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Jugteich Amtliches Z)vgan für SLcröt- und Lcrnökveis ^artau.
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Nr. 88.
Samstag den 14. April
1888.
Amtliches.
Bekanntmachungen auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878.
Die Königliche Kreishauptmannschaft hat auf Grund von §. 11 und §. 12 des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 die Flugschrift mit der Ueber- schrist:
„An die Wähler des 16. sächsischen Reichstagswahl kreis es Chemnitz, Stadt und Land!" und mit den Schlußworten:
„Nieder mit der Reaktion! Hoch die Sozialdemokratie!", auf welcher als Verleger Julius Türke, Chemnitz, als Drucker C. G. Ludwig daselbst angegeben ist, verboten.
Zwickau den 30. März 1888.
Königlich sächsische Kreishauptmannschaft.
Leonhardi.
Die Königliche Kreishauptmannschast hat auf Grund von §. 11 und §. 12 des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 die Nummer 59 der „Ar- beiter-Zeitung", Jahrgang 4, Belleville, Jlls., Samstag, den 10. März 1888, auf welcher als Redacteur und Herausgeber Hans Schwarz, Office und Buchdruckerei, West-Belleville, Silberstr., angegeben ist, verboten.
Zwickau den 31. März 1888.
Königlich sächsische Kreishauptmannschaft.
. Leonhardi.
Auf Grund des §. 11 Absatz 1 des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878 ist die Nr. 1 der unterm 29. März 1888 dahier im Druck und Verlag von Heinrich Müller erschienenen Zeitung: „Hessischer Volks - reund", da dieselbe lediglich eine Fortsetzung der unterm 21. März 1888 verbotenen „Hessischen Bürgerzeitung" ist und die gleichen Tendenzen verfolgt, verboten worden.
Zugleich wurde auf Grund des Absatz 2 des §.11 obigen Reichs- gesetzes das fernere Erscheinen des „Hessischen Volksfreunds" verboten.
Darmstadt den 31. März 1888.
Grobherzogliches Kreisamt Darmstadt.
_________________von Marquard.__________________
Des Königs Majestät haben mittelst Allerhöchsten Erlasses vom 23. März er. dem Comitä für den Zuchtmarkt für edlere Pferde zu Neubrandenburg die Erlaubniß zu ertheilen geruht, Loose zu der mit Genehmigung der Großherzoglichen Landesregierung bei Gelegenheit des diesjährigen Zuchlmarktes daselbst zu veranstaltenden Ausspielung von Pferden, Equipagen, Reit-, Fahr- und Stall - Utensilien auch im diesseitigen Staatsgebiete zu vertreiben.
Die unterstellten Verwaltungs- und Polizeibehörden werden hiervon Nit dem Ersuchen in Kenntniß gesetzt, dafür Sorge zu tragen, daß der Vertrieb der Loose in ihrem Bezirk nicht beanstandet wird.
Cassel am 6. April 1888.
_____Der Regierungs - Präsident. I. A!: Althaus.__________
Mit dem 1. Mai d. I. gelangen in Hanau (Nord- und Ostbahn- D Rundreisekarten zu ermäßigten Preisen mit 14tägiger Gültigkeitsdauer "ach Cassel über Windecken—Friedberg zurück über Bebra—Fulda nach Hanau oder umgekehrt, zur Einführung.
Die in Hanau (Nordbahnhof) bisher verkäuflichen gleichen Fahrarten über Frankfurt—Gießen nach Caffel, zurück über Guntershausen — kebra nach Hanau werden dagegen am 20. Mai d. J. wieder aufge- joben.
Das Nähere ist bei unserer Verkehrs - Controls I hierselbst zu er- ahren.
Hannover am 29. März 1888.
____Königliche Eisenbahn-Direktion.__
Nekarmtmachungen Kömgl. Laudrathsamts.
An die Herren Bürgermeister der Gemeinden im Büch erthal.
Sie wollen nach vorherigem Benehmen mit den Herrn Pfarrern
diejenigen bedürftigen und würdigen Personen hier namhaft machen, welchen eine Unterstützung aus der Schlingloff'schen Stiftung in Bruchköbel zugewendet werden kann.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß zur Unterstützung nur wirklich Hülfsbedürftige im Sinne der Armengesetzgebung und nach der Stiftungeurkunde aus jedem Haushalt nur ein Armer in Vorschlag kommen dürfen.
Hanau am 12. April 1888.
Der Königliche Landrath
V. 2215 Gf. Bismarck.
Unter dem Viehstand des Georg Adam Wilz zu Großkrotzenburg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Hanau am 8. April 1888.
Der Königliche Landrath
V. 2099 Gf. Bismarck.
Aus slkrân. Kömgl. Sfaafsanmasffdiaff zu Frankfurt a. K. 1871 0. — K. 9/88. Das Ausschreiben vom 20. Febr. d. J. gegen Karl Friedr. Landenberger von Ebingen ist erledigt.
Frankfurt a/M. den 11. April 1888.
J. 4073/87. Ueber den Aufenthalt des Brauers Anton Schiller, geb. 16./4. 1859 zu Bamberg, wird Auskunft begehrt.
J. 4056/87. Ueber den Aufenthalt des Taglöhner Johann Hartmann, geb. 4./4. 1857 zu Kettwig, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 12. April 1888.
J. 1304/88. Gegen den Kellner Hch. Bauer, geb. 21./9. 1860 zu München, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung Nachricht zu geben.
Frankfurt a/M. den 12. April 1888.
Königliche Staatsanwaltschaft.
D. 4067. — J. 1310/88. Am 9. April 1888 ist auf einem Steinhaufen nördlich des Rothschild'schen Parks hierselbst die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechts gefunden worden. Jeden, der über die Herkunft des Kindes beziehungsweise die Mutter desselben Auskunft zu geben im Stande ist, ersuche ich, mir oder der nächsten Polizeibehörde hiervon zu den Akten J. 1310/88 Mittheilung zu machen.
Frankfurt a/M. den 12. April 1888.
Königliche Staatsanwaltschaft.
Tagesschau.
Berlin, 13. April. Se. Majestät der Kaiser und König haben mittelst Allerhöchsten Handschreibens vom 10. März d. J. Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin den Hohen Orden vom Schwarzen Adler zu verleihen geruht.
Berlin, 13. April. Se. Majestät der Kaiser und König arbeiteten heute Vormittag längere Zeit mit dem Chef des Civilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths v. Wilmowèki und dem General-Adjutanten, General-Major v. Winterfeld. Sodann nahmen Se. Majestät den Vortrag des Staats Ministers v. Puttkamer entgegten.
Berlin, 13. April. Die „Nordd. Ällg. Ztg." meldet: Bei dem Kaiser ist in Folge eingetretener Verengerung des Athmungsweges ein Wechsel der Kanüle nothwendig geworden. Eine neue Kanüle ist gestern durch Professor v. Bergmann eingelegt worden. Das Allgemeinbefinden des Kaisers ist dadurch nicht asficirt, doch verblieb der Kaiser während des Restes des Tages im Bette.
Berlin, 13. April. Kaiser Friedrich fuhr heute nach dem Besuch bei der Kaiserin Augusta in sein eigenes Palais und erschien dort beim Aufziehen der Wache am Fenster, worauf die Menge, die sich vor dem Palais versammelt hatte, dem Kaiser eine gradezu unbeschreibliche stürmische Huldigung darbrachte. Die Hochrufe schienen kein Ende zu nehmen und sie begleiteten später auch den kaiserlichen Wagen, als iw Kaiser zu einem kurzen Besuch des kronprinzlichen Paares ins Schloß fuhr und