«»onnemnitr- P«iè:
gtorlid: 9 Mari faI6i.4'»1.50®fg.
Bierrciiäljiii^ | Mark 25 Pfg. Yür auswärtige
Abonnenten
Wit Vein betreuenden LoNLUsjching. Dieem-eUie äiuuv mer )U Pfg.
Hamner Anzeiger
Zugleich Amittches Hvgcrn für Stcröt- unö LcrnöKveis Kanarr.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
^WUW
PreiS:
Die ispaltige Larmondzeile »d. deren Raum
10 Pfg.
Die 2fjalt geile 20 Pfg.
Die SIpaltigeZeile 30 Pfg
Nr. 52.
BâtmLmachungen KöMgl. LaKorathsamts.
Bekanntmachung.
Sämmtliche im Stadtkreise Hanau wohnenden Mannschaften der Reserve und Landwehr haben an den nachfolgenden Tagen und Stunden ihre Militärpäffe zum Vorheften der in Folge des Gesetzes vom 18. Februar 1888 betreffend Aenderung der Wehrpflicht gültigen Bestimmungen dem Bezirks-Feldwebel in Hanau, vor der Kinzigbeücke 2aa, abzugeben. Die des Landkreises Hanau haben ihre Paffe einzusenden.
Am 2 u. 3. März 1888 von 12^ bis 2^ Uhr Jahresklaffe 1875 aller Waffengattungen.
Am 5. u. 6. März 1888 von 12^2 bis 2 Vs Uhr Jahresklasse 1876 aller Waffengattungen.
Am 7. u. 8. März 1888 von 12^2 bis 2^2 Uhr Jahresklaffe 1877 aller Waffengattungen.
Am 9. u. 10. März 1888 von 12^2 bis 2 Vs Uhr Jahresklaffe 1878 aller Waffengattungen.
Am 12. u. 13. März 1888 von 12^2 bis 2V2 Uhr Jahresklaffe 1879 aller Waffengattungen.
Am 14. u. 15. März 1888 von 12^2 bis 2V2 Uhr Jahresklaffe 1880 aller Waffengattungen.
Am 16. u. 17. März 1888 von 12^2 bis 21/« Uhr Jahresklaffe 1881 aller Waffengattungen.
Am 19. u. 20. März 1888 von I2V2 bis 2 Vs Uhr Jahresklaffe 1882 aller Waffengattungen.
Am 21. u. 23. März 1888 von 12^2 bis 2^2 Uhr Jahresklaffe 1883 aller Waffengattungen.
Am 24. u. 26. März 1888 von 12Vs bis 21/» Uhr Jahresklaffe 1884 aller Waffengattungen.
Am 27. u. 28. März 1888 von 12Vs bis 2Vs Uhr Jahresklaffe 1885, 1886 u. 1887 aller Waffengattungen.
Diejenigen Mannschaften, welche ihre Pässe persönlich abgeben, erhalten dieselben nach Vervollständigung sofort und diejenigen, welche ihre Pässe einsenden, bei den Control-Versammlungen wieder zurück.
Frankfurt a. M. den 27. Februar 1888.
Königliches Bezirks-Commando Goltz.
Die Herren Bürgermeister haben die ihnen von dem Kgl. Bezirks- Commando direkt zugehenden Placate an zweckmäßigen, besonders in das Auge fallenden Stellen anbringen zu lassen.
Hanau am 29. Februar 1888.
Der Königliche Landrath
M^837 Gf. Bismarck. _________________
Amft-Nachrichten aus dem Kreise.
Zugelaufen: Ein grauer junger Hund mit schwarzer Schnauze, langer Ruthe, m. Geschl., mit Halsband versehen; Empfangnahme bei Jakob Lilienfeld zu Rückingen. Ein schwarzer Pinscher m. Geschl.
Gesunden: Ein Griffelkasten Eine Hacke (s. g. Rotthacke). Entlaufen: Ein rother Spitz mit schwarzem Kopf, m. Geschl.
Hanau am 1. März 1888.________________
t Eine deutsche Stimme aus dem Elsaß im Reichstage.
Am 23. d. Mts. stand im Reichstage der Etat des Reichrschatzamts zur Berathung. In dem Etatsentwurf war der seit dem Jahre 1876 aus dem Ordinarium, also als dauernde Ausgabe, geleistete Reichs- zuichuß zur Universität Straßburg im Betrage von 400 000 M. in das Exiraordinarmm, also zu den einmaligen Ausgaben versetzt morsen ; dis Budgetkommission hatte jedoch auf Antrag des Abg v. Bennigsen beschlossen, den früheren Modus wieder herzustellen. Bei der Verhandlung im Plenum über diesen Antrag nahm der Abgeordnete für Straßburg, Dr. P e t r i, das Wort, um den Antrag zu unterstützen, und dabei auf die Verhältnisse seiner Heimath im Allgemeinen übergehend, erklärte er, daß er dieselben stets nur vom deutsch-nationalen Gesichtspunkt aus betrachten und im Sinne seiner Wähler wie nach seiner Ueberzeugung die Brücke der Verständigung und Annäherung zwischen Effaß- lothringen und Alideutschland bauen helfen wolle. Die Erklärung wurde im Reichstage mit großem Beifall ausgenommen und auch vom Staats- 1 sâetär von Bötticher Namens der verbündeten Regierungen warm *
Donnerstag den 1. März
1888.
begrüßt. Der Reichstag trat einstimmig dem Anträge der Commission bei. Tags zuvor hatte im Landesausschuß zu Straßburg zum ersten Male ein altdeutsches Mitglied, der Bürgermeister der Stadt Straßburg, Back, das Wort genommen. Es sind dies zwei Merkzeichen, welche immerhin beweisen, daß wir in Elsaß-Lothringen doch ein Stück vorwärts gekommen sind.
Tagesschau
Berlin, 29. Februar. Der „R. u. St-A." veröffentlicht das nachfolgende neueste Bulletin:
San Remo, 29. Febr, 10 Uhr 50 Minuten Vorm. Die Nachtruhe Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen war anfänglich unterbrochen, später befriedigend. Auswurf etwas reichlicher. Mackenzie. Schrader. Krause. Hovell. Bramann.
Berlin, 29 Februar. Se. Majestät der Kaiser und König arbeiteten heule lange Zeit mit dem Chef des Cwilkabinets, Wirklichen Geheimen Rath v. Wilmowski. — Se. Königliche Hoheit dec Prinz Wilhelm hat Sich gestern früh im Allerhöchsten Au-trage Sr. Majestät des Kaisers und Königs zu den Beifitzungs Fnerlichkeiten nach Karlsruhe begeben und ist daselbst heute Nacht P/2 Uhr eingetroffen. Höchstderselbe wurde von den Prinzen Wilhelm und Karl, Großherzoglichen Hoheiten am Babnhoi empfangen.
Berlin, 28. Februar. In hiesigen Gesellschaftskreisen findet das Schicksal des jungen Prinzen Johann von Hohenlohe-Oehringen, zweiten Sohneë des zur Zeit an der Riviera weilenden H-rzogs von Ujeft, die lebhaiteste Theilnsbme. Der Prinz, der, nachdem er aus Gesundheitsrücksichten seine Offizierslaufbahn aufgegeben, im vorigen Sommer sein diplomatisches Examen abgele t hatte, war seit einem halben Jahre dritter Legationssekretär bei der deutschen Botschaft in Petersburg. Sein nervöses Leiden, das ihn außerordentlich niederdrückte, hatte hier in letzter Zeit derart zugenommen, daß er einen längeren Urlaub nachsuchte, den er am vorigen Samstag antreten wollte. Unmittelbar vor der Abreise, nachdem er noch kurz zuvor einem Freunde versprochen hatte, sich mit ihm am Bahnhof zu treffen, Hai er offenbar in einem Schmermuthsanfall versuch!, seinem Leden durch einen Pistolenschuß em Ende zu machen. Sein B-finden ist »ehr bedenklich, doch ist noch nicht alle Hoffnung aufgegeben, sein Leben erbalten zu sehen. Einer seiner Brüder, der hier im Regiment Gardes du Corps stehende Prinz Max Hohenlohe, ist bereits am Sonntag nach Petersburg gereist. (K. Z.)
Berlin, 29. Febr. S. M. Kanonenboot „Iltis", Kommandant Kapitän-Lieutenant v. Eickstèdt, ist am 28. Februar cr. in Singapore eingetroff n und beabsichtigt am 4. März cr. wieder in See zu gehen.
Berlin, 19. Febr. (K. Z) Oesterreich, England und Italien sollen in Konstantinopel eine g wisse Zurückhaltung beobachten, weder zu der bekannten, nach Sofia zu richtenden, von Deutschland und Frankreich unterstützten E-klärung rathen, noch sie widerrath-n. Die Pforte soll dieselbe in Erwägung genommen haben.
Der Abgeordnete Menzer hat im Reichstag zur dritten Berathung des Etats (Zölle und Verbrauchsteuern — Tabaksteuer) den Antrag eingebracht: „Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Regierungen zu ersuchen angesichts der schweren Nothlage, in der sich die deutschen Tabakbauer befinden, thunlichst bald eine Erhöhung des Eingangszolles auf ansländische, eventuell eine Ermäßigung der Steuer auf inländische Tabake herbeizuführen." Auch im elsaß lothringischen Landesausschuß hat sich dieser Tage das starke Verlangen der Elsaß Lothringer nach Erhöhung des Tabakzolles im Interesse unserer Tabakbauern geltend gemacht.
In die Commission zur Vorberathung des Gesetzentwurfs betr. die Kosten der königl. Po i-eiverwaltungen in Stadtgemeinden sind gewählt worden: v. Rauchhaupt, Graf v. Schwerin-Putzar, v. Manteuffel, Cremer, v. Neumann, v. Veltheim, v. Pilgrim, Barth, Dr. Hantel, Weyerbusch, v. Epnern, Dr. Friedberg, Tramm, Dr. Brüel, Greiß, Longard, Sperlich, St-phrrus, Mottp, Rickert und Zelle.
Karlsruhe, 29. Febr. Die feierliche Beisetzung des Prinzen Ludwig Wilhelm fand unter großer Betheiligung der Bevölkerung statt. Nach dem Trauergebet in der Schloßkirche wurde der Sarg in den Leichenwagen gehoben und in feierlichem Zuge, der sich um zwölf Uhr unter dem Geläute aller Glocken in Bewegung setzte, nach der Stadtkirche übergeführt. Eine Abtheilung Leibgrenadiere eröffnete den Zug, hieran schlossen