Nrsnr?«mt»ir< Pr-èL :
Mb, US 9 Mark.
H^ EU 6^8. Kiertegs ^M
< Wort #> W Ub- auswärtige
Abonnenten
Mi: ^em bctrefiea- ter iM^'dlWi. Di??<ns<msNunr«
Mr 10 W,-
Hanmin Aißciyr.
KugteicH Amtliches Gvgan für Stcröt- und ^anöRreis Kanarr.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
gwftrttw* Pre»:
Sie Ifpalttge Varmondzeile (k. deren Raum
10 W
Lie SH>aIt Zeile 20 Pfg.
Li-SsP-ItigeZeil«
30 Pfg
Nr. 83.
Montag den 9. April
1888.
Zum Ankäufe von ^menten im Alter von drei und ausnahmsweise vier Jahren ist im Bereiche der Königlichen Regierung zu Cassel für dieses Jahr nachstehender, Morgens 8 Uhr beginnender Markt anbc- raumt worden und zwar
am 9. Juli Wabern.
Die von der Remonte-Ankauss-Kommission erkauften Pferde werden zur Srelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt.
Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten zurückzunehmen, ebenso Krippensetzer, welche sich in den ersten acht und zwanzig Tagen nach Einlieferung in den Depots als solche i erweisen. Pferde, welche den Verkäufern nicht eigenthümlich gehören, oder durch einen rächt leaitinirten Bevollmächtigten der Kommission vorgestellt werden, sind vom Kauf ausgeschlossen.
Die Verkäufer sind verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue, starke rindleoerne Trense mit iftarfem Gebiß und eine neue Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter langen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben.
Um die Abstammung der vorgeführten Pferde seststcllen zu können, ist es erwünscht, daß die Deckscheine möglichst mitgebracht werden; auch werden die Verkäufer ersucht, die Schweife der Pferde nicht zu cvupiren oder übermäßig zu verkürzen.
Ferner ist es dringend wünschenswertb, daß der immer mehr überhand nehmende zu massige oder weiche Futterzustand bei den zum Verkauf zu st llenden Remonten aufhört, weil dadurch die in den Remonte- Depots vorkommenden Krankheiten sehr viel schwerer zu überstehen sind, , als dies bei rationell und nicht übermäßig gefütterten Remonten der Fall ist.
r—• Irr Zukunft -wird bLim Äukauf zum Messen der Remonten das Stockmaß in Anwendung kommen.
Berlin am 1. März 1888.
Kriegsministerium, Remontirungs-Abtheilung.
Freiherr von Troschke.
Gesunden: Ein s. g. Rod-Hacke. Ein goldener Ring mit Stern. Eine schwarz seidene Schürze. Ein kleines Portemonnaie mit etwas Geld. Eine Knabenmütze. Eine Spannkette.
Zu geflogen: Zwei weiße Kropftauben.
Entlaufen: Ein bräunliches Huhn. Ein großer blauer Neufundländer.
Verloren: Ein silbernes s. g. Kleeblatt (von einem Armband), s E.n silbernes Armband.
Entflogen: Ein Kanarienvogel.
Hanau den 9. April 1888.
âusfrfireißen Kömgl. Ktaaisanmalisijiafi za Frankfurt a. K. 5183 A. — J. 3376/87. Der am 1. Okt. v. I. gegen Marie Auer von Wiesbaden erlassene Steckbrief wird erneuert.
N. 1538/87. Ueber den Aufenthalt der Dienstmagd Wilhelmine Hähnlein, geboren am 16. Februar 1866 in Schopfloch bei Dinkelsbühl, wird Auskunft begehrt.
5290 A. — J. 915/88. Ueber den Aufenthalt des Kochs Heinrich Ulrich Erni von Zürich wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 5. April 1888.
M. 82/87. Das am 1 /12 1887 gegen den Adalbert Albert Prößler aus Würzburg erlassene Ausichreiben ist erledigt.
M. 166/87. Das am 10. Januar c. gegen den Knecht Karl Hemel von Bermutshain erlassene Auèschreiben ist erledigt.
Frankfurt a/M. den 6. April 1888.
J. 737/88. Ueber den Aufenthalt des Metzger Jakob Schreiber, geb. 28./8. zu Rieder-Olm, wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 7, April 1888.
ti- 94/88. Gegen den Fuhr knecht Martin Häufler, geb/ K/12.
zu Erlangen, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Körperverletzung verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung Nachricht zu geben.
Frankfurt a/M. den 7. April 1888.
Königliche Staatsanwaltschaft.
K k ß e s s ch Ä N.
Nsrlilt- 7 Avril. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen heute Vormittag 10'/» Uhr den Minister des Innern, Staatsminister v. Puttkamer, zu einem Vortrage und arbeiteten von 11 Uhr ad längere Zeit mit dem Chef des Militärkabinets, Allerhöchihrem General-Adjutanten, General der Kavallerie v. Albedpll.
Berlin, 7. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Was das Befinden des Kaisers anbelangt, so waren die letzten Nächte zuweilen durch Kopfschmerz unterbrochen. Der Auswurf ist erheblich geringer und gar nicht mehr gefärbt, Appetit und Kräftezustand sind befriedigend. Der Kaiser macht Spaziergänge in der Orangerie, da das Wetter für Promenaden im Parke und Ausfahrten noch zu rauh ist.
Berlin, 7. April. Heute Wittag fand im Königlichen Palais eine Versammlung von Deleqirten der Zweigvereine des Vaterländischen Frauenvereins statt, bei welcher Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Augusta, Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin von Baden, Ihre Kaiserliche Hoheit die Kronprinzessin, sowie Ihre Königlichen Hoheiten die Kronprinzessin von Schweden und Norwegen und die Prinzessin Albrecht von Preußen anwesend waren.
Berlin, 7. April. Die Auswechselung der Ratifikationen zu dem zwischen dem Deutschen Reich und Ecuador abgeschlossenen Freundschafts - vertrage hat am 29. März d. I. zu Paris stattgefunven.
Berlin, 7. April. Die „K. Z." schreibt: Die Nachricht vo'! den ernsten Rücktrittsabsichten des Fürsten Bismarck hat hier in den weitesten Kreisen eine Erschütterung hervorgerufen, von welcher man sich kaum eine Vorstellung machen kann. Man hofft allgemein, daß es gelingen werde, Mittel und Wege zu finden, um die Krists in günstigem Sinne zu lösen. Im Augenblick ist dies nach zuverlässigen Erkundigungen noch nicht geschehen. Von unterrichteter Seite wird versichert, daß die Thatsachen, um welche es sich hierbei handelt, richtig und zutreffend allein in der Kölnischen Zeitung wiedergegeben worden sind. Alles übrige, ein förmlicher Mythenkranz, der sich um diese Thatsachen bereits geschlungen hat, also das Vorhandensein der verschiedensten Anlässe für das Rücktrittsgesuch, welche an Dinge und Pe^ sonen der inneren Politik anknüpfen, ferner das angeblich beabsichtigte Abschiedsgesuch des Grafen Herbert Bismarck u. a. m. find Erfindungen ohne jede thatsächliche Grundlage. Ob sich die entstandenen Schwankungen schnell ausgleichen werden, ist noch nicht zu entscheiden ; aber daß schließlich eine Verständigung erzielt werden wird, hält man hier im Publikum für zweifellos, weil es eine Nothwendigkeit ist.
Berlin, 7. April. S. M. Kreuzer ■ Fregatte „Prinz Adalbert", Kommandant Kapitän z. S. von Pawelsz, zum Schulgeschwader gehörig, ist am 4. April er. in Southampton eingerroffm.
Ein Kommando des Eisenbahn-Regiments in der Stärke von 4 Offizieren, 12 Unteroffizieren und 100 Mann hat sich zur Herstellung einer provisorischen Eisenbahnbrücke auf ca. 14 Tage nach Kolberg begeben und daselbst Quartiere bezogen.
Wie bereits mehrfach gemeldet worden, wird die soaennante Nothstandsvorlage dem Landtage alsbalo nach Wiederaufnahme der Arbeiten zugehen. Der Kaiser interessirt sich ganz besonders dafür, daß der Regierung die gesetzliche Handhabe soweit wie möglich geboten werde, gegenüber der unbeschreiblichen Notb zu helfen. Bei der gänzlichen Unmöglichkeit, den Umfang des Bedürfnisses zu übersehen, und anderseits gegenüber der Nothwendigkeit, rasch einzugreisen, wird der Inhalt der Vorlage wohl auf die Forderung der Ermächtigung hinauslaufen, Mittel bis zu einer bestimmten Höhe nach Maßgabe des verantwortlichen Ermessens und späterer Rechnungslegung der Regierung verwenden zu dürfen. Abgesehen von dem Schaden, welchen Kreise, Gemeinden und Einzelne erleiden, ist der Staat in sehr umfassender Weise in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden, welcher den Eisenbahnen in den übei schwemmten Gebieten erwächst, hat eine ganz bedeutende Höhe erreicht. Es haben über 50 Dammbrüche bis j>tzt stottgesuden, zahlreiche Brücken sind zerstört und die unbrauchbar gewvldenen Brück-npfeiler zählen nach Hunderten. Es wird der Ausbietung zahlreicher Arbeitskräfte bedürfen, um die Eisenbahnverbindung wie- derherzustelleu.
Posen, 7. April. Nach hier eingegangener Meldung trifft die Kaiserin Liberia am 9. d. M. Mittags hier ein, um die Nothlage der durch die UiberDwKimung Betreffernn persönlich in Augenschein zu nehmen, — In der heutigen Stadtverordnetenversammlung theilte der Oberbürgermeister Müller mit, daß die Kaiserin Vittoria am 9. d.,