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Wit dem betreffen« *en Postausichlag. Lte einzelne Stum­mer 10 Pfg.

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Die lspaltige Garmondzeile »d.

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10 Psg.

Die Sspalt. Zeile 20 Psg.

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30 Psg

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Rr 305

Samstag den 31, Dezember

1887.

AbonnemeNts-Einladung.

Mit dem 1. Januar 1888 beginnt ein neues Abonnement auf den Hanauer Anzeiger", zugleich amtliches Organ für Stobt- und Landkreis Hanau.

Derselbe bringt täglich die amtliche« Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigsten politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Cours- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Auszüge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ausschusses, Fremdenliste, ferner Geschäfts- und Privat-An zeigen. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Er­zählungen reiches Mannigfaltige.

Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der Hanauer Anzeiger" seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die ispaltige Zeile nur 10 Pf.

Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.

Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.

Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis Anfang des Quartals unentgeltlich.

Die Expedition des Hanauer Anzeigers.

Amtliches.

Bekanntmachungen auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878.

Die unterzeichnete Königliche Kreishauptmannschaft hat die periodische Druckschrift:

Social Science Deutsche Extra-Ausgabe.

Vol. I. Nr. 18. New York, November 1887." auf Grund von §. 11 des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 verboten.

Dresden den 21. Dezember 1887.

Königlich sächsische Kreishauptmannschaft.

von Bosse.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher wollen die Rekrutirungs- Stammrollen, soweit dies noch nicht geschehen ist, vor dem 15. Januar nächsten Jahres hier in Empfang nehmen oder durch zuverlässige Boten abholen lassen.

Hanau am 2». Dezember 1887.

Der Königliche Landralh

M. 4911 Gf. Bismarck.

Aufforderung.

Bei der gegenwärtigen ungünstigen Lage der Landwirthschaft ist es dringend geboten nach Mitteln und Wegen zu suchen, um die Erwerbs­quellen der Landwirthschaft ohne Auswendung großer Betriebsmittel zu vermehren.

Die Unterzeichneten, welche zu diesem Zwecke von dem in Stadt- und Land-Kreise Hanau gebildeten Obstzuchlverein bevollmächtigt sind, richten hiermit an sämmtliche Grundbesitzer das dringende Ersuchen diesem neugebildeten Vereine ihr Interesse zuzuwenden. Es wird aus den Mitteln beider Kreise und durch Zuschuß hoher Staatsregierung ein Wanderlehrer für Obstbaumzucht angestellt werden, welcher sich hauptsächlich durch prat lische Arbeiten in den Gemeinden den einzelnen Interessenten nützlich machen soll.

Durch die zunehmende Verkoppelung im Landkreise werden eine Menge neuer, gerader Wege geschaffen, welche sich vortrefflich zur An Pflanzung mit Obstbäumen eignen. Sowie die neu verkoppelten Gemein­den durch erleichterte Arbeit, durch bessere Uebersicht und erleichterten An- Ipann schon einen großen Vortheil gegenüber nicht verkoppelten haben,

ebenso sind sie jetzt im Stande, durch richtige Anlage von Obstpflanzungen diesen Vortheil noch zu vergrößern; dieses gilt namentlich für alle höher gelegenen Ortschaften des Kreises, welche die besten Bodenverhältnisse für Baumzucht haben.

Zur Förderung dieser Angelegenheit halten wir es für wünschens- werth, daß die Herren Bürgermeister sich bemühen das Jntereffe der Be­völkerung daran zu beleben; ihr Einfluß und ihre Bestrebungen werden von dauerndem Nutzen für sihre Gemeinden sein; es würde zu weit füh­ren, hier zusammen zu stellen, welch bedeutende Summe für Obst gelöst werden, wenn Baumkultur richtig betrieben wird.

Die Herren Bürgermeister und alle Freunde des Obstbaues werden aufgefordert am 21. Januar n. I., Nachmittags 3 Uhr, hier im Gasthause zumLöwen" zusammen zu kommen, um über die Angelegen­heit zu berathen.

Hanau am 28. Dezember 1887.

Gf. Bismarck, L. v. Deines,

Landrath. Kreisdeputirter.

Dienst-Nachrichten aus dem Kreise-

Gefunden: Eine Brille. Ein Rosenkranz. Ein rehbrauner Ueberzieher (hängen geblieben).

Zugelaufen: Ein kleiner gelber Hund mit weißen Abzeichen. Ein schwarzer Hund m. Geschl.

Vom Hafenmeister eingefangen: ein gelber Pinscher m. Geschl.

Verloren: Eine silberne Damenuhr. Eine Brille. Eine Knaben- Sammtmütze.

Hanau am 31. Dezember 1887.______________________________

Unsfdiceißcn Königs. 8faafsanwa(f[diaff zu Frankfurt a. M.

J. 3314/87. Ueber den Aufenthalt des Arbeiters Joseph Be- ringer aus Kirdorf wird Auskunft begehrt.

Frankfurt a/M., den 28. Dezember 1887.

J. 4514/87. Gegen den Tagelöhner Friedrich Heinrich Rübsamen, geboren am 28. Oktober 1858 zu Leun, Kreis Wetzlar, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls i. w. R. verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und die Unterzeichnete von der erfolgten Festnahme unverzüglich in Kenntniß zu setzen.

Frankfurt a/M., den 29. Dezember 1887.

Königliche Staatsanwaltschaft.

Tagesschau.

Berlin, 30. Dezember. Se. Majestät der Kaiser und König erledigten am heutigen Vormittage Regierungsgeschäfte und empfingen einige hier auf Urlaub befindliche höhere Militärs. Se. Majestät wer­den am Neujahrstage, Mittags 12^4 Uhr, im hiesigen Palais diesmal militärischerseit nur die Gratulation der aktiven Generäle sowie der Obersten in Generalsstellungen und der Commandeure der Leib-Regimenter entgegen­nehmen.

Berlin, 30. Dezbr. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin ertheilte heute dem Königlich württembergischen Gesandten, Gra'en Zeppe­lin, dem Kaiserlich chinesischen Gesandten Hung - Chun, dem Kaiserlich japanischen Gesandten Marquis Saionzi und dem Gesandten des König­reichs Siam, Phya Damrong Raja Bolakhanth, die nachgesuchten, durch die Umstände bisher verzögerten Antritts Audienzen.

Berlin, 30. Dez. Graf Peter Schuwalow, der auf der Rückreise nach Petersburg hier verweilt, hat sich, nue gemeldet, beim Kaiser vor» gestellt. Derselbe besuchte hiesige Bekannte und ist, laut der Wölfischen Telegraphen Agentur, ohne jede Mission, welchen Namen dieselbe auch habe.

Berlin, 29. Dezbr. DieKreuzzeitung" schreibt:Von einem Antwerpener Bankhause ist heute hier eine Nachricht eingetroffen, der zu­folge die mit dem belgisch - holländisch - französischen Consortium v'isnchte und sehr geheim betriebene russische Anleihe im Betrage von 700 Millio­nen als gescheitert betrachtet werden kann. Für die betreffenden belgischen und holländischen Finanzmänner war nach dieser Mittheilung wesentlich mit entscheidend, daß bei derunklaren Politik" Rußlands selbst eire er­heblich geringere Forderung sich nicht zu finanziellen Operationen empfeh-