Februar 1865 zu Iserlohn, wird Auskunft begehrt.
M. 173/88. Das am 19. d. M. gegen Anna Ullrich von Darmstadt erlassene Ausschreiben ist erledigt.
Frankfurt a/M. den 26. Mai 1888.___________________________ 9543 B. — J. 1682/88. Gegen den Taglöhner Karl Langsdorf von Rockenberg, geb. 27. Okt. 1863, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Unterschlagung verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich Nachricht zu geben.
Frankfurt a/M. den 25. Mai 1888.
______________________Königliche Staatsanwaltschaft._____________________
t Die englische Heeresfrage.
Es ist in den letzten Jahren wiederholt vorgekommen, daß sich Londoner Parlament und Preffe über die ungenügende Vertheidigungsfähigkeit Großbritanniens zu Wasser wie zu Lande beklagt haben. Indeß ging die öffentliche Aufmerksamkeit stets bald zu anderen Tagessragen über. Gegenwärtig aber ist ganz England mit Erörterungen über die Nothwendigkeit der Verstärkung der Wehrkraft und insbesondere des Landheeres auf das Eifrigste beschäftigt; in Zeitungen werden die militärischen Zustände des Landes als höchst traurige und unvollkommene geschildert, und demnächst soll eine große Volksversammlung ihr Verdikt über die Mangelhaftigkeit des Heerwesens abgeben, bezw. schleunige Vervollkommnung fordern. Die Parole: „das Vaterland ist in Gefahr, die Armee ist ohne Waffen, die Schiffe ohne Kanonen, England, speciell London ist einer Invasion offen" — beherrscht augenblicklich das ganze Land.
Diese so plötzlich hervorgerufene Bewegung steht offenbar mit der wenig günstigen politischen Gesammtlage und dem Bewußtsein der Gefahren, welche daraus auch für England entstehen können, in Verbindung. Die Mächte des Continents haben ihre Rüstungen in den letzten Jahren im Hinblick auf die Möglichkeit eines Zusammenstoßes, welcher ganz Europa erfassen könnte, verstärkt, während bis jetzt kaum nennenswerthe Verstärkungen an der britischen Rüstung vorgenommen worden sind. Die Meinung, daß dieselbe den besonderen Verhältnissen Englands vollkommen entspreche und ausreiche, hat thatsächlich bisher die Oberhand behalten, so schwere Gewitterwolken auch immer am politischen Horizonte sich zu- sammenballten. Wenn diese Meinung jetzt erschüttert ist, so rührt dies offenbar daher, daß England nicht mehr glaubt, es werde sich mit der Rolle eines zuwartenden Beobachters bei einem etwaigen Kampf der Con- tinentalmächte begnügen können, sondern daß die Möglichkeit einer unmittelbaren Gefahr für England selbst wieder in größere Nähe gerückt ist. An der russisch indischen Grenze ist es wieder unruhig geworden: es hat zwischen einem Stamm an der Grenze und den Afghanen ein bewuff-