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Augtsich AmMches §)rgan für Ktcröt- unö LcrrröKveis Kcrncru.

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Die ispaltige Earmondzeile od. deren Raum 10 $fg.

Die Sspalt. geile 20 P!g.

DieSspaltigeZeile

30 Pfg.

Nr. 40. Donnerstag den

Amtliches.

Bekanntmachung.

Jeder Landbriefträger führt ein Annahmebuch, in welches er die angenommenen Sendungen mit Werthangabe, Die Einschreibsendungen, die Postanweisungen und gewöhnlichen Packetè, sowie die Nachnahmesendungen und die für Zeitungen vorausbezahlten Beträge einzutragen hat. Will der Absender die Eintragung selbst bewirken, so ist diesem das Annahme­buch vorzulegen. Auch kann der Absender die Vorlegung des Buches verlangen, um von der seine Sendung betreffenden Eintragung des Land­briefträgers Kenntniß zu nehmen.

Cassel, 10. Februar 1888.

Der Kaiserliche Ober-Postdirektor

____In Vertretung: v. Rumohr.

BâVNtWkchrmgeK OimigL LkMdr athsamts.

Dec Ortsbürger Peter Stein zu Hochstadt ist als Gemeinderath dieser Gemeinde heute vereidigt worden.

Hanau am 14 Februar 1888.

Der Königliche Landrath

A, 272__Gf. Bismar ck.

Simst-Nachrichten aus dem steife.

Gefunden: Ein Regenschirm (auf der Post stehen geblieben). Ein Muff. Eine Knabenmütze. Eine schwarze dickgliedrige Halskette. Ein weiß seidenes Halstuch; Empfangnahme bei Herrn Oberförster Heller zu Wolfgang.

Zugelaufen: Ein hirschbrauner Pinscher m. Geschl.

Abhanden gekommen: ein Sack mit Wurst, Tabak rc.

Hanau am 16. Februar 1888.

âusfdicßi6en âönigL SfaafsannjaHfrfiaff zu. âaukfuri a. M. 3158 B. N. 1484/87. Ueber den Aufenthalt des Haus­burschen Eduard Friedrich von Elz wird Auskunft begehrt.

_____Frankfurt a/M. den 14. Februar 1888.

N. 1538/87. Gegen die Dienstmagd Wilhelmine Höhnlein, geb. 16. Februar 1866 in Schopfloch, welche flüchtig ist, ist die Unter­suchungshaft wegen Betrugs verhängt.

Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich Nachricht zu geben.

Frankfurt a/M. den 14. Februar 1888.

______ _____ Königliche Staatsanwaltschaft.

A. 2470. J. 3005/87. Gegen die Näherin Magdalena Wein­bach, geboren den 17. August 1860 zu Nieoerlahnstein, welche flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen versuchten Betrugs verhängt.

Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich Nachricht zu geben.

Frankfurt a/M. den 14. Februar 1888.

Königliche Staatsanwaltschast.

Tagesschau

P. Aus dem Reichstage. Berlin, 15. Febr. Der Reichs- berieth den von den Abgg. Dr. Lieber, Hitze (Centrum) eingebrachten Gesetzentwurf, betr. Abänderungen rc. der Gewerbeordnung (Sonntags- arbeit). Nachdem der Abg. Hitze den Antrag mit Rücksicht auf die von den Regierungen angestellte Enquete begründet und betont hatte, daß die Buntscheckigkeit der verschiedenen Landesgesetzgebungen nicht ferner aufrecht ^halten , sei, legte Abg. Struckmann (nat.-lib.) dar, daß bei der Schwierigkeit dieser Gesetzgebung die Initiative den verbündeten Re­gierungen überlasten bleiben müsse. Abg. v. Kleist-Retzow (deutschkons.) detürwortete lebhaft die Anträge vom sittlichen und sozialen Standpunkte. Abg. Dr. Baumbach (dfr.) erklärt, daß auch seine Freunde mit dem End- zwle der Anträge einverstanden seien, es handle sich nur um den einzu­schlagenden Weg. Er wünscht, daß die Regierungen in diesen Fragen

bisherigen Reform herausträten und eine bezw. Vorlage dem f n - «âe ma$ten- ^^ Ausnahmen müßten thunlichst im Gesetze selbst sestgestelll werden. Uebrigens zeige sich die wahre Arbeiterfreundlichkeit nicht blos in der Förderung der Sonntagsruhe, sondern in der sonstigen Wahrung der Arbeiterinteressen. Abg. Grillenberger (Soz.-Dem.) meint, daß seit dem Bestehen des Sozialistengesetzes für den Arbeiterfchutz nichts geschehen sei. So wenig das hier Gebotene enthalte, so würden seine

16. Februar 1888.

aMaHsaasBtSM»ffiiraHiisrasasw®s^iissnfflsssm®«msiiHffiS!^»Ha»

Freunde doch die Hand dazu bieten, es zum Gesetze zu machen, wenn sie auch im Einzelnen ähnliche Bedenken wie die Freisinnigen hätten. Abg. Henning (Reichspartei) beantragt Kommissionsberathung. Abg. Cegielsky (Pole) erklärte sich für die Anträge. In seinem Schlußworte konstatirte Abg. Lieber mit Befriedigung, daß die Anträge heute im Hause keinen prinzipiellen Widerstand erfahren hätten. Der Gesetzentwurf wurde schließ­lich einer besonderen Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Morgen: Identitätsnachweis und kleinere Gegenstände.

Berlin, 15. Februar. Das neueste Bulletin desR..U. St.-A." lautet:

San Remo, 15. Febr., 10 Uhr 35 Min. Nachm. Der lokale und allgemeine Zustand Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen ist derselbe wie am gestrigen Tage. Der Schlaf war zuwei­len durch Kopfschmerzen unterbrochen. Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit verließ um die Mittagsstunden wieder das Bett und nahm feste Nahrung zu sich. Mackenzie. Schrader. Krause. Hovell. v. Bergmann. Bramann.

Berlin, 15. Februar. Se. Majestät der Kaiser und König arbeiteten im Laufe des heutigen Vormittags mit dem Chef des Civilka- binets, Wirklichen Geheimen Rath v. Wilmowski.

Berlin, 15. Febr. Bei dem parlamentarischen Diner beim Reichs­kanzler Fürsten Bismarck sprach der Letztere gelegentlich die Hoffnung auf Erhaltung des Friedens aus. Was die russische Preste anbelange, so ver» füge die russische Regierung nur über wenige Blätter, während die übrigen ihre Richtung von Protektoren erhielten. (F. N.)

Berlin, 15. Febr. DasArmeeverordnungsblatt" veröffentlicht die vorläufigen Auèführungs- und militärischen Ergänzungs-Bestimmungen zu dem publizirten Gesetz über die Aenderungen der Wehrpflicht. Danach sind die verabschiedeten, aber zum Eintritt in die Landwehr des zweiten Aufgebots verpflichteten und in Folge dessen wiederangestellten Offiziere in die Ranglisten aufzunehmen. Die Offiziere der Landwehr des zweiten Aufgebots sind als Mitglieder des Offizier-Corps ihres Landwehrbataillons­bezirks dem Ehrengerichte unterstellt. Die Offiziere der bisherigen Land­wehr bleiben Angehörige des ersten Aufgebots. Die Mannschaften der Ersatzreserve gehören dem Beurlaubtenstande an. Die bisherige Einthei- lung in Landwehr-Regimenter und -Bataillone wird, die Garde ausge­nommen, wegfällig; an deren Stelle treten die den Jnfanteriebrigaden direkt unterstellten Landwehrbataillonsbezirke. Die Landwèhrbezirkskom- mandos werden künftig kurz nach dem Stabsquartier bezeichnet. Die Offiziere und Stamm-Mannschaften des Bezirkskommandos, die Offiziere der Provinziallandwehr-Infanterie und alle bei der Mobilmachung aus dem Landwehrbataillonsbezirk hervorgehendtn Jnfanterieformativnen tragen statt der bisherigen Regimentsnummer die Nummer ihrer Jnfanteriebri- gade. Beigegeben ist ein vollständiges Tableau der neuen Landwehrbe­zirkseintheilung, welches auch das württembergische und die beiden bayerischen Armeekorps mit umfaßt.

Der Staatssekretär des Reichs-Schatzamtes, Wirkl. Geh. Rath Dr. Jacobi, wird dem Vernehmen nach Anfangs März sein Amt wieder aufnehmen. Der Urlaub desselben läuft mit dem letzten Februar ab. Sein Befinden soll in stetiger weiterer Besierung sein.

Köln, 15. Febr. Man beabsichtigt hierselbst, dem Reichskanzler Fürsten Bismarck aus Anlaß seiner jüngsten hochbedeutenden im Reichs­tag gehaltenen Rede, als dem Ehrenbürger der Stadt Köln, eine Silber­platte überreichen zu lassen, in welche die Worte eingegraben werden sollkN :Wir Deutsche fürchten Gott, sonst niemanden." Es werden gegen­wärtig zur Erlangung des erforderlichen Betrages Sammlungen veran­staltet, welche bereits ein sehr erfreuliches Ergebniß haben. (K. Z.)

Kiel, 15. Febr. Der frühere Landtagsmarschall des Provinzial- Landtages Graf Emil zu Rantzau Rastorf, ist in vergangener Nacht gestorben.

Hamburg, 15, Febr. Der älteste Mann im deutschen Reiche, Vater Dose in Rehhorst bei Reinfeld, feiert heute seinen 106. Geburts- gedenktag. (F I)

Gotha, 14. Febr. Der Landtag des He^zogthums Gotha ist gestern vertagt worden, ohne bezüglich der Tilgung der Domänenrente eine Einigung mit dem herzoglichen Fideicommiß erzielt zu haben. Der Landtag ist bei dem früheren Beschlusse stehen geblieben, wonach die Tilgung nicht aus den Einkünften, sondern aus der Substanz des Do- manialvermögens erfolgen soll.^ (K^Z.)