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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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deren Raum

10 Pfg.

Die -spalt. Zeile 20 Pfg.

»ieSspaltig-Zeil«

30 Pfg.

Nr. 68.

Dienstag den 20. März

1888.

Amtliches.

Dienstag den 8. Mai d. Js., von 9 Uhr Morgens ab, sollen hierselbst circa 120 Gestütspferde, bestehend aus meistentheils bedeckten Mutterstuten, Fohlen, 4jährigen Hengsten, Wallachen und Stuten, meist­bietend verkauft werden.

Sämmtliche 3-, 4jährigen und älteren Pferde sind mehr oder we­niger geritten. Die zum Verkauf kommenden gerittenen Pferde werden am 7. Mai von 7 bis 10 Uhr Morgens unter dem Reiter, sowie alle Pferde am 6. und 7. Mai, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr, an der Hand gezeigt.

Listen über die zum Verkauf kommenden Pferde werden einige Wochen vor der Auction fertig gestellt und auf Ansuchen zugeschickt werden.

Für Personenbeförderung zu den verschiedenen Zügen der Ostbahn vom und zum Bahnhöfe Trakehnen wird am 6., 7. und 8. Mai d. Js. gesorgt sein.

Trakehnen am 28. Januar 1888.

v. Dassel, Königlicher Landstallmeister.

BâtmiMKchungen König!» Landrathsamts.

Gemäß §. 18,2 und 7 der Control-Ordnung wird bekannt gemacht, daß bei dem diesjährigen Klassiftkationètermin der Wehrmann Wilhelm Fischer aus Hochstadt hinter die letzte Jahreskiaffe der Landwehr I. Aufgebots; sowie die Wehrleute Alfred Braun, Johann Wilhelm Grobe

und Ferdinand Zeh aus Hanau hinter die letzte Jahresklaffe wehr II. Aufgebots zurückgestellt worden sind.

Hanau am 18. März 1888.

Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission des Auèhebungs Bezirks Hanau.

der Land'

M. 974

Gf. Bismarck.

Das nachstehende Ausschreiben wird veröffentlicht. Hanau am 19. März 1888.

P. 1717

Der Königliche Landrath

Gf. Bismar ck.

Miltenberg den 16. März 1888.

Gestern Mittag fiel dahier das 5jährige Söhnchen des Hutmachers Philipp Wirth in den Main und ertrank.

Die Leiche konnte bis jetzt nicht aufgefunden werden; wahrscheinlich ist dieselbe vom Strom fortgetrieben worden.

Das Kind trug hellen Kittel, dunkel karrirte Hose, blaues seidenes Halstuch, rothe Strümpfe, Knopfstiefel und Hemd.

Indem ich hiervon Nachricht zu geben mich beehre, ersuche ich zu­gleich um gefällige Mittheilung im Falle der Auffindung der Leiche.

Der königl. Regierungsrath

Weinheimer.

Dienst-Nachrichten ans dem Kreise-

Vom Wasenmeister ein gefangen: ein gelber Pinscher mit weißem Hals, m. Geschl.

Gefunden: In der Johanniskirche: ein schwarzes Armband. Ein lederner Umhänge Geldbeutel mit Schlüffel. Ein weißes Armband.

Verloren: Eine Perle mit grünem Blättchen.

Hanau am 20. März 1888.

fMdkeifien lönigL AalltsamMMaft zu Frankfurt a. M. 4216 A. J. 913/88. Ueber den Aufenthalt des Schreinerge­sellen Phil. Friedr. Wissen dach von Niederrad wird Auskunft begehrt.

0. 76 88. Ueber den Aufenthalt des Metzgers und Schiffers Adolf Achenbach, 30 Jahre alt, aus Nidda (zuletzt in Mainz), wird Auskunft begehrt.

B. 5312. N. 93/88. Das unterm 8. März 1888 erlassene Ausichreiben gegen den Schneider Iohannes Vogt von Offenbach a/M. ist erledigt.

Frankfurt a/M. den 17. März 1888. ________

Tagesschau

Berlin, 19. März. In der heute im Saale des Hauses der Ab­geordneten abgehaltenen Sitzung der vereinigten beiden Häuser des Land­tages, welcher der Reichskanzler, Präsident des Staatsministeriums, Fürst v. Bismarck, der Vizepräsident des Staatsministeriums, Minister des In nern, v. Puttkamer, und die Staatsminister v. Maybach, Dr. Lucius, Dr. v. Friedberg, v. Boetticher, Dr. v. Goßler, Dr. v. Scholz und Bron- sart v Schellendorff beiwohnten, verlas der Ministerpräsident, Fürst v. Bismarck nachfolgende Allerhöchste Botschaft und überreichte dieselbe so­dann dem Präsidenten, Herzog von Ratibor.

Wir Friedrich, von Gottes Gnaden König von Preußen, thun kund und fügen hiermit zu wissen: Nachdem es Gott gefallen hat, nach dem Hinscheiden Sr. Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm, Unseres vielgeliebten Herrn Vaters, Uns auf den Thron Unserer Vorfahren an der Krone zu berufen, entbieten Wir dem Landtage Unserer Monarchie hierdurch Unsern Gruß. Die Gesinnungen und Absichten, in welchen Wir Unsere Regierung angetreten haben, die Grundsätze, nach denen Wir Unseres königlichen Amtes walten wollen, haben Wir Unserm getreuen Volke ver­kündet. In den Wegen unseres glorreichen Herrn Vaters wandelnd, werden Wir kein anderes Ziel Unseres Strebens kennen, als das Glück und die Wohlfahrt des Vaterlandes. In gewissenhafter Beobachtung der Verfaffung, unter Wahrung der Machtfülle der Krone, in vertrauensvollem Zusammenwirken mit der Landesverlretung hoffen Wir, dieses Ziel unter Gottes Beistand zum Heil des Vaterlandes zu erreichen. Wir sind Uns der nach Artikel 54 der Verfaffung Uns obliegenden Pflichten voll bewußt. Da jedoch Unser Gesundheitszustand Uns zur Zeit nicht gestattet, dieser Verpflichtung perwnlich nachzukommen, Wir aber das Bedürfniß fühlen, unverweilt Unsere ohnehin keinem Zweifel unterworfene Stellung zu den Verfassungsordnungen des Landes vor der Volksvertre I tung zu bekunden, so geloben Wir hiermit schon jetzt, daß! Wir die Verfassung Unseres Königreichs fest und unver­brüchlich halten und in Uebereinstimmung mit derselben und den Gesetzen regieren wollen.

Charlottenburg, 17. März 1888, Unterzeichnet Friedrich und gegengezeichnet von dem gesammten hier anwesenden Staatsministerium.

Präsident Herzog von Ratibor: Wir haben gewiß mit allerunter- thänigstem Dank die Allerhöchste Botschaft vernommen. Es ist nicht mei­nes Amtes, der Versammlung vorzuschlagen, welche Antwort sie auf die selbe zu geben haben möchte; es ist das vielmehr die Sache jedes der I beiden Häuser des Landtages. Aber ein Wunsch und ein Gefühl beseelt | uns alle: das ist der innige Wunsch der völligen Wiederherstellung Sr. | Majestät unseres theueren Königs, das Gefühl der Treue, der Ehrerbie | tung und der Anhänglichkeit an unseren Aller gnädigsten König und Herrn. I Darum ersuche ich Sie, in Dem Sie diesen Gefühlen Ausdruck geben, mit I mir einzustimmen in den Ruf: Se. Majestät der König, unser Allergnä | digster Herr, er lebe hoch! hoch! hoch!

Die Versammlung stimmt mit erhobener Rechten begeistert in den | dreimaligen Hochruf ein.

Schluß der Sitzung l3/* Uhr.

Berlin, 19. März. DerR. u. St. A." veröffentlicht folgendes:! Sr. Majestät dem Kaiser und König sind aus Anlaß des Dahinscheidens I Sr. Majestät des in Gott ruhenden Kaisers und Königs Wilhelm aus i allen Theilen des Deutschen Reiches von Städten, Landgemeinden, Korpo I rationen, Vereinen, insbesondere auch Kiegervereinen, und Privatpersonen | Beileids- und Huldigungstelegramme sowie Zuschriften in außerordentlich | großer Anzahl zugegangen. Se. Majestät sind von diesen Kundgebungen | treuer Anhänglichkeit und Liebe in diesen für Allechöchstdieselben so schmerz | lichen Tagen tief gerührt gewesen. v. Puttkamer,

Berlin, 19. März. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen D heute früh 11 Uhr den Vortrag des Wirklichen Geheimen Raths o. | Wilmowski entgegen.

Berlin, 19. März. Anläßlich der Thronbesteigung des Kaisers und Königs sollen, nach denFr. N.", in außerordentlicher Mission ab- ß